Finanzkrise: Alles ist gut? – So steht es wirklich um Europa!
Verfasst von: krisenfrei - 10/10/2013
Bei den Reformen in der Euro-Zone gibt es Fortschritte. Die EU-Krisenländer sind auf einem „guten“ Weg und das Vertrauen der Anleger kehrt zurück.
Doch Pustekuchen, denn die wahre Situation ist viel schlimmer geworden. Hier Beispiele der letzten Tage:
- Europa: Das Zinsgefälle für Unternehmenskredite ist immer noch alarmierend hoch. Viele Firmen straucheln. Faule Firmenkredite häufen sich. Eine neue Abwärtsspirale droht.
- Deutschland I: Die Konjunktur kommt nicht vom Fleck. Schwache Exporte und wenig neue Aufträge kennzeichnen die schwierige Lage. Die Ausfuhren gingen im August gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,4 Prozent zurück.
- Deutschland II: Die Kaufkraft der deutschen Arbeitnehmer hat seit 2009 nicht mehr zugenommen. Zudem hat die Inflation die diesjährigen Lohnerhöhungen aufgefressen.
- Griechenland: Klaus Regling, der Chef des Euro-Rettungsfonds ESM rechnet mit neuen Finanzhilfen für Griechenland. Für ihn steht fest, dass sich Athen auch 2014 nicht wieder am Markt mit eigenen Anleihen finanzieren kann, weswegen ein drittes Hilfspaket wahrscheinlich ist.
- Zypern: Für 2013 wird ein Rückgang der Wirtschaftleistung um 12 Prozent erwartet – und das trotz Hilfsgeldern. Eine katastrophale Entwicklung. Zudem brauchen Zyperns Banken mehr Geld als erwartet. Woher die rund 1,5 Milliarden Euro kommen sollen, ist bisher unklar.
- Italien: Die Ratingagentur Moody`s sieht weiter politische Instabilität, was sich negativ auf die Kreditwürdigkeit auswirkt.
- Slowenien: Das hoch verschuldete Land wird in diesem Jahr tief in die Rezession abrutschen. Zentralbank-Chef Bostjan Jazbec rechnet sogar damit, dass sein Land internationale Hilfen benötigen werde.
Aber auch außerhalb Europas geht‘s rund:
- USA I: Der Verwaltungsstillstand in den Vereinigten Staaten hält an. Der Haushaltsstreit ist immer noch nicht gelöst. Und das, obwohl die USA in genau einer Woche zahlungsunfähig sind. Sollte dieses Szenario eintreten, werden schwere Verwerfungen der Weltwirtschaft erwartet.
- USA II: Die zukünftige Fed-Chefin Janet Yellen ist eine Verfechterin der Politik des billigen Geldes. Sie könnte diese endgültig als Standard-Politik der Fed etablieren und womöglich sogar noch ausweiten.
- Japan: Ministerpräsident Abe verteilt die Abgabenlasten von Unternehmen auf die breite Masse, indem er eine vier-prozentige Mehrwertsteuererhöhung für 2014 und im Gegensatz dazu Konjunkturpakete und Steuererleichterungen für die Unternehmen ankündigte. Damit erkauft er sich etwas Zeit. Die Zeitbombe tickt aber weiter.
- China: Die Wirtschaft verliert an Schwung. Das Wirtschaftswachstum soll im Jahr 2014 nur noch bei 7,4 Prozent liegen. Für China ein schlechter Wert.
Sie sehen also nur an den Entwicklungen der letzten Tage, wie besorgniserregend die Situation in Wirklichkeit ist. Lassen Sie sich kein X für ein U vormachen und bereiten Sie sich auf harte Zeiten vor – und zwar jetzt schon.

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