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Finanzkrise: Die USA stehen vor der Pleite

Verfasst von: krisenfrei - 05/10/2013

von Dr. h.c. Michael Grandt (krisenvorsorge)

Schulden über Schulden

Die sogenannte „fiscal cliff“ ist eine festgelegte Obergrenze für US-Staatsschulden. Diese beträgt 16,7 Billionen Dollar (Gesamtverschuldung: fast 60 Billionen Dollar). Dieses Volumen ist ausgeschöpft. Die Obama-Regierung hält sich nur noch mit Buchungstricks über Wasser. Da es bisher keine Einigung über die Anhebung der Schuldengrenze gibt, mussten bereits Behörden geschlossen und 800.000 Zivilbeschäftigte in Zwangsurlaub geschickt werden.

Gibt es in den nächsten Tagen oder Wochen keine Einigung zwischen Republikanern und Demokraten, treten automatisch verfassungsrechtlich verankerte Zwangsmaßnahmen ein: Ausgaben werden drastisch gekürzt und Steuererhöhungen durchgeführt.

Die USA schwächeln

Die Auswirkungen dieser Beinahe-Katastrophe sind irreparabel:

  • Die Amerikaner führen der Welt einmal mehr vor Augen, dass sie zutiefst reformunfähig sind.
  • Das Vertrauen internationaler Investoren und Gläubiger wird so mehr und mehr verspielt.
  • Das „Urvertrauen“ in den US-Dollar (die USA steht zu ihren Zusagen!) ist dahin.
  • Die „ultimative Sicherheit“ von US-Anleihen ist ebenso dahin.
  • Wenn die Notenbank Fed nicht der einzige Käufer von Staatsanleihen werden soll, müssen die großen, globalen Geldgeber aber bei der Stange gehalten werden, um frisches Geld in die amerikanische Wirtschaft zu pumpen.
  • Die Ratingagentur Moody’s geht davon aus, dass die Schuldenobergrenze wiederum erhöht wird. Alles andere würde den Finanzmärkten großen Schaden zufügen.
  • Der Dollar ist daher angeschlagen, wenn dies vordergründig auch nicht so aussieht. Doch es ist für mich absehbar, dass der „Green Buck“ die Funktion als Weltleitwährung mittelfristig verlieren wird. Jetzt schickt sich China an, den Yuan als Weltwährung aufzubauen. Gleichzeitig hält China riesige Dollarreserven. Das ist eine geladene Pistole – auf das Herz der USA gerichtet.
  • Wird keine Einigung erreicht, wir die Notenbank Fed mehr Geld in Umlauf bringen.
  • Eine Inflation droht.
  • Anlagen werden an Wert verlieren.
  • Ratingagenturen könnten die USA herabstufen.
  • Eine Rezession droht.

Was bedeutet der finanzielle Ruin der USA für den Rest der Welt?

Bereits ein kleiner, teilweiser Zahlungsausfall des „Giganten“ USA würde die Weltfinanzwirtschaft sofort in die Tiefe reißen. Schon der Zusammenbruch einer einzigen amerikanischen Großbank (Lehman Brothers) stürzte die Welt dmals in eine Krise, die bis heute andauert.

Natürlich können die Amerikaner auch die „Druckerpresse“ anwerfen und damit die Staatsschulden und Zinsforderungen bedienen. Aber eine solch riesige Menge an neu erzeugtem Geld ließe den Wert des Dollars implodieren.

Diese massive Dollarentwertung hätte im Prinzip dieselben Folgen in der globalen Finanzwirtschaft, wie eine Zahlungsunfähigkeit. Die Dollarreserven vieler Staaten, sowie Kapitalinvestitionen in Dollar würden genauso wertlos wie die Staatsanleihen der USA. Das würde die Weltwirtschaft nur schwerlich überstehen.

Einmal mehr rate ich Ihnen: Finger weg von US-Dollar-Anlagen und US-Bonds!

Wir können also gespannt sein, wie und ob sich Republikaner und Demokraten einigen. Sicher ist jedoch: Egal, wie die Lösung aussehen wird, sie ist negativ für die Amerikaner und für das globale Wirtschafts- und Finanzsystem.

Vita Dr. h.c. Michael Grandt

 

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