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Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

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Das echte Gold ist weg, Betrugskartell und Scheingold sind geblieben

Posted by krisenfrei - 18/09/2013

Gold Geld Vergleich-01

von WiKa (qpress)

Goldrausch: Kaum nimmt man das Wort Gold in den Mund, beginnen sich die Geister zu scheiden. Seine Faszination als Schmuck hat es nie verloren, auch die Industrie lechzt arg danach und die Förderung des edlen Stoffes, mit rund 2.500 Tonnen pro Jahr, kann den Bedarf kaum decken. Im umfangreichen Kanon der Edelmetalle ist es interessanterweise immer noch die erste Stimme, obgleich es bestimmt ebenso interessante Alternativen zum Gold gibt. Aber so etwas nennt man dann wohl eingebrannte Tradition oder Goldrausch und genau so sieht es mit diesem Stoff dann auch bei den Notenbanken und natürlich bei den privaten Anlegern aus.

Bei den physischen Mengen wird es zur Zeit tückisch. Da scheinen sich einige privilegierte Leute mit dem Stoff einzudecken. Dies zu Lasten kleiner und unerfahrener Anleger, die man dann gerne auf dem sogenannten Papiergold sitzen lässt, das legendäre „Scheingold“, welches dem kleinen Mann suggerieren soll, er hätte auch etwas Gold. Anlass zu unserer heutigen Betrachtung ist eine Beobachtung aus den USA. Dort ist der größte Gold-Fonds der GLD-ETF (ETF steht für Exchange Traded Funds). Man konnte und kann dort täglich zum aktuellen Goldkurs entsprechendes „Scheingold” erwerben. Für gewöhnlich, damit wird wenigstens geworben, halten solche Fonds dann die entsprechenden Gegenwerte in Gold und nicht selten wird auch damit geworben, dass man sich jederzeit seinen Anteil in physischem Gold liefern lassen kann.

Soweit zur schnellen Theorie. Jetzt gab es da jüngst ein paar schrille Alarmsignale, die hierzulande nur zu gerne überhört werden. So wurden Kunden des besagten Fonds, die sich ihr Gold physisch liefern lassen wollten, mit den kargen Worten abgespeist, sie könnten wohl das entsprechende Geld bekommen, Gold jedoch werde man nicht ausliefern. King World News ging der Sache mal nach und machte dabei ganz interessante Feststellungen. Deutsch und deutlich fachlicher kann man es auch bei „DER KLARE BLICK” nachlesen, die noch um weitere Details ergänzen.

GLD ETF COMMEX chart 2013Obgleich die kleineren Kunden kein Gold mehr bekommen (wir reden hier von den Kunden im Millionen Dollar Bereich), ist das physische Gold wohl schon fast gänzlich aus den Lagern verschwunden. Die nebenstehende Grafik macht dies auf einen Blick deutlich. Dazu beachte man den unteren Teil, der Grafik, der angibt, auf wie viel Unzen „Scheingold“ nun eine Unze echten Goldes kommt. Hatte man sich aus Gründen der Lagerhaltung und des „gewöhnlichen Betruges“ schon daran gewöhnt, dass es nicht mehr als eine echte Unze Gold auf zehn Papierene waren, so schoss dieses Verhältnis bei der Comex (New York Commodities Exchange) jetzt durch die Decke. Die dort ebenfalls registrierten physischen Goldbestände sind von akuter Schwindsucht befallen. Aktuell ist nur noch eine Unze Gold für 57 in Papier verkaufte Unzen tatsächlich im Lager vorrätig. Eine Frage die niemand beantwortet: Wo ist das Gold nur geblieben. Nur soviel, es ist weg und irgendeiner der großen Mitspieler wird es schon sicher verwahrt haben, etwas abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit.

Die große Goldpreisdrückung

Jetzt wäre ja zu erwarten, dass der Goldpreis bei solch schlimmen Nachrichten durch die Decke schießt, tut er aber nicht. Anders gesagt, an physisches Gold zu kommen ist fast unmöglich und noch viel unmöglicher zu den offiziellen Preisen. Das ist nun allerdings eine recht seltsame Erscheinung, die zu denken geben sollte. Waren wir doch bislang immer der Meinung das Angebot und Nachfrage den Preis regeln. Aber wie es aussieht, wird am Markt nur mit Papiergold umher geworfen, was auch zu den wahrnehmbaren Preissenkungen führte. Das schöne an der Sache für die großen Player: sie können jetzt, sofern sie den privilegierten Zugang zu den Goldlagern haben, diese sehr günstig ausräumen, während man den kleineren Kunden ein lang Nase zieht … danach kann dann der Preis irgendwann wieder explodieren. Was lernen wir daraus? Marktmacht macht Markt und nicht Angebot und Nachfrage.

Dann gibt es das ewige Für und Wider, ob denn derlei Markt-Manipulationen überhaupt möglich sind und ob beispielsweise auch die FED und andere Notenbanken daran beteiligt sein könnten. Es wird gerne mit dem Argument ausgeschlossen, dass doch die Notenbanken ihre eigenen Bilanzen wegen der Goldbewertung nicht in den Keller fahren würden. Nun, kühle Rechner rechnen anders. Wenn man nochmals richtig zu einem geringen Kurs nachtanken kann, der bisherige Bestand aber das Haus nicht verlässt, dann ist eine vorübergehende bilanzielle Abwertung locker zu verschmerzen, weil man weiß welch große Freude mit dem günstigen Zukauf von Gold „on the long run” verbunden ist, wenn die Bilanz alsbald um ein Vielfaches wieder anschwellen kann, weil man eben günstig die Lager des „Handelsgegners“ ausräumen konnte. Das alles, ganz am realen Markt vorbei, mit Unmengen an verfallendem Papiergold, welches man eben zum Zweck der Preisdrückung in den Markt wirft.

Weitere goldene Denkwürdigkeiten

Bei einem normal funktionierenden Markt hätte man erwarten dürfen, dass die physischen Gold-Bestände der „Scheingold“ verkaufenden Zunft in Zeiten geringer Preise eher zunehmen, statt abnehmen. Jeder vernünftige Fond-Manager kauft in solchen Zeiten ein und füllt das Lager und nimmt dann fröhlich die Kursgewinne mit, die sich aus dem Verkauf von Anteilsscheinen, des sich wieder verteuernden Stoffes ergeben. Wir beobachten genau das Gegenteil. Man darf deshalb durchaus von einem ernsthaften Alarmsignal sprechen, dass da irgend etwas nicht so mit ganz rechten Dingen zugeht.

Eine ergänzende kleine Petitesse, je nach dem was für ein Papiergold-Produkt sich der „Kleine” hat andrehen lassen, sind die Lagergebühren. Ist echtes Gold als Gegenwert versprochen, dann stellt man solches dem Kunden natürlich auch gerne noch in Rechnung. Wenn aber gar nichts mehr im Lager ist und dennoch eine Lagergebühr gemäß Vertrag fakturiert wird, wie nennt man solches Treiben? Im kleinen Maßstab wird dazu gern von Betrug gesprochen. In der hier beschriebenen Liga ist man da weniger schrill und redet ganz sachlich von Ertragsoptimierung. Da versinkt auch niemand vor Scham im Boden und an Knast denkt da auch keiner, nur an Boni.

Die Sicherung der Pfründe

Jetzt mag jeder kleine „Gold-Dukatenkacker“ mal ins Kleingedruckte der Geschäftsbedingungen sehen, die dem Erwerb seiner Goldanteilsscheine zugrunde lagen. Egal was ihm der Anlageberater hinsichtlich physischen Goldes versprochen hat, irgendwo wird sich schon der Notnagel in den AGB finden, wonach im Ernstfall kein physisches Gold mehr ausgeliefert wird und stattdessen der Gegenwert in Geld auszuzahlen ist. Das hat den Vorteil, dass dieses, anders als echtes Gold, am Folgetag schon wertlos sein kann, wenn eine Währung krachen geht. Im Zweifel wird man gerne noch den Gesetzgeber bemühen, der im harten Ernstfall zugunsten der Banken einschreiten kann, damit diese nicht durch aufgeregte Kleinanleger um ihre „harte“ goldene Zukunft geprellt werden.

Bestimmt wird der kleine „Gold-Dukatenkacker“ auch kein Dankschreiben irgend eines der großen Player oder seiner Bank erhalten, wo sich mal wer persönlich dafür bedankt, dass auch mit Hilfe der beigesteuerten wenigen Kröten massig Gold beschafft werden konnte, welches man jetzt vorsorglich beiseite geschafft hat. Dafür ist selbst ein Kleinanleger (in der Masse) in einem solchen Fond noch Gold wert. Die Fond-Manager werden jedem von ihnen bestimmt mal im Stillen zuprosten, mit besonders erlesenem Schampus, der bei den Geschäftchen abfiel, aus lauter Dankbarkeit versteht sich.

Eine weitere Frage die sich ernstlich stellt, aber heute nicht final ausdiskutiert werden kann, ist jene nach der Sinnhaftigkeit des „Goldrauschs”. Wenn das System krachen geht, werden wir eine generelle Neuausrichtung und Umstrukturierung der Gesellschaft brauchen, weg von allen überkommenen Wertvorstellungen bisheriger Prägung, hin zu ganz neuen Ansätzen, sonst hat die Menschheit ohnehin keine Zukunft und es würde nur eine Neuauflage des Elends in altem Gewand geben, wie wir es bislang nach jedem Systemzusammenbruch erlebt haben.

Krisenvorsorge mit Köpfchen

Muss also jeder für sich entscheiden, ob es unbedingt Gold sein muss oder ob man nicht auch seine paar Kröten in andere Dinge stecken kann, die am Ende vielleicht nicht so hart umkämpft sein werden wie der hier beschriebene Legendenstoff Gold. Silber wird ein noch größeres Potential als Gold nachgesagt, andere Edelmetalle werden kaum diskutiert. Natürlich sind wir mal wieder kreativ dabei und wer richtig auf „Nummer Sicher“ und auch „Short“ gehen möchte, der sollte sich das mal mit der „Nudel-Währung“ überlegen. Letztere hat den Vorteil, wenn alles krachen gegangen ist und man selbst für Gold nichts zu kaufen bekommt, dann hat man sogleich eine fressbare Währung im Haus. Selbst Geldfälscher haben da keine Chance, weil die Anforderungen an die Nudel so speziell sind, dass jeder Depp auf den ersten Biss eine Fälschung erkennen würde.

Wer allerhand Risiko vertragen kann, nur auf Metall schwört und unbedingt weiterhin am Euro festhalten möchte, der sollte einfach in dem Bereich kräftig umschichten. Vom Konto in den Keller. Und zwar in 10 Cent Stücken, denn damit ließe sich über den Materialwert immerhin noch gut 1/3 des Wertes über den Crash retten, sobald man sich mit seinem Fundus – nach dem Crash – zum Schrotthändler seines Vertrauens begibt.

Es ist völlig unverständlich warum die Menschen solchen Leuten wie Mutti, dem Schräuble, den Ackersmännern dieser Welt und vielen anderen Seelenverkäufern mehr, unbedingt Glauben schenken wollen. Wo man doch weiß, dass die nur noch für den großen Betrug am Volk stehen. Dran „glauben wollen“ und dran „glauben müssen“ sind übrigens zwei grundverschiedene Dinge, das sollte man mit Blick auf dieses Thema nie vergessen. Und vor der Lockerung des Portmonees wäre zunächst die Lockerung des Geistes sehr zu empfehlen, denn gut gelockert bekommt man einen weiteren Blick auf die unabänderlich anstehenden Dinge, die die meisten Menschen zu gerne ausblenden. Sie sind aber definitiv und mathematisch belegbar im Anmarsch.

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