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Die Unordnung in unseren Köpfen – Wahlen in Bayern

Verfasst von: krisenfrei - 16/09/2013

Tageskommentar 16. 09. 2013: fortunato,
Die Unordnung in unseren Köpfen – Wahlen in Bayern

von fortunato (fortunanetz)

Bayern hat gestern, am 15.09.2013, gewählt. Es kam folgendes Ergebnis zustande (in Prozent):

Nichtwähler: 35,5
CSU: 31,4
SPD: 13,2
Freie Wähler: 5,5
Grüne: 5,5
FDP: 2,1
Linke: 1,4
Sonstige: 5,4

Daran sieht man, die traurigen Mannen von der CSU haben den Zuspruch von nur jedem dritten Wahlberechtigten in Bayern. Die SPD unterbietet in Bayern Möllemanns Projekt 18 locker und die FDP muss nun FZP heißen – Freiwillig Zwei Prozent. Freie Wähler und Grüne haben Achtungserfolge errungen und vor allem die Nichtwähler nicht überzeugt.

Bedenkt man dabei, welche Themen diese Republik gerade beschäftigen, sind diese Ergebnisse erstaunlich.

Und bedenkt man auch, dass solche Figuren wie Beate Merk von der CSU sich im Fall Mollath derart unehrlich und scheinheilig präsentiert haben, ist eigentlich noch jeder Bayer, der ihr mit seinem Kreuzchen den Zuspruch gibt, definitiv einer zu viel.

Und bedenkt man, dass Hubert Aiwanger von den Freien Wählern als Bayer bei dieser Wahl ein Heimspiel hatte und das mit Beate Mercks Steilvorlage… dann schwant einem für die Bundestagwahl in 6 Tagen für die Freien Wähler nichts besonders Gutes. Hubert war in Bayern allein zu Haus – leider.

Und nach einem jahrzehntelangen inhaltlichen Sinkflug der Grünen folgt nun deren äußerer Sinkflug.

Bedenkt man, dass nur 31 Prozent aller Wahlberechtigten der CSU die Stimme gaben, so erfreut es doch jetzt jeden Nichtwähler, dass die CSU nun die absolute Mehrheit hat und alleine regieren kann, nicht wahr??? Das kommt nämlich daher, liebe Nichtwähler, dass eure 35 Prozent, die ja auch eine Meinungsäußerung sind, einfach ignoriert werden. Ihr werdet heraus gerechnet und damit habt ihr CSU und SPD gewählt – so sieht es nämlich aus! Und wer dies an dem obigen Ergebnis nicht erkennt, der schaue sich doch nun die ’neue‘ Rechnung an, die dann die offizielle ist.


‚Neues‘ Wahlergebnis in Prozent(wird im Laufe der Tage sicher noch etwas korrigiert):

CSU 48,7
SPD: 20,5
Freie Wähler: 8,5
Grüne: 8,6
FDP: 3,2
Linke: 2,1
Sonstige: 8,4

Potzblitz! Nun hat plötzlich jeder zweite die CSU gewählt. Und auch der Name stimmt bei der FDP wieder: Freiwillig Drei Prozent. Da staunt der Laie! Und der Bayern-Horst frohlockt deshalb im TV: „Uns hat jeder Zweite gewählt!“ Soso Herr Seehofer. In der Schule nicht aufgepasst, oder? Beim Prozentrechnen gefehlt? Oder ist diese Aussage jetzt Absicht gewesen?

Und viele der Nichtwähler-Hirnakrobaten sind der Meinung, dass wenn nur genügend Leute nicht zur Wahl gehen, dem ‚System‘ irgendwann die Legitimation fehlt. Vor einer solchen Naivität möchte ich ausdrücklich warnen. Schließlich gab es zum Beispiel im Jahr 2006 in Sachsen-Anhalt eine Landtagswahl mit einer Wahlbeteiligung von schlappen 44 Prozent. Das war immer noch eine gültige Wahl! Nach dem Wahlgesetz darf es auch gerne weniger sein! Es gibt nämlich keine Grenze nach unten – theoretisch können 5 Personen Angela wählen. Die Wahl wäre vielleicht zweifelhaft, aber gültig – und sie hätte dann 100 Prozent Zustimmung, bei 99,99 Prozent Nichtwählern…

Was hätten die Nichtwähler nicht alles bewegen können! Hätten zum Beispiel alle Nichtwähler den Hubert A. gewählt, wäre er jetzt Ministerpräsident… und Seehofer dürfte heim gehen, denn dann hätte seine Partei nur jeder Dritte gewählt – und das wäre dann auch amtlich. Dank der Nichtwähler hat nun angeblich jeder Zweite die CSU gewählt hat.

Angela Merkel hat im Laufe ihrer Kanzlerschaft bisher ca. 700 Mrd. Euro neue offizielle Schulden aufgehäuft – sie hält damit den Schuldenrekord aller vorangegangenen Bundesregierungen. (Ein Umstand der zwar Fakt, aber nie Gegenstand der öffentlichen Debatte ist). Die AfD hat mit einer Spendenaktion am Wochenende (die Geldbombe) 432.761 Euro bekommen. So viel ist der Bürger bereit zu investieren, um weitere Schuldenrekorde zu verhindern… Derzeit haben wir ungefähr 61,8 Millionen Wahlberechtigte in Deutschland. Würden davon die ca. 20 Prozent Nichtwähler jeweils 1 Euro spenden, kämen wir auf ca. schlappe 12.360.000 Euro Spendengelder für eine neue Oppositionspartei, die mit dem Geld verschenken Schluss machen will. Da ist doch eine Investition in 12 Millionen Euro geradezu ein guter Preis, verglichen mit dem, was uns Frau Merkel zukünftig noch an Haftungsrisiken aufbürden möchte, nämlich weitere 672 Mrd. Schulden! (1) Und die 12 Mio. Euro Spendengelder durch die Nichtwähler wären doch geradezu Peanuts! Aber wie man an den ungefähr 400.000 Euro Spendengeldern sieht, haben die Nichtwähler nicht mal 1 Euro für eine Opposition übrig.

Jeder kann mehr bewirken wenn er aktiv wird – und sei es mit einem Euro! – als wenn er zu Hause bleibt und nichts tut. Leider ist es aber oft so, dass Denken Glückssache ist, wie man an dieser Bayern-Wahl sehen kann,

meint
fortunato

(1) Eine nähere Aufschlüsselung finden sie unter: CesIfo

 

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