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Finanzkrise: Auch Portugal und Irland brauchen neue Hilfen

Verfasst von: krisenfrei - 06/09/2013

von Dr. h.c. Michael Grandt (krisenvorsorge)

Der Musterschüler, der keiner ist

Nach der Bundestagswahl wird Griechenland neue Hilfen erhalten, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Danach ist Irland an der Reihe, denn das „Staatsbankrott-Verhinderungsprogramm“ über 67,5 Milliarden Euro läuft Ende Dezember 2013 aus. Im Oktober gibt es zum Zustand der Insel einen Abschlussbericht, im November wird dann entschieden.

Obwohl Irland in den Mainstreammedien und auch von den Politikern aller Coleur als „Musterschüler“ hochgelobt wird, der die Krise „gut“ überstanden hat, steht das Land nach wie vor kurz vor dem Abgrund:

Die Staatsverschuldung betrug 2007 noch 25,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und soll – trotz „Rettungsmaßnahmen“ – bis Ende 2013 auf 122,0 Prozent steigen. Die Arbeitslosigkeit betrug 2007 gerademal 5,0 Prozent, 2013 liegt sie bei knapp 15,0 Prozent. Bei den unter 25-jährigen beträgt sie fast 27,0 Prozent. Die Industrieproduktion des „Musterschülers“ ist um 13,0 Prozent gefallen. Irland hat noch vor Griechenland und Spanien die höchste Neuverschuldungsrate.

Eigentlich hätte die Rückzahlung der Rettungshilfen ab 2013 erfolgen sollen. Doch die irische Regierung sieht sich dazu nicht in der Lage. Mit Duldung der EZB fängt Irland jetzt erst ab 2038 zu tilgen an.

Sie sehen daran, dass die „grüne Insel“ noch immer kurz vor dem Bankrott steht. Ich prophezeie: Neue EU-Hilfen werden fließen. Die Ideen dazu sind freilich schon da. Ein „Vorsorgekredit“ des ESM, der im Notfall in Anspruch genommen werden kann oder Stützungskäufe der EZB am Sekundärmarkt. EZB-Chef Mario Draghi hat dazu schon Bereitschaft signalisiert. Trotzdem hofft Irland auf direkte Kapitalspritzen für seine Banken aus dem ESM.

Portugal am Abgrund

“The same procedure as every year“: Das Kreditprogramm mit einem Volumen von 78 Milliarden Euro läuft Mitte 2014 aus. Selbst die Regierung in Lissabon zweifelt, dass sich das Land dann an den Finanzmärkten wieder selbst finanzieren kann.

Nicht umsonst wurde Portugal ebenfalls erlaubt, die Tilgungszeiten für seine Kredite um sieben Jahre zu verlängern. Natürlich stimmte der deutsche Bundestag mit großer Mehrheit zu.

Davon abgesehen ist jeder dritte junge Portugiese zwischenzeitlich arbeitslos. Der Schuldenstand des Landes beträgt 123,7 Prozent des BIP. Die Verschuldung der Privathaushalte ist noch größer als die in Griechenland.

Auch hier sind neue EU-Hilfen, sprich in Hauptsache deutsche Steuergelder, vorprogrammiert. Ich informiere Sie schon ein halbes Jahr vorher darüber, damit Sie nachher nicht sagen können, Sie hätten von nichts gewusst.

Das bedeutet für Sie: Machen Sie sich unabhängig vom Euro. Halten sich nur noch einen Euro-Bargeldbestand von sechs Monatseinkommen. Schichten Sie Ihr sonstiges Vermögen in Sachwerte und Fremdwährungen um. Denn: Die Krise ist nicht vorbei, sie hat gerade erst begonnen.

Vita Dr. h.c. Michael Grandt

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Manchmal frage ich mich, was solche aufklärerischen Infos noch sollen. Die ganze Welt ist pleite und die Bevölkerungen lassen sich von den korrupten Polit-Mafiosis und den Medienhuren einlullen. Staatsschulden werden niemals zurückbezahlt. Die Banken haben gar kein Interesse daran. Natürlich werden neue EU-Hilfen fließen. Der ESM macht’s möglich – ohne Ende – bis zum ultimativen Crash.

 

2 Antworten to “Finanzkrise: Auch Portugal und Irland brauchen neue Hilfen”

  1. Avatar von Sven Boernsen

    Sven Boernsen said

    „Schichten Sie Ihr sonstiges Vermögen in Sachwerte und Fremdwährungen um.“

    Danke für diesen Tip Herr Doktor h.c. !

    Bei meinem nächsten Besuch im jobcenter werde ich diesen Tip ans Schwarze Brett heften.

  2. Avatar von siso

    siso said

    Auch hier fehlt mir der Hinweis für was und wen die beiden Staaten das Geld brauchen. Herr Dr. honoris causa Grandt, haben Sie darüber Informationen? Bitte lassen Sie uns nicht uninformiert zurück.

    Sollte es so sein, dass die Staaten erst durch die Übernahme der uneinbringlich gewordenen Forderungen der Finanzindustrie an andere Banken, private Haushalte, Unternehmen, den Nachwirkungen des Abacus Geschäftsmodells nach 2007 in die Miesen geraten sind, was kann der Grund sein, dass wir hier nicht darüber informiert werden?

    Irland
    Gesamtverschuldung: 1166 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, darunter: Banken: 689 Prozent Unternehmen: 245 Prozent private Haushalte: 123 Prozent Staat: 109 Prozent

    Die staatliche Schuldenlast wog schwer genug, um Irland als erstes Land unter den europäischen Rettungsschirm zu zwingen. Doch die anderen Wirtschaftssektoren sind noch viel höher verschuldet, alle drei weisen die höchste Schuldenquote aller im IWF-Finanzstabilitätsbericht erfassten Länder auf. Zugleich zeigt die irische Bankenrettung, wie schnell die Schulden von einem Sektor zum anderen verschoben werden können. Noch 2007, zu Beginn der Finanzkrise, galt die staatliche Schuldenquote von nur 25 Prozent international als vorbildlich. (mm, 18.10.2011)

    Portugal
    Gesamtverschuldung: 422 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, darunter: Unternehmen: 149 Prozent private Haushalte: 106 Prozent Staat: 106 Prozent Banken: 61 Prozent

    Ausgerechnet die Finanzinstitute retten für das südwesteuropäische Krisenland die Bilanz. Alle anderen Sektoren tragen eine Schuldenlast, die größer ist als die jährliche Wirtschaftsleistung des Landes. Wie im Nachbarland Spanien haben die Unternehmen am meisten Miese, die Staatsverschuldung war vor der Krise noch vergleichsweise moderat. (mm, 18.10.2011)

    Beide Länder waren vor der Finanzmarktkrise nie in der Verlegenheit die 90 % Schwelle geknackt zu haben. Wie kann nach diesen Zahlen einfach behauptet werden, der Staat sei alleine an der Finanzkrise schuldig zu sprechen. Der IWF, die EU uvam. behaupten bei 90 % Staatsverschuldung sei die Wirtschaft gefährdet. Die restlichen drei Sektoren einer Volkswirtschaft mit je 160 % = Summe 480 % des BIP sei aber völlig ungefährlich. Für die letztere, behauptete Zahl gibt es aber keine Begründung, keine Verifizierung bzw. Falsifizierung. Fakt ist aber, dass die Finanzkrise ihren Ausgangspunkt im Platzen der Immobilieblase, über Lehman/AIG/Abacus(G&S)/LTCM im Derivatebereich hatte (wiwo, 6.9.2013).

    Hier passt doch Nichts richtig zusammen, wieso nicht?

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