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Enteignung von Bankeinlagen beim G20-Treffen auf der Tagesordnung

Posted by krisenfrei - 04/09/2013

Zypern ist bald überall: Enteignung von Bankeinlagen beim G20-Treffen auf der Tagesordnung

Wenn der G20-Gipfel wie geplant am 5.-6.9. in St. Petersburg stattfindet, wird auch das Zypern-Modell der Enteignung „ungesicherter“ Kundeneinlagen im Falle einer Bankenpleite (bail-in) auf der Tagesordnung stehen. Die Finanzminister der G20 hatten bereits während ihres letzen Treffens im Juli eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, worin sie den Plan des Finanzstabilitätsrats (FSB) für einen solchen Bail-in mit der irreführenden Bezeichnung „Bankenabwicklung“ geschlossen unterstützen. In St. Petersburg soll eine aktualisierte Fassung davon vorgestellt werden.

In der Erklärung hieß es auch: „Wir werden alle gesetzgeberischen und anderen notwendigen Schritte ergreifen, um die Behörden in die Lage zu versetzen, Finanzinstitute effektiv abzuwickeln, auch in einem grenzüberschreitenden Kontext.“

Während Präsident Putin und andere russische Regierungsmitglieder sich gegen den Bail-in ausgesprochen haben, wird er von Vertretern der russischen Zentralbank enthusiastisch unterstützt. In den USA ist die Enteignung „ungesicherter“ Einlagen (Guthaben über 250.000$) bereits in Obamas Bankenreform „Dodd-Frank“ festgeschrieben, in der EU wird bald mit einem entsprechenden Beschluß des Europaparlaments für Guthaben über 100.000€ gerechnet und in der Schweiz wurde sie schon Ende 2012 für Guthaben über 100.000 Franken beschlossen. In der Praxis werden aber die zuständigen Einlagensicherungsfonds nicht über genug Geld verfügen, um die Guthaben unter den genannten Grenzen zu garantieren, wenn der Crash kommt. Dies gilt um so mehr, da in den meisten Fällen Derivate ausdrücklich vom Bail-in ausgenommen sind.

Es bleibt abzuwarten, wie andere G20-Länder, etwa Argentinien, Brasilien, China, Indien oder Südafrika, sich in der Frage verhalten werden. Der große Schwindel liegt darin, daß für bankrotte „systemrelevante“ Banken nur die Alternative von „Bail-in“ (Rettung durch Aktionäre und Einleger) oder „Bail-out“ (Rettung durch den Steuerzahler) angeboten wird, während die Lösung ganz woanders liegt – nämlich einer Bankensanierung und Bankentrennung nach dem Glass-Steagall-Prinzip, womit der finanzielle Giftmüll abgeschrieben wird, statt zu versuchen, ihn zu retten.

Schon jetzt ist klar, daß das Dossier der US-Regierung für den Gipfel aus Wolkenkuckucksheim stammt. Sprecher des Weißen Hauses erklärten am 30.8. in einer Telefonkonferenz, die US-Wirtschaft befinde sich auf dem Weg in die Erholung. Mit der US- Wirtschaft stehe „es jetzt viel besser“ als zur Zeit sämtlicher Gipfeltreffen seit November 2010, nur müßten andere Länder das Geheimnis von „Wachstum und Beschäftigung“ von der US-Politik noch lernen, sagte einer der Sprecher.

In Wirklichkeit befindet sich die amerikanische Realwirtschaft seit Jahren im freien Fall. Die Armut nimmt mit atemberaubendem Tempo zu. Schon im Januar 2012 ergab eine Studie der New America Foundation, daß sage und schreibe 40% der Arbeitsplätze in den USA Niedriglohnjobs sind (definiert als weniger als das Doppelte der Armutsgrenze, d.h. unter 22.000 Dollar Jahreseinkommen für eine Person). 2008 waren es rund 28% gewesen.
Vielleicht noch aussagekräftiger ist, daß mit Stand von Mai 2013 fast ein Sechstel der Amerikaner, 47,5 Mio. Menschen, für sich und ihre Familie auf Lebensmittelmarken angewiesen sind. Seitdem ist die Zahl weiter gestiegen. Und eine neue Studie, die am 10.7. im Journal des US-Ärzteverbands AMA vorgestellt wurde, kommt zu dem Resultat, daß unter 34 „wirtschaftlich vergleichbaren“ OECD-Ländern die USA in Bezug auf die Lebenserwartung nur an 27. Stelle stehen, obwohl sie von allen Ländern die höchsten Gesundheitsausgaben pro Kopf haben. Ist das das „robuste“ Wirtschaftsmodell, das die Regierung Obama beim Gipfel in Rußland dem Rest der Welt aufdrängen möchte?

Quelle: bueso 

 

3 Antworten to “Enteignung von Bankeinlagen beim G20-Treffen auf der Tagesordnung”

  1. reiner tiroch said

    auch gelder unter 100.000.-€ gehen drauf wenn eine Bank pleite macht. und es sind 130 Systemrelevante Banken wo jede einzelne das Finanzsyszem sprengen kann. die gesetze zur Zwangsenteignung aller Sparer hat die FDP schon längst schreiben lassen.

  2. pedrobergerac said

    DieRegierung en haben seit Beginn der „Krise“ nur ihr Überleben gemanagt.

    Es wurde kein einziges Problem des Schuldzinsgeldsystems, dem diese Krise geschuldet ist, gelöst. Die Regierung hat Angst den Untertanen zu erzählen, dass ihr Erspartes bereits weg ist. Ob zuerst ein Zypernszenario oder ein Währungsreform mit zuvor erfolgtem Zusammenbruch des Systems erfolgt, sei einmal dahingestellt.
    Eine Lösung des Problems, die Geldschöpfung wieder zum Volk zu holen und nicht den Privatbanken zu überlassen, wird Dank der Diktatur der Finanzmafia in den MainstreamMedien nicht angesprochen. Aber kommt dieses nicht, ist der Untergang unseres Gesellschaftssystems nur eine Frage der Zeit. Karl J. J. Gschwendtner erklärt ihnen bei „Eine Reise Durch Die Zeit“, was noch dahinter steckt. Aber schnallen sie sich an. Das was Sie da zu lesen bekommen, ist der Albtraum schlechthin.

    Was uns droht wird mittlerweile als „Mad Max Szenario“ in den Medien bezeichntet.
    Weil die Geldschöpfung also bei den Privatbanken liegt, wird diese auch auf keiner WirtschaftsUni in dieser von der Finanzmafia regierten Welt gelehrt.
    „Herr, schmeiß Hirn runter“ wäre der einzig richtige Aufruf zum jetzigen Zeitpunkt, um diese Krise zu bewältigen. Leider sind selbst die Kirchen in dieses Weltuntergangsszenario involviert. Die Vatikanbank verhindert mit, die Bevölkerung über das wahre Ausmaß dieses Desaster aufzuklären.
    „So sprach der Minister zu dem Bischof (oder war es umgekehrt?) Halt du sie dumm, ich halt sie arm. Genau dazu initiiert der Staat eine Währungsreform.
    Fangen wir einfach an, den Fernseher aus dem Fenster zu werfen. Keine Lügen mehr.
    Fangen wie einfach an, selber zu DENKEN. Wir müssen unser Schicksal selbst in die Hand nehmen. Der Staat ist nicht UNSER Retter sondern nur den Banken verpflichtet. Karl Marx sagte sinngemäß „Der Staat ist das Herrschaftsinstrument der herrschenden Klasse“ Bei der herrschenden Klasse brauchen wir nicht lange überlegen, ob damit die Bürger oder die Bankster gemeint sind. Das ist also das „Karl Marx Szenario“: Es kann nur einer gerettet werden. Niemals Beide ! Was der eine verliert bekommt der andere. Das ist wie bei jedem Bankraub. Was der Räuber bekommt verliert die Bank. Eine Währungsreform ist auch ein Bankraub nur mit umgekehrten Vorzeichen. Der Sinn besteht darin, die Verbindlichkeiten der Bank und des Staates zu reduzieren. Ihr Bankguthaben ist eine Verbindlichkeit oder Schuld der Bank. Also sind unsere Ersparnisse schon so gut wie weg.
    Was wir derzeit in Europa mit der „Eurorettung“ erleben, ist der größte Raubzug der Geschichte. Und darüber werden wir nicht informiert.

    Und um davon abzulenken sind die Finanzfaschisten sogar bereit, den 3. Weltkrieg anzuzetteln.

    „Aus den USA kommen weitere sehr besorgniserregende Meldungen freier US Journalisten denen ein Teil hochrangiger meuternde Militär Infos zuschanzen. Das Penthagon hat begonnen auf mündlicher direkter Befehlskette seine strategischen Atomsprengköpfe für Bomber an die US Ostküste zu schaffen. Die dafür geeigneten Bomber wurden vor einigen Tagen bereits von ihren Basen abkommandiert OHNE bisher wiederzukehren. Die Stützpunkte wissen über deren Verbleib derzeit nichts.“

    • „Bei der herrschenden Klasse brauchen wir nicht lange überlegen, ob damit die Bürger oder die Bankster gemeint sind …Es kann nur einer gerettet werden. Niemals Beide ! Was der eine verliert bekommt der andere.“

      Nicht lange überlegen bedeutet, das vom Himmel gefallene Hirn unbenutzt liegen zu lassen -denn hier werden weder Bürger noch Bankster gerettet. Preisfrage: Wer oder was wird tatsächlich gerettet?

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