Griechenland: Ein Fass ohne Boden
Verfasst von: krisenfrei - 24/08/2013
Griechenland: Kein drittes Hilfspaket, sondern ein zweiter Schuldenschnitt
von Dr. h.c. Michael Grandt (krisenvorsorge)
Kanzlerin Angela Merkel hätte dieses Thema wohl gerne erst nach der Wahl aufgegriffen. Doch jetzt ist es zu spät. Die Opposition fällt über sie her. Aber das ist mehr als heuchlerisch, denn alle Parteien, außer den LINKEN hatten für die Rettungspakete gestimmt.
Fakten, Fakten, Fakten
Aber das ist alles Wahlgeplänkel. Ich prophezeie Ihnen: Griechenland wird kein drittes Hilfspaket erhalten, sondern es wird einen zweiten Schuldenschnitt geben.
Die Fakten:
- Obwohl der griechische Präsident Samaras – übrigens der fünfte seit Ausbruch der Krise – Anfang 2013 verkündete, dass sein Land das Schlimmste hinter sich habe, ist die Situation trotz aller Hilfspakete nach wie vor verheerend.
- Der Schuldenstand befindet sich auf dem Rekordniveau von rund 175% des Bruttoinlandsprodukts (BIP).
- Seit 2008 hat das Land 20% seiner Wirtschaftskraft verloren – und die war im europäischen Vergleich ohnehin schon schwach.
- Der erste Schuldenschnitt und die beiden Hilfspakete über 202 Milliarden Euro sind verpufft.
- Die Arbeitslosigkeit wird immer größer. Sie beträgt jetzt schon knapp 27%. Unter den bis zu 24-jährigen liegt die Quote bei über 64%.
- Fast 50 % der Darlehen von Verbraucherkrediten und Kreditkarten werden nicht mehr bedient. Bei den Immobilienkrediten sind es bereits 20%
Das kann gar nicht gut gehen. Geholfen hat der Schuldenschnitt also wenig, denn Athen steht nach wie vor vor dem Kollaps.
Ein Fass ohne Boden
Im Februar 2013 zog selbst der griechische Finanzminister einen neuen Schuldenschnitt in Erwägung. Auch der IWF drängte auf einen weiteren Schuldenerlass, der dann auch öffentliche Geldgeber wie Euro-Staaten, die EZB, nationale Notenbanken und den IWF betreffen sollte.
Griechenland ist ein Fass ohne Boden und wird Ihnen so oder so große Verluste bereiten: Entweder über immer neue Hilfspakete, die Sie als Steuerzahler mittragen müssen oder über den Euro-Crash, der die Geldvermögen wie eine Seifenblase zerplatzen lässt.
Ein neuer Schuldenschnitt käme uns Deutschen teuer zu stehen. Denn dieses Mal sind die öffentlichen Gläubiger, sprich Staaten, an der Reihe. Die bisher vergebenen deutschen Hilfen summieren sich bereits auf 45 Milliarden Euro.
Das bedeutet für Sie: Das Euro-Währungssystem steht vor dem Kollaps. Ihre Euro-Vermögensanlagen sind in akuter Gefahr. Versuchen Sie einen guten Teil davon in Sachwerte wie Edelmetalle, konjunkturunabhängige Aktien, Fremdwährungen und Immobilieninvestments umzuschichten. Ihre Barreserve sollte idealerweise vier bis sechs Monatseinkommen betragen.
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Bis auf den Punkt „Immobilieninvestments“ stimme ich in allen Punkten zu. M.E. nähern sich die urbanen Immobilienpreise langsam einer Blase. Wohnraum in Großstädten ist kaum noch bezahlbar. Viele Wohnobjekte sind schlicht weg überbewertet. Jetzt noch in gewisse immobilien zu investieren, insbesondere in Deutschland, halte ich für ein Risiko.
Wenn die Marktzinsen steigen, und sie steigen bereits seit geraumer Zeit, wird der Bau- bzw. Immobilienkaufboom langsam abebben. Das Resultat: Weniger Nachfrage – fallende Preise. Es sei denn, man kauft eine eigengenutzte Immobilie ohne Kredit – aber wer kann das schon! Eine gute Strategie ist immer noch, seine Ersparnisse von der Bank abholen und somit dem Falschgeldsystem entziehen. Wenn das alle tun, ist der Schuldgeldspuk ganz schnell beendet. Nur Vorsicht. Wer dabei zu spät kommt, geht leer aus. Edelmetalle, wie z.B. Gold und Silber sind dann die letzten Rettungsboote. Wer sie nicht hat, geht unter!

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