Das lukrative Geschäft der Sozialindustrie
Verfasst von: krisenfrei - 20/08/2013
Lieber Herr Lindhoff,
vielen Dank für Ihren Artikel. In der Tat, die Geldmaschine unserer Sozialindustrie brummt. Aus eigener Erfahrung kann ich dies nur bestätigen. Ich selbst habe vor über zehn Jahren Integrationsmaßnahmen für den „2. Arbeitsmarkt“ begleitet. Das Ziel dieser Integrationsmaßnahmen war, die Teilnehmer an Firmen zu vermitteln. Nach einer dreimonatigen Praktikumszeit bekamen vielleicht gerade einmal 5-8 Prozent der Praktikanten einen befristeten Arbeitsvertrag. Eine einzige Maßnahme kostete dem Steuerzahler rund 40.000 DM bei ca. 20 Teilnehmern. Ich vermute, dass es seinerzeit bundesweit mehr als 100 dieser Maßnahmen gab. Profitabel waren solche Maßnahmen vor allem für Unternehmer – auf Kosten der Steuerzahler. So wird die Arbeitslosenstatistik geschönt!
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Hartz IV: Tragödie des Gemeinnutzes
von Henning Lindhoff (ef-magazin)
Das lukrative Geschäft der Sozialindustrie
In einem Artikel für die angesehene britische Geschichtspublikation „Past and Present“ untersuchte Philip Abrams 1963, warum die großen Sozialreformprojekte des Vereinigten Königreiches nach dem Ende des Ersten Weltkriegs allesamt scheiterten. Ziel dieser Projekte war es, die britischen Kriegsveteranen wieder in die Zivilgesellschaft zu integrieren. Doch jede staatsfinanzierte Intervention verpuffte ohne jede integrierende Wirkung. Denn „Interessengruppen zweckentfremdeten die Gelder und missbrauchten sie zu ihren Gunsten.“
Und auch diese Geschichte reimt sich. Parallelen lassen sich mühelos zwischen der britischen Veteranenhilfe vor 90 Jahren und der heutigen bundesrepublikanischen Armutsindustrie ziehen.
Die sogenannten Jobcenter der Republik finanzieren anno 2013 alles, was das Integrations- und Umschulungsherz begehrt. Vom Gabelstaplerschein, über den Nähkurs bis hin zum Tanztheater ist alles dabei. Zahlreiche Firmen lassen sich Jobtrainings und Praktika vom Staat finanzieren. Hunderttausende Arbeitskräfte verdingen sich bei großen und kleinen Unternehmen als Ein-Euro-Jobber. Die Geldmaschine brummt.
Das Stichwort zum Eintritt in den goldenen Club der Sozialstaatsprofiteure nennt sich „Gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung“, kurz gGmbH. Eine solche gGmbH ist schnell gegründet. Man benötigt zu Anfang 27.000 Euro, davon 25.000 Euro als Stammkapital und 2.000 Euro für Notar- und Gerichtsgebühren. Das Finanzamt entscheidet dann über die Gemeinnützigkeit. Sind Buchführung, Gemeinnützigkeit, Vorstand und andere Gremien abgesegnet, kann man auch schon loslegen. Man schreibt sein erstes blumiges Konzept und bewirbt sich damit um die erste sogenannte Bildungsmaßnahme, die das örtliche Jobcenter ausgeschrieben hat.
In solchen gGmbHs, von denen aktuell ca. 4.000 ihr Unwesen in der BRD treiben, verdingen sich tausende Sozialpädagogen, Therapeuten und Kulturschaffende. Trotz aller Gemeinnützigkeit ist es schwierig bis unmöglich konkrete Zahlen zur Geschäftslage aus den Mündern der Geschäftsführer zu erfahren. Aus gut unterrichteter Quelle erfuhr eigentümlich frei allerdings von Beträgen bis zu monatlich 600 Euro, die eine gGmbH allein für die Fortbildung eines Arbeitsuchenden erhält. Dieser durfte sich einige Zeit darin unterrichten lassen, was man denn so als Gerüstbauhelfer zu tun und zu lassen hat – alles im Auftrag des Konzerns ThyssenKrupp, der auf diesem Weg kostengünstiges Humankapital zu generieren versuchte. Insgesamt betreut diese gGmbH 1.400 arbeitsuchende Menschen und erwirtschaftet allein durch diese einzige Maßnahme einen Umsatz von ca. 840.000 Euro pro Monat – komplett auf Kosten der Steuerzahler.
Und bei einem Kurs für jeden Arbeitsuchenden bleibt es meist nicht. Viele Geknechtete des Jobcenters können von bis zu zehn Maßnahmen berichten, die sie hoffnungsfroh begannen und die sie deprimiert wieder verließen.
Absurdes Beispiel höchster Güte ist sicherlich ein Übungssupermarkt im Norden der Republik, in dem arbeitslose Menschen lernen sollen, wie sich Verkäufer und Kassierer in Aldi, Lidl und Co. betätigen. Die federführende gGmbH dazu wurde vom TÜV Nord in Kooperation mit dem Verband des Lebensmitteleinzelhandels gegründet, natürlich nicht finanziert von dessen Mitgliedern. Aus gutem Grund, denn eine solche Bildungsmaßnahme hat schließlich wenig realökonomischen Sinn. Das örtliche Jobcenter gab aber gerne die erpressten Steuergelder aus, damit die Arbeitslosen nun an der Spielkasse mit Spielgeld hantieren dürfen. Reale Kunden gibt es natürlich nicht. Sozialpädagogen laufen herum und suggerieren den Arbeitslosen, Plastikeier würden ihre Kundenbedürfnisse in irgendeiner Art befriedigen.
So funktioniert staatlich gelenkte Berufsausbildung. Das Arbeitslosenheer wird umgeschult und weitergebildet von Unternehmen, die sich den ganzen Mumpitz komplett vom Steuerzahler finanzieren lassen, während der kleine Handwerksbetrieb nebenan vor lauter staatlicher Gängelei keine Ressourcen mehr für grundständige Berufsausbildungen aufbringen kann. Es spielt dann auch keine Rolle mehr, ob die neuerworbenen Fähigkeiten noch irgendwie verwertbare Potenziale darstellen und damit die individuelle Konkurrenzfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Die Arbeitslosen sind erstmal raus aus der Statistik.
Die Gemeinnützigen wollen natürlich auch ein bisschen Spaß bei der ganzen Sache haben. Profiler nennen sie sich. In Nähkursen, Tanzworkshops und Bewerbungstrainings wird im Auftrag von oberster Stelle ermittelt, was die Arbeitsuchenden denn überhaupt noch zu leisten im Stande sind. Hier wird genäht, getanzt, telefoniert und gestrickt, bis auch der Letzte der Anwesenden ins Monotonie-Koma gestürzt ist. Die Vermittlungsquote der Profiler rangiert bislang im Promillebereich.
Wenn all das Qualifizieren und Profilen nicht gefruchtet hat, regnet es die sogenannten Vermittlungsgutscheine. Mit diesen dürfen die Arbeitsuchenden bei privaten Arbeitsvermittlern vorstellig werden – obwohl abertausende Arbeitsvermittler direkt bei der Bundesagentur für Arbeit und bei den Jobcentern angestellt und verbeamtet sind. Die privaten Arbeitsvermittler wollen natürlich nicht so schnell Opfer der eigenen Konkurrenten werden und schnappen sich rasch ihr Stück vom Kuchen. Eine Kopfprämie von 1.000 Euro erhält der Vermittler nach sechs Wochen Beschäftigung des Vermittelten, weitere 1.000 Euro nach sechs Monaten. Wandelt sich der Vermittelte nach dieser Zeit wieder zu einem Arbeitsuchenden, beginnt das Spiel von Neuem und ein neuer Vermittlungsschein sorgt für einen weiteren Haufen unnützer Arbeit.
In der Region zwischen Wupper und Rhein scheint die Maschinerie besonders gut geölt worden zu sein. Der lukrative Vorwand der beruflichen Beratung und Integration soll hier exemplarisch verdeutlicht werden:
Der Chef des Wuppertaler Jobcenters Thomas Lenz sitzt nebenbei im Wirtschaftsrat des lokalen Fußballklubs Wuppertaler SV. Wen wundert es da, dass das Fanprojekt und das Trainingsgelände des Vereins großzügig mit Geldern des Jobcenters gefördert werden? Wie das möglich ist? Das Selbstbekenntnis zur Aufgabe der „Begleitung der Fans bei Heim- und Auswärtsspielen, Unterstützung und Vermittlung bei Konflikten mit Behörden und Institutionen, Beratung und Hilfestellung in problematischen Lebenslagen und bei persönlichen Problemen“ reicht den Behördenvertretern aus, um gemäß Sozialgesetzbuch II als integrierende Förderer von Arbeitslosen anerkannt zu werden. Sie alle dürfen sich nun wie kleine Roman Abramowitschs fühlen.
Zu einem legendären, aber zweifelhaften Ruhm unter den Wuppertaler Bürgern hat es der Entrümpelungsdienst der gGmbH Wichernhaus gebracht. Auch Wichernhaus präsentiert sich als Integrationsbetrieb. Die Jugendlichen, die hier für etwas mehr als einen Euro pro Stunde Wohnungen entrümpeln, werden daher pädagogisch wertvoll begleitet. Da entsprechend verschultes Personal ebenfalls bezahlt werden will, hat es Wichernhaus schwer, mit den Preisen der privaten Konkurrenz mitzuhalten – trotz aller Steuersubventionen. Wichernhaus hat jedoch noch weitere Finanzquellen erschlossen. Unter dem Motiv mildtätiger Förderung der Jugend betreibt die gemeinnützige GmbH die Skaterhalle „Wicked Woods“. Da man hier diverse Kurse anbietet und arbeitslose Kellner im hauseigenen Café anleitet, füttern Jugendamt und Jobcenter Wichernhaus auch über diese Schnittstelle. Das gleiche Geschäftsmodell wird bei der Sanierung der Wuppertaler Nordbahntrasse angewandt. In pädagogischer Begleitung durch Wichernhaus‘ Pädagogenschar rackern hier Arbeitslose 30 Stunden pro Woche für einen symbolischen Arbeitslohn, fällen Bäume, pflastern Gehwege. Da kommt es nicht selten vor, dass so manch handfeste Auseinandersetzung, wie man sie auf dem Bau schätzt und liebt, eine pädagogische Intervention erleidet und im Nachgang politisch korrekt reflektiert wird.
Satirisch mutet der Fall „WiO-Fit“ an. Ursprünglich war diese Einrichtung als schnöde Beratungs- und Vermittlungsstelle der Diakonie Wuppertal angelegt. Jedoch gehen viele Jugendliche lieber ins Sonnenstudio und ins Fitness-Center anstatt zur Jobvermittlung. Also hat man sich hier entschlossen, den Steuer-Hahn weiter aufzudrehen. Dank Finanzierung durch das Bundesprogramm BiwaQ, gespeist durch den Europäischen Sozialfonds, gönnten sich die Betreiber ein eigenes Fitness-Studio und Beauty-Kurse für die stilbewusste Kundenschar. „Das Ziel ist es, Jugendliche mit einem nur vordergründigen Sportinteresse daran zu binden. Dann erfolgt die Überleitung zu wichtigeren Lebensbereichen“, versucht man sich in der Diakonie die Steuersubventionen zieltauglich zu reden.
Und es kommt noch besser. In vielen Großstädten der Republik sieht man sie sich langweilen in ihren grünen Westen – Ein-Euro-Kräfte der sogenannten Stadtteilservices. Auch in Wuppertal und Köln. Ihre Aufgabe soll es z.B. sein, den Blick auf alkoholisierte Menschen auf Spielplätzen durch die Beschneidung anliegender Sträucher zu verbessern und diese damit zum Gehen zu bewegen. Sie sollen auch bei kleinen Streitigkeiten eingreifen, als Pförtner öffentlicher Gebäude agieren und insgesamt für Ruhe sorgen. Als „poor policing the poor“ macht diese Form des Zwangsdienstes in der sozialpädagogischen Theorienlandschaft von sich Reden. Stadtteile sollen dadurch der Theorie nach aufgewertet und lebensbejahend gestaltet werden. Doch auch die Hilfssheriffs halten lediglich als weitere Geldquelle der gemeinnützigen GmbHs her. Die Projektbeteiligten sind immer wieder die sechs großen Wohlfahrtskonzerne von AWO bis Paritätischem sowie lokale Träger. Konzepte scheinen hier nicht viel wert zu sein. Jeder bekommt sein Stück vom Kuchen.
All die Wohlfahrtspflegenden und Gemeinnützigen dürfen sich selbstverständlich nicht aufgrund puren Glückes an der Solvenz von Übervater Staat laben. Auf höchster Ebene betreiben sie eifrig Lobby-Arbeit. Vor allem die „Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege“, in der die sechs größten Profiteure des Sozialstaates vertreten sind, hat hier besondere Anerkennung verdient. „Mitwirkung an der Gesetzgebung und Kontaktpflege zu relevanten politischen Gremien und Entscheidungsträgern“ wird in diesem Verband als wichtige Aufgabe deklariert. Der Ausbau der Hartz-Gesetzgebung hin zu einer allumfassenden sozialpädagogischen Rundumbetreuung und Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Alumni der zahlreichen erziehungswissenschaftlichen Fakultäten des Landes wird auf diesem Weg seit Jahren angeheizt. Gemeinsam klüngeln die Vertreter der Armutsindustrie mit Politikern beim Kaffee am Runden Tisch oder wahlweise in Freizeitkleidung und mit Würstchen in der Pranke auf der Stadiontribüne. Der Phantasie für Projekte unter fadenscheinig karitativem Vorwand ist dabei keine Grenze gesetzt.
Aber auch wenn man sich nicht als Tycoon der Sozialindustrie betätigt oder die notwendigen 27.000 Euro für die Gründung einer gGmbH aufzubringen in der Lage ist, kann man sich erquickend am wohlfahrenden Staatssäckel laben.
In Köln-Neuehrenfeld, nahe des bekannten Etablissements Pascha, steht ein imposantes Haus. Gefühlt 100 Mietparteien kuscheln sich hier auf engstem Raum zusammen. Einem Single stehen hier geschätzte zwölf Quadratmeter Wohnfläche zu. Dies wäre in Ordnung, wenn der Arm des Kölner Jobcenters nicht auch bis nach Neuehrenfeld reichen würde. Sage und schreibe 400 Euro lässt sich das Jobcenter die monatliche Miete einer dieser Wohnzellen kosten – ein gutes Geschäft für das vermietende Geschwisterpärchen. Studenten, die hier eine Bleibe suchen, müssen den Wucher mitmachen. Viele vergrämte Väter und Mütter hat man dieses Haus schon verlassen sehen. In Köln und anderen Großstädten häufen sich nun die Klagen von Studenten gegen den Mietwucher der Jobcenter. Die Regelsätze des Jobcenters versprechen den Vermietern sichere Einnahmen, wenn sie arbeitslosen Menschen eine Wohnung vermieten. Will der Handwerksgeselle mit Frau und drei Kindern in die gleiche Wohnung einziehen, muss er den Mietpreis erst durch eigene Hände Arbeit erwirtschaften.
Vermieter müsste man also sein – oder Anwalt. Spezialisiert man sich als Anwalt auf das Themenfeld Sozialrecht, locken ebenso sichere Einnahmen. Klagen vor dem Sozialgericht sind für die Kläger kostenlos. Gerichts- und Anwaltskosten trägt die öffentliche Hand. Die Gebührensätze sind im Sozialrecht zwar nicht sonderlich hoch, doch die Masse der Klagen ist gewaltig. Viele Fälle ähneln sich. Meist sind nicht befriedigte Ansprüche durchzusetzen. Geht es dann noch ein paar Instanzen nach oben, locken weitere sichere Einnahmen.
Der Staat ist der solventeste aller Schuldner. Darauf bauen die Sozialindustrie (allein die Caritas gilt mit 507.000 Mitarbeiterin als größter „privater“ Arbeitgeber Deutschlands), gGmbHs, zahlreiche Anwälte und Immobilienbesitzer. Gewiefte Unternehmer und findige Halunken ziehen sich einen großen Teil des Steuerkuchens an Land. Dies ist auch aus allen anderen Bereichen steuerfinanzierten Wirtschaftssektoren wohlbekannt. Jedoch bemerkenswert, weil überaus zerstörerisch am Wirken der Sozialindustrie erscheint die schleichende Gefahr für das individuelle Leben eines jeden betroffenen Bürgers.
Hartz IV und Co. fördern durch jede ihrer Aktionen die dunklen Eigenschaften der Menschen. Anstelle des eigenen Engagements und der selbstbestimmten Suche nach Integrationsmöglichkeiten in die Arbeitswelt, nach eigenen Möglichkeiten und Potenzialen, immer neue Erfolge und Höhepunkte in seinem beruflichen wie privaten Leben zu erreichen, richtet sich der staatlich Umsorgte behaglich ein in einer Welt, in der er von allen Seiten gepflegt wird. Er sitzt nun lieber in der steuerfinanzierten Wohnung vor dem steuerfinanzierten Flachbildfernseher, trägt steuerfinanzierte Kleidung und schickt seine Kinder in die steuerfinanzierten Indoktrinationsanstalten. Er denkt immer öfter daran, was Vater Staat für ihn tun kann, nicht mehr daran, was er für sich selbst tun kann. Und damit der Staat möglichst viel für ihn unternimmt, schreit er nach immer mehr. Wie ein kleines Vögelchen im Nest reißt er den Schnabel auf, kann aber nicht fliegen. Und Vater Staat füttert ihn ausdauernd, füttert ihn gerne.

cashca said
Dieser Artikel beschreibt genau die wahren Verhältnisse hier im Land.
Das alles wird sich erst ändern, wenn es nicht mehr bezahlbar ist.
Es ist mittlerweile bekannt, dass viele diese Möglichkeit nutzen nach dem Motto: wer die Arbeit kennt und sich nicht drückt, der ist verrückt.
Wir reden hier nicht von den unverschuldeten Bedürftigen, ich denke, das ist klar.
Aber, wir kennen auch die anderen, die gar nicht daran denken, für sich selber zu sorgen und die wohlfahrtsindustrie des Staates unterstützt das nach allen Regeln der Kunst.
Sie haben längst ihre Stammplätze, wo sie unter Gleichgesinnten herumlummern und sich ins Fäustchen lachen, über diejenigen, die mit ihren Steuern für sie aufkommen müssen und dafür schuften wie die Blöden.
Versuchen sie mal,
so einen zu vermitteln, der lacht sie aus und lehnt ab mit fadenscheinigen Ausreden. Die denken doch gar nicht daran, denn die Sozialindustrie , die daran kräftig verdient, macht das möglich.
manfredengel said
Die Arbeitslosen-Beiträge, die für Schwachsinns-Qualifikationen verprasst werden, sind ja nur die Spitze des Eisberges Sozi-Staat:= Umverteilungs-Maschinerie.
Noch wesentlich mehr Geld landet im Sozi-Gesundheits-Kassensektor, wo eine Dreh-Tür-Medizin, genannt „Kassen“-Medizin ( Medizin nach Kassen-Lage ) praktiziert wird: Patienten werden mehr verwaltet als richtig therapiert.
Immer mehr werden in den Mühlen des Gesundheits-Sozi-Systems zermalmt- die Menschen werden immer irrer, kein Wunder, wenn ständig E 605 und ähnliches in die Leute geschüttet wird- und – je mehr reglementiert wird, desto weniger ist wirklich geregelt.
So landet die Kohle ganz überwiegend in den staatlichen Absteigen, genannt Krankenhäusern, die man auch getrost als Menschenfallen bezeichnen könnte, während der niedergelassene Kassenarzt pro Patient und Quartal sagenhaft 34 Teuro erhält- für die Kohle gibt´s kaum einen vernünftigen Haarschnitt, geschweige denn einen Besuch des Waschmaschinen-Technikers, erst recht keine Beratung durch den Anwalt oder Steuerberater.
So wird dafür gesorgt, dass den Krankenhäusern die Menschenmassen garantiert nicht ausgehen.
Hartz IV : Tragödie des Gemeinnutzes | volksbetrug.net said
[…] Den kompletten Artikel findet Ihr hier : https://krisenfrei.wordpress.com […]
landbewohner said
an den arbeitslosen verdienen sich „bildungskonzerne“ und scharlatane dumm und dämlich, millionen von überflüssigen sozialfuzzis wären ohne hartzer arbeitslos.
aber um die arbeitnehmer ständig in panik zu halten, lässt dieser staat gern ein paar millionen springen.
Beatrice N. Hartman said
Sami A. soll als Bodyguard Osama Bin Laden beschützt haben, inzwischen lebt er in Bochum. Der Tunesier erhält seit Jahren Geld vom Staat – fast 20.000 Euro sind es bislang. Eine Abschiebung des Salafisten ist nach Einschätzung des Innenministeriums kaum möglich.
schwebchen said
Die Idee dahinter ist nicht grundsätzlich schlecht. Ich habe vor 20 Jahren 2 solcher Kurse vom Jobcenter besucht. Der 2. mündete in einer Probeeinstellung und führte in eine Festeinstellung. So hab ich nach ca. 15 Jahren Kindergroßziehzeit mit Anfang 40 wieder beruflich Fuß fassen können. Es war allerdings eine Mischung aus Können und Glück, was ich im Vergleich zu anderen Kursteilnehmerinnen sehen konnte. Und man musste auch bereit sein, für einige Zeit ohne Verdienst zu arbeiten. Ich hab aber auch andere wenig erfolgreiche Kurse gesehen, eine „Übungsfirma“ z. B., in der man nicht wirklich Vernünftiges vermittelt bekam und Kurse für Immigranten, die ebenfalls im Nichts verliefen, weil die auch nach den Kursen ungeeignet waren, aber diese Kurse entlasteten die Arbeitslosenstatistik – und das war auf jeden Fall ein erfreulicher Effekt – für die Politik.
Gereon said
Na… als H4-Bezieher kann ich nur sagen: Ja, stimmt alles, solange man nur Migrationbshintergrund hat. Als autochthoner Deutscher muß man da schon etwas Glück haben.Das geht auch ganz ganz anders. Gängelung und Schikane bei gleichzeitiger Kürzund allens, was irgend zu kürzen ist, teilweise auch entgegen der Gesetzeslage. Und als ehemaliger Unternehmer, dem der >Staat zwei firmen kaputtgemacht hat sag ich: 1) will ich mich nicht mehr für einen korrupten willkürlichen Polizei – Beamtenterror – Gängelungs – Feministenstaat krummbuckeln, der von meinem geld Kinder und Familien zerstört und U-Boote verschenkt, 2) steht mir für erliitenes Unrecht einiges an Entschädigung zu.Ich arbeite nur noch für meine Familie , für unsere Selbstversorgung und meine Nachbarn.
Tiefsinntaucher (@istgutknut) said
Mit dem größten Teil des Artikels stimme ich überein. Es hat sich eine ganze Industrie rund um die Arbeitslosigkeit angesiedelt, die von den Steuergelder, die hauptsächlich dazu bestimmt sind, entweder die Aussichtslosigkeit auf eine Arbeitsstelle zu verschleiern oder die Statistik zu schönen.
Es verdienen sich auch viele eine goldene Nase mit der Vermietung von Wohnraum die sich nicht an den „freien“ Markt orientieren, sondern an den kommunalen Mietsätzen der Jobcenter und versuchen diese möglichst zu strecken. Die Jobcenter müssen das hinnehmen, da sie keinen günstigeren Wohnraum nachweisen können. Viele Unternehmen haben sich darauf spezialisiert. Aber auf mangelnde Selbstverantwortung der Betroffenen zu verweisen, greift zu kurz. Würde man beispielsweise das Geld pauschalisiert auszahlen, so dass dem Betroffenen überlassen bliebe eine Wohnung zu finden, dann stiege nicht die Zahl der auf eigenen Füßen stehenden, sondern die Zahl der Obdachlosen. Denn auf dem „freien“ Wohnungsmarkt hat jemand ohne Arbeitsstelle nicht die geringste Chance auf einen Mietvertrag. Dass Erwerbstätige häufig Mühe haben, eine Wohnung bezahlen zu können, liegt daran, dass viele Löhne und Gehälter sich nicht mit der Höhe der Mieten in Einklang bringen lassen. Ursache ist das Auseinanderklaffen der Einkommen. Diese sind bei einem Teil der Erwerbstätigen gestiegen und bei dem anderen gesunken oder in zu geringem Maße gestiegen. Gleichzeitig sind die Baukosten, sowie Grundstückspreise in den Ballungsräumen deutlich gestiegen, so dass sich die Nachfrage nach günstigen Wohnraum nicht mehr sättigen lässt.
Es lohnt sich logischer Weise nicht mehr in Wohnungen zu investieren, die keinen Ertrag mehr einbringen. Es fehlt einfach die Möglichkeit eines selbst regulierenden Arbeitsmarktes. Denn es ist nicht nur bei den Unternehmen der Fall, dass es sich nur lohnt zu investieren, wenn die Kosten sich decken lassen und zusätzlich ein Gewinn zu erwarten ist. Der Arbeitnehmer hat das gleiche Problem, er muss mit seinem Gehalt, seine Kosten decken können, was nichts anderes heißt, als dass er in der Lage sein muss, auf dem örtlichen Mietmarkt eine Wohnung finanzieren zu können. Der größte Teil des Einkommens geht mittlerweile für Mieten drauf. Man kann hier die Problematik ausmachen. Es müssen also auch die niedrigen Einkommen steigen, denn das liegt auf der Hand, dass ein Erwerbstätiger wohnen muss, um seiner Erwerbstätigkeit nachkommen zu können.
Die Hartz-Gesetze sehen aber vor, dass ein Betroffener jede Arbeit annehmen muss, auch wenn die Bezahlung zu gering ist um die Kosten tragen zu können. Quasi als Gegenleistung, bieten sie die Möglichkeit, staatliche Unterstützung zu erhalten. Hier liegt sozusagen der Ansatzpunkt staatlicher Manipulation, in dem der Mietmarkt auf diese Weise subventioniert wird. Es ist ein Zwickmühle, die der Staat sich teilweise selbst eingebrockt hat.
Das Dilemma hat viele Ursachen. Hohe Steuern, hohe Energiekosten, knappe Güter, keine sinnvollen Investitionen des Staates, keine stabile Währung (außer in den manipulierten Statistiken) usw.
Eigenverantwortlichkeit jedes Einzelnen wäre schön und wünschenswert, ist aber unter diesen Umständen nicht möglich. Oder würden sie es gerne riskieren obdachlos zu werden?
Auch der Verweis auf die kostenlose Möglichkeit der Klage vor dem Sozialgericht, trifft nicht das Problem. Dieser Klageweg muss kostenlos sein, denn ansonsten wären die Betroffenen rechtlos und der Willkür, der Jobcenter endgültig ausgeliefert!
Man benötigt übrigens keinen Rechtsanwalt und jede Klage wird auf Erfolgsaussicht geprüft. Letztendlich resultiert aus der Erfolgsaussicht auch die Prozesskostenhilfe. (Dass die Klage kostenlos ist, beinhaltet nicht gleichzeitig, dass der Rechtsanwalt auch bezahlt wird). Die Prozesskostenhilfe muss zusätzlich beantragt werden und ist so gering bemessen, dass man keine gute anwaltliche Vertretung erwarten kann. Eine goldene Nase verdient sich allerhöchstens ein Anwalt der die rechtliche Vertretung vieler gleichzeitig übernimmt. Ob es ratsam ist, die Dienste eines solchen Anwaltes in Anspruch zu nehmen, ist zweifelhaft.
Aber warum sollte ein Arbeitsloser nicht die Möglichkeit haben, sich gegen Rechtsbruch zu verteidigen?
Schließlich wird jede 2. Klage positiv beschieden. Das Recht mag einem vielleicht nicht gefallen, aber wenn das Recht einmal da ist, müssen auch die, die davon betroffen sind, die Einhaltung des Gesetztes durchsetzen können.
Das trifft für alle Gesetze und Bürger zu. Man sollte sich vielleicht eher Fragen, warum es so viele Anlässe zu klagen gibt.
Auf den Betroffenen zu verweisen, ist wie dargelegt, viel zu einfach.
Stattdessen sollte man sich auf die Ursachen und die Grundproblematik konzentrieren und überlegen, wie es sich verwirklichen lässt, dass sich mit größtmöglicher Freiheit und damit geringster Obrigkeitsstaatlichkeit leben lässt.
Bessere_Konzepte said
Der Mißbrauch von Hartz-4 ist Fakt.
Leider bietet der Autor weder Lösungen, noch eine Ursachenforschung an. Im Grunde schiebt er den Hartz-4 Empfängern die Schuld für die Zustände zu , natürlich in Symbiose mit dem Staat.
Doch was sind die wirklichen Ursachen und welche Lösung wäre möglich ?
Ein Blog ist der falsche Ort, um darüber zu schreiben, weil dazu ein paar Bücher notwendig wären, aber ein paar Stichpunkte und links sollen dennoch als Denkanstoss dienen:
1. Der Kapitalismus, wie wir ihn haben (ja , ja, ich weiß schon, er wird „soziale Marktwirtschaft“ genannt, ist er aber nicht), kann niemals funktionieren, denn er hat eingebaute Systemfehler, welche ihn mit mathematischer Präzision in den Crash führen.
Klicke, um auf Martin,%20Paul%20C.,%20Der%20Kapitalismus%20-%20Teil%201.pdf zuzugreifen
2. Die angebliche „soziale Marktwirtschaft“ kann ebenfalls nicht funktionieren, weil es einen eingebauten Mechanismus gibt, welcher automatisch dafür sorgt, daß die Mehrheit immer ärmer und eine winzige Minderheit immer reicher wird. Dr. Wo nennt es den Nil-Effekt.
http://www.meudalismus.dr-wo.de/index.htm
3. Das Geldsystem ist ein reines Betrugs-und Ausbeutungs-System. Wir brauchen ein gerechtes und stabiles Geldsystem.
Ein Vorschlag dazu von Egon-W-Kreutzer, der ohne Revolution zum Wohlstand der Massen führen würde.
http://www.egon-w-kreutzer.de/Geld/Grundlagen7.html
4. Und am besten eine bessere Gesellschaftsordnung, hierzu auch ein Vorschlag von Egon-W-Kreutzer:
http://www.egon-w-kreutzer.de/Geld/Grundlagen16.html
Was wäre noch anzumerken ?
Direkte Demokratie.
Raus aus dem Euro entsprechend dem hervorragenden Konzept von Prof. Wilhelm Hankel
„Die Euro Bombe wird entschärft“
http://www.dr-hankel.de/2013/04/22/einfuhrung-in-mein-buch-die-eurobombe-wird-entscharft/
Schon ein Teil dieser Vorschläge würde die Hartz-4 Maschinerie überflüssig machen.
Dann bräuchten die strampelnden Hamster im Laufrad (Job-Besitzer) nicht gegen die nicht strampelnden Hamster (Hartz-4-Empfänger) ausgespielt werden, wie es in dem Artikel wieder einmal gemacht wurde.
neuesdeutschesreich said
Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.