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Ankläger stellt Bradley Manning als unmenschliches Ungeheuer hin

Verfasst von: krisenfrei - 27/07/2013

Während die Schlussplädoyers nahen, entgleist Feins Rhetorik immer mehr 

Jason Ditz (antikrieg)

Die Verfolgung des Gefreiten Bradley Manning durch die Regierung hat immer versucht, das Gesetz bis zum Gehtnichtmehr zu strapazieren, um ihm so viele Beschuldigungen wie möglich anzuhängen, und hat durch einen oft übereilten und lockeren Umgang mit den Fakten den wachsenden Eindruck einer unprofessionellen Hexenjagd hervorgerufen.

Heute jedoch versuchte der leitende Ankläger Major Ashden Fein, die Latte um ein Loch höher zu stecken und scheint angesichts des nahenden Schlussplädoyers jeglichen Anschein von Realität zugunsten wütender Rhetorik und persönlicher Angriffe verworfen zu haben.

Statt sich darauf zu beschränken aufzuzeigen, dass Mannings Handlungen nach dem Militärgesetz kriminell sind, versuchte Major Fein den Gefreiten als ein gefühlloses inhumanes Ungeheuer zu porträtieren, als eines der schlimmsten menschlichen Wesen, die es jemals gegeben hat.

„Der einzige Mensch, um den sich Gefreiter Manning jemals gekümmert hat, war er selbst,“ erklärte Fein und fuhr dann fort, steif und fest zu behaupten, dass Manning die Informationen über Kriegsverbrechen der Vereinigten Staaten von Amerika nur weitergegeben hat, um „Aufmerksamkeit zu bekommen“ und schloss mit einem vor dessen Internierung aufgenommenen Foto von Manning, den er als einen „schadenfrohen, grinsenden Verräter“ hinstellte, der zudem aus irgendeinem Grund die amerikanische Fahne hasst.

Das Ausmass, in dem Feins Rhetorik ausser Rand und Band geriet, wird dem Fall in den Augen des durchschnittlichen Amerikaners schaden, obwohl es unter dem Vorsitz von Richterin Frau Oberst Lind, die die Anklage buchstäblich nach Belieben schalten und walten lässt, kaum zu einer Änderung des vorgefassten Schuldspruchs im wankenden System der Militärjustiz führen wird.

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Stellen Sie sich nicht auch die Frage, wer hier ein „unmenschliches Ungeheuer“ ist?
Wer die USA als Freund hat, braucht keine Feinde mehr.

 

3 Antworten to “Ankläger stellt Bradley Manning als unmenschliches Ungeheuer hin”

  1. Avatar von kissy&lucky-Das Mutmacherblog für alle,die "ganz unten" sind und nicht mehr weiter wissen

    neuesdeutschesreich said

    Reblogged this on neuesdeutschesreich.

  2. Avatar von haunebu7

    haunebu7 said

    Hat dies auf Haunebu7's Blog rebloggt.

  3. Ein Militärgericht ist bekanntlich kein normales Gericht.
    Das hat mit zivilem Recht rein gar nichts zu tun.
    Beim Militär geht es nur nach Hierarchie.
    Und Obama und seine Regierung blamieren sich ja auch täglich munter weiter im Falle Snowden: Mein Gott, nein, ihm droht ja keine Todesstrafe – wie beruhigend !
    Und foltern will man ihn auch nicht- ist ja geradezu rührernd –
    Wir sehen ja, wie man mit Manning umgeht, das reicht doch – man muss sich wirklich schämen – als Mensch.

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