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Der Geruch des Blutes

Verfasst von: krisenfrei - 25/07/2013

von Susanne Kablitz

„Die Meere der Welt werden von einer Kreatur beherrscht, die Jahrmillionen der Evolution ohne Veränderungen überlebt hat. Eine gefühllose Bestie ohne Verstand. Sie lebt um zu töten. Eine hirnlose, alles verschlingende Maschine. Sie greift jeden und jedes an und verschlingt alles, was sich bewegt. Es ist, als hätte Gott den Teufel in dieser Gestalt erschaffen und ihm einen Rachen gegeben.“

Dies ist der Text aus dem deutschen Trailer zu „Der weiße Hai“ aus dem Jahr 1975. Ein Schocker damals und mit Sicherheit einer der Gründe, warum der eine oder andere es überhaupt nicht witzig findet , wenn ihm beim Schwimmen im Meer jemand in die Füße zwickt. Man munkelt, dass dieser Scherz der einen oder anderen Partnerschaft den Garaus gemacht haben soll.

Nun, inzwischen haben wir wohl lernen dürfen, dass dem Tierchen da gewaltiges Unrecht getan wird und die Wahrscheinlichkeit als Frühstück im Schlund eines Hais zu landen, eher gering ist. Trotzdem halten sich manche Legenden hartnäckig, da hilft auch die Realität nicht weiter.  Haie sind Menschenfresser. Punkt! Was kümmern mich Fakten, wenn ich eine Meinung habe?

Als ich mich mit dem gesprochenen Text allerdings näher beschäftigte, fiel mir auf, dass die Beschreibung zwar nichts mit der Gattung der Haie zu tun hat, allerdings eine erstaunliche Ähnlichkeit mit unserem Geldsystem  aufweist. Sie finden das übertrieben?  –  Nun sehen wir uns das genauer an.

In der Tat gibt es unser derzeit bestehendes Geldsystem noch nicht so sehr lang – bis zum Jahr 1971 war unser Papiergeldsystem zumindest noch teilweise durch gewisse Werte gedeckt. Die Werte waren zwar seit „Bretton Woods“ eher zweifelhaft, aber im Vergleich zu dem, was seit 1971 in der Welt los ist, war dies zumindest die ansatzweise Wahrung gewisser Werte. Das inzwischen vollkommen ungedeckte Papiergeldsystem, mit dem die Menschheit  seit den Tagen der Installierung von Zentralbanken mit freundlicher Unterstützung der jeweiligen Regierungen, drangsaliert und enteignet wird, ist in der Tat eine gefühllose Bestie ohne Verstand.

Diese Bestie lebt, um zu töten… auch dies in der Tat, nur geschieht es höchst subtil. Hier rennt nicht jemand als Kettensägenmörder durch die Gegend und massakriert Menschen sondern diese Bestie des ungedeckten Papiergeldes mordet leise und langsam. Sie mordet hinterlistig – und das ist das Erhebende daran – sogar mit Einverständnis der Opfer. Das ist so, als wenn Sie sich dem Hai ins Maul legen würden und bitten: „ Beiß´ zu – ich steh auf Schmerz!“

Die Bestie des ungedeckten Papiergeldsystems nimmt den „normalen“ Menschen alles weg, wofür sie ihr ganzes Leben lang arbeiten, es verteilt das gesparte Vermögen auf höchst faszinierende Weise an die um, die sich auf Kosten derer bereichern, die an die Weisheit glauben, dass man nur das ausgeben kann, was man vorher gespart hat. Diejenigen, die aber etwas gespart und auf Konsum verzichtet haben, diejenigen, die nicht daran glauben, dass Wohlstand durch Schulden entsteht, müssen sich leider wie schon oft in der Vergangenheit als spießig und langweilig degradieren lassen.

„Wenn wir jetzt keine Schulden machen, dann geht die Welt unter! „ oder „Wenn wir weiter „sparen“, geht alles den Bach runter!“ Das sind übrigens Lieblingsfloskeln derjenigen, die permanent über ihre Verhältnisse gelebt haben und nun das süße Leben aus faktisch nicht vorhandenem Geld weiter fortführen wollen.

„Was kümmert uns die Staatsverschuldung? –Schafft die Zinsen am besten ganz ab, dann ist die gar nicht so schlimm!“

John Maynard Keynes, der zum Gottvater der Wirtschaft erhoben wurde, fand passende Worte dafür, dass – falls sein Rezept statt zur zuckersüßen Marzipantorte eher zum versalzenen Trockenkuchen führen würde – klare Worte: „ In the long run, we are all dead!“

Als „Österreicherin“ möchte ich von dieser These Abstand nehmen – muss ich zwar auch irgendwann sterben, soviel steht fest – aber ich möchte mir dann zumindest ein gescheites Grab leisten können und im besten Fall sogar noch etwas vererben dürfen. Ich habe noch nicht herausgefunden, was daran so verwerflich sein soll – aber die Befürworter des „fiat-money“ werden es mir vielleicht noch erklären – man soll die Hoffnung ja nie aufgeben!

Gestern las ich wieder erhellende Zeilen dazu, dass das Realvermögen in Deutschland gesunken sei. Das ist ja ein echter Gassenhauer – so was! Und wissen Sie, was prompt folgte? Ja, genau, nicht nur die Banken sind Ungeziefer – auch die Unternehmer – alle, ausnahmslos! Die beuten die Menschen aus – nur aus Profitgier!

Statt sich mit einer Umsatzrendite von im Schnitt 2 % zufrieden zu geben, würden auch 1 % oder vielleicht nur 0,5 % reichen! Investitionen? Quatsch, das macht die Politik für uns, dafür haben wir sie doch, wir brauchen keine Unternehmer. Unternehmer sind viel zu dumm, die müssen ihre Gewinne am Ende des Jahres offen legen – da sieht man auf einen Blick die ganze Gier. In der Politik ist das anders  – da blickt man nicht so durch, zumindest nicht sofort.

Dass die gesunkene Reallohnentwicklung etwas mit der Inflation zu tun hat und für diese ausschließlich die ungedeckte Geldmengenvermehrung verantwortlich ist, die von den Regierungen und den Zentralbanken in Perfektion gesteuert wird, keine Rede davon.

Wir werden von einer Bestie gefressen, ja, aber diese Bestie heißt „Inflation“. Nicht diese lächerliche Smarties-Veranstaltung in den Medien, sondern die echte, die, die wir wirklich zahlen und die uns die Ohren noch richtig lang ziehen wird. Die Vermögensvernichtung, die sich hier abzeichnet, sprengt alle Dimensionen. Dem kommenden Finanz- und Wirtschaftscrash wird niemand entkommen, außer denen, die davon profitieren. Wir werden abgelenkt mit der uralten Zinsdebatte – Zinsen sind schlecht und zerstören die Wirtschaft. Dieser Unsinn soll darüber hinwegtäuschen, dass wir uns mit den Schulden so weit in das Elend hineinmanövriert haben, dass wir uns ohne gewaltige Blessuren nicht mehr werden befreien können.

Ja, es ist tatsächlich so als hätte Gott diesen Teufel in der Gestalt des ungedeckten, wertlosen Papiergeldes geschaffen. Es wird unsere Wirtschaft in ein schwarzes Loch verwandeln, auch wenn die Vertreter der Mainstream-Medien heute wieder gebetsmühlenartig palavern, dass alles super ist. Man sollte sie für 100 Jahre in den Knast sperren und sie täglich jede verfluchte Minute aufsagen lassen: „Ich bin ein Lügner und ich habe Mit-Schuld, dass Menschen finanziell ermordet worden sind, weil ich sie nicht aufgeklärt habe! Ich bin schuld, weil ich nicht rechtzeitig gewarnt habe, ich bin schuld, dass mir Menschen vertraut haben, die ich schamlos und bewusst in Kenntnis der wahren Hintergründe belogen habe! Ich bin schuld, dass ich mich gedrückt habe, die Wahrheit hinauszuschreien und mir lieber die Nächte um die Ohren geschlagen habe, um die Geburt eines königlichen Kurzen zu kommentieren als mich mit den kommenden Einschlägen zu beschäftigen!“

Ein Hai erkennt den Blutgeruch auf eine Entfernung von rund 75 Metern, die meisten von uns bemerken den Geruch des Blutes nicht einmal, wenn die Wunde bereits den Knochen darunter freilegt. Wir werden mit den Konsequenzen leben müssen, denn sie sind inzwischen unvermeidlich. Die Frage ist nur noch, wann!

Heute hat Herr Steinbrück verlautbaren lassen, dass „wir“ um eine Schuldenunion nicht herumkommen… so eine ehrliche Haut. Nun gut, wir sollten vergessen, dass er das auch eigentlich gar nicht will – die Schuldenmacherei kann dann nämlich noch viel besser verschleiert werden. Breite Verteilung, noch mehr Intransparenz. Ich frage mich nur immer, wen die Politiker – gleich welcher Couleur mit „wir“ meinen. Ich hoffe, ich trete diesen ehrenwerten Herrschaften nicht auf die empfindlichen Füße, aber ich bezweifle, dass nur einer von ihnen von der jeden Tag stattfindenden Vermögensvernichtung betroffen ist.

Die Melodie, die den Film der „Der Weiße Hai“ begleitet, ist gruselig und bedeutet akute und sichere Gefahr. Sie sollte jeden Tag „von oben gesteuert“ automatisch gespielt werden, wenn wir wieder einmal belogen werden. Laut, sehr laut, so laut, dass wir nicht weghören können – mal davon abgesehen, dass wir  von dieser Melodie nahezug dauerbeschallt und dies möglicherweise  aggressiven Reaktionen hervorrufen würde – vielleicht wäre es hilfreich!

Zum Abschluß ein Video, dass es auf den Punkt bringt – viel Vergnügen!

 

2 Antworten to “Der Geruch des Blutes”

  1. Avatar von Susanne Kablitz

    Susanne Kablitz said

    Lieber Silber-Engel.
    Sie haben diesen fachlich inkompetenten Kommentar bereits auf meinem Blog hinterlassen und dort eine entsprechende Antwort erhalten.

  2. Ohne Sie demotivieren zu wollen, Frau Kablitz (im Gegenteil!): Ihr „tiefes Eintauchen rund um unser (sic!) Geld- und Wirtschaftsssystem“ hat Ihnen etwas die Sicht genommen –wie das beim Tauchen so ist-, so dass Sie etwas Wichtiges übersehen haben und dadurch leider weiterhin „dem Mainstream ausgeliefert“ sind.
    Doch das muss ja nicht so bleiben, und Frauen können sich leichter von Irrtümern lösen, sie haben keine Revierkonflikte! Sie sind auf dem Weg der Wahrheit lediglich einmal falsch abgebogen -das lässt sich korrigieren (ich als Mensch MIT Hang zu Revierkonflikten hab’s sogar geschafft).
    Woraus Geld besteht, ist nebensächlich, entscheident ist erstens, ob es Zins erpressen kann oder nicht, und das kann Papiergeld ebenso wie „Goldgeld“, und zweitens seine Kaufkraft (nicht Wert!).
    Die Menschheit wird nicht erst seit „seit den Tagen der Installierung von Zentralbanken … drangsaliert und enteignet“, sondern seitdem Geld zu Kapital wurde (vor einigen Tausend Jahren).
    Um Ihre Frage zu beantworten: Verwerflich daran, dass Sie etwas vererben wollen, ist, dass Sie sich weigern, den Zins der Besitzer noch größerer Geldvermögen als der Ihrigen heranzuschaffen, indem Sie sich verschulden. Aber sie kriegen Sie trotzdem, auch ohne Kredit! In allem was Sie kaufen, sind ebenfalls Zinskosten für die Herrschaften enthalten, und nicht zu knapp. Das ist das, was Sie fälschlicherweise Inflation nennen! Nicht die Vermehrung der Geldmenge ist für unsere Ausbeutung entscheident, sondern die Vermehrung der GeldANSPRÜCHE. Unterscheiden Sie strikt zwischen Geld und Geldansprüchen –das ist der Schlüssel zum Verständnis „unseres“ (des derzeitigen) Geldsystems –und zur Erkenntnis, wie ein besseres beschaffen sein muss –auf dass Sie ein noch wunderbareres Gefühl überkommen möge. Viel Erfolg!

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