krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

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Archive for Juni 2013

Merkel und Schäuble sind dummdreiste Lügner

Verfasst von: krisenfrei - 23/06/2013

von jurabuch

Heute haben die Unionsparteien Wahlversprechen gemacht, von denen niemeand sagen kann, wie sie bezahlt werden könnten. Besonders dreist ist wieder einmal der Milliardenverschieber Wolfgang Schäuble, seit dem CDU-Parteispendenskandal berüchtigt für zwielichtiges Verhalten. Er sagt, nach (!) der Bundestagswahl werde Kassensturz gemacht und dann sehe man, was finanzierbar sei. Das ist nun wirklich der Gipfel der Frechheit ! Diese Regierung ist schon so lange im Amt, dass sie doch vor (!) der Wahl sagen könnte und müsste, was bezahlbar ist und was nicht. Das Geschwätz von Merkel und Schäuble ist wieder einmal eine dreiste Wählertäuschung: vor der Wahl macht man unseriöse Versprechungen, um Wähler anzulocken und nach der Wahl kommen dann Merkel und Schäuble scheinheilig und sagen „Leider haben wir jetzt festgestellt, dass wir unsere Wahlversprechen nicht einlösen können, denn wir benötigen das Geld, um es an ausländische Spekulanten und sonstige Finanzmafia zu verschieben. Die vollkommen unseriösen Wahlversprechen der Unionslügner sind ein weiteres politisches Schurkenstück von Merkel, Schäuble & Co. Sie wollen sich durch freche Lügen den Wahlerfolg erschwindeln. Schamloser geht es kaum noch. Wie schlecht es um die innerparteiliche Demokratie in den Unionsparteien bestellt ist, sieht man daran, dass laut Pressemeldungen denen, die die Wahlversprechen für unseriös halten, sinngemäß gesagt wurde, sie sollten den Mund halten. Ihre Äußerungen seien nicht „hilfreich„. Schon die Ausdrucksweise „hilfreich“ ist ja verräterisch. nach Ansicht der zur Diktatur neigenden Merkel und Schäuble müssen also die Parteimitglieder allem, was die Parteispitze sagt, zustimmen, denn eine Ablehnung wäre für die Lügenpolitik der CDU/CSU eben nicht „hilfreich“. Offenkundig ist für Angela Merkel nicht nur das Internet, sondern auch die Demokratie Neuland. Es ist allerdings tragisch, dass diejenigen in den Unionsparteien, die die Lügen von Merkel und Schäuble durchschaut haben, zu feige sind, das auch klar zu bekennen. Der geistige und moralische Niedergang der Unionsparteien schreitet fort. Höchste Zeit, dass Deutschland eine Alternative bekommt.

Quelle: anti-merkel

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Es stimmt zwar, dass die Wahlversprechen niemals eingehalten werden können (s. u. das Zitat von Frau Merkel), aber welche Alternative der Autor meint, sagt er nicht. Vermutlich meint er die AfD, die m.E. keine echte Alternative zu den Blockparteien ist, denn die AfD beabsichtigt keinen wirklichen Systemwechsel, der unbedingt notwendig wäre, um dieses korrupte System zu beenden. Selbst wenn die AfD in den Bundestag kommen sollte, wird sich an diesem System nichts ändern.Warum? Dazu lesen Sie hier mehr.

„Man kann sich nicht darauf verlassen, daß das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt, und wir müssen damit rechnen, daß das in verschiedenen Weisen sich wiederholen kann.“ (Angela Merkel)

Noch nie war wählen, gerade was den Bundestag anbetrifft, so wichtig wie in diesem Jahr. Die Blockparteien haben Deutschland in den letzten Jahrzehnten derart verschuldet, dass eine komplette Rückzahlung der Staatsschulden unmöglich ist. Peter Boehringer sagte in einem Interview dazu folgendes:

Nicht einmal dann, wenn wir eine Totalenteignung verfügen wollten, was übrigens eine Todsünde gegen die menschliche Existenz wäre! An diesen Rechnungen wird auch schnell erkennbar, welche Volksverdummung die Grünen mit ihren Vermögenssteuer-Plänen, mit denen sie immerhin 100 Mrd EUR einsammeln wollen, betreiben. Nichts wäre dadurch gelöst – der Staat nicht einmal im totalitären Extremfall der Totalenteignung auf diese Weise entschuldbar. Nein, die künftigen Rentnergenerationen werden sich darauf einstellen müssen, dass ihre Rentenansprüche nicht eingelöst werden. Zwar vermutlich wohl nominal – aber eben nicht annähernd ihre heutige Kaufkraft erhaltend. Wer sich auf den Staat verlässt, wird real gerechnet verlassen sein – und mE wird dies für alle Rentner zutreffen, die ab oder über 2020 hinaus Rente beziehen wollen. Nur (die richtigen) Sachwerte können einen Teil der heutigen Kaufkraft und einen gewissen Lebensstandard erhalten. Leider macht es der Staat zunehmend schwer, aus privaten und gesetzlichen Lebens- und Rentenversicherungen rechtzeitig und ohne prohibitiven Verlust auszusteigen.“


 

Deshalb gilt bei den kommenden Bundestagswahlen im September: DIESE SCHULDENMACHER-BLOCKPARTEIEN ABWÄHLEN!
Hier eine Liste der Parteien, die sich voraussichtlich zur Bundestagswahl stellen. Sucht euch eine aus!

 

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Lebt der Staat auf Pump? – Der Aufstieg der Rothschilds

Verfasst von: krisenfrei - 23/06/2013

Der Aufstieg des Geldes – Folge 2: Lebt der Staat auf Pump?

Die vierteiligen Reihe „Der Aufstieg des Geldes“ ist eine fesselnde Dokumentation über die Entstehung und Entwicklung des internationalen Finanzwesens. Der Harvard-Professor Niall Ferguson geht der anhaltenden Finanzkrise auf den Grund: angefangen bei der US-Immobilienkrise, der Globalisierung und den gegenseitigen Abhängigkeiten der Wirtschaftssysteme bis hin zu verschiedenen Anlageformen an den Börsen und dem Rückbau des Sozialstaates. Bei all diesen Problemen liefert die Geschichte der Finanzmärkte einen wichtigen Schlüssel zum Verständnis — und vielleicht zum Weg aus der Krise?

Wissen Sie, wie es zur aktuellen Finanzkrise kommen konnte? Wie hängen Bankenpleiten, Kurseinbrüche an den Börsen und die US-Immobilienkrise zusammen? Der Harvard-Professor Niall Ferguson erzählt in dieser vierteiligen BBC Exklusiv-Reihe die packende Geschichte des Geldes und des internationalen Finanzwesens.

Dabei beleuchtet er historische und aktuelle Ereignisse der Weltwirtschaft gleichermaßen: denn nur wenn man auch die Geschichte des Finanzmarktes kennt, kann man die aktuelle Krise vollständig verstehen. Ferguson reist an die wichtigsten Schauplätze der Wirtschaft und zeigt, dass diese Geschichte spannend wie ein guter Thriller ist. Nur ist an diesem Thriller nichts erfunden und er geht jeden Einzelnen etwas an.

Diese Episode zeigt einen Krimi der besonderen Art: die Erfindung der Staatsanleihen im Italien der Renaissance und die Folgen für die weltweite wirtschaftliche Entwicklung. Dienten die Staatsanleihen in der Renaissance vor allem dazu, Kriege zwischen den italienischen Stadtstaaten zu finanzieren, blieb die Verbindung zwischen dieser Anlageform und dem Krieg über Jahrhunderte erhalten. Professor Niall Ferguson verdeutlicht, in welchem Zusammenhang der Aufstieg der Familie Rothschild, die Schlacht von Waterloo und der amerikanische Bürgerkrieg stehen.

Auch heute noch können Staatsanleihen Staaten in die Knie zwingen, wie uns der Niedergang Argentiniens vor Augen führt: vom wohlhabendsten Land Südamerikas zur Pleiterepublik in wenigen Jahren. Kann die Politik in solchen Fällen überhaupt noch in die Geschicke des Staates eingreifen oder ist es in Wirklichkeit der Finanzmarkt, der die Welt beherrscht?

Teil 1

Teil 2

Teil 3

 

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Es gab einmal 88 Medienunternehmen, jetzt sind es 6

Verfasst von: krisenfrei - 23/06/2013

Dies sind die 6 Medienunternehmen, die heute existieren. Früher gab es 88. Diese 6 erhalten ihre Nachrichten von REUTERS und ASSOCIATED PRESS. REUTERS besitzt AP und die Rothschilds besitzen REUTERS.

Die folgenden Informationen sind im Internet im Umlauf. Die ursprüngliche Quelle ist nicht bekannt und die Aussagen wurden nicht vollständig verifiziert — generell scheint die Übersicht aber korrekt zu sein. (Anm.: Die ursprüngliche Quelle läßt sich bis zum 9. April 2003 zurückverfolgen.)

1. General Electric

(Spendenbetrag für G. W. Bushs Wahlkampagne im Jahr 2000: 1,1 Mio. Dollar.)

TV-Beteiligungsunternehmen

NBC: beinhaltet 13 Sender, die 28% der US-Haushalte versorgen.

• NBC-Nachrichtenketten: The Today Show, Nightly News with Tom Brokaw, Meet the Press, Dateline NBC, NBC News at Sunrise.

CNBC (Consumer News and Business Channel, Wirtschafts-TV); MSNBC, ein Gemeinschaftsunternehmen von NBC und Microsoft (das MS in MSNBC bedeutet Microsoft) sendet über Kabel und Internet rund um die Uhr Nachrichten.

Andere Beteiligungsunternehmen

GE Consumer Electronics

GE Power Systems: produziert Turbinen für Atomreaktoren und Kraftwerke.

GE Plastics: produziert militärische und Kernenergieausrüstung.

GE Transportation Systems: Diesel- und E-Loks.

2. Westinghouse / CBS Corp.

Westinghouse Electric Company ist die nukleare Sparte der Westinghouse Electric Corporation, die an Nuclear Utilities Business Group der British Nuclear Fuels (BNFL) verkauft wurde. Nummer 1 im Aufsichtsrat der Westinghouse Electric Company ist Frank Carlucci von der Carlyle Group.

TV-Beteiligungsunternehmen

• CBS: beinhaltet 14 Sender und über 200 angeschlossene US-Unternehmen.

• CBS-Nachrichtenketten: 60 Minutes, 48 Hours, CBS Evening News with Dan Rather, CBS Morning News, Up to the Minute.

Country Music Television (CMT), The Nashville Network (TNN), 2 regionale Sendeketten für Sport.

Group W Satellite Communications.

Andere Beteiligungsunternehmen

Westinghouse Government Environmental Services Company: entsorgt nukleare und anndere gefährliche Abfälle und betreibt in den USA 4 staatliche Kernkraftwerke.

Energy Systems: entwirft und wartet Kernkraftwerke.

3. Viacom International Inc.

TV-Beteiligungsunternehmen

Paramount Television, Spelling Television, MTV, VH-1, Showtime (SHO), The Movie Channel, UPN (United Paramount Network; Miteigentümer), Nickelodeon (Nick), Comedy Central, Sundance Channel (Miteigentümer), Flix.

• 20 wichtige US-Sender.

Medienbeteiligungsunternehmen

Paramount Pictures, Paramount Home Video, Blockbuster Video, Famous Players Theatres, Paramount Parks.

Simon & Schuster (Buchverlag).

4. Disney / ABC / CAP

(Spendenbetrag für G. W. Bushs Wahlkampagne im Jahr 2000: 640.000 Dollar.)

TV-Beteiligungsunternehmen

ABC: beinhaltet 10 Sender, die 24% der US-Haushalte versorgen.

• ABC-Nachrichtenketten: Prime Time Live, Nightline, 20/20, Good Morning America.

ESPN (abgeleitet von Entertainment and Sports Programming Network), Lifetime Television (50%), und Minderheitenbeteiligungen an A&E, History Channel und E!.

Disney Channel / Disney Television, Touchstone Television.

Medienbeteiligungsunternehmen

Miramax, Touchtone Pictures.

• Magazine: Jane, Los Angeles Magazine, W, Discover.

• 3 Musiklabel, 11 wichtige Lokalzeitungen.

Hyperion Books.

Infoseek Internet-Suchmaschine (43%).

Andere Beteiligungsunternehmen

Sid R. Bass (wesentliche Marktanteile; Rohöl und Gas)

• Alle Disney-Parks und die Kreuzfahrtgesellschaft Walt Disney Cruise Lines.

5. Time-WarnerTBSAOL (Spendenbetrag für G. W. Bushs Wahlkampagne im Jahr 2000: 1,6 Mio. Dollar)

America Online (AOL) erwarb Time Warner in der größten Fusion der Unternehmensgeschichte.

TV-Beteiligungsunternehmen

CNN (Cable News Network), HBO (Home Box Office), Cinemax, TBS Superstation, Turner Network Television, Turner Classic Movies (TCM), Warner Brothers Television, Cartoon Network, Sega Channel, TNT, Comedy Central (50%), E! (49%), Court TV (50%).

• Größter Eigentümer von Kabelsystemen in den USA mit geschätzten 13 Millionen Abonnenten.

Medienbeteiligungsunternehmen

HBO Independent Productions, Warner Home Video, New Line Cinema, Castle Rock, Looney Tunes, Hanna-Barbera.

• Musik: Atlantic, Elektra, Rhino, Sire, Warner Bros. Records, EMI, WEA, Sub Pop (Vertrieb) = der weltweit größte Musikkonzern.

• 33 Magazine, darunter TIME, Sports Illustrated, People, InStyle, Fortune, Book of the Month Club, Entertainment Weekly, LIFE, DC Comics (50%) und MAD.

Andere Beteiligungsunternehmen

• Sport: The Atlanta Braves (Baseball), The Atlanta Hawks (Basketball), World Championship Wrestling

6. News Corporation Ltd. / Fox Networks (Rupert Murdoch)

TV-Beteiligungsunternehmen

Fox Television: beinhaltet 22 Sender, die 50% der US-Haushalte versorgen.

Fox International, ein weltweites Satelliten- und Kabelsendernetz, beinhaltet British Sky Broadcasting (40%); VOX in Deutschland (49.9%); Canal Fox (Latinamerika); Foxtel in Australien (50%); STAR TV (Asien); IskyB (Indien); Bahasa Programming Ltd. in Indonesien (50%) und News Broadcasting in Japan (80%).

Golf Channel (33%).

Medienbeteiligungsunternehmen

Twentieth Century Fox, Fox Searchlight.

• 132 Zeitungen (113 in Australien), darunter The Australian, London Times und New York Post.

• 25 Magazine, darunter TV Guide und The Weekly Standard.

HarperCollins (Bücher).

Andere Beteiligungsunternehmen

• Sport: LA Dodgers (Baseball), LA Kings (Eishockey), LA Lakers (Basketball), NRL National Rugby League.

Ansett Australia (Fluggesellschaft), Ansett New Zealand (Fluggesellschaft).

Rupert Murdoch sitzt im Aufsichtsrat von Philip Morris USA.

(Phillip Morris’ Spendenbetrag für G. W. Bushs Wahlkampagne im Jahr 2000: 2,9 Mio. Dollar.)

Hier finden Sie den Originalartikel, There Were 88 Media Companies… Now There Are 6.

Quelle: criticomblog

 

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Focus und der ignorante Wahlberechtigte

Verfasst von: krisenfrei - 22/06/2013

von Gert Flegelskamp

Längst ist Wahlzeit, das drückt sich nicht nur in den Aussagen der Politiker aus, sondern auch und vor allem in den Aussagen der Presse aus.

Eine Zeitung, die aus meiner Sicht sehr parteiisch ist, ist der Focus und dort konnte ich heute einen Artikel von der Chef-Korrespondentin Martina Fietz lesen, die sich dahingehend äußert, dass Nichtwähler ignorant sind und kein Pardon verdienen.

Sehen wir mal davon ab, dass die Kommentarspalten bei Focus oft zensiert werden, wenn der Kommentar den diensthabenden Redakteuren nicht gefällt (praktische Erfahrung, weil bereits verschiedentlich Kommentare von mir mit pauschalm Verweis auf die Netiquette abgeschmettert wurden, ohne Verweis auf die Art des Verstoßes), ist der Raum für einen Kommentar auch sehr begrenzt und lässt eigentlich nur sehr kurz gefasste Meinungsäußerungen zu, die nicht reichen, den Kern eines Artikels auch wirklich anzusprechen.

Aber unwidersprochen wollte ich den Artikel auch nicht hinnehmen und habe deshalb über das Impressum eine Mail an Frau Fietz geschrieben, von der ich allerdings auch nicht weiß, ob sie wirklich auf deren Schreibtisch landet.

Sehr geehrte Frau Fietz,

Ihren Artikel zu den Nichtwählern habe ich gelesen und nehme das zum Anlass, auch Ihnen einige Merkmale aufzuzeigen, die bei mir die Frage aufwerfen, wo denn nun die Ignoranz wirklich zu suchen ist, bei den Nichtwählern oder bei der parteiischen Presse (und der Focus ist seit jeher sehr parteiisch):

Ich schlage Ihnen vor, sich für 2 kleine Änderungen im Wahlrecht einzusetzen.

Erstens: die Sitzverteilung im Bundestag und in den Landtagen erfolgt grundsätzlich auf Basis der Wahlberechtigten, statt wie bisher auf Basis der gültig abgegebenen Stimmen.

Zweitens: Die Möglichkeit, auf dem Wahlzettel anzukreuzen, dass ich keine der aufgeführten Parteien für wählbar halte und diese Wahlentscheidung auch als gültig abgegebene Stimme zu führen und zu berücksichtigen.

Erst dann dürften Sie Nichtwähler als ignorant bezeichnen, weil die heutigen Nichtwähler keine Möglichkeit haben, ihr nicht- oder ungültig wählen als Protest gegen die herrschende Politik anders als durch Fernbleiben oder ungültig machen der Wahlzettel zum Ausdruck zu bringen.

Wenn Sie von Bildung sprechen, welche meinen Sie? Die niedersächsische, die bayrische, die hessische oder welche sonst. Wenn Sie von den Straßen sprechen, zählen Sie mal die mitunter lebensbedrohlichen Schlaglöcher auf unseren Straßen. Kein Geld, so das politische Argument, aber die Teilnehmer am Straßenverkehr werden steuerlich ziemlich stark beansprucht, nur fließen diese Gelder in andere Kanäle. Auch die Zielsetzung dieser Vernachlässigung ist klar und wird im bereits von Rot-Grün verabschiedeten ÖPP-Beschleunigungsgesetz klar definiert. Sie reden über Kitas? Was sollen die anderes werden, als Verwahranstalten für Karrierefrauen, damit sie möglichst schnell wieder der industriellen Nutzung zur Verfügung stehen?

Sie erwähnen das EEG? Werden mit diesem Gesetz nicht die Kosten für die Energiewende in vollem Umfang auf die privaten Verbraucher abgewälzt, während das Industriekartell der Energiewirtschaft weiterhin Milliarden an Gewinnen einstreicht.

Mit der Erwähnung der Wahlprogramme wollten Sie sicherlich Ihren Beitrag ein wenig scherzhaft auflockern. Müntefering: „Es ist unfair, Politiker nach der Wahl an ihre Versprechungen von vor der Wahl zu messen“ (so oder so ähnlich hat er sich doch ausgedrückt). Haben Sie nicht den Ausspruch von Frau Merkel auf dem 60-jährigen Jubiläum der CDU mitbekommen? „…denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit.“

Nun, ob Lissabonvertrag oder ESM, sie hat schon mehrfach bewiesen, dass es ihr mit diesem Ausspruch ernst ist.

Mit freundlichen Grüßen
Gert Flegelskamp

Ich weiß natürlich nicht, ob Frau Fietz diese Mail jemals lesen wird, es sei denn, sie antwortet.

Natürlich hat sie ein wenig recht, wenn sie zum Ausdruck bringt, man könne seine Stimme ja einer der übrigen Kleinparteien geben. Doch wer sich mit diesen Kleinparteien ein wenig näher befasst, stellt bei den meisten von ihnen fest, dass sie ziemlich einseitige Interessen vertreten. Bei der NPD oder der REP wissen das fast alle Wähler und auch Nichtwähler und diesen beiden Parteien ihre Stimme zu verweigern, wird (offiziell) sogar von CDU/CSU und FDP gelobt. Allerdings bin ich nicht so ganz sicher, wie ernst diese genannten Parteien ihre Kritik nehmen, schließlich sind sie ja mehrheitlich die Erben der Partei, die Deutschland und viele andere Länder bis 45 ins Unglück gestürzt hat. Und so sehr sie von der Linken die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit fordern, so wenig haben sie ihre eigene Vergangenheit aufgearbeitet.

Aber ein Lichtstreif zeichnet sich ja für die nächste Bundestagswahl ab. Die Alternative für Deutschland, kurz AfD genannt, wurde gegründet. Ich versteige mich nun in die Behauptung, dass diejenigen, die diese Partei wählen werden, die echten Ignoranten sind und sich wie schon vor 80 Jahren von reiner Propaganda täuschen lassen. Die Macher dieser Partei sind Sympathisanten der INSM, sind aus meiner Sicht rechts von der FDP angesiedelt und machen im Prinzip auch kein Hehl von ihrer Einstellung, die man heute als neoliberal bezeichnet (obwohl das nicht wirklich neoliberal ist) und deren Interessen ausschließlich auf die Interessen der Großindustrie ausgerichtet sind. Lucke, dem in den Medien eine breite Präsenz geboten wird, ist einer der Initiatoren des Hamburger Appels und dieser Appell war nun wirklich nicht auf die Interessen der so genannten kleinen Leute ausgerichtet.

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Noam Chomsky zu den Protesten in der Türkei und den Menschenrechtsverletzungen der USA

Verfasst von: krisenfrei - 22/06/2013

Bei einer Umfrage des US-Magazins „Foreign Policy“ wurde der Linguistikprofessor Noam Chomsky zum wichtigsten Intellektuellen im englischsprachigen Raum gewählt. Gegenüber Kulturzeit kritisiert Chomsky, der gerade als Ehrengast des Global Media Forums in Bonn war, den US-Präsidenten scharf.

Der Linguistikprofessor Noam Chomsky äußert sich gegenüber Kulturzeit zu den aktuellen Protesten in der Türkei, zur Verletzung der Grundlagen des Rechtsstaates durch die USA und US-Präsident Obama, den er scharf kritisiert. Das Interview führte Cornelius Janzen.

 

Ja, da muss man sich doch wirklich fragen, warum ab Min. 6:25 nicht mehr übersetzt wurde? Die, die der englischen Sprache mächtig sind, wissen es wahrscheinlich. Meine Englisch-Kenntnisse reichen dafür leider nicht aus.
Über eine kurze Zusammenfassung der zweiten Hälfte des Interviews auf Deutsch wäre ich meinen Lesern sehr dankbar.

 

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Grüße aus Brasilien – Das Ende der Spiel- und Spaßgesellschaft naht

Verfasst von: krisenfrei - 21/06/2013

Im Jahre 2006 log sich die deutsche Gesellschaft noch die Fußball-Weltmeisterschaft als ein „Sommermärchen“ schön. Der damalige Supererbsenzähler der Bundesregierung, Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement, ein forscher und damals noch SPD-Genosse, erwartete wichtige gesamtwirtschaftliche Impulse für die deutsche Wirtschaft. Wirtschaftswachstum, so die Vorstellung in den Köpfen maßgeblicher heimischer und ausländischer Zauberlehrlinge der Finanz- und Wirtschaftwissenschaften, könne auch durch Finanz- und Immobilienblasen „nachhaltig“ zustande kommen. Nach dieser Devise übernahmen Luftschlösser den Platz der Realwirtschaft.

Clement, „Deutsche bis 80 arbeiten lassen„, der gerne so tut als verstünde er viel von Wirtschaft, prognostizierte damals, dass durch das Sommermärchen Fußball-WM, ein großer volkswirtschaftlicher Gewinn, von über acht Milliarden Euro in die Kassen der Wirtschaft spülen würde. Hauptsächlich durch zusätzliche Übernachtungen, Verbesserungen und Ausbau der Infrastruktur, neue Arenen usw. Obwohl:

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Prinzipiell lassen sich die langfristigen Folgen eines solchen Großereignisses auf die wirtschaftliche Entwicklung aufgrund unsicherer Prognosen und vielfältiger Multiplikatorwirkungen nur sehr schwer einschätzen. Messbaren Effekten auf der Einnahmenseite von Staat und Wirtschaft stehen Auswirkungen des Turniers gegenüber, die wie beim Anstieg des Ansehens Deutschlands eher ideeller Natur sind. Zudem ist unklar, ob sich die Investitionen in die Infrastruktur gelohnt haben oder ob Umweltschäden durch den steigenden Tourismus mit verbundenen Folgekosten eingetreten sind. wiki

Im fußballverrückten Brasilien regt sich Widerstand gegen die Milliardensubventionen für die Spaßindustrie Fußball auf der einen Seite und für viele Normalbürger nicht bezahlbare Schulgebühren und ein schlechtes Bildungssystem auf der anderen Seite. Die 20 Centavos Billettpreiserhöhung waren lediglich der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Vieleicht fangen die Menschen, die nicht nur in Brasilien auf die Straßen gehen um zu protestieren, so langsam an den Zusammenhang zu verstehen, von dem unsere politischen und ökonomischen Zauberlehrlinge nach bestem Ge- und Unwissen nicht reden wollen: Über den Zusammenhang, dass der Glitzerwelt hier, das Elend dort gegenübersteht.

In Deutschland stehen symbolträchtig und (noch) weit auseinander; Uli und das Geld hier, sowie der soziale Absturz da.

Quelle: Gegenmeinung

 

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Schuldenkrise: Ein Rechenfehler, der Deutschland teuer zu stehen kommt

Verfasst von: krisenfrei - 21/06/2013

Europa spart sich kaputt. Nicht einmal zu einem Rückgang der Staatsverschuldung haben die drastischen Sparprogramme bislang geführt. Doch Deutschland zwingt Europa weiter zu diesem immer umstritteneren Kurs, obwohl sich heraus gestellt hat, dass die von Deutschland propagierte Schulden-Obergrenze auf einem peinlichen Rechenfehler basiert. Jetzt bedroht die Sparpolitik auch deutsche Arbeitsplätze, wie etwa in Köln den Autobauer Ford, dem der Zusammenbruch der Märkte im Süden immer mehr zusetzt. Namhafte Ökonomen sagen: Nicht nur der Rechenfehler, sondern die gesamte Sparpolitik in der EU ist ein Irrweg, der alle, auch uns Deutsche, teuer zu stehen kommen wird.

 

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Ein Liebesbrief an die Vergangenheit…

Verfasst von: krisenfrei - 21/06/2013

von Susanne Kablitz

Liebe Vergangenheit,

ich nutze diese Stunde mit den vielen Tränen in meinen Augen, um Dir voller Liebe meinen Dank auszusprechen.

Alle, die ich wie ich im Jahr 1970 geboren wurden, wissen häufig nicht, dass dies ein ganz besonderes Jahr war. Die 60-er Jahre gehörten der Vergangenheit an,  ein neues Jahrzehnt brach an. Die 60-er verabschiedeten sich mit einem Fernsehkanal, das Standbild gehörte praktisch zum Programm dazu; der Übergang von schwarz-weiss zu Farbe war so gut wie abgeschlossen und auch der heute allseits belächelte  Personal Computer setzte zu seinem Siegeszug quer über den Erdball an, auch wenn – so wird es erzählt – Thomas J. Watson, der frühe Chef von IBM im Jahr erklärt haben soll: „Ich glaube, es gibt einen Weltmarkt für vielleicht 5 Computer“.

Die Löhne in Deutschland stiegen zwischen 8 % und 13,5 % und Deutschland war hinter den USA das Land mit der höchsten Exportrate. Im selben Jahr lösten sich die „Beatles“ auf und deutsche Fernsehzuschauer konnten ab nun die Nachrichtensendungen Tagesschau der ARD und heute des ZDF in Farbe empfangen.

1970 sollte allerdings aus einem anderen Grund in die Geschichte eingehen – ist es bis heute neben 2001 das einzige Jahr, in dem ein tatsächlicher Schuldenabbau seit dem Ende des zweiten Weltkriegs stattfand.

Als Richard Nixon 1971 den Gold-Devisen-Standard für beendet erklärte, gab es zum ersten Mal in der Geschichte nirgendwo mehr auch nur eine klitzekleine Wertdeckung und der gnadenlosen  Schuldenmacherei waren keine Grenzen mehr gesetzt. Mit dem Beginn der 70-er Jahre setzte sich die „Sparen-ist-doof“-Mentalität durch und verdrängte die bis dahin geltende Überzeugung, dass man sich nur das kauft, was man sich auch leisten kann. Diese völlig spaßfreie und spießige Ansicht landete zunehmend auf dem Müll und wurde bis heute durch eine konsumfixierte, schuldenfinanzierte und einer „Das-steht-mir-zu“- Einstellung vollständig abgelöst.

Die Wohlfahrtsstaaten haben Ausgabenniveaus, Versorgungsmentalitäten und Sozialansprüche herangezüchtet, die mit jedem Jahr abstruser wurden. Vorübergehende und unter allen Umständen zu vermeidende Abhängigkeiten vom Staat mutierten zu Dauerbezügen, die beständig selbstverständlich wurden und uns zu völlig Willfährigen von Leviathans Gnaden machen.

Die in zunehmend alle wirtschaftlichen Bereiche eindringende Allmacht des Staates wird inzwischen sogar bewusst eingefordert, schreit doch ein Großteil der Bevölkerung  weh und ach, wenn auch nur im Ansatz von Privatisierung die Rede ist. Alles Private ist von vornherein Betrug, alles, was vom Staat kommt, verspricht Heilung und Besserung. Mal abgesehen davon, dass die Privatisierung sowieso eine Farce ist (die öffentliche Hand hat inzwischen fast überall ihre Hände im Spiel) ist es an Unverfrorenheit nicht mehr zu überbieten, dass sich gerade die als Retter aufspielen, die uns diesen Schlamassel eingebrockt haben.

Da wird offen angeprangert, dass die noch nicht einmal stattfindende Austerität zum Elend führt, statt froh über jeden einzelnen Cent zu sein, den die Regierungen nicht zum Fenster rauswerfen. Jeder nicht vom Staat konsumierte Cent, den er übrigens jedem einzelnen vorher abgenommen haben muss, würde unter normalen Umständen dazu führen, dass private Unternehmen wieder Fuß fassen und sich unabhängig von Almosen machen. Jeder privat investierte Cent würde den Menschen wieder das Gefühl der Würde geben, etwas mit eigenen Händen zu schaffen, für sich selbst sorgen zu können ohne sich demütig für den Rest seines Lebens in Sack und Asche hüllen zu müssen.

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Türkische Demokratie

Verfasst von: krisenfrei - 21/06/2013

erdoganvon Heinz Sauren

Die Geschehnisse um den Taksim–Platz und den Gezi-Park in Istanbul, offenbaren Ungeahntes. Ein Teil der türkischen Bevölkerung scheint dem islamischen Kurs der Regierung Erdogan, nicht folgen zu wollen. Sie demonstrieren, geben sich liberal, weltoffen und zeichnen das Bild einer möglichen Türkei, das so ganz anders ist, als die obrigkeitshörige türkische Presse glauben gemacht hat. Wo immer ihr Protest die Türkei hinführen wird, können die Demonstranten schon heute als Erfolg auf ihre Fahnen schreiben, den Fokus der Weltöffentlichkeit auf die Missstände am Bosporus gelenkt zu haben. Diesen Geist wird auch der türkische Ministerpräsident Erdogan, nicht mehr zurück in die Flasche bekommen.

Die Politik Erdogans ist die einer schleichenden Islamisierung der Türkei. Die Trennung zwischen Staat und Religion, das Vermächtnis des Staatsgründers Kemal Atatürk aufzuweichen, scheint das übergeordnete Ziel seiner Regierung zu sein. Er entmachtete die durch die Verfassung bestimmten Wächter des Laizismus, die Armee und entledigte sich symbolischer säkularer Werte, wie das Kopftuchverbot für Frauen in öffentlichen Ämtern und Räumen. Sein religiös motivierter Ergeiz, beschert den Türken islamisch geprägte Gebote und Verbote, bis in die persönlichsten Lebenslagen. Erdogan betrieb die Gleichschaltung der Presse im Sinne seiner politischen Ziele und bekämpft oppositionelle Stimmen mit den Mitteln eines Polizeistaates. Kritischer Berichterstattung folgten Hausdurchsuchungen, fadenscheinige Anklagen und oft genug Verhaftungen. Bei einigen nicht linientreuen Medien gilt der Posten des verantwortlichen Redakteurs, als sichere Fahrkarte ins Gefängnis.

Das der türkische Ministerpräsident von individuellen und freiheitlichen Rechten oder einer offenen Gesellschaft nicht viel hält ist offensichtlich, aber lässt sich dadurch auch bestimmen das er undemokratisch ist? Die Proteste in Istanbul führen insbesondere in Europa zu einer breiten Zustimmung für die Protestierenden, da ihre Ziele allgemein anerkannt sind. Europäische Medien prangern das Verhalten Erdogans gegenüber den Protestierenden an und sehen sich in der Vermutung undemokratischer Machenschaften bestätigt. Der türkische Ministerpräsident hält die Vorwürfe gegen ihn, für politische Propaganda und besteht darauf, den demokratischen Prinzipien der Türkei treu zu sein.

Welcher Seite man nun glaubt, ist eine Frage der eigenen politischen Prinzipien, oder das Ergebnis einer Betrachtung, was Demokratie in ihrem Grunde und die türkische Demokratie insbesondere ist. Demokratie ist eine vom Volk ausgehende, auf dem Mehrheitsprinzip beruhende, Delegation der politischen Macht auf Zeit. Die Partei Erdogans, ist zweimal durch international beobachtete Wahlen, zur bestimmenden politischen Kraft der Türkei geworden. Sie errang Mehrheiten um fünfzig Prozent der abgegebenen Stimmen, verfügt über eine komfortable Mehrheit im Parlament und eine breite Zustimmung in der Bevölkerung. Es ist unzweifelhaft das Erdogan demokratisch legitimiert ist.

Eine demokratische Legitimation ist jedoch kein Garant für demokratisches Handeln. Darauf lässt zumindest der mediale Aufschrei, bezüglich seiner Umgangsweise mit den Protestierenden schließen. Bei genauer Betrachtung der Ereignisse auf dem Taksim-Platz und dem Gezi-Park zeigt sich jedoch, dass Erdogans Handlungsweisen nicht weniger demokratisch, als die der britischen, französischen oder deutschen Regierungen in ähnlichen Fällen ist. Die türkische Polizei hat versucht den Taksim-Platz und den Gezi-Park mit polizeilicher Gewalt zu räumen, da die dort stattfindenden Demonstrationen nicht genehmigt waren. So verfahren alle europäischen Polizeien, mit nicht genehmigten Demonstrationen. In Deutschland geschah das zum Beispiel anlässlich der Proteste um den Stuttgarter Bahnhof und unlängst in Frankfurt bei den Blockupy Demonstrationen. Die türkische Polizei setzte Wasserwerfer, Schlagstöcke, Tränengas und Gummigeschosse ein, verhaftete Demonstranten und übte körperliche Gewalt gegen sie aus. Auch das ist das Standartprozedere und gängige Handwerkszeug aller deutschen und europäischen Polizeien. Tote sind zu beklagen und auch die hat es schon bei Demonstrationen in nahezu allen europäischen Ländern gegeben. In Deutschland sei da an die Erschießung Benno Ohnesorgs erinnert. Für eine demokratische Handlungsweise spricht auch das Erdogan Gerichte anrufen will um sie entscheiden zu lassen, ob das strittige Bauvorhaben tatsächlich umgesetzt werden soll und für den Fall das er durch ein gerichtliches Urteil bestätigt werden sollte, kündigte er dazu noch ein Volksreferendum an, dem er sich ebenfalls unterwerfen will. Natürlich versucht er damit von der Kritik um sich selbst, zum Auslöser zurück zu finden und lenkt ab, aber er bedient sich demokratischer Mittel.

Was nährt dann, das untrügliche Gefühl einer europäischen Mehrheit, das die Geschehnisse in Istanbul zutiefst undemokratisch sind? Allein schon auf dieser Vermutung beruht ein maßgeblicher Anteil der Unterstützung für die Protestierenden. Zum einen ist es die mediale Berichterstattung, die den Wunsch einer gesellschaftlichen Mitte aufgreift, endlich einmal schlüssige Beweise zu finden, die eine mehrheitliche Ablehnung eines türkischen Europabeitritts bestätigen. Der Mensch sieht, was er sehen will. Zum anderen ist es ein nebulöser Zustand gewährter freiheitlicher Rechte, den wir gelebte Demokratie nennen. Daraus ergibt sich das missionierende Selbstverständnis der Europäer, wonach dies überall zu gelten habe. Ist das demokratisch?

Demokratie ist die vom Volk ausgehende, befristete Herrschaft. Wahlen sind demokratisch, da durch sie das Mandat übertragen und eine Regierung durch das Volk legitimiert wird. Demokratie ist weder ein ideologischer Wert noch ein temporärer Zustand. Demokratie ist eine Durchführungsverordnung ohne Inhalt. Sie gibt ein Prozedere vor, nach dem ein Volk seinem Staatswesen die Werte aufgeben kann, die alleine durch das Volk bestimmt werden. Freiheitliche und individuelle Rechte sind weder Bestandteil noch Wesen einer Demokratie. Eine Demokratie kann solche Werte für sich bestimmen, aber sie muss es nicht um eine Demokratie zu sein. Alleinig der Wille einer Mehrheit ist in einer Demokratie bestimmend und sei das, was die Mehrheit fordert, noch so unsinnig. Würde die türkische oder auch deutsche Regierung eine Mehrheit für ein Gesetz haben, wonach Dieben die Hände abgehackt würden, dann wäre eine solches Gesetz demokratisch legitimiert und würde auch rechtsstaatlichen Ansprüchen genügen, da die Durchsetzung des Gesetzes eine demokratische Pflicht, zur Erfüllung eines mehrheitlichen Willens wäre. Demokratie beinhaltet keinen Anspruch auf Gerechtigkeit und deutsches Recht und Gesetz, lässt sich nicht auf die türkische Regierung anwenden. Das diese sich daher dagegen verwahrt, ist nachvollziehbar. Auch eine deutsche Regierung würde sich gegen solche Versuche aus der Türkei verwahren. Die türkischen Gesetze gegenüber Demonstranten sind härter, als europäische. Erdogan wäre auch mit einer noch schärferen Gangart, sowohl demokratisch legitimiert als auch rechtsstaatlich abgesichert.

Fraglicher ist da schon eher die Position der Protestierenden. In der Türkei besteht Wahlpflicht. Es ist somit davon auszugehen, dass ein Großteil der Protestierenden, an den Parlamentswahlen teilgenommen haben, aus denen Erdogan und seine Partei als Sieger hervor gegangen sind. Das Mehrheitsprinzip einer Demokratie besagt, das die unterlegene Minderheit sich bis zur nächsten Wahl, dem Willen der Mehrheit beugen muss. Eine Demokratie legitimiert durch eine Wahl nicht nur den Gewinner, sondern auch sich selbst, als staatstragendes Prinzip. Das Recht dieses demokratische Prinzip nicht anzuerkennen und gegen geltendes  Recht einen Regierungswechsel zu verlangen hat nur, wer nicht durch die eigene Teilnahme an den Wahlen, explizit die Demokratie legitimiert hat. Dieses Widerstandsrecht, nach demokratischem Verständnis verwirkt zu haben, dürfte auf die meisten Protestierenden zutreffen. Die wenigen die noch zu Recht den Regierungswechsel verlangen, können somit nur die sein, die sich den Wahlen verweigert haben. Ein demokratisches Prinzip, was ebenso in Deutschland gilt, wenngleich es in Europa wesentlich einfacher wahrzunehmen ist, da keine Wahlpflicht besteht.

Trotzdem Erdogans Umgang mit den Demonstranten rechtsstaatlich gesichert ist und Europa die Demokratiefahne zu unrecht schwingt, bleibt dennoch zu hoffen, das die Proteste Erfolg haben werden. Alle die in Istanbul und anderen türkischen Städten protestieren, wollen Freiheit. Die Freiheit zu sagen was sie denken, einer Religion zu folgen oder sich von ihr loszusagen und die persönliche Freiheit sich in ihrer Individualität zu verwirklichen. Es protestieren weniger Menschen als die mediale Berichterstattung vermuten lässt und sie können ihre Forderungen weder als demokratisch noch als rechtsstaatlich begründen. Aber sie fordern Menschenrechte ein, die weder einer Demokratie noch eines Rechtsstaates bedürfen, sondern jedem per Geburt gegeben sind. Alleinig daraus haben sie das Recht alles zu unternehmen was notwendig ist, um ihre Freiheit zu erlangen, auch gegen den türkischen Rechtsstaat und seine Demokratie. Was sie tun ist ungesetzlich, da es innerhalb der Gesetze nicht möglich ist. Das Recht die Freiheit gegen den Willen eines Staates einzufordern, basiert schon dem Wesen nach auf dem Unrecht, gegen seine Gesetze zu verstoßen. Es ist die freiwillige Versetzung in den Zustand der Anarchie. Die Demonstranten sind anarchisch und müssen es sein. Sie wissen, dass nur die Nichtanerkennung der türkischen Gesetze, die Anarchie sie auf einen Erfolg hoffen lassen kann.

Noch weiß niemand wie die Proteste enden werden, dennoch erweisen diese mutigen Menschen, in ihrem ungleichen Kampf für ihre Freiheit, Europa einen großen Dienst. Europa kann einmal mehr erkennen, das Freiheit und Demokratie nicht eines sind und dass es wichtiger sein kann nach Freiheit zu streben, als eine Demokratie zu erhalten. Letztendlich ist Demokratie für alle die nach individuellen Freiheiten streben, eine Diktatur der Mehrheit. Das bekommen die Menschen auf dem Taksim-Platz und dem Gezi-Park deutlich zu spüren. Demokratie ist aus ihrem eigenen Verständnis, ein quantitatives Gesellschaftsmodell, das den Willen einer Mehrheit favorisiert und sei dieser noch so offensichtlich falsch. Die Demonstranten würden sich wünschen, dass die Regierung Erdogan erkennen könnte: Quantitative Gesellschaftsmodelle stehen in inhaltlichem Widerspruch zu qualitativen. Aber das erkennt auch eine deutsche Regierung nicht.

Ich empfehle mich in diesem Sinne

Heinz Sauren

Quelle: heinzsauren

 

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Statistik

Verfasst von: krisenfrei - 20/06/2013

von Gert Flegelskamp

Seit die Statistik dank elektronischer Hilfe einen ungeheuren Aufschwung erlebte, bekommen wir für alles statistische Beweise geliefert. Für die Politik und die Wirtschaft liefert das statistische Bundesamt und vermehrt auch Überregionale Organisationen wie z. B. die OECD eine Unmenge an Informationen, die mit Statistiken unterlegt werden.

Den Wert von Statistiken zu hinterfragen oder gar anzuzweifeln, kommt eine Majestätsbeleidigung gleich, oder noch schlimmer, einer Gotteslästerung. Schließlich ist es eine alte Weisheit, dass Zahlen nicht lügen. Das muss sogar ich anerkennen. Es sind auch nicht die Zahlen, die lügen, sondern die Art ihrer Anwendung und damit lande ich wieder bei der Statistik. Mit Statistiken kann man Märchen verbreiten und diese scheinbar wahrheitsgemäß mit Zahlen unterlegen. Deutlich wird das mit statistischen Zahlen der Bundesbank, die uns vorrechnet, wie reich wir doch sind. Die WELT bringt das unter der Überschrift: „Beamte können über Rentner-Vermögen lachen“. Graphisch und mit statistischem Zahlenmaterial unterlegt macht die Bundesbank da klar, dass jeder Rentner im Durchschnitt über ein Vermögen von 186.000 € verfügt, Pensionäre hingegen über ein Vermögen von 420.000 €.

Diese Statistik beweist mir, dass ich schon an Alzheimer leiden muss, denn ich habe nicht die geringste Idee, wo ich meine 186.000 € abgelegt habe. In der Wohnung sind sie nicht, die habe ich schon auf den Kopf gestellt und auch auf der Bank ist das Geld nicht. Ich denke, den meisten Rentnern geht es so wie mir, sie können in der Presse von ihrem Reichtum lesen, ohne ihn zu besitzen. Dann tauchen Begriffe wie der Median (Mittelwert) auf, mit denen man auch nicht viel anfangen kann, wenn man nicht das gesamte Zahlenwerk und vor allem dessen Herkunft kennt. Die Herkunft, das liest man dann ziemlich am Schluss des Artikels, ist eine Studie, die im Auftrag der EZB gemacht wurde. Nun haben Studien aus meiner Sicht einen kleinen Schönheitsfehler. Man befragt einige Leute und rechnet dann das Ergebnis hoch. Wenn ich also 1.000 Leute befrage und deren Antworten auf 80 Millionen hochrechne, als würden die Antworten der Befragten 1 zu 1 für jeden Bürger gelten, dann kann ich schon alleine durch die Wahl der Befragten ein Studienergebnis vorlegen, das meiner Wunschhaltung entspricht. Da solche Befragungen außerdem in den so genannten Multiple Choice-Verfahren erfolgen, kann ich weiteren Einfluss auf das Ergebnis durch die Fragestellung und die Auswahlstellung der möglichen Antworten nehmen.

Ein praktisches Beispiel, eine Umfrage der WELT in einem Kommentar zum Artikel. Dort lautet die generelle Frage: „Sind Vermögen in Deutschland gerecht verteilt?“

3 mögliche Antworten kann man ankreuzen:

  1. Ja, die Vermögen entsprechen der jeweiligen Leistung des Einzelnen.
  2. Nein, die oberen Einkommensschichten müssen zu viel abgeben.
  3. Nein, die unteren Einkommensschichten haben keine Chance, Vermögen aufzubauen.

Bei 1.386 abgegebenen Stimmen stimmten sich 22% für Antwort 1, 11% für Antwort 2 und 67% für Antwort 3 (Stand zum Zeitpunkt des Lesens). Sind diese Prozentzahlen nun repräsentativ für alle 80 Millionen Einwohner und decken die Fragen wirklich alle Fragen zum Thema Vermögen ab?

Was ist Vermögen überhaupt? Klar, wenn ich Geld auf der Bank habe, ist dieses Geld Vermögen. Wenn ich Aktien oder sonstige Wertpapiere habe, ist auch das Vermögen. Aber einen Augenblick, stimmt das überhaupt? Das Geld auf der Bank oder die Wertpapiere sind doch eigentlich kein Vermögen, sondern nur das Versprechen, den jeweiligen Gegenwert jederzeit in andere Werte tauschen zu können. Dass das Geld als gesetzliches Zahlungsmittel einem ständigen Werteschwund unterliegt (Inflation), das sind wir ja gewohnt. Bei den Wertpapieren haben viele Leute in der letzten Bankenkrise lernen müssen, dass sich diese Papierchen nahezu in Luft auflösen können. Und Aktien sind ebenfalls einem ständigen Wertewandel unterworfen. Was zum Teufel ist dann „Vermögen“ überhaupt. Klar, wenn ich mir ein Haus gebaut habe und auch das erforderliche Grundstück mir gehört, dann besitze ich etwas von bleibendem Wert. Für dieses Haus hat der Hausbesitzer zuerst Geld angespart und den Rest dann mit Krediten finanziert. Für die Banken war das ein gutes Geschäft, aber auch der spätere Eigenheimbesitzer konnte einige Vorteile in Anspruch nehmen. Ab dem Bezug des Hauses wohnte er mietfrei. Statt Miete musste er allerdings dann monatlich die Kreditkosten (Tilgung und Zinsen) aufbringen. Aber nicht alleine. Über einen bestimmten Zeitraum konnte er die Kreditzinsen steuerlich geltend machen, was vor allem für Gutverdiener durchaus lukrativ war. Wer also ein Haus besitzt, nennt schon ein Vermögen sein eigen. Beamte waren bei der Anschaffung eines eigenen Hauses dabei sicherlich im Vorteil, nicht nur wegen der Unkündbarkeit, sondern auch, weil sie vom Staat vergünstigte und teilweise sogar zinslose Kredite bekamen (natürlich nicht über die gesamte Kreditsumme).

Ich gehe mal davon aus, dass der prozentuale Anteil der Hausbesitzer bei Beamten höher ist, als bei der übrigen Bevölkerung und das natürlich zu einer höheren Bewertung der Vermögen von Beamten führt. Aber Deutschland ist das am dichtesten besiedelte Land Europas (ich klammere da mal die Stadtstaaten aus) und vor allem in Ballungsgebieten ist es für die meisten nahezu unerschwinglich, dort zu bauen, weil die Grundstückspreise in schwindelnde Höhen getrieben wurden. Wer also frühzeitig gebaut hat, als die Grundstücke noch bezahlbar waren, besitzt einen weiteren Vermögenswert, das Grundstück, auf dem das Haus steht.

Und nun betrachten wir das Ganze mal statistisch. Da hat ein Mensch in München ein Haus und ein anderer in Niedersachsen im ländlichen Bereich. Beide Häuser haben die gleiche Wohnfläche und Grundstücksgröße. Da aber die Grundstückspreise und auch die Mieten im Verhältnis gesehen in München astronomisch und im ländlichen Bereich in Niedersachsen eher unterirdisch sind, ist der Münchner statistisch gesehen ein vermögender Mensch, der in Niedersachsen liegt aber eher unter dem Durchschnitt. So rechnet die Statistik Vermögen vor, die nicht wirklich existent sind, sich aber vor allem im Wahljahr gut machen.

Schauen wir auf eine weitere Vermögensstatistik, die im Focus veröffentlicht wurde. In dieser Statistik blieben lt. Focus die Immobilien, Luxusautos oder Kunstschätze dieser statistischen Erhebung durch die Capgemini-Beratungsgesellschaft und die Royal-Bank of Kanada unberücksichtigt. Es wurde also nur das Anlagevermögen betrachtet. Danach gibt es in Deutschland über eine Million Millionäre, Vermögensmillionäre, versteht sich. Nun werte ich das mal statistisch im Sinne der Bundesbank aus. Eine Million Millionäre bedeutet ein Anlagevermögen für Gesamtdeutschland von mehr als 1 Billion Dollar (die Vermögen wurden in Dollar berechnet). Teile ich diese Billion durch die 80 Millionen Einwohner des Landes, dann hat statistisch gesehen jeder Einwohner, vom Säugling bis zum Greis, ein Vermögen von 12.500 Dollar. Das Problem ist, kein Mensch kann von statistischen Vermögenswerten leben. Hätte man zusätzlich in dieser Statistik auch noch das Gesamtvermögen dieser Millionäre angegeben, wäre das durchschnittliche Vermögen Deutscher noch erheblich höher, denn es gibt sie ja, die Millionäre, deren Vermögen nicht bei einer Million geblieben ist, die im Gegenteil sogar Vermögen von bis zu etlichen Milliarden haben.

Lt. Focus gibt es dabei ein Ranking und Deutschland liegt in diesem Ranking auf Platz 3 der Länder mit den meisten Millionären. Nur noch Japan (Platz 2) und die USA (Platz 1) liegen vor Deutschland.

Schon wieder eine statistische Aussage, welche die Wirklichkeit verfälscht. Würde man nämlich die Zahl der Millionäre nicht auf Landesebene, sondern aufgrund der Bevölkerungszahlen angeben, ergäbe sich ein völlig anderes Bild. Lt. IWF haben die USA 2013 insgesamt 316,85 Millionen Einwohner, davon sind 3.436 Millionäre. Deutschland mit nur 80 Millionen Einwohnern hat 1015 Millionäre. Hochgerechnet auf die Einwohnerzahl Amerikas wären das 4.020 Millionäre und die Schweiz mit gerade mal 8,05 Millionen Einwohnern, aber 282 Millionären läge weit vor den USA und vor Deutschland und Japan mit 127,34 Millionen Einwohnern und 1.902 Millionären läge ebenfalls vor den USA.

Statistiken, die sich auf Staaten und Menschen beziehen, dienen nicht der Darstellung einer realen Situation, sondern sollen die Wirklichkeit verfälschen. Stellen Sie sich ein Unternehmen vor, das für den Einkauf für die Fertigung statistisch errechnet hat, wie viele Schrauben es in einem bestimmten Zeitrahmen verbraucht. Welchen Sinn hätte diese Statistik, wenn sie nicht detailliert dabei die Stückzahlen jeder Schraubengröße berücksichtigen würde? Sie wäre absolut sinnlos, wenn im Unternehmen für die Fertigung unterschiedliche Schraubengrößen verwendet würden.

Ebenso sinnlos ist es, Statistiken wie die der Bundesbank oder auch die im Focus zu publizieren, weil sie nicht die Wirklichkeit widerspiegeln, sondern Zerrbilder. Wir kennen das vielleicht noch von Jahrmärkten, auf denen man ein Spiegelkabinett besuchen konnte. Die Spiegel warfen dem Betrachter völlig verzerrte Bilder seiner selbst entgegen. Ein solches Spiegelkabinett sind aus meiner Sicht auch die Institute, die uns zwar für alles Statistiken liefern, aber eben reine Zerrbilder der Wirklichkeit. Sie dienen den Herrschenden, den Menschen Dinge vorzugaukeln, die sie davon abhalten, zu revoltieren. Die von der WELT veröffentlichte Statistik der Bundesbank ist der pure Schwachsinn und dient einzig und alleine der Spaltung der Gesellschaft, nach dem bereits von den alten Römern erkannten System „divide et impera“.

Quelle: flegel

 

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