krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Zeitsprung ans Jahresende 2013

Posted by krisenfrei - 31/05/2013

von Heiner (saarbruecker)

EurobombeWagen Sie mit mir einen Zeitsprung ans Jahresende 2013. Nach Ende der Handelsgeschäfte vom Tage zuvor könnten wir in einer der größten Zeitungen des Landes etwa folgenden Marktkommentar lesen:

Unglaublich: Zum Jahresschluss hat die Börse nun doch noch für Überraschung gesorgt. Der Dax hat 0,3 Punkte zugelegt und ging mit 4.358 Zählern aus dem Handel. Gewinner waren die Chemiewerte. Größte Verlierer wieder einmal die Banken. Der Euro hat mit 0,87 zum Dollar die Parität noch immer nicht wieder erreichen können. Der Goldpreis in Euro wird mit ca. 2.198/Feinunze angegeben. Ein Fixing gibt es – wie jeder weiß – seit Monaten nicht mehr. Der Preis wird frei am Markt zwischen Angebot und Nachfrage gebildet. Die Aussicht für eine weiter steigende Nachfrage wird aufgrund der fundamentels allgemein nicht bezweifelt.

Was war das für ein aufregendes Jahr!

Im Juni passierte es, nach dem sich die Kurse der Staatsanleihen wochenlang in ihren Top-Positionen seitwärts bewegt hatten: Am Morgen nach dem Crash der japanischen Staatsanleihen brachen die Kurse der europäischen Staatsanleihen ein. Deutsche Anleihen wurden besonders gebeutelt. Vorausblickende Marktteilnehmer hatten das zwar länger schon erwartet, doch auch sie wurden von der Heftigkeit, mit der die Blase platzte, überrumpelt.

Nächster Dominostein in der einsetzenden Kettenreaktion waren Bankaktien. Nicht allein die Kurse dieser Papiere fielen in den Keller, auch viele Sparer fanden ihr Geld in den eigenen vier Wänden sicherer als in den trudelnden Geldhäusern. Griechischen, spanischen, auch französischen und sogar deutschen  Instituten drohte Zahlungsunfähigkeit. Um den beginnenden Zusammenbruch des ganzen europäischen Finanzmarktes (und womöglich auch darüber hinaus) aufzufangen, mussten die Geldhäuser dringend besser kapitalisiert werden. Anleger und Sparer, die seit Anfang Mai des Jahres bereits wussten, dass sie zum Bail-in herangezogen würden, suchten nach Fluchtwegen. Die aber gab es wenige Stunden nach dem Bond-Crash schon nicht mehr.

Konsequente Kapitalverkehrskontrollen sorgten dafür blitzschnell sämtliche Fluchttüren zu verschließen. Schon Wochen zuvor waren die Bankautomaten an den Wochenenden gesperrt. Das Schengenabkommen war auch bereits außer Kraft, Grenzkontrollen wieder die Regel.
Ende Juni dann wurde das Bail-in-Gesetz verkündet, demzufolge jeder Bürger eine Vermögensabgabe zu leisten hatte: Aktienbesitzer, Sparer, Immobilienbesitzer und die Halter anderer Vermögenswerte. Dreißig Prozent des Lebensarbeitslohns wurden vom Staat kassiert und an die Banken verteilt.

Das System war scheinbar gerettet. Vorübergehend.

Der Euro verlor in wenigen Tagen mehr als 38 Prozent seines Wertes gegenüber dem Dollar, erholte sich zwar für kurze Zeit um wenige Prozentpunkte und sackte erneut ab. Ein Fußtritt für den Euro. Aus Furcht vor weiteren Verlusten stießen ausländische Aktienbesitzer massenweise ihre Titel ab. Der Dax fiel um 50 Prozent. Seit dem dümpelt er um 4.300 Zähler seitwärts. Mit einer sehr kurzen Zwischenerholung nach der Bundestagswahl.

Der Wahlausgang brachte keine Überraschung. Wochen vor dem Wahltermin hatten die Märkte auf Große Koalition gesetzt. Ausschlaggebend war der Stimmengewinn bei der AfD von Bernd Lucke. Dass die Alternative für Deutschland bei den Christdemokraten Stimmen abziehen würde, war sonnenklar, nach dem der Bail-in durchgezogen wurde.

Angela Merkel hatte mit tausend Tricks versucht, den Bail-in über den Wahltermin hinaus zu verschieben, die Turbulenzen an den Anleihemärkten machten einen Strich durch ihre Rechnung. Mit knapp über 25 Prozent der Wählerstimmen kam für CDU/CSU nur eine Vierer-Koalition in Betracht. Genauso wie es dem Wunsch der „Grauen Herren“ im Hintergrund entsprach. Die AfD – noch heute überzeugt, ihre Aufgabe sei die Rettung der Republik – war nichts weiter als das trojanische Pferd der Strippenzieher. CDU/CSU mussten mit SPD und Grünen ins Koalitions-Bett steigen. Genau dies entsprach den Zielen der „Grauen Herren“ im Hintergrund.
Erst nach annähernd zwei Monaten stand die Koalition. Das wichtigste Verhandlungsergebnis betraf den Umfang der Bankenrettung. Für die deutschen Sparer gab es nichts zu lachen. Der Euro wurde noch einmal gerettet – zu einem Wahnsinnspreis. Die Marktzinsen der deutschen Staatsanleihen stiegen je nach Laufzeit auf 6 bzw. 7 Prozent.

Finanzminister Jürgen Trittin spricht bereits davon, die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 27 Prozent sei angesichts der Zinsentwicklung alternativlos. „Alternativlos“ gehört zum Standartsprachrepertoire der neuen Regierung. Alternativlos ist die drastische Rentenkürzung, alternativlos der Zuschlag auf die Strompreise, alternativlos die Pkw-Maut, alternativlos der Soli zur Konjunkturbelebung, alternativlos die nochmalige Vermögensabgabe für die Rettung der Bad-Banks.

Alternativlos ist auch die Urne für den Wohlfahrtsstaat. Die Bundeswehr hat 30 Sicherungskompanien gestellt, um den inneren Frieden zu schützen. Dass es dennoch in Stadtvierteln mit sozialen Brennpunkten zu Ausschreitungen, brennenden Autos und berstenden Schaufenstern kommt, liegt an der unzulänglichen Vorbereitung der Truppe auf ihre neue Aufgabe. Trösten wir uns, die Menschen wachsen bekanntlich an ihren Aufgaben, auch die Soldaten der Sicherungskompanie unserer Region.

Die Bundeskanzlerin hält in wenigen Stunden ihre Neujahrsansprache. Sie wird uns Mut machen und Mut abfordern für das Neue Jahr, damit wir gestärkt aus der Krise hervorgehen. Die Aktienmärkte sollen zu neuem Schwung ansetzen, alternativlos – der Euro allzumal und der Goldpreis soll wieder in den Keller, alternativlos – daran sollen wir glauben. Manchmal versetzt der Glaube bekanntlich Berge – wenn die Berge nicht zu groß sind.

Quelle: saarbruecker

12 Antworten to “Zeitsprung ans Jahresende 2013”

  1. nicht von Bedeutung said

    Von alledem wird nichts passieren.
    Warum?
    Weil es noch ein Ereignis geben wird, das niemand geplant oder vorausgesehen hat und die Menschheit etwas offenbart, was sonst nur als Fiktion durchgegangen wäre…

    Nur eines ist sicher.
    Ein Weltfinanzsystem wird es auf jeden Fall nicht mehr geben- im Gegenteil-die Initiatoren des ablaufenden Systems werden weltweit gejagd werden.

  2. pedrobergerac said

    Es kann aber noch viel heftiger kommen
    http://www.krisen-info-netzwerk.com/downloads/Was_erwartet_uns-Eine_Reise_durch_die_Zeit.pdf

  3. Christian Schreiber said

    Der 3.WK ist leider von der (sechssternigen) Machtelite schon lange geplant. Ob wir das wahr haben wollen, oder nicht, macht dabei keinen Unterschied! Noch haben ,,Die“ das Geld und damit die Macht, zu tun, was ,,Sie“ wollen! Und das tun sie!
    Es wird Zeit, daß wir deutsche uns auf unseren Staat Deutsches Reich beziehen, weil wir mit diesem Staat eine Friedensvertrag abschließen können. Diese BRD darf sich ruhig in der Auflösungsphase befinden, denn dieses Gebilde und ihre Mitarbeiter haben uns über 60 Jahre lang belogen und betrogen und ohne Rechtsgrundlage ausgelutscht und unsere Vitalinteressen verraten! Ja sie wollten uns unsere Zukunft unmöglich machen!?! Dafür wäre nach dem Recht nur noch das ,,Standrecht“ angemessen!
    Aber wir sind auch auf dem Weg in die ,,Neue Zeit“ , eine Zeit, in der Mensch wieder Mensch sein darf!
    Auch die Wahrnehmung der Endzeit bedeutet nicht nur Ende von etwas, sondern auch Neuanfang von etwas Neuem! Laßt es uns großartig werden lassen, es liegt auch an uns selbst! Das dürfen wir nicht vergessen!
    Jeder kann was dazu beitragen: Z.B. züchtet Bienen, wie die einheimische ,,Apis mellifera mellifera“, die ,,Dunkle Honigbiene“, und oder pflanzt in Eure Gärten nektarreiche und pollenreiche Wildblumen, nachzulesen unter
    http://www.die-honigmacher.de/kurs2/kalender.html?PHPSESSID=865a21cdff8590454a60dfbb30da64e4 !!!!
    Klärt andere Menschen auf, so, daß sie die Inhalte, welche wir in vielen Jahren zusammengetragen haben, in wenigen Minuten im Überblick verstehen können, denn das ist brutal schwer, also kommt es genau darauf an!
    Züchtet alte Gemüse- und Obstsorten und -arten, genau die, welche die EU verbieten will, denn diese werden uns dann ernähren müssen und nur so schnappt die Abhängigkeitsfalle von Monsanto und Syngenta nicht zu! Das ist also ein unendlich ergiebiges Betätigungsfeld! Also ran und viel Spaß.

  4. Simone 23_2 said

    SPANNEND.

    BESTES BUCH:

    http://www.amazon.de/Der-größte-Raubzug-Geschichte-Fleißigen/dp/382882949X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1370029066&sr=8-1&keywords=der+größte+raubzug

  5. Umlandt Gerhard said


    Es kam dann doch anders …
    Gerade als die Bundeskanzlerin die Rede
    beginnen wollte, hörte man einen lauten Knall,
    das Bild wurde ausgeblendet und statt dessen
    der Schriftzug „wir bedauern … “ gezeigt.
    Danach Walrösser am Strand, unterlegt mit
    pseudoklassischer Musik.
    In ausländischen Radiosendern – nicht in
    deutschen! – wird gerade berichtet, daß in
    Deutschland der Bürgerkrieg begonnen haben
    soll.
    An der arg gebeutelten Börse, über die im
    Ausland noch berichtet wird, gibt es einen
    neuen „skyrocketing“ Gewinner: die Aktie der
    deutschen Volks-Guillotine GmbH&CoKG.
    Was will man mehr. Gute Gewinnaussichten
    also für jene Anleger, die wieder das richtige
    Näschen hatten.
    Und damit zurück zum Wohlfahrtsausschuß.

  6. […] viaZeitsprung ans Jahresende 2013 « krisenfrei. […]

  7. egon knoll said

    WK III wäre doch eine feine Sache.
    Schaut die viel zu vielen Arschlöcher auf unserem schönen Planeten.
    Ich forde deshalb:
    Weg mit den ganzen Arschgeigen!
    Egal wie.

  8. Schönredner said

    …ließt sich wie eine Rede vom Bundesgauck(ler), alles noch beschönigt.

    Wenn die Bürger die Realitäten lesen würden, dann würde sogar der Bundesmichel aufwachen. Das darf nicht passieren, denn alles ist / wird gut. Pech gehabt.

  9. Das Orakel said

    Nicht ganz. Die Amerikaner halten sich aus diesem Krieg natürlich raus. Wie leicht wird man argumentieren können, dass plötzlich „das Geld für Krieg fehlt“ muahhh. Oder dass sich dafür keine Unterstützung in der Bevölkerung findet (als ob das jemals interessiert hätte). Die Amerikaner haben die Pulverfässer im Nahen Osten/Nordafrika strategisch motiviert angezündet, werden dann aber unendlich weit vom Kriegsgeschehen entfernt sein, wenn es los geht. Die Russen, vor Allem aber die Europäer dürfen sich dann mit den wütenden Ländern das Nahen Ostens gegenseitig eins auf die Mütze hauen. Man darf nun mutmaßen, wer der lachende Dritte sein wird und sich auf diese Weise vom weltweiten Machtverlust aus wirtschaflichen Verfallserscheinungen heraus retten möchte, indem er dafür Sorge trägt, dass sich der Rest der Welt einfach gegenseitig abschlachten wird. Ein sehr simpler Plan und sehr leicht zu durchschauen.

  10. malocher said

    So wie sich das liest befindet sich die Bundesrepublik im Endstadium
    der Auflösung.

  11. Cato said

    Da wurde vergessen zu erwähnen daß sich der Nahe Osten seit September im totalen
    Krieg befindet, Russen und Amerikaner stehen an den jeweiligen Fronten, die Nato
    bereitet sich auf den Einsatz ab Jan. 14 vor, die Energiepreise haben sich verdreifacht, es ist mit einem WK 3 zu rechnen!

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