krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 4. Mai 2013

Anleitung zur Geldanlage in unruhigen Zeiten

Posted by krisenfrei - 04/05/2013

von Manfred Gburek

Seit Monaten geistern einige fragwürdige Argumente durch die Medien. Etwa so: Die amerikanische Wirtschaft erholt sich schneller als erwartet. Folglich seien steigende Zinsen nur noch eine Frage der Zeit, womit die Attraktivität des zinslosen Goldes abnehme. Oder so: Die amerikanischen Aktienkurse eilen von Rekord zu Rekord. Das ist ein Zeichen dafür, dass Anleger Vertrauen in die Wirtschaft fassen, und impliziert, dass Gold als Krisenmetall die besten Zeiten hinter sich hat. Oder so: Der Goldpreis ist zuletzt stark gefallen. Das deutet darauf hin, dass wir uns um die Inflation keine Sorgen zu machen brauchen, denn der Goldpreis ist ein Inflationsindikator.

Das erste Argument stammt sinngemäß unter anderem von der US-Investmentbank Goldman Sachs aus diesem Februar. Steigende Zinsen mögen ja alles auslösen, was die Phantasie hergibt, aber weniger Attraktivität des zinslosen Goldes? Drehen wir den Spieß doch einfach um: Falls die Zinsen steigen, fallen die Kurse der bereits emittierten Anleihen und später wahrscheinlich auch die Aktienkurse. Eine der Folgen dürfte dann das dadurch ausgelöste Chaos an den Finanzmärkten sein, denn für die seit Jahren an sehr großzügige Geldspritzen gewöhnten Amerikaner würde der Zinsanstieg einen Schock auslösen. Gold als sicherer Hafen könnte in diesem Fall durchaus an Attraktivität gewinnen.
Das zweite Argument geht davon aus, dass steigende Aktienkurse und Goldpreise Gegensätze bilden. Das ist zeitweise sicher der Fall, gilt jedoch nicht immer, besonders nicht seit der Jahrtausendwende. So stiegen die Aktienkurse weltweit von 2003 bis 2007, während der Goldpreis, der seinen Anstieg 2001 begonnen hatte, von 2003 bis 2007 weiter anzog. 2008/09 ging es dann mit Aktien und Gold im Zuge der internationalen Finanzkrise gemeinsam abwärts.

Das dritte Argument besticht durch seine Einfachheit. Doch genau die ist hier fehl am Platz, weil es sich bei der Inflation um ein komplexes Gebilde handelt: Ausweitung der Geldmenge, Asset Inflation (Anstieg der Aktien- und Anleihenkurse, der Immobilien- und Edelmetallpreise usw.), steigende Verbraucherpreise, Lohn-Preis-Spirale, gefühlte Inflation und Inflationserwartungen – um nur die wichtigsten Punkte zu nennen. Gold als Indikator für welche von diesen Spielarten der Inflation? Diese Frage lässt sich kaum schlüssig beantworten.

Eines steht allerdings fest: „Wenn Zentralbanken anfangen, Schulden zu kaufen, werden sie irgendwo auf diesem Weg Inflation produzieren.“ Dieser Satz stammt von der angesehenen Harvard-Volkswirtin Carmen Reinhart aus einem Spiegel-Interview vom 8. April. Der Schuldenkauf durch die US-Notenbank ist ja schon in vollem Gang. Die Bank von Japan befindet sich gerade auf dem Weg, ihr amerikanisches Vorbild zu übertrumpfen. Und der Europäischen Zentralbank wird nichts anderes übrig bleiben, als ihre Versuche in diese Richtung verstärkt fortzusetzen. Oder wie der erfahrene Vermögensverwalter Jens Ehrhardt in einem Interview für boerse.ARD.de behauptet: „Wenn die EZB den Euro weiter erhalten will, muss sie schwere Geschütze auffahren. Sie muss massiv Geld drucken, genauso wie die Fed in den USA.“
Wie ich hier vor drei Wochen darzulegen versucht habe, betreten die Zentralbanken damit Neuland. Das heißt, sie setzen schwere Geschütze ein in der Hoffnung, dass niemand von einem Querschläger getroffen wird und dass sie das Feuer zur richtigen Zeit wieder einstellen. Wie Letzteres geschehen soll, ob unter Führung der USA, in einer fein abgestimmten Gemeinschaftsaktion der großen Zentralbanken oder jede von ihnen für sich, steht heute ebenso wenig fest wie das Ausmaß der Kollateralschäden, etwa Kursstürze, Kapitalverkehrskontrollen oder sogar Währungskriege.
Dass man sich als Anleger davor schützen muss, indem man auf verschiedene Anlagen mit dem Schwerpunkt auf Sachwerten setzt, zieht sich ja seit vielen Monaten wie ein roter Faden durch meine Kolumnen. Trotzdem möchte ich dieses Thema heute noch einmal von einer anderen, eher grundsätzlichen Seite aufgreifen, denn die Anlagen haben verschiedene Eigenschaften. Das heißt, ihr Preisniveau, ihre Chancen und Risiken, ihre Liquidierbarkeit und – aus aktuellem Anlass von besonderer Bedeutung – ihr Schutz vor den Eingriffen des Staats unterscheiden sich gewaltig. Dazu drei Beispiele:
Gold, zum Teil auch Silber, übt nach wie vor seine Funktion als sicherer Hafen bzw. als ultimativer Schutz vor der Geldentwertung aus, vorausgesetzt, Sie verwahren es in Ihrem heimischen Safe oder an einer sonstigen sicheren Stelle. Gold- und Silberaktien gehören einerseits der Edelmetall-, andererseits der Aktienkategorie an: Die Erschließung von Minen erfordert Investitionen ähnlich wie der Bau von Autos oder der Betrieb von Kraftwerken. Die Erträge der Gold- und Silberunternehmen hängen von den Preisen der Edelmetalle ab; und im Gegensatz zu Auto- oder Stromkonzernen, die weitgehend ihre eigene Preispolitik betreiben, sind Minen auf die Marktpreise angewiesen. Nicht zuletzt daraus ergeben sich die starken Kursschwankungen ihrer Aktien.

Zum Thema Aktien generell ist aus aktuellem Anlass zu sagen: Die ständigen Aussagen über ihre Alternativlosigkeit gehen mir auf die Nerven, zumal dann, wenn die im Vergleich zu anderen Anlagen hohe Dividendenrendite hervorgekehrt wird. Aktien sind wunderbare Anlagen, wenn man sie zu niedrigen Kursen kauft und zu hohen wieder verkauft. Ihre leichte Liquidierbarkeit unterscheidet sie wohltuend von Immobilien, und die Spekulation mit Aktien kann unter den genannten Voraussetzungen viel Spaß machen. Doch wehe, wenn man auf die falschen setzt oder wenn das Timing einfach nicht stimmen will, was ja recht häufig vorkommt – dann kann es regelmäßig zu Gefühlswallungen kommen. Wer sich daran nicht stört und Anlagefehler auf dem Konto Erfahrung verbucht, kann im Lauf der Jahre zu einem erfolgreichen Spekulanten heranreifen. Dividenden sind dann quasi nur noch wie Boni, die man nebenbei gern mitnimmt.

Immobilien mit dem Schwerpunkt Wohnen gelten unter recht vielen Anlegern seit etwa zwei Jahren als wahre Wunderanlagen: Mietrenditen zwischen 4 und 6 Prozent, obendrein Preisanstieg, und wenn man Makler reden hört, ist der Inflationsschutz offenbar automatisch eingebaut. Gegenargumente fallen da nicht schwer: Mietrenditen zerbröseln nicht nur mit Reparaturen, Mietminderungen und Mieterwechseln, sondern auch mit der Entfernung zum nächsten Ballungsgebiet. Der Preisanstieg findet vor allem in Metropolen, Universitäts- und sonstigen interessanten Städten statt; für den Inflationsschutz gilt im Prinzip dasselbe. Immobilien für den Eigenbedarf kommen zwar infrage, aber auch für sie fallen Reparaturen an, und ihr Standort ist ebenfalls ein wichtiger Wertfaktor. Eines verbindet alle Immobilien: Sie lassen sich im Gegensatz zu Edelmetallen und Aktien nicht mal eben liquidieren.

Fazit: Legen Sie Ihr Geld nach den hier genannten Kriterien an, planen Sie den Einsatz abgestimmt auf Ihre ganz persönlichen  Bedürfnisse – und lassen Sie sich nicht nervös machen, wenn irgendwelche finsteren  Mächte den Goldpreis zu Fall zu bringen versuchen, denn es wird ihnen nicht auf Dauer gelingen.

Quelle: gburek

 

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«Big brother is watching you»

Posted by krisenfrei - 04/05/2013

Schlecht getarnter Freiheits-Verrat

Von Ulrich Schlüer, Chefredaktor «Schweizerzeit»

Wer guten Gewissens sei, könne doch ernsthaft nichts dagegen haben, wenn seine Hausbank alle Informationen über seine Vermögens-Anlagen, -Veränderungen und -Bewegungen automatisch direkt der Steuerver-waltung melde.

So begründete her mistress‘ voice, Nationalrat Martin Landolt in seiner Rolle als Windfahne der Finanzministerin in der TV-Arena die Unbedenklichkeit der automatischen Datenübermittlung der Banken an die Steuerämter über alle Vermögensangelegenheiten ihrer Kunden.

Freiheits-Zersetzung

Eine gar wohlfeile Begründung für die Preisgabe der Freiheit, auch dem Steueramt gegenüber als selbständiger, freier, Verantwortung wahrnehmender Bürger persönlich Rechenschaft abzulegen über Vermögens- und Einkommensverhältnisse als Basis der darauf abgestützten Besteuerung.

Mit gleicher Argumentation könnte man auch postulieren, dass jeder, der «guten Gewissens» durch den Alltag geht, doch gewiss nichts dagegen haben könne, dass sein Tun und Lassen – aus «Sicherheitsgründen» – laufend per Chip einer zentralen staatlichen Meldestelle übermittelt wird. Denn wer «guten Gewissens» sei, müsse doch nicht verbergen, wo er sich befindet, wohin er sich begibt, mit wem er sich trifft, mit wem er gesellschaftlichen, freundschaftlichen, geschäftlichen oder anderen Umgang pflegt.

Auf Freiheit angewiesen wäre gemäss solcher Argumentation bloss noch, wer ein schlechtes Gewissen hat. Wer hinterzieht, wer Böses im Schilde führt. Perfider kann man Freiheit wohl kaum diffamieren: Wer noch Freiheit für sich verlangt, führt von Anfang an Verdächtiges im Schild. Nur wer Unnennbares oder Unrechtes zu verbergen habe, sei auf Freiheit noch angewiesen – womit Freiheit pauschal der Sphäre zweifelhafter, deshalb geheimzuhaltender Machenschaften zugewiesen wird.

«1984»

George Orwells Prophetie, in seinem berühmten Buch für «1984» vorausgesagt, scheint mit dreissig Jahren Verspätung beklemmende Wirklichkeit zu werden: Der vollumfänglich datenerfasste «Bürger» am Gängelband vierundzwanzigstündiger Vollüberwachung jeden Tag, ausgeübt durch eine nicht mehr greifbare Funktionärskaste. Wer über die Server verfügt, gelangt zu Allmacht über die Menschen. Im Datenklau zu Lasten aller Vermögenden wird Orwells Albtraum Wirklichkeit.

Der gute Mensch: Das ist der Köder, der dem Einzelnen, der sich auf sein gutes Gewissen beruft, zugeworfen wird, auf dass er sich knechten lasse und der Datenüberwachung rund um die Uhr ausliefere. Knechten von jenen, die ihre Staatshaushalte in den Ruin geführt, die ihre Staatskassen, ihre Bürger und ihre Steuerzahler ausgeplündert haben, die die «Stabilitätsverträge», die privates Vermögen hätten schützen sollen, ruchlos gebrochen haben und weiter brechen. Indem sie, zur «Rettung Zyperns», unter Bruch allen geltenden Rechts direkt auf die Vermögen von Eigentümern zugegriffen haben, haben sie der gesamten Menschheit vorgeführt, wie sich «automatischer Datenaustausch» für die Mächtigen nutzbar machen lässt.

Plünderung ist das Ziel

Die Schweiz konnte sich dank der unmittelbaren Bürgermitbestimmung in der direkten Demokratie der masslosen Überschuldung entziehen; sie steht heute also besser da als die rettungslos Überschuldeten.

Das lockt die Plünderer an den Machthebeln ihrer überschuldeten Staaten. Noch gibt es hierzulande Politiker, die uns treuherzig auffordern, die Schweiz müsse sich bloss frühzeitig in die Diskussion um den ohnehin kommenden automatischen Informationsaustausch «einbringen», dann gelänge es ihr gewiss, dessen «Regeln» bürgerfreundlich auszugestalten. Also wären die Plünderer an Regeln und am Recht interessiert. Sie wollen – Regeln hin oder her – an unser Geld. Sie wollen, nachdem sie ihre eigenen Staaten ausgeplündert haben, auch die Schweiz plündern.

Die Schweiz hat Deutschland einen Vertrag angeboten. Die deutsche Regierung hat ihn akzeptiert. Er wurde von beiden Regierungen unterzeichnet. Allerdings konnte Deutschlands Regierung den Vertrag im Bundestag gegen links-grüne und andere Opposition nicht durchbringen. Was macht die Schweiz? Es gelingt ihr sogar, fast einen ganzen Tag lang so zu tun, als würde sie auf ihrem, von der deutschen Regierung schliesslich akzeptierten Standpunkt beharren. Doch schon einen Tag später fängt sie an, einzuknicken. Und jetzt vermeldet sie Deutschland untertänigst «Kompromissbereitschaft». Was machen Deutschlands Plünderer? Sie triumphieren: Die Schweiz sei, wenn man sie nur gehörig in den Schwitzkasten nehme, mit Sicherheit kleinzukriegen – und fügen gleich an, dass der staatlich finanzierte Datenklau selbstverständlich weitergehe…

Macht – nackte, unverblümte Macht regiert. Die Macht der Stärkeren, die jeden Schwächeren zu überfahren bereit sind.

Von Lenin nichts gelernt?

Es gab, als der totalitäre Sozialismus mit seiner kommunistischen Ideologie weite Teile der Welt noch in Angst und Schrecken versetzte, die Kategorie der von keinem Geringeren als von Lenin als «nützliche Idioten» Bezeichneten. Naive Zudiener, denen Lenin schmeichelte, solange sie ihm Nutzen brachten, die er verspottete und fallen liess, wenn nichts mehr von ihnen zu erwarten war. Gleiche Freiheits-Totengräberei betreibt jetzt Dienstbote Martin Landolt unter der Fuchtel seiner Chefin Eveline Widmer-Schlumpf. Beide tun so, als besässen sie das Monopol über das gute Gewissen – und sind doch nichts anderes als Begräbnishelfer bei der Beerdigung der persönlichen Freiheit.

Die Alternative

Es gäbe eine freiheitliche Alternative zum totalitär geforderten automatischen Informationsaustausch über die Vermögen eines jeden Einzelnen, auf dass der Staat jederzeit weiss, wo er zugreifen kann, wenn er zugreifen will.

Die Alternative heisst: Abschied vom elektronisch geführten Bankkonto. Es gibt kein Gesetz, das verlangt, dass sämtliche Bankkonten, weil elektronisch geführt, über US-Server laufen müssen, wie das heute der Fall ist. Wenn, wie es sich je länger, desto beängstigender erweist, die elektronisch geführten Konten ungezügeltem Zugriff durch Plünderer in Funktionärsgestalt ausgesetzt sind, so kann nichts und niemand einen Bankkunden daran hindern, von seiner Bank zu verlangen, dass sein persönliches Konto «von Hand» zu führen sei.

Mag sein, dass die Gebühren für solche Form der Kontoführung höher sind als für elektronisch geführte Konten. Dafür sind die von Hand geführten Konten, weil nicht über US-Server laufend, sicher vor dem Zugriff sogenannter Staatsfunktionäre, die sich mehr und mehr als ruchlose Plünderer der Vermögen aller noch über Eigentum verfügenden Bürger entpuppen.

Ulrich Schlüer

Quelle: schweizerzeit

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