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Archive for 20. April 2013

Zwangsräumung: „Mord durch die Staatsgewalt“ ?

Posted by krisenfrei - 20/04/2013

67-jährige Berlinerin stirbt nach Zwangsräumung

Die 67 Jahre alte Rosemarie F., deren Wohnung an der Aroser Allee in Reinickendorf am 9. April zwangsgeräumt wurde, ist zwei Tage nach der Räumung in einer Notunterkunft verstorben. Die Räumung wurde durchgeführt, obwohl sich die Frau in einem sehr schlechten Gesundheitszustand befand.

Die Mieterin war 6 Monate in Mietrückstand gewesen, offenbar war sie nicht mehr in der Lage gewesen, ihre finanziellen Angelegenheiten zu regeln und hatte Schreiben von Vermieterin und Stadt nicht beantwortet. Die Vermieterin bestand in Folge trotz einer bestehenden Mietübernahmeerklärung des Sozialamtes auf Herausgabe der Wohnung. Mehrer Personen hatten ebefalls erklärt, den Mietrückstand zu begleichen.

„Das ist Mord durch die Staatsgewalt“

Das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ hatte die Polizei von einer ersten Räumung abhalten können, die zweite wurde jedoch vollstreckt, wodurch Rosemarie F. plötzlich obdachlos war. Eine WG nahm sie auf, dann kam sie in der Initiative „Kälte Nothilfe“ unter, wo sie verstarb. Der Initiator der Einrichtung, Zoltan Dominic Grasshoff erhebt schwere Vorwürfe gegen den Staat und bezeichnete den Tod als „Mord durch die Staatsgewalt“, da abzusehen gewesen sei, dass die Frau die Räumung nicht überleben würde.

Trauermarsch gewaltsam zerschlagen

Eine Trauerdemonstration für die Verstorbene wurde am 12.04 durch die Polizei gewaltsam beendet, wobei ein Demonstrant ohne erkennbaren Grund bewusstlos geschlagen wurde. Die Demonstration war angemeldet und friedlich. Das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ kommentierte:

„Wir fragen uns, wie sinnvoll es noch ist, eine Demonstration anzumelden, wenn sie sowieso von der Polizei zerschlagen wird? Für uns stellt sich der Übergriff der Polizei als eine gewollte Eskalation dar – mit dem Ziel der Kriminalisierung berechtigter Proteste gegen die Entwicklung des Immobilienmarktes und die menschenverachtende, organisierte Verdrängung durch Zwangsräumungen.“

Hintergrund sind die drastisch steigenden Mieten und die steigende Zahl der Zwangsräumungen in Berlin. Das Bündnis hatte es wiederholt geschafft, Nachbarschaften zu mobilisieren, die sich mit von der Räumung bedrohten Menschen solidarisieren und friedlich zu verhindern, dass die Gerichtsvollzieher Zugang zu den betreffenden Wohnungen bekamen.

Der Initiator der Kältehilfe hat sich nach dem Tod von Rosemarie F. mit bedrückenden youtube-Videos zu Hilfe gemeldet, in denen er die Bevölkerung auffordert, aufzuwachen, „bevor es zu spät ist“. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis Zustände wir in Griechenland und Spanien drohten, jetzt sei noch Zeit zu handeln.

Quelle: sein 

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Unsere verlogene korrupte Justiz sollte sich ein Beispiel an spanischen Richtern nehmen.
Zu unserem Justizsystem lesen Sie unbedingt dies hier:

Grundgesetz und Verfassung sind dringend reformbedürftig

 

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Augen, die mich interessieren…

Posted by krisenfrei - 20/04/2013

von Susanne Kablitz

„Es ist Temperamentsache, wie man in Erkenntnis einer unabwendbaren Katastrophe lebt. Im Gymnasium hatte ich, dem alten Humanistenbrauche folgend, einen Vers Vergils zu meiner Devise erwählt: Tu ne cede malis sed contra audentior ito. [Weiche dem Unglück nicht, sondern trete ihm unverzagt entgegen.]… Ich wollte auch jetzt den Mut nicht sinken lassen. Ich wollte alles das versuchen, was der Nationalökonom versuchen kann. Ich wollte nicht müde werden zu sagen, was ich für richtig hielt. So beschloss ich, ein Buch über den Sozialismus zu schreiben. Ich hatte schon vor dem Kriege diesen Plan erwogen; nun wollte ich ihn ausführen.“

(Ludwig von Mises: “Erinnerungen”, 1978, S. 43)

Wie muss es einem Mann ergangen sein, der zwischen seinem 33. – 64. Lebensjahr (1914 – 1945) eine endlose Abfolge von Katastrophen erlebt hat? Wie muss er sich gefühlt haben, als er gemerkt hat, wie wenig er ausrichten kann bei diesem mehrfachen Wahnsinn, der die Welt in diesen Jahren befallen hat? Was würde er zu unseren heutigen Verwerfungen sagen? Ich glaube, seine Worte wären: “ Ihr werdet es gewusst haben…!“

Viele Denker, die im Sinne der „Österreichischen Schule“ publizieren, neigen dazu, einen zuweilen rauen, fast schon aggressiven Ton anzuwenden und in ihrer Wortwahl fast nie „politisch korrekt“ zu sein. Das war schon immer so und ich hoffe, es wird auch in der Zukunft so bleiben. Eine sorgfältig durchdachte (im Sinne des „Nicht- Anecken-Wollens“) und deswegen weichspülermäßig vorgebrachte Meinungsäußerung ist in unserer heutigen Gesellschaft ein Ausdruck von Benehmen und hohem Niveau. Wer sich mit markigen Worten, die an den Grundfesten des Mainstreams rütteln, Gehör verschafft, gilt eher als ungehobelt und wenig gebildet.

Ludwig von Mises, Murray Newton Rothbard und Roland Baader, die ich hier stellvertretend benennen möchte, würden sich bei einer solchen Beschreibung verschmitzt ins Fäustchen lachen und sich wieder einmal klar werden dürfen, wie begrenzt der menschliche Geist in unserer angeblich so aufgeklärten Welt doch genutzt wird.

Alle Männer, leider waren es fast nur Männer, die sich für Bewusstseinserweiterungen stark machten, sind im Laufe ihres Lebens nicht zur zuweilen verzweifelt. Mich wundert dies nicht, ist es doch erstaunliche und immer beunruhigendere Realität, mit welcher Arroganz und Borniertheit wir die Dinge ignorieren, die uns in immer kürzeren Abständen mit immer größerer Selbstverständlichkeit präsentiert werden.

Unserer ehemaliger Bundeskanzler, Helmut Kohl bestätigt, dass er den Euro „diktatorisch“ eingeführt hat, „sein Mädchen“ Angela Merkel trägt einen beständig und verlässlich vollkommen gleich bleibenden Gesichtsausdruck vor sich her, auch wenn die Welt um sie herum zittert wie ein geschüttelter Wackelpudding. Nun ist es aber nicht so, dass wir das als Ärgernis ansehen oder gar als Desinteresse an unserem Wohlbefinden, nein, wir interpretieren dies als Qualitätsmerkmal.

“Angela Merkel ist die größte Garantie, dass der Euro überlebt” und  auch schön: “Der Euro wird überleben. Und das wird in erster Linie der Verdienst von Angela Merkel und unserem Finanzminister sein. Sie betreiben eine sensationelle Politik.” Bei Bayern-Präsident Uli Hoeneß, der ein echter Fan von Angela Merkel ist, mag man nun einwenden, dass der Mann zwar seinen Club im Griff hat, aber ansonsten eben nicht unbedingt für qualitativ hochwertige Kommentare zur Politik in Deutschland bekannt ist. So weit – so gut! Das Problem ist nur, dass dieser Mann stellvertretend für Millionen von Menschen steht, die genau die gleiche Ansicht vertreten.

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Was jetzt den Goldpreis bewegt

Posted by krisenfrei - 20/04/2013

von Manfred Gburek, 19. April 2013

Am Freitag fand ich auf der Internetseite faz.net einen Beitrag des technischen Analysten Wieland Staud von Staud Research mit dem Titel „Der Goldpreis wird weiter fallen“. Die Begründung: „Die Dynamik nach unten ist deutlich größer als die nach oben, richtig wichtige Unterstützungen wie die bei 1540 Dollar werden ohne viel Federlesen pulverisiert, und last, but not least zieht sich ein Aufwärtstrend nach dem anderen in die ewigen Jagdgründe zurück.“ Dazu das Fazit für die nächsten Monate: „Mein neues Kursziel lautet ab sofort auf Kurse zwischen 1160 Dollar und 990 Dollar.“

Falls Sie Gold besitzen, sollten Sie jetzt nicht in Angst und Schrecken verfallen, sondern erst die folgende Prognose desselben Autors in der November/Dezember-Ausgabe 2012 des Anlage-Magazins der Deutschen Bank lesen: „Der Goldchart ist im Sommer aus einem den Aufwärtstrend bestätigenden ‚Dreieck‘ ausgebrochen. Er wird diesen Weg fortrsetzen. Nach der Überwindung des erreichten Widerstands bei 1790 Dollar stehen Kurse um 1900 Dollar auf der Tagesordnung. Wahrscheinlich wird aber auch das noch nicht das Ende sein.“

Die extreme Bandbreite des Goldpreises zwischen der Prognose von 990 Dollar aus faz.net vom Freitag und 1900 Dollar aus dem Anlage-Magazin der Deutschen Bank nur wenige Monate zuvor verdeutlicht einmal mehr, wie problematisch die technische Analyse ist, wenn sie sich mit einem dafür untauglichen Objekt beschäftigt, wie in diesem Fall mit dem Gold. Dessen Preis dürfte vor einer Woche schlichtweg aufgrund einer Mischung aus massiven Gewinnmitnahmen, Stoploss-Aufträgen, Fehlspekulationen, Margin calls, Zwangsverkäufen und Manipulationen gefallen sein. Seine anschließende Erholung ist wohl in erster Linie auf Käufe von Schnäppchenjägern zurückzuführen.

Dass von denen die meisten aus Asien stammen, dafür gibt es viele Anhaltspunkte. Dazu hier nur so viel: Allein die chinesischen Goldeinfuhren über Hongkong beliefen sich 2012, also sogar schon lange vor dem jüngsten Preissturz, auf 835 Tonnen, wie einer von Jan Kneist für goldseiten.de zitierten Studie zu entnehmen ist. Zum Vergleich: Die offiziellen Goldreserven Chinas machen laut World Gold Council 1054 Tonnen aus, also gar nicht so viel mehr, die Goldreserven Japans liegen mit 765 Tonnen sogar unter den Hongkong-Einfuhren eines einzigen Jahres.

Was diese betrifft, kommt Kneist zu einem interessanten Fazit: „Rechnet man dazu noch die großen indischen Importe von 200 bis 300 Tonnen pro Quartal sowie einige Zentralbankkäufe, dann wird klar, dass allein damit fast die weltweite Minenproduktion absorbiert wird.“ Wobei die großen Edelmetallkonzerne – die meisten mittleren und kleinen sowieso – aufgrund des Goldpreisrückgangs in naher Zukunft noch weniger als bisher geneigt sein werden, neue Minen zu erschließen.

Lässt man das alles Revue passieren, drängen sich gleich mehrere Fragen auf: Wenn schon die hier erwähnten fundamentalen Faktoren so positiv sind, woher haben dann die Anti-Gold-Spekulanten zuletzt den Mut genommen, an nur zwei Tagen erfolgreich gegen das Edelmetall zu spekulieren? Inwiefern haben ihnen technische Faktoren, wie Stoploss-Aufträge und Zwangsverkäufe, dabei geholfen? Wer oder welche Institution hat diese verursacht? Wie viel Manipulation ist im Spiel? Haben große amerikanische Investmentbanken zugunsten des Dollars vaterländisch interveniert, indem sie beim Gold, das als Anti-Dollar gilt, genau zu einem für sie günstigen, durch negative Goldpreisprognosen mit beeinflussten Zeitpunkt short gegangen sind? Ist der Goldmarkt jetzt bereinigt, oder kommt es zu einer weiteren Verkaufswelle?

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Warum Reiche immer reicher werden und Arme arm bleiben

Posted by krisenfrei - 20/04/2013

von Wolfgang Prabel

Ein entwickelter Verteilungsstaat funktioniert wie eine Sektpyramide. Bei dieser steht oben ein einziges Glas, nach unten werden es in jeder Ebene immer mehr Gläser. In das oberste Glas wird eingegossen, wenn es überläuft, bekommen die vier Gläser darunter was ab. Wenn diese überlaufen, ergießt sich Sekt in die 16 Gläser darunter, erst wenn diese voll sind, geht es ab in die untersten Ebenen.

Foto: Gläser am Buffet / Rainer Sturm  / pixelio.de

Foto: Gläser am Buffet / Rainer Sturm / pixelio.de

Wer sein Glas oben in der Pyramide postiert hat, wer den austeilenden Beamten am nächsten steht, bekommt zuerst etwas ab und am meisten. Eine von Politikern errichtete Subventionspyramide ist fast immer schief gebaut. Dadurch bekommen in den untersten Ebenen, die eh später dran sind, nicht alle was ab, während in anderen Gläsern derselben Ebene ständig frisches Manna durchläuft. Ich will das mal an einem Beispiel erläutern.

Da war die deutsche Abwrackprämie von 2009. Es wurden von Januar bis September 5 Milliarden € ausgereicht. Es gab Ungleichbehandlung sowohl auf der Seite der Autokäufer als auch auf der der Fahrzeughersteller. Wer zufällig vor 2009 einen Kleinwagen gekauft hatte, konnte die Subvention nicht sinnvoll nutzen, wer dagegen eine bevorstehende Scheidung mit seinem schrottreifen Wagen vor dem TÜV hatte, bekam eine Subvention. Mit derselben Vorstellung von Verteilungsgerechtigkeit kann man den Leuten auch Lotto empfehlen. Die Autohersteller profitierten ebenfalls sehr ungleichmäßig. Die Gewinner der Abwrackprämie waren Neuwagen aus der Klasse der Minis und Kleinwagen. Im Vergleich zu 2008 wurden im Jahr der Abwrackprämie 126,9 Prozent mehr Minis und 77,5 Prozent mehr Kleinwagen zugelassen. Die Hersteller von Kleinwagen hatten in der Sektpyramide die oberen Plätze, das Premium-Segment der deutschen Autoindustrie hatte die Gläser ganz unten stehen und die Pyramide stand so schief, daß man in deren Gläsern Staub wischen konnte.

Durch Bestellungen der Kleinwagenhersteller bei anderen Firmen und durch Lohnzahlungen an ihre Mitarbeiter lief Fördergeld-Manna in die darunterstehenden Gläser. Es waren Handelsbetriebe, bei denen die Mitarbeiter einkaufen, und wiederum die Firmen, welche diese Händler beliefern und deren Mitarbeiter, die etwas abbekamen. Letztere kauften irgendetwas von Anbietern, die ihre Gläser eine Etage tiefer stehen haben. Je weiter das Manna nach unten lief, desto weniger wurde es, weil die Zahl der Gläser in jeder Etage größer wurde.

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