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Archive for 19. April 2013

Der orwell´sche Kriegsstaat – Gemetzel und Doppeldenk

Posted by krisenfrei - 19/04/2013

Norman Solomon  

Nach den Bombenanschlägen, die beim Bostoner Marathon so furchtbar getötet und verstümmelt haben, versinken die Politiker und Massenmedien unseres Landes in tief empfundenem Mitleid – und reflexivem „Doppeldenk,“ das George Orwell beschrieb als die Bereitschaft, „jede Tatsache zu vergessen, die unbequem geworden ist.“

Im Gleichklang mit den Medienhäusern im ganzen Land setzte die New York Times eine gruselige Schlagzeile auf die Titelseite der Mittwoch-Ausgabe: „Regierungsvertreter sagen, dass die Bostoner Bomben geladen waren, um zu verstümmeln.“ Die Geschichte berichtete, dass Nägel und Kugellager in Druckkochtöpfe gepackt waren, „um scharfe Splitter in jeden zu schießen, der sich in Reichweite der Explosion befand.“

Viel weniger simpel und eine halbe Tonne schwer waren CBU-87/B-Sprengköpfe in die Kategorie „Munition mit kombinierter Wirkung“ eingestuft, als sie vor 14 Jahren von einem Bomber namens Uncle Sam abgeworfen wurden. Die Berichterstattung der Medien der Vereinigten Staaten von Amerika war kurz und flüchtig.

Am Freitag um die Mittagszeit warfen NATO-Kräfte unter der Führung der Vereinigten Staaten von Amerika Clusterbomben auf die Stadt Nis in die Nähe eines Gemüsemarktes. „Die Bomben schlugen neben dem Krankenhaus und in der Nähe des Marktes ein und brachten Tod und Zerstörung, indem sie die Straßen der drittgrößten Stadt Serbiens mit Granatsplittern übersäten,“ berichtete ein Artikel im San Francisco Chronicle am 8. Mai 1999. 

Und: „In einer Straße, die zum Markt führte, lagen verstümmelte Körper zwischen Karotten und anderem Gemüse verstreut in Blutlachen. Eine tote Frau, deren Körper mit einem Tuch bedeckt war, hielt noch immer eine Einkaufstasche voller Karotten umklammert.“

Indem er erläuterte, dass Clusterbomben „in der Luft explodieren und Granatsplitter in einen weiten Umkreis schleudern,“ schrieb BBC-Korrespondent John Simpson im Sunday Telegraph: „Gegen Menschen eingesetzt sind Clusterbomben eine der barbarischsten Waffen der modernen Kriegsführung.“

Barbarisch zu sein, stand ihrem Einsatz nicht im Weg. In der Tat wurde für Oberbefehlshaber Bill Clinton und die führenden militärischen Köpfe in Washington diese barbarische Komponente aufgewogen durch die positiven Eigenschaften von Clusterbomben. Jede von diesen konnte bis zu 60.000 Stücke gezackten Stahls in was die Waffenproduzenten als „weiche Ziele“ bezeichnen schießen. 

Ein ungewöhnlich gewissenhafter Reporter, Paul Watson von der Los Angeles Times, berichtete aus Pristina, Jugoslawien: „Zeugen hier sagen, dass in den fünf Wochen andauernden Luftangriffen NATO-Kriegsflugzeuge Clusterbomben abgeworfen haben, welche kleinere Einheiten über grosse Gebiete verstreuen. In der Militärsprache werden diese kleineren Einheiten als Bomblets (Bömbchen) bezeichnet. Dr. Rade Grbic, Chirurg und Direktor des Krankenhauses in Pristina, ist tagtäglich mit dem Beweis konfrontiert, dass der fast gutartige Begriff Bomblet für eine tragische Auswirkung steht. Grbic, der zwei albanischen Jungen das Leben rettete, die verletzt wurden, als andere Kinder mit einer Clusterbombe spielten, die sie am Samstag fanden, sagte, dass er noch nie so viele Amputationen durchgeführt habe.“

Der Artikel in der LA Times zitierte Dr. Grbic: „Ich bin jetzt seit 15 Jahren Orthopäde und arbeite in einer Krisenregion, wo wir oft mit Verletzungen zu tun haben, aber weder ich noch meine Kollegen habe je so fürchterliche Wunden gesehen wie die, die von den Clusterbomben verursacht werden.“ Und weiter: „Das sind Verletzungen, die in einem großen Ausmaß zu Behinderungen führen. Die Glieder werden so zerschrotet, dass die einzig bleibende Option die Amputation ist. Es ist entsetzlich, entsetzlich.“

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Die Nutzniesser sind wieder mal die Agrarkonzerne

Posted by krisenfrei - 19/04/2013

von Johannes (schnittpunkt2012)

Alte, teilweise jahrhundert alte Obst- und Gemüsesorten könnten, wenn es nach unserer neuen EU-Saatgutverordnung geht, aussterben. Diese müssten, wie alle neuen Züchtungen, einen langwierigen Bewilligungsweg durchlaufen. Was sich aber ob der oft nur geringen regionalen Verbreitung kaum auszahlt.

Früher produzierten die Bauern aus der Ernte das Saatgut für das nächste Jahr. Alle angebauten Pflanzen waren einfach reproduzierbar. Heute ist dies bei neuen Züchtungen nicht mehr möglich. Das Saatgut muss jedes Jahr neu gekauft werden. Entsprechend hoch sind die Erträge von Saatgutproduzenten. Ausserdem ist modernes Saatgut, auch durch die Praxis der weitflächigen Monokulturen äusserst anfällig für Krankheiten und Befall. Die Resistenz und vor allem auf regionale Bedingungen ideal abgestimmte alte Sorten sind somit wesentlich gesünder, da man weitaus weniger Chemie einsetzen muss(te).

Offensichtlich auf Druck diverser Lobbys, hier sei vor allem die Chemie-Lobby genannt, versucht nun die EU alte Sorten bzw. deren Saatgut weitgehend zu eliminieren und auszurotten.

Jetzt liegt es nicht nur an der Bauernschaft, besonders an kleinen Betrieben, sondern auch an privaten Gärtnern, die alten Sorten weiterhin am Leben zu halten.

Ich kenne im Burgenland einen Produzenten (stekovics.at), der sich auf Paradeiser (Tomaten) und Chillies spezialisiert hat. Auf dessen Böden gedeihen über 2000 (!!!) verschiedene Paraeisersorten und über 500 (!!!) Chilliesorten! Ein Musterbeispiel, wie Saatgut selbst reproduziert wird und kaum, ausser in Extremfällen, Chemie (Herbizide, Fungizide, Insektizide, Pestizide) eingesetzt wird. Sein Erfolg, Vermarktung von Jungpflanzen bis zu verarbeiteten Produkten gibt ihm recht. Stecovics Produkte sind im gehobenen Feinkosthandel erhältlich.

Er ist aber nur einer von mittlerweilen vielen, die auf alte Sorten und Vielfalt setzen. Auch bei uns in der Untersteiermark wird man schnell fündig, seien es alte Gemüse-, Obst- oder Getreidesorten. Und dies sollte plötzlich nach den unverständlichen Vorgaben der EU völlig verschwinden!

Natürlich sind gerade für Hobby- und Kleingärtner diese alten Sorten besonders interessant. Zum einen, weil man jedes Jahr ohne besonderen Aufwand sein eigenes Saatgut reproduzieren kann und zum anderen, weil die Pflanzen wesentlich widerstandsfähiger und weniger anfällig sind. Noch dazu schmecken sie einfach besser. Wer´s nicht glaubt, braucht nur einmal ein Ochsenherz, eine dunkelrote, fleischige, besonders schmackhafte, alte Paradeisersorte probieren …

Somit ist jeder aufgerufen, den es möglich ist, alte Gemüse- und Obstsorten weiterhin zu erhalten und zu kultivieren. Denn sonst verlieren wir nicht nur Artenvielfalt, regionale Spezialitäten und resitente Sorten, wir verlieren auch Lebensqualität und Genuss!

Das sollten wir uns von den selbstherrlichen Schreibtischpotentaten in Brüssel und den unverschämten Lobbyisten nicht gefallen lassen!

„Die Nutznießer sind wieder mal die Agrarkonzerne“ – Sind alte Obst- und Gemüsesorten bald vom Aussterben bedroht? Umweltschutzorganisationen kritisieren die neue EU-Saatgutverordnung. Darin wird festgeschrieben, dass auch alte Sorten künftig einen langen Bewilligungsweg durchlaufen müssen. (kleinezeitung.at)

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Dazu kann ich nur sagen, zum TEUfel mit der EU, die nur der Lobby dient und uns alles vorschreibt. Wir brauchen weder die EUrokratten noch das genverseuchte Monster Monsanto. Was wir brauchen sind preiswerte Lebensmittel und preiswerte Energie. Und genau diese LEBENSMITTEL werden immer teurer. Zu verdanken haben wir dies unseren Lobby-Marionetten. Wann begreifen es die Menschen endlich, dass sie von diesen Polit-Darstellern bis auf’s letzte Hemd ausgeplündert werden?

Seit dem ich meinen kleinen Garten habe, produziere ich mein Saatgut selbst. Nichts ist einfacher. Den Kern von 1-2 Tomaten, Kräuter-, Blumensamen oder was auch immer, sind ganz leicht über den Winter aufzubewahren. Aber das alles ist in der heutigen Konsum- und Wegwerfgesellschaft natürlich nicht gewünscht. Heute zählt nur noch Wachstum.

Und genau das muss den Menschen von Seiten der Regierungspropaganda-Medien auch verkauft werden. Jede Person braucht heute min. zwei Autos, drei Handys, zwei PCs … usw. Konsumzwang und „Geiz ist Geil“ ist up to date. Wer sich nicht daran hält, gehört zu den Zurückgebliebenen.

Wer kein Fa(r)cebook-Account hat… und so weiter und so fort.

Schöne neue (Schulden)Welt!

 

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