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Archive for 17. April 2013

Finanzkriege: Angriff ist die beste Verteidigung

Posted by krisenfrei - 17/04/2013

Karikatur:© Kostas Koufogiorgos, www.koufogiorgos.de

Gefunden bei Mowitz

Der russische Autor Alexander Gorokhov stellt sehr erhellende Überlegungen über die Waffen an, mit denen Finanzkriege geführt werden.

Von Alexander Gorokhov
Strategic Culture Foundation, 31.03.13

Die Geschichte der Finanzkriege ist keineswegs kürzer als die Geschichte der traditionellen Kriege. Obwohl auch vorher schon viele erkannt haben, dass die Macht des Geldes zur Unterjochung von Völkern genutzt werden kann, wird das Geld erst seit einem Jahrhundert als echte Alternative zu herkömmlichen Waffen eingesetzt. Amerikanische Bankiers spielten dabei eine entscheidende Rolle, indem sie durch die Schaffung des Federal Reserve System’s / Fed zunächst die USA selbst unterwarfen und dann durch die Vereinbarungen von Bretton Woods, die den Dollar zum international anerkannten Zahlungsmittel machten, auch den Rest der Welt unter ihre Kontrolle brachten. Ein ebenso wichtiges Ergebnis dieser Vereinbarungen war die Gründung des Internationalen Währungsfonds / IWF, der ebenfalls von der Fed kontrolliert wird.

Wie traditionelle Kriege verfolgen auch Finanzkriege das Ziel, einen Staat ganz zu unterwerfen oder ihn wenigsten teilweise unter Kontrolle zu bringen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass bei Finanzkriegen die physische Kontrolle über ein Territorium nicht obligatorisch ist; die durch Finanzkriege angerichteten Verwüstungen sind aber nicht weniger schrecklich als bei traditionellen Kriegen. Während traditionelle Kriege durch große Schlachten entschieden werden, gehen die Sieger in Finanzkriegen aus Krisen hervor. Da in der größten Krise des 20. Jahrhunderts, der Weltwirtschaftskrise, das Gold aller US-Banken bei der Fed landete, konnten die zur Fed zusammengeschlossenen Banken die Kontrolle über den größten Teil der US-Industrie übernehmen. Die Finanzkrise, die der Währungsspekulant George Soros 1992 im Zusammenspiel mit Fed-Banken in Großbritannien auslöste, verhalf ihm an einem einzigen Tag zu einem Profit von einer Milliarde Dollar, hatte aber die Abwertung eines ganzen Dutzends europäischer Währungen zur Folge und verzögerte die Einführung einer gemeinsamen europäischen Währung um sechs Jahre. Am wichtigsten jedoch war, dass sie den Einfluss der USA auf die europäische Wirtschaft vergrößerte, weil sie US-Kapitalanlegern die Möglichkeit verschaffte, in großem Stil, viel billiger gewordene Aktien europäischer Firmen aufzukaufen.

Soros war auch einer der Initiatoren der Krise, die 1995 Mexiko so erschütterte, dass es die Pläne für die Errichtung eines zweiten Kanals (zwischen dem Atlantik und dem Pazifik), der eine Konkurrenz für den von den USA kontrollierten Panamakanal gewesen wäre, aufgeben musste. Im gleichen Jahr versetzt Soros auch Japan einen Schlag, weil dessen schnell im Wert steigende Währung das Land zu einem globalen Finanzzentrum zu machen drohte, das nicht nur viele Kapitalanleger angelockt, sondern mit Yen-Darlehen auch ein explosives Wachstum der gesamten Wirtschaft Südostasiens verursacht hätte. Unmittelbar danach brachte Soros mit Unterstützung von Fed-Banken auch die Finanzsysteme Indonesiens, Südkoreas, Thailands, Malaysias und Hongkongs ins Wanken, legte alle „asiatischen Tiger“ an die Kette und zwang sie, ihre Wirtschaft auch weiterhin an den US-Dollar zu binden. Infolge der Währungsprobleme dieser Staaten fielen auch die Aktien ihrer Elektronikkonzerne und anschließend der Dow-Jones-Index; dadurch konnten USHightech- Firmen wie IBM, Intel, Motorola, Compaq, Dell und Hewlett Packard nicht nur deren Aktien billig aufkaufen, sondern auch ihre eigenen, die ängstliche Kapitalanleger „abgestoßen“ hatten.

Nachdem wir George Soros erwähnt haben, sollten wir die Rolle, die er beim Auslösen von Krisen spielt, etwas genauer untersuchen. Sogar mit den mehreren Milliarden Dollar, über die er verfügt, lassen sich Krisen nicht ohne sorgfältige Vorbereitung organisieren. Zunächst muss in den Hirnen der am Finanzmarkt Agierenden der Verdacht genährt werden, dass eine ganz bestimmten Krise heraufzieht und unvermeidlich ist. Dann genügt sogar ein relativ kleiner Betrag von mehreren Milliarden Dollar, um eine Panik auf den Finanzmärkten auszulösen, die zur Abwertung der Währung und der Aktien der Schlüsselunternehmen eines Staates oder eines ganzen Kontinents führt.

Wenn man die Statements beachtet, die Soros selbst abgibt, die Veröffentlichungen der Medien verfolgt, die er kontrolliert, und die Aktivitäten von Unternehmen beobachtet, die seine Stiftung finanziert, dann ist es ist nicht schwierig, vorherzusagen, wer das nächste Opfer im Finanzkrieg sein wird: Europa wird das Opfer sein. Seit 2012 droht die Eurozone zu zerfallen. In Griechenland, dem am stärksten von der Finanzkrise bedrohten Staat, wird bereits über einen Ausstieg aus dem Euro gesprochen, der zweifellos zu einer ernstzunehmenden Schwächung des Euros führen würde.

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Nutze es oder verliere es!

Posted by krisenfrei - 17/04/2013

Beitrag von Andreas Bangemann

Alles braucht seine Zeit. Japan lebt seit mehr als 20 Jahren mit immensen Staatsschulden und einer kaum in den Griff zu bekommenden Deflation.

Japan wird auch immer als Gegenbeispiel benutzt, wenn Geldreformer Zins und Zinseszins als den Motor der zerstörerischen Ungleichverteilung anprangern.  20 Jahre Niedrigstzins hätten angeblich auch keine andere Situation geschaffen, als die unsere, heißt es dann. Man übersieht bei diesem oberflächlichen Hinsehen geflissentlich, dass Niedrigstzins immer nur für die gilt, die sich damit zufrieden geben. Überall auf der Welt verfügen die Reichen, sowie die institutionellen Anleger über jene organisatorischen Mittel, die es braucht, um Kapital dorthin fließen zu lassen, wo es sich selbst bestmöglich vermehrt. Zu Niedrigzinsen lassen nur die “Loser” ihr Geld auf der Bank liegen. Und Japan ist und bleibt für alle Investoren interessant, weil es eine der stärksten Volkswirtschaften der Welt ist.

Weil in Japan keines der Programme des Staates gegen Deflation und Staatsverschuldung die gewünschte Wirkung gehabt hat, greift die Politik und die japanische Zentralbank “Bank of Japan” (BoJ) jetzt zu “drastischen” Mitteln. Man droht offen mit Inflation durch Gelddrucken. Haruhiko Kuroda, Präsident der BoJ, kündigte an, dass die Zentralbank den Kapitalmarkt in den nächsten beiden Jahren mit bis zu 14,7 Billionen “frisch gedruckten” Yen (ca 110 Milliarden Euro) direkt Kredite zu äußerst günstigen Konditionen an Unternehmen vergeben wird. Das wäre deutlich mehr, als alle  japanischen Geschäftsbanken zusammen, in den letzten beiden Jahren als Kredite an die Wirtschaft ausgereicht haben.

Die dahinter stehende Drohung von Politik und Zentralbank an die Geldanleger ist klar: “Use it or lose it”. Entweder die riesigen Geldvermögen stellen sich “freiwillig” der Wirtschaft zu niedrigen Zinsen zur Verfügung und kurbeln das Wirtschaftswachstum an, oder die BoJ springt in diese Lücke und “marginalisiert” die bei den Banken liegenden Geldanlagen, in dem sie ihnen die Geschäftsmöglichkeiten im Land raubt. Dass die BoJ in erster Linie das Ziel im Auge hat, die Drohung möge genügen und die angelegten Gelder in die Wirtschaft fließen lassen, als Investitionen oder in Form billiger Kredite, dürfte klar sein. Ob am Ende bei der Aktion aber mehr herauskommt, als bei den vielen Versuchen in der Vergangenheit, dürfte fraglich bleiben, angesichts der weltweiten Vernetzung des Kapitalmarktes und den Anlegern sich dadurch bietenden Möglichkeiten.

Das Prinzip über “Gelddrucken” vorhandenes Geld zu irgendetwas zu bewegen, bleibt dennoch eines, das dem Kapitalmarkt alle Mittel in der Hand lässt zu agieren. Nicht die Politik bestimmt, sondern “die Märkte” bleiben an den Schalthebeln.

Dabei könnte man das Prinzip “Use it or lose it” auf andere Art und Weise in ein Instrument verwandeln, welches die Aktion in die Hände der Politik bringt und die Finanzmärkte zur Reaktion verdammt. Indem man nämlich statt neues Geld zu drucken, das vorhandene durch Gebührenbelastung zum Einsatz zwingt. Eine Gebühr als Lenkungsabgabe auf Geld ist und bleibt ein bis heute im Großen noch nicht eingesetzter Weg, der zumindest eine Gefahr nicht in sich birgt: dass es schlechter wird als heute. Dafür gibt es kaum noch Luft nach unten.

Quelle: humane-wirtschaft

 

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Die 639 Billionen $ Derivate Bombe

Posted by krisenfrei - 17/04/2013

Die 639 Billionen $ Derivate Bombe, monetärer Supergau voraus, der verbotene Rettungsplan

Glücksrittershausen: Seit Zypern wird immer klarer wie schräg die Rettungsnummer läuft und wer nun faktisch wen retten soll. Kurz um, derzeit sieht es wirklich so aus, als solle die Mehrheit der minderbemittelten oder eher knapp bis mäßig begüterten Menschen die Minderheit der großen Geldbergseigentümer vor dem Verlust ihrer großen Reichtümer bewahren. Immer wiederkehrend die Aussage, dass davon das Wohl der Menschen abhängt. Wer mag diesen Parolen noch Glauben schenken, außer vielleicht unsere dumpfbackigen, zu Fraktions-Stimmvieh degenerierten Abgeordneten, die sich ja ebenso fürstlich noch ihren Verrat von den Verratenen vergüten lassen.

Dazu heute einfach ein paar Zahlenspielereien, wie man das Problem durchaus in den Griff bekommen könnte, würde man nur gezielt, an den richtigen Stellen, den Hebel ansetzen und diese Bombe ernsthaft entschärfen wollen. Aber dies sei vorweg gesagt, etwas entsprechendes ist nicht geplant. Das Thema „Derivate“ – hier nicht als alkoholisches Destillat aus irgendwelchen Schnapsbrennereien – ist spätestens seit dem Platzen der Immobilienblase schon mal ein wenig ins Bewusstsein vorgedrungen. Diese Blasen blähen sich schon wieder ohne Unterlass und die große Implosion ist absehbar. Wäre es da nicht sinnvoll die Luft langsam aber sicher, wie auch gezielt und nutzbringend aus der Blase abzulassen?

Der Blick fällt auf die OTC-Papiere (Derivate)

Für jene, die jetzt mit dieser Bezeichnung nichts anfangen können, sei erwähnt, der Begriff selbst heißt „Over The Counter” und dabei geht es um Derivate, also Wertpapiere, die außerhalb der Börse gehandelt werden. Dort bescheißen sich zuweilen gegenseitig alle großen Geldsäcke, angefangen bei den Banken, über die Versicherungen, bis hin zu den sonstigen institutionellen Anlegern. Und ganz nebenher, so auf der Strecke, wird auch das Volk noch eben so richtig rasiert. An dieser Stelle haben übrigens auch die deutschen Landesbanken seinerzeit ihren Immobilien-Schrott eingekauft, wofür sie dann vom Steuerzahler bereits gerettet werden durften.

Bei den Derivaten handelt es sich um alles was man irgendwie zu Geld machen kann. Ob jetzt gebündelte Kredite weiterverkauft werden (siehe wieder Immobilienblase), oder CDS (Credit Default Swaps) als Versicherungen gegen Kursrisiken von Wertpapieren, Währungen, Staatsanleihen oder was auch immer. Natürlich hat auch die Rohstoff- und Lebensmittelspekulation hier ihre Heimat. Und da gibt es dann die „Bank for international Settlements“, die dazu ab und an Statistiken veröffentlicht, auf die wir nun unsere ketzerischen Überlegungen stützen.

Und nun zur Dimension der Katastrophe

Um allerdings noch einen stimmungsvollen Einstiegsvergleich zu präsentieren, sollte man sich dieses Geschoss wie eine riesige Atombombe vorstellen, die mehr als nur einen Kontinent verwüsten kann. Das charmante daran ist, sie ist für die Fachwelt gut sichtbar und bereits im Anflug. Dessen nicht genug, der Zünder ist irreversibel scharf gemacht, nur die verbleibende Anflugzeit ist die Unbekannte im Spiel, weil wir sie aufgrund ausgeklügelter Tarntechniken nicht wirklich räumlich erkennen können.

Der Vergleich mit der Atombombe ist auch deshalb so treffend, weil die Anwender einer solchen sich auf der sicheren Seite wähnen, wohingegen die nichtsahnenden Opfer keinerlei Chance haben werden. Konkret: Die Anwender sind zur Übergenüge auch in Sachwerte investiert, sodass sie die totale Vernichtung all der Papiergelder, Renten, Lebensversicherungen, Sparbücher, Barvermögen usw. gar nicht sonderlich fürchten müssen. Jammern werden selbstverständlich auch sie wenn es soweit ist. Deshalb können sie aber bis zum finalen Atemzug zocken und auch aktuell die letzten substantiellen Reste noch aus den Menschlein herauspressen.

Allein in diesem Bereich werden Werte verwaltet von sage und schreibe 639 Billionen USD (englisch Trillions) oder auch 638.928 Milliarden USD per 30.6.2012, die bei dem zuvor erwähnten Institut statistisch erfasst sind. Wobei das natürlich noch lange nicht alle Werte sind die auf diesem Planeten herumgeistern, das Problem ist noch viel größer. Aber es ist einmal mehr eine interessante Berechnungsgrundlage, der wir sogleich die für unsere Betrachtung nötige weitere Größe zuordnen wollen.

Die andere Größe ist das Welt-Bruttoinlandsprodukt

Hier können wir uns etwas bescheidener mit der Erklärung geben. Denn es geht schlicht um alles in der Welt was die Menschen da pro Jahr erschaffen. Waren, Güter und Dienstleistungen aller Art, wie es sie nur im realen Leben gibt und die sich zu Geld machen lassen bzw. in Geld bewertet werden. Über alles reden wir hier von 71.896 Milliarden oder 72 Billionen Dollar pro Jahr (2012). Dieser Wert ist allerdings noch eine Schätzung und kann marginal abweichen, aber wir nehmen diesen Wert jetzt einfach mal als gegeben.

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Ich bin nicht gegen das System; das System ist gegen mich

Posted by krisenfrei - 17/04/2013

Ich bin nicht gegen das System; das System ist gegen mich

Im Mai 2011 wurden die zwei wichtigsten Plätze Spaniens – Madrids Puerta del Sol und Barcelonas Plaza Catalunya – von zigtausenden empörten Demonstranten besetzt. Vielen hochgebildeten und desillusionierten jungen Spaniern reichte es, und für einen kurzen Augenblick schien es so zu sein, als würde eine neue Ära politischer Mobilisierung anbrechen.

Ein paar Wochen später, als die katalonische Bereitschaftspolizei, die „Mossos D´esquadra“, die ganze ungezügelte Wut des Staats gegen das provisorische Camp der Demonstranten auffuhr, wurden diese Hoffnungen aber brutal niedergeschmettert – alles unter dem Vorwand, Barcelona von Gesundheits- und Sicherheitsrisiken zu befreien (schließlich ist das hier Europa!). Die Botschaft war unmissverständlich: Alle Versuche, gegen die neue wirtschaftliche Realität Europas Widerstand zu leisten, ganz egal wie friedfertig sie auch sein mögen, werden brutal niedergeschlagen.

Es dauerte nicht einmal eine Stunde und im Handumdrehen wurde der Platz mit Polizeigewalt von den Demonstranten und all ihren Habseligkeiten – die sie in vielen Fällen nie wiedersahen – gesäubert. Und die ganze Zeit über stand ein großer, dichtgedrängter Ring völlig verstörter Demonstranten und neugieriger Zuschauer rund um den Platz herum und schaute sich das Treiben in einer Mischung aus Befremdung, Angst und Wut an.

Ich gehörte auch dazu. Während ich mich am Rande des Platzes herumtrieb und dabei ein Auge auf die gekränkten Demonstranten und ein anderes auf die beängstigend stark bewaffnete und völlig unberechenbare Bereitschaftspolizei warf, fiel mir ein Plakat auf. Die Botschaft auf dem Plakat war wunderbar einfach: „No soy anti sistema, el sistema es anti yo.“ (Ich bin nicht gegen das System; das System ist gegen mich.)

Das Schild wurde von einem kleinen Kind hochgehalten, das auf der Schulter seines Vaters saß. Der zynische Realist in mir wusste natürlich, dass der Junge, der vielleicht fünf oder sechs Jahre alt war, lediglich die Botschaft …

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