krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 4. April 2013

Geheimnisse des Zypern-Bankraubs

Posted by krisenfrei - 04/04/2013

von Franklin Raff auf http://www.wnd.com

Übersetzung: Océane

Franklin Raff ist der Geschäftsführer von Raff Radio und tätig in verschiedenen Bereichen der Schiffs- und Segelsport-Industrie inklusive Beflaggung, Registrierung und Dokumentation für Hochseeschiffe sowie die Errichtung von Offshore-Finanzstrukturen für Schiffsprojekte. Er ist der Autor des WND-Artikels “Deadly anarchy on the ‘Freedom Flotilla”.

Exklusiv: Franklin Raff enthüllt überwältigende Geldsummen im Zentrum des Geheimnisses

Ich habe als Flag-Man unter den Piraten des Offshore-Banking gedient. Ich kenne Zypern gut und bin geschäftlich mitten in der Nacht nach Lacarna gesegelt. Aber in dieser Geschichte sind die guten Jungs und die bösen Jungs nicht die, von denen ihr glaubt, dass sie es wären.

Ich möchte aufzeigen, warum die Plünderung Zyperns wahrscheinlich einer der brillantesten Akte von Diebstahl in ganz großem Stil ist, den die Welt je gesehen hat, warum der gestohlene Schatz vielleicht tausendmal größer ist als vermutet und warum die Namen der Opfer sowie der Gesamtwert der Beute für immer ein Geheimnis bleiben werden.

In den Tagen hölzerner Schiffe und eiserner Männer [engl. iron men] plünderten Kolonialreiche ganze Völker aus. Auf See waren unabhängige Gewerbetreibende, Handelsmänner, Freibeuter und Piraten (im weitesten Sinne jene, die operierten, ohne irgendeiner Krone Tribut zu zollen) Meister in der Umgehung der mächtigen Kriegsschiffe unfreundlich gesinnter Nationen. Von großer Bedeutung in ihrem Bemühen war das Wissen darum, welche Flagge wann aufzuziehen war, um eine Gefangennahme zu vermeiden.

Heute liegen die Dinge nicht viel anders. Mächtige Regierungen beschlagnahmen und konfiszieren Vermögen, manchmal rechtmäßig oder „legal“, manchmal nicht. Auf See wählen die Besitzer immer noch Männer wie mich aus, um einen Anbieter von Variablen zu analysieren und sorgfältig die Flaggen sowie die dazugehörigen Gesetzes- und Finanzstrukturen auszuwählen, die ihre Schiffe und ihr anderes Vermögen bestmöglich schützen werden. Ein gutes Business. Es ist nett, John Galt zu kennen.

Um verstehen zu können, was in Zypern passiert ist, ist es nötig, im Geiste Bilder einer wahrhaft kolossalen Menge Geldes heraufzubeschwören.

Brieftaschen voller Bargeld? Man stelle sich lieber Schiffscontainer vor, die voll davon sind. Verwirrend komplizierte Netzwerke korporativen und privaten Reichtums, Strohfirmen, Beteiligungsgesellschaften und überwältigende Transfers zwischen diesen Unternehmen und weiteren. Man stelle sich auch Privatflugzeuge und Mega-Yachten vor – die Betriebe – und multipliziere dieses Kaleidoskop mit tausenden von Nutznießern, Großaktionären und Topmanagern weltweit.

Nun hat man eine vage Vorstellung der dynamischen, vielschichtigen und nebulösen Netzwerke – vom Design her nahezu völlig undurchsichtig – dessen wenige Konvergenzpunkte auch Zypern enthielten.

Genauso wie in einer Seeschlacht ist auch hier Entlarvung gefährlich. Wenn man sich Reichtümer vorstellt, dann zieht Hollywood unsere Imagination vermutlich in Richtung Schweizer Tresorräume, Mahagoni-Gänge und Goldbarren, aber viel von diesem Zeug – Orte, Mechanismen und Glitter – sind Schnee von gestern. Praktisch ausgedrückt sind diese Spielzeuge so gut wie entlarvt und daher gefährliches Vermögen. Aber das Beschlagnahmen von Booten ist ein zeitaufwändiges, kompliziertes Business für Plünderer der Regierung, wenn es nicht zu größeren Reichtümern führt. (Die Boote sind nahezu verfault und werden deshalb „gerettet“, wenn es angemessen ist.) Aus einer Unternehmensperspektive betrachtet spielt die aufsehenerregende Aufmachung des Reichtums eines Produzenten nur dann eine Rolle, wenn sie die falsche Art von Aufmerksamkeit erregt. Ausschlaggebend ist das Geld. Ziel ist es, soviel davon zu behalten als möglich, auf legale oder andere Weise. Die Imperien möchten es einem wegnehmen, und sie bestimmen, was legal ist.

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Was lehrt die Österreichische Schule? (Teil 1)

Posted by krisenfrei - 04/04/2013

von Oliver Janich

Immer wieder hört man im Zusammenhang mit Bitcoin von der Österreichischen Schule der Volkswirtschaft. Doch was lehrt diese eigentlich?

Stellen Sie sich vor, Sie gehen in den Supermarkt, um eine Flasche Mineralwasser zu kaufen und die Verkäuferin verlangt 20 Euro. Sie würden ihr den Vogel zeigen und einen anderen Laden aufsuchen. Nun stellen Sie sich vor, Sie sind seit Tagen in der Wüste unterwegs und kurz vorm Verdursten. Hinter der nächsten Düne steht ein Beduine und bietet Ihnen eine Flasche Wasser an. Wie viel würden Sie bezahlen? Vermutlich gäben Sie Ihr ganzes Vermögen hin, wenn Sie sicher wären, damit bis zur nächsten Oase zu kommen.

In diesem Gleichnis steckt die gesamte Essenz der Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Deren Vertreter gehen davon aus, dass ein Produkt keinen objektiven Wert hat, sondern dass der immer im Auge des Betrachters liegt. Soweit kann das jeder bei sich selbst überprüfen, es bedarf eigentlich keiner großen Erläuterung. Aber daraus ergeben sich eine ganze Reihe von Folgen, die so ziemlich allem widersprechen, was heutzutage an Hochschulen gelehrt und von „führenden“ Ökonomen verbreitet wird.

Von Menger bis Hayek

Jetzt, in der Finanzkrise, erlebt die auch „Wiener Schule“ genannte Philosophie eine Renaissance. Denn ihre Vertreter waren die Einzigen, welche sowohl die aktuelle als auch die 1929er-Finanzkrise vorausgesehen und eine logische Erklärung für deren Entstehung parat hatten. Als Begründer gilt Carl Menger (1840–1921), ein Wirtschaftsprofessor der Universität Wien, der erkannte, dass der wirtschaftliche Wert eines Gutes nicht objektiv messbar ist, also den Waren keineswegs als inhärenter Bestandteil anhaftet, sondern alleine dem menschlichen Gehirn entspringt.

Eugen Böhm von Bawerk (1851–1914) ergänzte Mengers Lehre durch die ebenfalls subjektivistische Kapitaltheorie, welche die Entstehung des Zinses erklärt: Der Zins ist der Preis dafür, dass derjenige, der Geld verleiht, auf gegenwärtigen Konsum verzichtet. Und dieser Zins hängt wiederum von den ganz persönlichen Einschätzungen des Einzelnen ab. Hier kommt Ludwig von Mises (1881–1973) ins Spiel, der bereits 1912, also ein Jahr vor Gründung der amerikanischen Notenbank FED, in dem Werk „Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel“ erklärte, warum ein staatliches Geldmonopol scheitern muss.

Friedrich August von Hayek (1899–1992) präzisierte von Mises’ Theorie und erhielt dafür 1974 schließlich den  Wirtschaftsnobelpreis. Letztendlich geht es darum: Da der Wert eines Gutes stets subjektiv ist, kann eine zentrale Planstelle den richtigen Preis dafür nicht ermitteln. Andernfalls, so Hayek, handle es sich um eine gefährliche „Anmaßung von Wissen“, das ein Bürokrat oder Politiker gar nicht haben könne, denn dann müsste er für jeden einzelnen Tag und Bürger dessen Bedürfnisse und finanzielle Möglichkeiten kennen. Das aber ist unmöglich. Informationen sind immer ungleich verteilt, Ökonomen sprechen von Informationsasymmetrie. Sie führt dazu, dass Daten einer zentralen Planstelle nicht effizient genutzt werden können („Informationsineffizienz“).

Die „unsichtbare Hand“

Heute erlässt die – nicht demokratisch gewählte – EU-Kommission bereits Gesetze für 500 Millionen Bürger  Jedes Gesetz schränkt deren Freiheit ein, Absprachen mit anderen zu treffen. Denn für freiwillige Vereinbarungen zwischen zwei Parteien braucht es keine Regel, außer jener: Keinem Dritten darf daraus ein Schaden entstehen. Das ist ganz einfach durch den Schutz von Freiheit, Leben und Eigentum jedes Einzelnen gewährleistet. Genau darauf soll sich der Staat nach Ansicht der Österreichischen Schule beschränken.

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Ihr Gold bei der Bank ist weg …

Posted by krisenfrei - 04/04/2013

Gold weg Geld Vergleich ABN AMRO enteignet Kunden… ABN AMRO enteignet Kunden.

Holland sehen: Nun, wenn sie ihr Gold nicht gerade bei der besagten Bank lagern, dann könnten sie gerade noch einmal Glück haben. Für die Goldeigentümer bei dieser Bank allerdings ist inzwischen alles zu spät. Sie Bank hat jetzt das Kleingedruckte in ihren Geschäftsbedingungen bemüht und den Kunden mitgeteilt, dass sie physisch kein Gold mehr zu sehen bekommen. Sie zitieren gemäß der Vereinbarungen nur ihr Recht, stattdessen kleine bunte Zettelchen dafür auszugeben. Dies bedeutet, die Kunden bekommen den Geldwert für das Gold, aber eben kein Gold mehr. Das ist ein Novum und darf durchaus als ernstes und ungutes Vorzeichen verstanden werden.

Und nicht nur das Gold, generell Edelmetalle

Die ABN AMRO gehört zu den größeren Fischen im Geld-Hai-Becken und ist dazu die größte Bank in den Niederlanden. Da kann so eine Maßnahme nicht gänzlich unbedeutend sein. Die perfekte Osterüberraschung für alle Edelmetall-Kunden sozusagen. Die Bank teilte ihren Edelmetallkunden in einem Schreiben wie selbstverständlich mit, dass die physische Auslieferung von Edelmetallen ab dem 1. April 2013 nicht mehr möglich sei.

Dies soll dann nicht nur für Gold gelten, sondern auch für alle anderen Edelmetalle wie Silber und Platin. Was aufgrund des Datums seiner Wirksamkeit zunächst aussieht, als könne es doch noch ein güldener Aprilscherz sein, ist aber tatsächlich bitterer Ernst der ABN. Wer des Holländischen mächtig ist, der kann sich hier ein solches Schreiben einmal ansehen.

Natürlich darf auch die Beruhigung der Kundschaft in einem solchen Schreiben nicht fehlen und die bestand darin, dass doch das Gold (und andere Edelmetalle) bei der ABN sicher aufgehoben sind. Der einzige Unterschied sei halt nur, dass es nicht mehr ausgeliefert werde. Dafür erhalten die Kunden aber den aktuellen Tageskurs in Geld ausbezahlt.

Ob dies jetzt auch den Willen und die Bedürfnisse der Kundschaft widerspiegelt, danach wurde nicht gefragt. Wenn jemand physisch Gold kauft und es bei der Bank aus Gründen der Sicherheit einlagert, dann hat derjenige meist eine andere Vorstellung davon, aber mit Sicherheit nicht die, nur noch bunte Zettelchen dafür zu bekommen. Bis zum Erhalt dieses Briefes war es auch eine gängige Vorstellung, dass man sich seine Edelmetalle jederzeit aushändigen lassen kann. Auch wenn die Rechnung für den Moment noch aufgehen mag, bezüglich des eigentlichen Willen des Kunden ist es jetzt schon eine Enteignung. Ob es ihm gelingen wird für das Bargeld eine adäquate Sicherheit wieder zu erlangen, ist höchst fraglich.

Was sollte der Edelmetallkunde daraus lernen

Wenn sich also in diesem Falle die ABN auf das „Kleingedruckte“ in ihren Geschäftsbedingungen beruft, nach denen sie jederzeit das Recht hat, statt Gold (Edelmetalle) Geld zu liefern, dann muss jeder der in einem ähnlichen Verhältnis zur Bank seines Vertrauens steht, sich alsbald das Kleingedruckte etwas genauer anschauen. Die Vermutung liegt nahe, dass sich die Geschäftsbedingungen der Banken europaweit ziemlich ähneln.

Die Konsequenz daraus scheint eine Analogie zum zyprischen Bargeldstopp der vergangenen Woche zu werden. Da konnte man am Geldautomaten rütteln was man wollte, es gab einfach keine Knete. Dies von einem Tag zum anderen. Damit relativiert sich unbedingt die Goldposition, wenn die Verfügbarkeit in dieser Weise eingeschränkt werden kann. Das Ergebnis wird sein, dass vermehrt Betten zusammenkrachen, weil das künftig unter dem Kopfkissen zu lagernde Gold, neben dem Geld, unter Umständen doch das zulässige Gesamtgewicht für Schlafkonstruktion übersteigt.

Es darf mehrfach orakelt werden

Die Maßnahme selbst löst natürlich weitergehende Spekulationen aus, ob die Bank das Gold, welches sie für Kunden angeblich kaufte, auch tatsächlich jemals erworben hat. Oder vielleicht auch nur teilweise, um geringere Anforderungen jederzeit bedienen zu können. Dazu kann man wunderbare Berechnungen anstellen, wie sich da eine Bank über Jahrzehnte eine helle Freude mit dem Geld bereitet hat und jetzt nur noch legale Nachsorge betreibt.

Weiterhin sollten jetzt alle Alarmsignale anspringen. Wenn eine Bank dies schon offiziell ihren Kunden mitteilt, dann könnte das dickere Ende schon erheblich näher sein als wir es heute vermuten möchten. Warum sollten die Banken künftig noch werthaltiges Edelmetall herausrücken, wenn sie bunte Zettelchen dafür verteilen können. Das riecht förmlich nach einem Zusammenbruch des Geldsystems. Dazu darf man wissen, dass die Banken hier einen deutlichen Informationsvorsprung gegenüber der Kundschaft haben.

Woher kennen wir nur dieses Szenario? Ein Blick in die Geschichtsbücher ist da hilfreich. Wenn bei den letzten Zuckungen des Geldsystems, so zirka alle drei Generationen passiert dies ja, die Inflation zu galoppieren beginnt, dann helfen die Scheinchen auch nicht mehr. Die reichen im Zweifel eine Woche später nicht einmal mehr für ein satt machendes Frühstück mehr.

Nimmt man jetzt noch die Erkenntnis hinzu, dass viele Notenbanken vermehrt auf Gold (und andere Edelmetalle) setzen und ihre Reserven in diese Richtung stark ausbauen, dann darf man auch davon ausgehen, dass bei diesen ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis zu verzeichnen ist und sie dem System doch nicht mehr so recht über den Weg trauen. Sieht alles danach aus, als könnte der Goldpreis alsbald durch die Decke schießen. Ist aber nach einem System-Reset unbedingt eine solide Grundlage, sofern man denn Zugriff darauf hat.

Aber vielleicht muss der geneigte Goldkunde, sofern er sein edles Metall doch noch gerade so eben physisch retten kann, auch einmal einen Blick in die aktualisierten Notstandsgesetze riskieren. Alle gut und fein säuberlich registrierten Goldkunden sollten dies tun. Nicht dass dann schon wieder irgendwelche „Staatlichen“ an der Türe klingeln und nach Gold fragen, welches sie jetzt gerne für den Staat einsammeln möchten. Es ist einfach ein Laster mit dem Zaster, nirgendwo findet der Goldjunge heute noch seine Ruhe und die Enteignung lauert überall.

Quelle: qpress

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Und was sagt uns das? Bei den Banken ist gar nichts mehr sicher. Mit Hilfe ihrer Marionetten, den Berufslügnern, werden diese Bankster alles von ihren Kunden konfiszieren, was sie zum Überleben benötigen. Jetzt  sind schon die Edelmetalle an der Reihe, die sie zum Überleben einkassieren und gegen einlagigem Klopapier eintauschen. Demnächst werden es die kreditfinanzierten Immobilien sein. Die ganz großen Bankkunden werden selbstverständlich verschont, denn ohne die können die kriminellen Geschäfte (Ausraubung der Kleinsparer) der Bankster nicht funktionieren.

Ich wiederhole es gerne nochmal.

Holen Sie ihr Geld von der Bank …

… und selbstverständlich sämtliche Wertgegenstände, die Sie in den Banktresoren gebunkert haben. Die von Ihnen gewählten Berufslügner haben bereits dafür gesorgt, dass die Banktresore, um eine Staatspleite zu verhindern, von Staats wegen versiegelt werden können.

Und wenn Sie glauben, die Berufslügner holen sich das Geld zur Rettung einer Staatspleite von den Superreichen, dann träumen Sie gerne weiter. Was meinen Sie wohl, wo die entsprechenden Schmiermittel der Berufslügner herkommen? Vom Leiharbeiter ganz sicherlich nicht. 

 

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Alternative für Deutschland: Gewollte Opposition?

Posted by krisenfrei - 04/04/2013

von Henning Lindhoff

Die Unbeugsamkeit des politischen Mittels

In den vergangenen Tagen und Wochen erntete die „Alternative für Deutschland“ so einige Vorschusslorbeeren. Die Zahl ihrer Anhänger schoss nach oben, die Stadthalle von Oberursel platzte bei der Auftaktveranstaltung aus allen Nähten und der AfD-Button prangt mittlerweile auf den Profilbildern so einiger Facebook-Freunde. Das Volk hat anscheinend gedürstet nach einer neuen Partei, die EU und Einheitswährung kritisiert und dabei eine wirkliche Chance hat, bei den kommenden Bundestagswahlen über die Fünf-Prozent-Hürde zu hüpfen. Diesen Durst scheint die „Alternative“ stillen zu können. Durfte ihr Sprecher Bernd Lucke doch schon einige Male den Großkopferten im Staatsfunk gegenüber sitzen. Wacker geschlagen hat er sich auch, hat Stoiber, Trittin und ihre Schreiberlinge recht blass aussehen lassen.

Doch ist seine Partei wirklich die „Alternative“, für die sie sich so gerne ausgibt? Sind Hoffnungen ihrer Anhänger auf einen Systemwechsel berechtigt? Steht die „Alternative“ für politische Schritte in Richtung Freiheit?

Eine Prüfung der politischen Agenda der AfD kann dem noch unentschlossenen Wähler an diesem Punkt Aufklärung verschaffen. Butter bei die Fische! Richten wir einen eigentümlich freien Blick auf das Programm der AfD.

Auf der Internetseite der Partei liest der Interessierte u.a. folgendes:

„Wir fordern ein Europa souveräner Staaten mit einem gemeinsamen Binnenmarkt. Wir wollen in Freundschaft und guter Nachbarschaft zusammenleben. Wir fordern, das Budgetrecht den nationalen Parlamenten zu belassen. Eine Transferunion oder gar einen zentralisierten Europastaat lehnen wir entschieden ab. Wir fordern, Gesetzgebungskompetenzen zurück zu den nationalen Parlamenten zu verlagern. Über Glühbirnen und Gurkenkrümmungen kann der Bundestag alleine entscheiden. Wir fordern eine Reform der EU, um die Brüsseler Bürokratie abzubauen und Transparenz und Bürgernähe zu fördern. Wir fordern, die Bezüge der Brüsseler Beamten auf Normalmaß zurückzuführen. Es ist schändlich, dass Tausende Brüsseler Beamte mehr verdienen als die Bundeskanzlerin. Das europäische Parlament hat bei der Kontrolle Brüssels versagt. Wir unterstützen nachdrücklich die Positionen David Camerons, die EU durch mehr Wettbewerb und Eigenverantwortung zu verschlanken.“

Die anscheinend gewollte Entmachtung der EU liest sich zunächst ansprechend. Doch „Reformen zwecks Transparenz und Bürgernähe“, und Bürokratensaläre auf „Normalmaß“ lassen den radikal Liberalen zusammenzucken. Ist die EU also nicht grundsätzlich von Übel? Muss das bürokratische Monster lediglich reformiert und optimiert werden? Müssen die Eurokraten nur gezähmt werden?

Das aufkeimende ungute Gefühl will auch bei der weiteren Lektüre nicht weichen.

„Wir fordern, die Schuldenbremse zu achten und die Schuldenberge abzubauen. Auch Deutschland hat viel mehr Schulden als zulässig. Wir fordern eine drastische Vereinfachung des Steuerrechts. Der Bürger muss verstehen können, warum er in welcher Höhe besteuert wird. Die Cleveren sollen nicht besser behandelt werden als die Ehrlichen. Wir fordern ein Steuersystem, in dem Reiche absolut und prozentual stärker belastet werden als Arme.“

Ein kleiner Schuldenberg ist also durchaus hinnehmbar? Wer bestimmt seine Höhe, seinen Durchmesser? Wenn wir nur den Grund für unsere Steuerlast verstehen, sind die Schutzgeldzahlungen an die Finanzämter legitim? Die „Reichen“ prozentual stärker zur Kasse bitten als die „Armen“? Hossa! Das geübte Auge erkennt hier feinste Klassenkampfrhetorik.

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