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Die Magie der Angst

Posted by krisenfrei - 30/03/2013

Von Susanne Kablitz

Angst ist eine lähmende, eine höchst unangenehme Emotion.

Angst ist ein Gefühl, dass sich meist schleichend ankündigt, Schüttelfrost verursacht und einem die Kehle zuschnürt. Angst lässt sich nur sehr schwer steuern und findet oftmals auf ganz subtilen Wegen den Eingang in unsere Seele. Dort wirkt Angst oft zerstörerisch. Angst ist ein uraltes, in unseren Genen verankertes Gefühl, mit dem die meisten Menschen nicht gut umgehen können.

Neben dem vollkommen normalen Fluchtreflex, der in akuten Gefahrensituationen überaus sinnvoll ist, löst Angst in uns ein Gefühl der vollkommenen Hilflosigkeit aus. Wir fühlen uns schutzlos, schwach, unsicher und sind im Moment der akuten Angst ein Opfer dieser Emotion. Seit frühester Kindheit sind wir mit diversen Emotionen tief vertraut; sie sind sozusagen „in uns angelegt“.  Aus meiner Sicht ist Angst eines der beeindruckendsten Gefühle. Ein Empfinden, dass jegliche Handlungsmöglichkeit einschränkt, bisweilen sogar unmöglich macht.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich mich als Kind gefühlt habe, wenn meinen Eltern mir, wenn ich mal wieder um jeden Preis meinen Willen durchsetzen wollte, damit gedroht haben, mich allein im Supermarkt zurück zu lassen. Es war immer der gleiche Prozess: Drohung –  Nichtbeachtung- nochmalige Drohung („ beim nächsten Mal sind wir wirklich weg“)  – wieder Nichtbeachtung (wobei ich schon ein wenig ängstlicher wurde) – tatsächliches „Weggehen“ – Angst, Panik und dann natürlich das Brechen meines Willens! Immer das Gleiche und das Ziel meiner Eltern war erreicht.

Das hat sich bis heute nicht verändert, die Praktiken sind gleich geblieben und es funktioniert noch immer.

Nun sind wir irgendwann alle erwachsen geworden und doch: Dieses Muster vom „Alleingelassen werden“ vom „Aussenseitertum“, „vom Isoliert sein“ führt immer wieder dazu, dass wir uns zu Dingen hinreißen lassen, die wir eigentlich nicht wollen. Die wenigsten Menschen sind so in sich verankert, so in sich ruhend, dass sie sich von ihren Überzeugungen nicht abbringen lassen.  Die sich nicht verschrecken lassen, sich ihren Ängsten und Unsicherheiten stellen und somit ein autarkes Leben führen. Ein Leben, das wirklich Freiheit bedeutet. Nun sind diese Menschen noch in der Minderheit, sie sind seltene Exemplare. Diese Menschen brauchen sehr viel Kraft und Energie, um in unserer heutigen Zeit, wo das Mittel der Angst nur allzu gern eingesetzt wird, bestehen zu können.

Angst zu verbreiten, ist eine gemeine, hässliche Möglichkeit, einen anderen Menschen für seine Motive und Wünsche zu instrumentalisieren. Sofern Angst dazu benutzt wird, einen Menschen zu manipulieren, ist dies eine moralische Bankrotterklärung desjenigen, der diese  tief in uns sitzende Emotion für seine Zwecke nutzt.

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