krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 24. März 2013

Von den GEZ-Demos

Posted by krisenfrei - 24/03/2013

Als Pay-per-View Sender sehen wir das Finanzierungsausmaß des öffentlichen Rundfunks über die GEZ (Rundfunkbeitrag, Beitragsservice) tendenziell kritisch.
Begleitend zu einer aktuellen Petition zur Abschaffung der GEZ fand am Samstag vor der Münchner Feldherrnhalle eine bundesweit angelegte Demonstration statt.

Ohne mit der veranstaltenden politischen Partei oder den Rednern in Verbindung zu stehen, waren wir mit einem Kamerateam dabei und haben die wesentlichen vorgetragenen Argumente (mitsamt Zwischenrufen) für Euch zusammengeschnitten.

GEZ-Demo München

 

GEZ-Demo Berlin 

 

Und der WDR (Aktuelle Stunde vom Samstag) berichtet gerademal 25 Sekunden darüber (ab ca. 39. Min.)

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2013/03/23/aktuelle_stunde.xml

 

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Inseln – wie Finanz-Paradiese zur Hölle werden

Posted by krisenfrei - 24/03/2013

von Christian Müller

Inseln sind Symbole der Freiheit – in jedem Sinne des Wortes. Aber nicht alle Freiheiten werden von Allen gern gesehen.

Wer von uns hat nicht schon davon geträumt, eine Insel zu besitzen? Eine Insel, das Symbol der Freiheit! Der Freiheit in jeder Form, angefangen von Robinson Crusoe, der auf seiner Insel im Mündungsgebiet des Orinoco in aller Freiheit sein neues Leben beginnt, über die «Île du Levant» vor der südfranzösischen Küste, wo die Liebhaber der Freikörperkultur in aller Freiheit ihr Nudisten-Dasein ausleben können, bis zu den Kanalinseln Jersey und Guernsey, wo man in aller Freiheit sein Geld verstecken kann.

So ist es denn kein Zufall, dass Inseln die beliebtesten Plätze nicht nur für Ferien und Freizeit, sondern auch für Finanz-Machenschaften aller Art sind. Während zum Beispiel die Bananen aus Guatemala mit dem Schiff immer direkt nach Europa kommen, machen die Begleitpapiere – die Rechnungen für die Bananen – immer den Umweg über die Caiman-Islands in der Karibik, wo der Gewinn des Bananenhandels regelmässig hängen bleibt. Denn die Cayman Islands sind ein Steuerparadies. Sich als besonders clever verstehende Finanzleute machten – ein weiteres Beispiel – auch aus Island einen internationalen Finanzplatz mit besonders attraktiven Anlagemöglichkeiten – bis die blauäugigen Anleger im Jahr 2008 jäh aus ihrem Traum von der leichten Rendite geweckt wurden, weil die dortigen Grossbanken pleite waren.

Und jetzt also Zypern. Auch das wieder eine Trauminsel. Auch Zypern dachte sich, es könnte doch neben Sonne und Meer noch etwas mehr bieten: Gute Rahmenbedingungen für Firmen, um sie auf die Insel zu locken. Und wenn Politiker und Banker sich die Hand geben, geht es immer ganz schnell.

Zuerst schnell nach oben…

Wie immer im Business: Man fragt zuerst nach dem Zielpunlikum. Als relativ weit östlich gelegene Mittelmeer-Insel war schnell einmal Russland im Visier. Aber auch Firmen aus anderen ostmitteleuropäischen und osteuropäischen Ländern waren hoch willkommen. Das Handelsregister der Tschechischen Republik zum Beispiel verzeichnet zur Zeit 1912 Eintragungen von Firmen, die ihrerseits einer Firma auf Zypern gehören. Denn das hat zwei Vorteile: Erstens können damit die Besitzverhältnisse der Firma total verschleiert werden, und zweitens sind auf Zypern die Holdingsteuern deutlich tiefer als in Tschechien. Produzieren muss man ja deshalb auf Zypern nichts…

… und dann schnell nach unten

Die isländischen Banken hatten eine Bilanzsumme, die zehnmal grösser war als das BIP (die «Wirtschaftsleistung») des ganzen Landes. Ein Missverhältnis. Zyperns Banken haben zwar nur eine achtmal höhere Bilanzsumme als das BIP, aber auch das ist ein krasses Missverhältnis zwischen der Realwirtschaft und dem Finanzplatz. Denn was da die Banken gewinnbringend umherschieben, ist ja rein virtuell, existiert ja nur in den Computern der Banken. Wenn da plötzlich Zweifel und Misstrauen aufkommen, ist das alles ganz schnell nichts mehr wert.

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Deutschland in der Falle oder auf Wiedersehen Euro!

Posted by krisenfrei - 24/03/2013

Aus dem Griechenland-blog

Es ist schwer, Deutschland zu sein – das Land im Mittelpunkt, das für Europa immer übermäßig mächtig, jedoch zugleich zu schwach war, um es zu erobern.

Im Fall Zyperns haben die Deutschen Recht, wie sie es auch in den Fällen der anderen “Peripheriestaaten” der Eurozone hatten: ohne Disziplin gibt es keine Hilfe. Wie jedoch viele Male in der Vergangenheit fanden sie sich wieder auf der falschen Seite ein. Der Grund ist nicht notwendigerweise die teutonische Ungeschicktheit auf Weise des Kaisers Wilhelm, der in Europa seit 1890 mit seiner Haltung immer herausforderte. Die Großen und Mächtigen ziehen sich immer Ärger zu, indem sie einfach nur das sind, was sie sind.

Niemand wiederum weiß, wer während des Wochenendes, an dem die zypriotische Vereinbarung gekocht wurde – die vorsah, dass die Kunden der Banken der Insel sich von 6 bis 10 Prozent ihrer Guthaben verabschieden – wem etwas angetan hat.

Scheinbar wird der Umstand vergessen, dass es die Zyprioten selbst waren, die erklärten, alle Guthaben müssen in Mitleidenschaft gezogen werden. Aber auch die Tatsache, dass Christine Lagarde, Oberhaupt des Internationalen Währungsfonds, anfänglich den größten “Cut” vorgeschlagen und eine “Beschneidung” von 30 oder sogar auch 40 Prozent für Konten mit einem Guthaben von über 100.000 € gefordert hatte. Alle sind sich einig, dass die Deutschen Schuld haben, und zeigen mit dem Finger auf Wolfgang Schäuble, den Finanzminister Berlins.

Putin: Abgabe ist ungerecht, unprofessionell und gefährlich

Schäuble “übte ungeheuren Druck” auf den Präsidenten Zyperns aus, führt eine anonyme Quelle an, “es war sehr hässlich“. Was sich Herr Schäuble einhandelte, war gleichermaßen hässlich. Allem voran lehnte das zyprische Parlament die Vereinbarung einstimmig ab. Danach entwickelte sich eine Wunder bewirkende Metamorphose. Zypern verwandelte sich über Nacht von einem Hort der Verschwendung und bekannten Zufluchtsort für die russischen Oligarchen in die Heimat bedauernswerter Rentner und Sparer. Drittens stürzten sich die Russen darauf, wobei Präsident Vladimir Putin die Abgabe auf das Heftigste als “ungerecht, unprofessionell und gefährlich” kritisierte. Haben wir also ein Auge auf russische Kriegsschiffe am Bosporus.

Wie wird diese ganze Geschichte enden? Wie auch Yogi Bär sagte: “Es ist wie ein Déjà-vu, immer wieder aufs Neue.” Das europäische Spiel verläuft folgendermaßen: Angela Merkel zeichnet Linien im Sand, gibt sie auf, verletzt gewisse Konventionen und gestattet der Europäischen Zentralbank, die Zügel zu übernehmen, während Mario Draghi, Präsident der EZB, ostentativ seine Füße hinter sich her zieht.

Deutschland ist in der Falle. Gibt es nicht nach, besteht die Gefahr, dass Nikosia den Bruch erklärt und möglicherweise aus dem Euro ausscheidet. Dies für sich allein mag nicht viel bedeuten. Zypern ist ein mikroskopischer Teil der Wirtschaft der EU. Bedenken wir jedoch die Folgen. Millionen von Panik ergriffener Sparer initiieren eine Bankenpanik, indem sie von Lissabon bis Athen ihre Gelder von den Banken abheben und eine Architektur zerstören, die unter höchsten Anstrengungen von der EZB und den diversen europäischen Rettungsfonds am Leben erhalten wird, und zetteln einen breit gefächerten Angriff durch die Märkte an. Auf Wiedersehen, Euro!

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Einlagensicherung Zypern

Posted by krisenfrei - 24/03/2013

Aus Wikipedia

Siehe Tabelle unten,  Zypern. Laut wikipedia hat Zypern gar keine Einlagensicherung! Und nun?
Hat hierzu jemand konkrete Infos?

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Einlagensicherung ist die Bezeichnung für die gesetzlichen und freiwilligen Maßnahmen zum Schutz der Einlagen (Bankguthaben) von Kunden bei Kreditinstituten im Falle der Insolvenz.

Zusätzliche Absicherung in den EU-Staaten

Die einzelnen europäischen Staaten haben die EG-Richtlinie unterschiedlich umgesetzt. Bei Niederlassungen von Banken in anderen Staaten gelten die folgenden Grenzen des Landes, in dem sich der Hauptsitz befindet.

Regelungen:

Staat Geschützter Anteil der Einlage Höchstbetrag der Entschädigung Stand
Belgien 100 % 100.000,00 € Februar 2010
Bulgarien 100 % 100.000,00 € Januar 2011
Dänemark 100 % 100.000,00 € Oktober 2010
Deutschland 100 % 100.000,00 € Januar 2011
Estland 100 % 100.000,00 € Januar 2011
Finnland 100 % 100.000,00 € Januar 2011
Frankreich 100 % 100.000,00 € Januar 2011
Griechenland 100 % 100.000,00 € November 2008
Großbritannien 100 % 85.000 GBP (britische Pfund),[28] das entspricht etwa 100.000,00 € Januar 2011
Irland 100 % 100.000,00 € [29] Dezember 2010
Italien 100 % 100.000,00 € [30] Mai 2011
Lettland 100 % 100.000,00 € Januar 2011
Litauen
Luxemburg 100 % 100.000,00 € Januar 2010
Malta 100 % 100.000,00 € Mai 2011
Niederlande 100 % 100.000,00 € Januar 2010
Österreich 100 % 100.000,00 € Januar 2011
Polen 100 % 100.000,00 € Januar 2011
Portugal 100 % 100.000,00 € Oktober 2010
Rumänien 100 % 100.000,00 € Januar 2011
Schweden 100 % 100.000,00 € Januar 2011
Slowakei 100 % 100.000,00 € Januar 2011
Slowenien 100 % 100.000,00 € Januar 2011
Spanien 100 % 100.000,00 € Oktober 2010
Tschechien 100 % 100.000,00 € Januar 2011
Ungarn 100 % 100.000,00 € Januar 2011
Zypern

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