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Archive for 22. März 2013

Die Rettung des Euro zu Lasten deutscher Sparer

Posted by krisenfrei - 22/03/2013

Manfred Gburek, 22. März 2013

Vorab eine Entwarnung an alle Leser, die – durch das Medienspektakel zum Thema Zypern total verunsichert – wie schon früher aus Anlass der Griechenland-Krise um ihre Ersparnisse bangen: An Zypern wird der Euro ganz gewiss nicht scheitern. Die Affäre um die Schwarzgeld-Insel lenkt von wichtigeren Problemen ab, die Deutschland und damit letzten Endes uns Bürger nach der Bundestagswahl treffen werden: höhere Steuern und Abgaben, damit die Eurozone um jeden Preis zusammengekittet bleibt, verbunden mit einem Schuss Kapitalverkehrskontrollen.

Wer die Medien genauer verfolgt, besonders die unsäglichen Quatschrunden in ARD und ZDF zum Thema Armut und Reichtum, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Reichen – wer dazu gehört, bleibt offen – im Dienst der sogenannten sozialen Gerechtigkeit zur Kasse gebeten werden sollen. Fängt ein Sender erst einmal mit dem Reichen-Bashing an, ziehen die anderen – die privaten inbegriffen – ziemlich schnell nach, falls sie sich davon hohe Einschaltquoten versprechen. Was dann folgt, erinnert an die Inflation der Kochsendungen.

So weit die Betrachtung prima vista. Es geht allerdings um viel mehr. Denn in Wahrheit soll die Bevölkerung insgesamt, Mittelstand sowie normale Arbeiter und Angestellte inbegriffen, auf finanzielle Opfer vorbereitet werden. Das heißt, unter dem Vorwand, die Reichen und unter denen besonders die Boni-Empfänger zur Kasse zu bitten, basteln sogenannte Think Tanks bereits an Modellen zur Verschiebung von Einkommen und Vermögen. Ihre Vorgabe besteht darin, dass der Euro um jeden Preis erhalten werden muss. Den Preis wird in erster Linie Deutschland zahlen.

Wie kann man sich das konkret vorstellen? Eine wichtige Rolle spielt die EZB: Wenn sie Anleihen maroder Eurostaaten kauft – was sie ja ständig tut -, fällt das der Bevölkerung weniger auf, als wenn deutsche Steuern erhöht würden. Doch im Endeffekt läuft beides auf dasselbe hinaus: Die Staatsanleihenkäufe der EZB sorgen für ein nachhaltig niedriges Zinsniveau. Dadurch geraten die Zinsen unter Berücksichtigung der Inflationsrate real ins Minus. Ob die Ersparnisse der Bürger auf diese Weise oder durch höhere Steuern dezimiert und die Bürger dadurch enteignet werden, ist also gehüpft wie gesprungen. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden beide Methoden zum Einsatz kommen.

Wer die Renditen zehnjähriger Euroländer-Anleihen verfolgt, stellt schnell fest, dass sie sich nach dem Auseinanderdriften im Zuge der Eurokrise 2010 und den darauf folgenden Turbulenzen an den Kapitalmärkten seit Sommer 2012 wieder stark annähern. Damit setzen sie die stabile Entwicklung fort, die sie in der Zeit vor 2010 jahrelang ausgezeichnet hat. Zwar wäre es verfrüht, dies schon jetzt als Zeichen der Stabilisierung der ganzen Eurozone zu deuten. Fest steht aber, dass der Verlauf der Renditen italienischer, spanischer, portugiesischer oder irischer Staatsanleihen wie von Zauberhand koordiniert leicht abwärts gerichtet ist. Nur dass das Ganze nichts mit Zauberei zu tun hat, sondern mit dem massiven Eingreifen der EZB.

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Faszinosum Bernd Lucke: Von einem, den sie nicht zu bändigen wissen

Posted by krisenfrei - 22/03/2013

von André F. Lichtschlag

Der Gründer der Alternative für Deutschland macht bislang alles richtig

Erst ZDF-Illner, dann ARD-Will. Zweimal nun schon durfte Bernd Lucke für seine noch gar nicht richtig gegründete Alternative für Deutschland in die Talkzirkusmanege steigen. Der eine oder andere wollte ihn dort vorgeführt und dressiert wieder raushumpeln sehen. Nichts dergleichen ist geschehen. Schon nach den beiden ersten Auftritten zeichnet sich ab: Diesen „Flegel“ bekommen die öffentlich-rechtlichen Dompteure und politisch-korrekten Rittmeister so schnell nicht in den Griff.

Faszinosum Lucke: Ruhig erklärt er schwierige Sachverhalte, dabei lächelt er stets jugendlich-sympathisch, keinesfalls altklug-überheblich. Weder fällt er anderen ins Wort, noch wird er je laut. Bernd Lucke verkörpert von Kopf bis Fuß gute Manieren und das Gegenteil eines Volkstribuns. Italienischen Pizzabäcker mögen Beppo Grillo, das deutsche Bürgertum aber hat nun die ihm angemessene Version: Professor Lucke, seelenruhig sitzt er auf dem Talkshowsessel und erklärt, was sein Anliegen ist. Wie kann man „so einem“, was doch so viele gerne tun würden, ernsthaft „Rechtspopulismus“ vorwerfen?

Lucke ähnelt ja gerade nicht dem überlauten Italiener Grillo oder dem charismatischen Briten Nigel Farage, von Haider und Le Pen ganz zu schweigen. Vielmehr scheint er wesensverwandt mit seinem deutschen Kollegen Frank Schäffler, dem einsamen Euro-Fighter in der FDP – ebenfalls Typ „Muttis Liebling“. Mit dem Unterschied nur, dass „Mises and Hayek“ teuer und edel die Brust von Frank Schäffler zieren, während Lucke „Sinn & Laffer’s“ trägt. Was aber völlig ausreicht, wenn der europhile Gegner längst nackert dasitzt.

Illner etwa hatte die Meistermatadore Lafontaine und Brüderle aufgeboten, Will ließ Routinier Stoiber und den grünen Spitzenkandidaten Trittin antanzen. Alle vier scheiterten. Lafontaine und Trittin mit Umarmungsversuchen, Brüderle und Stoiber angriffig mit der perfiden Methode „Ach, Herr Professor….“. Der aber geht auf solche Unverschämtheiten einfach nicht ein. Dumm gelaufen – wenn dann am Ende nicht der lächelnde „Herr Professor“ beschädigt rausgeht, sondern Brüderle und Stoiber als Kläffer ohne Anstand entlarvt wurden. Nebenbei: Auch „Professor Kichhof“ hätte einst nach ähnlichen Anwürfen nur gewinnen können, wenn Merkel ihn damals ernsthaft verteidigt statt im Regen stehen gelassen hätte. Auch die das nicht vergessen haben, laufen jetzt Lucke und seiner Alternative zu.

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Wir waren Soldaten im „Krieg gegen den Terror“

Posted by krisenfrei - 22/03/2013

Ein Film, der für Gruppen und Schulklassen gut geeignet ist, um über Krieg, Militärismus, Rassismus, Widerstand und die heutige Politik des Westens und der NATO im Nahen und Mittleren Osten und Afrika zu diskutieren — ob in Irak oder Afghanistan, Libyen, Syrien, Palästina, Pakistan, Yemen, Mali oder Somalia.

INHALT
Neun US-Veteranen geben fesselnde Augenzeugenberichte über ihre Kriegserlebnisse im Irak. Alle sind freiwillig zum Militär gegangen. Viele waren in Deutschland stationiert und wurden hier ausgebildet. Jetzt sind sie durch inneren Andrang getrieben, den tiefen Rassismus gegenüber den Moslems ans Licht zu bringen, der ihrer Meinung nach charakteristisch für die heutige Militärpolitik ist — und zwar von der oberster Kommandostelle bis hinunter zu den einfachen SoldatInnen. Sie beschreiben lebhaft konkrete Vorfälle und sind sichtlich über die Tötungen von Zivilisten erschüttert, die sie gesehen haben oder an denen sie beteiligt waren.

 

NIE WIEDER KRIEG ! NO MORE WAR!

 

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Die USA: Eine psychotische Supermacht mit dem Finger am Abzug

Posted by krisenfrei - 22/03/2013

Die USA: Eine psychotische Supermacht mit dem Finger am Abzug

Finian Cunningham

Von Finian Cunningham
Information Clearing House, 11.03.13

Die USA sind zu einer psychotischen Supermacht geworden, die wegen ihrer eigenen vergifteten Propaganda unter Verfolgungswahn leidet. Dieser gesetzlose, bis an die Zähne bewaffnete, durch Selbstgerechtigkeit verblendete Schurkenstaat stellt die größte Bedrohung für die Sicherheit der Welt dar.

Besonders die Bevölkerung der westlichen Staaten sollte sich nicht länger vor imaginären Feinden fürchten, sondern vor allem auf folgende Tatsachen konzentrieren: Die Sicherheit der Welt und die Zukunft der Menschheit werden ausschließlich von der US-Regierung, ihren Geheimdiensten und dem US-Komplex aus Großbanken, Militär und (Rüstungs-)Industrie bedroht, dem diese Administration dient.

Durch eine in dieser Woche eingeleitete unheilbringende Maßnahme wird die psychotische Supermacht künftig den Finger ständig schussbereit am Abzug haben. Nach einem Bericht in einer in den USA erscheinenden Publikation zur Außenpolitik wurde dem Pentagon von seinem Defense Science Board (einem Gremium von Wissenschaftlern, das es in Verteidigungsfragen berät, das sich auch hat täuschen lassen, empfohlen, für den (äußerst unwahrscheinlichen) Fall eines „katastrophalen Cyber-Angriffs“ eine Doomsday Retaliation Force (eine Vergeltungsstreitmacht, die den Weltuntergang herbei führen könnte) zu schaffen.

Diese Vergeltungsstreitmacht müsse unabhängig sein und dürfe nicht in bestehende militärische Strukturen eingebunden werden. Sie müsse aus Atombombern des Typs B-52 bestehen und auf Anordnung der US-Regierung ausländische Feindmächte vernichten, dienach „Erkenntnissen“ der Regierung fatale Cyber-Angriffe planen. Wichtig ist dabei, dass schon solche „Erkenntnisse“ einen „Vergeltungsschlag“ auslösen könnten.

Was diese Entwicklung so beunruhigend macht, ist ihre Selbsterfüllungstendenz. In den letzten Monaten haben US-Politiker und ihnen hörige Nachrichtenmedien ausländischen Staaten wiederholt Offensiven mit Computerviren angelastet. Vor allem China wurde beschuldigt, Hacker-Angriffe auf die US-Regierung und Zeitungen wie die New York Times und die Washington Post durchgeführt zu haben.

Wie für so viele andere von US-Geheimdiensten gestreute Behauptungen wurden auch für die angeblichen Cyber-Angriffe keine überzeugenden Beweise vorgelegt. Wie schon beim Drohnen-Mordprogramm des Pentagons wird die Öffentlichkeit auch hier wieder mit so genannten „Erkenntnissen“ der US-Geheimdienste abgespeist, die immer angeführt werden, wenn die Angst vor (angeblich) drohenden Terroranschlägen geschürt werden soll.

Die Behauptung, China, Russland und der Iran führten einen Cyber-Krieg gegen die USA, dürfte unbegründet sein, lässt aber eine Haltung erkennen, die gleichzeitig hysterisch und scheinheilig ist. Zweifellos betreiben alle Regierungen in gewissem Ausmaß Computerspionage – als moderne technologische Weiterentwicklung ihrer uralten Spionagetätigkeit.

Durch die in den USA erhobenen Vorwürfe, einer beispiellosen Welle einseitiger Cyber-Angriffe ausgesetzt zu sein, soll bewusst Hysterie erzeugt werden. Vor allem Peking bestreitet jedes Fehlverhalten, und China hat Daten veröffentlicht, die belegen sollen, dass es selbst einem massiven Cyber-Angriff von Seiten der USA ausgesetzt ist. Sehr wahrscheinlich trifft es auch zu, dass die USA zusammen mit ihrem Handlanger Israel iranische Atomanlagen mit Stuxnet- und Flame-Viren lahmlegen wollten.

Die wirkliche Gefahr besteht deshalb darin, dass die US-Regierung mit der von ihr erzeugten Cyber-Hysterie ihre seit Langem gehegte Absicht rechtfertigen will, Krieg und Zerstörung in jedes von ihr anvisierte Land tragen zu können – grundlos und ohne jede Rücksichtnahme auf das Völkerrecht.

Bisher mussten die USA viel Zeit, viel Geld und politische Tricks aufwenden, um einen Krieg anzetteln zu können, bei einem angeblich drohenden Cyber-Angriff wollen sie sofort losschlagen.

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Noch ist es für Griechenland und Zypern nicht zu spät

Posted by krisenfrei - 22/03/2013

Aus dem gr-blog.

Autor: “dutch”

Thema: Die vierte Phase des Dritten Weltkriegs

Ein Kommentar aus Holland …

Unter dem Gesichtspunkt, dass der Autor des in Rede stehenden / obigen Artikels in seinem Umfeld täglich die zunehmende Verarmung der Menschen (am sichtbarsten bei den Schwächsten) in Griechenland wahrnimmt, verstehe ich seinen Artikel. Der direkte Vergleich mit dem Holocaust passt aber nicht in die ansonsten äußerst berechtigte Diskussion – ein (Beinahe-) Bankrott irgendeines Landes hat wenig mit bewaffneten Fallschirmjägern und sogenannten Endlösungen zu tun.

Die Quelle der heutigen Probleme ist der lange existierende Traum von Politikern (des Nordens), dass Europa (mit dem 2. Weltkrieg noch in starker Erinnerung) sich – nach dem Modell der USA – möglichst weit vereinigen soll, damit ein Dritter Weltkrieg zumindest Europa nie wieder heimsuchen kann.

Europa kann nicht mit den USA verglichen werden

Der dabei immer noch herrschende Denkfehler war und ist, dass Europa letztendlich nicht mit den USA vergleichbar ist. Europa ist eben wirtschaftlich viel differenzierter als die USA. Die USA haben sich – über Konflikte bzw. Bürgerkrieg – wirtschaftlich und kulturell langsam zu einer Union entwickelt. Auch in den USA gibt es Unterschiede und schwächere Staaten, die zusätzliche föderale Unterstützung erhalten, aber es wird mehr oder weniger einheitlich gedacht und – sehr wichtig – zudem auch die selbe Sprache gesprochen. Diese Basisentwicklung hat vor / bis zu der industriellen Revolution und auf jeden Fall zu Zeiten stattgefunden, in denen Papiergeld noch durch Gold gedeckt war.

In Europa spricht man dagegen allem voran erst einmal nicht die selbe Sprachen, und wirtschaftlich ist es sehr unterschiedlich. Deutschland, Frankreich, England, Benelux, Spanien haben aus dem kolonialen Gewinn (und erst hier darf das Wort Holocaust fallen) schon viel früher eine Infrastruktur aufgebaut und schritten wirtschaftlich / industriell / finanziell weit voraus. Die Länder Zentral- und Südeuropas konnten dagegen diesen Schritten nicht folgen und hatten dazu noch andere Handicaps, wie beispielsweise geologische Formationen, die eine Verkehrsinfrastruktur schwieriger oder ineffizienter gestalten. Und das Klima, welches die Gestaltung der Arbeitszeiten schwieriger macht (oft verwechselt mit Faulheit), spielte auch seine Rolle. Eine dünnere Bevölkerung, schwierigere Energieversorgung und viel weniger fruchtbare Agrarflächen sind weitere strukturelle Nachteile.

Eine Gemeinschaftswährung zwischen ungleichen Ländern ist unmöglich

Eine einheitliche Währung zwischen Ländern, die sich aus wirtschaftlich und wie auch immer gestalteten sonstigen Gründen nicht auf dem selben Niveau befinden, ist einfach nicht möglich. Ein Staat kann auch ohne Einheitswährung kollabieren, wie die Geschichte 100 Mal bewiesen hat. Frankreich war in 200 Jahren schon 7 Mal bankrott, Deutschland letztens 1945, Argentinien vor 10 Jahren usw.

Ich rufe in Erinnerung, dass sogar die Benelux-Staaten (Belgien, Niederlande, Luxemburg) damals – zurecht – nicht zu einer einheitlichen Währung kommen wollten, obwohl diese Länder noch vergleichbar sind. Der Euro wäre nur überlebensfähig gewesen, wenn nur Deutschland, Holland, Dänemark, Belgien, Luxemburg, Österreich, bei entsprechendem Willen England und – fragwürdig – noch Frankreich einbezogen worden wären – und das nicht, ohne sich fallweise gegenseitig zu helfen, aber ohne Schock-Effekte. Eine Währungsunion beinhaltet unbedingt Bankenhilfe (und Kontrolle), Arbeitsmigration, Sprache, Auslandpolitik, (ökonomische) Immigrationspolitik, Steuerpolitik, Energie-Austausch (Gas-, Wasserenergie usw.) bis hin zu letztendlich sogar Internetgeschwindigkeits-Politik. Für all das bedarf es zumindest auch eines vergleichbaren Steuerpotentials (pro Kopf), um irgendwie alle zu einigen.

In vorstehend angeführten und auch anderen Fällen des Bankrotts gab es immer einen Schock, eine Entwertung des Geldes (ob bar oder auf der Bank). Was jetzt in Griechenland (möglicherweise in absehbarer Zeit auch Zypern) passiert, ist aber ein langsamer und viel gefährlicherer “schleichender Schock”, wobei nicht schlagartig das Geld seinen Wert verliert, sondern die Menschen in die Position gedrängt werden, langsam – “siga-siga” – auch ihren Sachwertbesitz (z. B. ihre Häuser oder ihr Land) zu verkaufen / zu verlieren, weil der Steuerexplosion nicht mehr entsprochen werden kann. Wer das nicht versteht: die neu verhängten Steuern werden jetzt in Euro bezahlt, nicht in einer devaluierten Neodrachme oder so. Nach einer Geldentwertung (Euro-Exit) würden Steuern leichter aufzubringen sein, meistens ohne Verlust von Immobilien bzw. Land, also ohne Mega-Verlust privater Sachwerte. Bei einem solchen “schleichenden” Schock werden also die Schwächeren einfach ALLES verlieren, wogegen sich bei dem “Währungsschock” nur das noch nicht in Sachwerte umgewandelte Geld “verflüchtigt”, was eher die Reicheren betrifft.

Deswegen ist also ein Euro-Exit Zyperns besser. Das Land wird nach dem Jahr des Schocks wieder konkurrenzfähig werden, damit die Basiswirtschaft wieder endgültig in Gang kommt. Die Menschen behalten ihre Häuser und ihr Land, Geld wird aber anfangs “verdampfen”. Nahrung wird wieder bezahlbar. Die Reicheren werden ihre Pickup-Trucks bis zur Verschrottung fahren und nach 10 Jahre einen Renault kaufen – oder früher, weil 10 Jahre schon viel sind. Griechen oder Zyprioten werden erst einmal auf großartige Importe verzichten müssen, können aber schon ihr Osterfest mit einheimischen Produkten genießen.

Griechenland hat – glücklicherweise – die Industrierevolution verpasst …

Abschließend merke ich an: Griechenland hat die industrielle Revolution “verpasst”, und nur deswegen liebe ich das Land so sehr. Ich sehe, dass man sich um seine Familien, seine Omas und Opas kümmert (in Holland schon “de-individualisiert”), ich muss nicht auf jeder Straße an 10- oder 16-stöckigen Hochhäusern vorbeifahren, und die griechische Gelassenheit wärmt meine Seele. Und sogar in den Vorstädten oder Industriezonen Griechenlands fühle ich mich besser als in Vorstädten von Amsterdam.

Griechenland soll lieber seine Schönheit (Leute und Land) beschützen und den Tourismus fördern, anstatt Geiz-Investoren anzuziehen, die Landschaft mit Windparks und Golfplätzen kaputt zu machen und den Tourismus nach spanischem Vorbild ausbrennen zu lassen. Die Entscheidung liegt bei Griechenland – noch ist es nicht zu spät dafür.

Relevante Beiträge:

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„Griechenland soll lieber seine Schönheit (Leute und Land) beschützen und den Tourismus fördern, anstatt Geiz-Investoren anzuziehen, die Landschaft mit Windparks und Golfplätzen kaputt zu machen …“

Ja, das kann ich nur unterstreichen. Mitte der 80er Jahre war ich das letzte Mal in Griechenland. Ich habe ein wunderschönes Land und überaus freundliche Menschen kennengelernt. Die gleichen positiven Erfahrungen habe ich in Spanien erfahren. Dort war ich allerdings viel häufiger. Von daher habe ich zu Spanien auch eine größere Affinität, schon allein der Sprache und der Bekanntschaften wegen.

Ich kann den Griechen nur empfehlen, möglichst schnell zur Drachme zurückkehren und einen Neustart zu wagen, bevor das Land komplett von der Finanzmafia ausgeplündert wird. Mit dem Euro wird alles noch viel schlimmer.

Ja, NOCH ist Griechenland nicht verloren. Die Griechen sollten sich ein Beispiel an Island nehmen.
Andere Südeuropäer übrigens auch! 

 

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