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Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 7. März 2013

Ist der Zins verfassungwidrig?

Posted by krisenfrei - 07/03/2013

von Heiko Schrang  (macht-steuert-wissen)

„Geld wurde erfunden, um Tauschhandlungen zu tätigen. Und deshalb ist es an sich unerlaubt, für den Gebrauch des geliehenen Geldes eine Belohnung zu nehmen, die man Zins nennt.“
Thomas von Aquin (1225-1274)

Unser Geldsystem basiert auf dem Prinzip von Zins und Zinseszins und nur die Wenigsten stellen sich die Frage, welche Auswirkungen dieses System auf sie persönlich hat. Wenn wir uns das exponentielle Zins-Wachstum ansehen, werden wir jedoch feststellen, dass es nicht ins Unermessliche anwachsen kann. Mehr noch, solch ein System muss nach einer gewissen Zeit zwangsläufig in sich zusammenbrechen.

Dazu ein Beispiel: Gehen wir davon aus, der Bestand von Seerosen in einem See hätte sich, mit einer Seerose beginnend, jährlich verdoppelt. Nach 30 Jahren ist der See zu einem Viertel mit Seerosen bedeckt.

Wann bedecken die Seerosen wohl den ganzen See?
Die Antwort lautet: Nach nur weiteren zwei Jahren! Denn bei einer Verdopplung ist der See nach einem Jahr zur Hälfte und nach einem weiteren Jahr vollständig zugewachsen.

30 Jahre lang konnte man die Seerosen als Zierde des Sees betrachten, innerhalb von nur 2 Jahren gibt es aber keine freie Stelle mehr auf dem See.

Auszug aus dem unzensierten und ungekürzten Buch „Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen“: http://www.macht-steuert-wissen.de/shop/index.php

Daran erkennen wir, dass jedes auf Zins aufgebaute System zwar immer eine gewisse Zeit lang funktionieren kann, es aber aufgrund des Zinseszins-Effektes, in der Spätphase dieses Systems, zu einem exponentiellen Anstieg der Geldmenge kommt. Das gilt sowohl für Guthaben, als auch für Schulden. Da die Entwicklung in Richtung Unendlichkeit tendiert, es aber keine unendlichen Schulden geben kann, ist ein Zusammenbruch des Systems unausweichlich. Leider wird dies in der Regel von den meisten Ökonomen nicht richtig eingeschätzt.

Es bildet sich eine exponentielle Kurve, die nur am Anfang langsam und dann immer schneller steigt. Aus diesem Grunde sind Zinseszinsen als gefährlich anzusehen.

Der Zeitraum für die Verdoppelung einer Schuld aufgrund von Zinseszins lässt sich (wenigstens annäherungsweise) sehr einfach berechnen: Man braucht nur die Zahl 72 durch den jeweils geltenden Zinssatz zu teilen und erhält die Zeitangabe. Bei 6 % Zinsen verdoppelt sich eine Schuld alle zwölf Jahre. Nach 24 Jahren hat sich die ursprüngliche Schuld bereits vervierfacht. Der amerikanische Wirtschaftshistoriker John L. King beispielsweise nannte den Zins „die unsichtbare Zerstörungsmaschine“, der so genannten freien Marktwirtschaft.

Der Zins ist im wahrsten Sinne des Wortes eine schwere Last für den Staatshaushalt. Das lässt sich daran erkennen, dass die Zinsen, die Deutschland für seine Schulden zahlen muss, mittlerweile der zweitgrößte Posten im Bundeshaushalt sind. Gut für die Gläubigerbanken, aber schlecht für den Steuerzahler.

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Wirtschaft ohne Krise – Wissensmanufaktur – Interview

Posted by krisenfrei - 07/03/2013

Andreas Popp und Rico Albrecht zum Plan B und anderen Themen.

 

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Wie ein think tank Hartz IV sieht

Posted by krisenfrei - 07/03/2013

Tageskommentar 07.03.: Dr. Norbert Leineweber,
Wie ein think tank Hartz IV sieht. Und wie die „wage drift“ den Arbeitsmarkt über Anreize steuert.

Wir hatten just gestern Hartz IV auf der Agenda, da kommt tags darauf der Beitrag von Prof. Klaus F. Zimmermann, dem Direktor des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn. In diesem weltweit größten Forschungsnetzwerk der Ökonomen arbeiten mehr als 1.200 Wissenschaftler zusammen. Von geballtem Sachverstand kann man demnach ausgehen.

Das was in den folgenden Erklärungen für die Beschäftigungspolitik in Deutschland gilt, ist in den Krisenländern stiefmütterlich gehandhabt worden, oder sagen wir besser sträflich vernachläsasigt.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor in Deutschland waren eine beschäftigungsorientierte maßvolle Lohnpolitik sowie größere Flexibilität bei den Arbeitszeiten und anderen tarifvertraglichen Regelungen wie Öffnungsklauseln. Ein Arbeitgeber stellt auch vorübergehend niemanden ein, den er nicht wieder los wird, wenn die Aufträge wieder zurück gehen. Die Beschäftigungsabbaukosten waren gewaltig und blockierten Neueinstellungen.
Angesichts einer Zahl von rund 5 Millionen lohnsatzbedingter Arbeitsloser (der Rest der 7 Mio. war strukturell bedingt) ging es darum, die Verlierer des Lohnkartells durch Sozialleistungen ruhig zu stellen. Das Stillhalteabkommen musste die Gesellschaft durch immer stärker steigende Arbeits- und Sozialstaatskosten teuer bezahlen. Im Grunde ließen sich die Gewerkschaften das Ergebnis der verfehlten Lohnpolitik vom Staat bezahlen. Und wenn eine Mitte-links Regierung am Ruder ist, kann sie eben ihre Gewerkschaftsbasis nicht angreifen. Das war auch schon unter Helmut Schmidt so. Prof. Sinn und andere kamen einmal auf die Idee auszusprechen, dass eigentlich die Gewerkschaften für die Arbeitslosen aufkommen müssten. Das wäre eine radikale Reform gewesen: Man zahlt statt Arbeitslosenversicherung einen Gewerkschaftsbeitrag, der mit steigender Arbeitslosigkeit angehoben wird.

Hartz IV setzte auf eine neue Qualität bei der Vermittlung und größere Flexibilität (s.o.).
Was zuvor das Mittel zum Zweck war, nämlich durch eine Überkonsumption die Arbeitslosigkeit zu kaschieren, wäre in dem Stil nicht mehr machbar gewesen, wir haben das mehrfach beschrieben.
Immerhin hatten sich die Sozialausgaben in den beiden vorangegangenen Jahrzehnten mehr als verdreifacht; die Grenzen der Finanzierbarkeit bei einer insgesamt stagnierenden Wirtschaftsleistung waren längst erreicht. Unter Schröder war man mit 4% Nettokreditaufnahme des BIP über Masstricht hinausgeschossen.

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