krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 22. Februar 2013

Gold- und Silberaktien reizen zum Timing

Posted by krisenfrei - 22/02/2013

von Manfred Gburek

Anleger warten gespannt auf den Ausgang der Wahl in Italien, weil sie befürchten, dass davon das Schicksal des ganzen Euroraums abhängen könnte. Das ist allerdings nur ein Teilaspekt in dem Kuddelmuddel, der uns noch bevorsteht. Denn von der breiten Öffentlichkeit kaum beachtet gerät die Europäische Zentralbank EZB zunehmend unter politischen Druck. Das ist das Fazit aus den derzeit stattfindenden Verhandlungen hinter verschlossenen Türen.

Worum es geht, hat Bundesbank-Präsident Jens Weidmann schon am 11. Februar aus Anlass seiner Freiburger Rede in Gedenken an den großen Nationalökonomen Walter Eucken klar zum Ausdruck gebracht: „Die Staaten entscheiden autonom über die Verschuldung, die Gemeinschaft haftet für die Folgen. Diese Konstellation begünstigt erneute Fehlentwicklungen.“ In letzter Konsequenz könnten dann „Staatsinsolvenzen nicht ausgeschlossen werden“. Weidmann geht noch weiter: „Das Eurosystem wird zum einzigen handlungsfähigen Akteur auf europäischem Boden stilisiert.“ Es sei jedoch nicht in der Lage, die Krise zu bewältigen, das könne „nur die Politik“.

Dass Weidmann damit nicht ungeteilte Zustimmung erhält, liegt auf der Hand. Man stelle sich nur vor, das Quartett Merkel/Hollande/Rajoy und einer der italienischen Wahlkandidaten, möglicherweise sogar der dubiose Strippenzieher Berlusconi, würde versuchen, die angesprochenen Fehlentwicklungen aus der Welt zu schaffen. Das ist allein schon aufgrund der weit auseinanderklaffenden Interessen der vier größten Länder des Euroraums nicht möglich.

Was bedeutet das? 1. Die Unruhe um den Euro bleibt. 2. Sie ist Teil des Abwertungswettlaufs, vielfach als Währungskrieg bezeichnet. 3. Sie lenkt von den Problemen anderer ab, etwa von der hoffnungslosen Verschuldung der USA und Japans. 4. Die Unfähigkeit der europäischen Politiker, mit dem Europroblem, also mit extrem unterschiedlichen Ausgangslagen und Interessen der Mitglieder des Euroraums, fertig zu werden, lenkt die Last der Verantwortung zwangsläufig auf die EZB. 5. Je länger diese Prozedur dauert, desto mehr wird Europa von Nordamerika und vor allem von Asien wirtschaftlich abgehängt.

Dabei sollte man noch den folgenden Aspekt beachten: Die EZB schöpft zugunsten der – überwiegend maroden – Großbanken Geld, mit dem diese beispielsweise italienische und spanische Anleihen kaufen. Das Geld ist also unproduktiv angelegt, denn die Anleihen dienen ja nicht dazu, die Produktivität von Fabriken in den betreffenden Ländern zu steigern, sondern weitgehend zur Umschuldung staatlicher Kredite. Das Ganze erinnert ein wenig an den Neuen Markt und die Nasdaq Ende der 90er Jahre, als Banken Geld schöpften, indem sie massenweise Börsengänge von Unternehmen lancierten, die in erster Linie aus heißer Luft bestanden.

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Uncategorized | Leave a Comment »

USA bedrohen China unter Vorwand des Hackings

Posted by krisenfrei - 22/02/2013

Von Barry Grey
22. Februar 2013

Die unbewiesene Behauptung, die chinesische Regierung stehe hinter Cyber-Attacken, dient der Obama-Regierung als Vorwand, um ihre Drohungen gegen China zu verschärfen. In den letzten Tagen wurde mehrfach über Hackereinbrüche in die Web Sites amerikanischer Wirtschaftsunternehmen und staatlicher Behörden berichtet. Die amerikanischen Medien bauschten diese Berichte auf, ohne ihre Richtigkeit zu überprüfen. Sie sollen die amerikanische Öffentlichkeit verwirren und als Rechtfertigung dafür herhalten, dass die Obama-Regierung China immer stärker isoliert und letztlich einen militärischen Angriff plant.

Die Vorwürfe von Hackerangriffen werden auch benutzt, um die wachsende Überwachung der Computer- und Internetkommunikation der eigenen Bevölkerung auszuweiten und die Methoden der Cyberkriegsführung weltweit zu entwickeln.

Die New York Times, das Sprachrohr des Pentagon und der CIA, hat bei der jüngsten Provokation gegen Peking die Führung übernommen. Am Dienstag veröffentlichte sie auf der ersten Seite einen aggressiven Artikel unter der Überschrift „Hinweise auf Beteiligung der chinesischen Armee an Hacking gegen die USA“. Sie fügte noch den bedrohlichen Untertitel hinzu „Stromnetz im Visier“.

Der Artikel trieft von Zynismus und Heuchelei. Es ist bekannt, dass niemand so stark Cyber-Krieg betreibt wie die Vereinigten Staaten. Der Artikel gibt selbst zu, dass die USA mit Israel zusammen den Virus Stuxnet entwickelt und in iranische Computersysteme eingeschleust haben, um das iranische Atomprogramm zu stören. Außer dieser Sabotageaktion, die an sich schon eine illegale Aggression darstellt, wurden mehrere iranische Wissenschaftler ermordet, wobei die USA ebenfalls von Israel unterstützt wurde.

Der Artikel, der sich über mehrere Seiten erstreckt, stützt sich auf einen am gleichen Tag veröffentlichten sechzigseitigen Bericht einer privaten Sicherheitsfirma, die enge Beziehungen zur Times und zu Militär- und Geheimdienststellen der USA unterhält. Der Bericht stammt von der Firma Mandiant, die von einem Offizier der Air Force im Ruhestand gegründet wurde und in Alexandria, Virginia, angesiedelt ist. In dem Bericht findet sich kein hieb- und stichhaltiger Beweis für die Behauptung, eine Einheit der chinesischen Volksbefreiungsarmee führe in Schanghai Hackerangriffe gegen US-Konzerne, Organisationen und Regierungsbehörden aus.

Die Leute von Mandiant behaupten, seit 2006 hätten sie 141 Cyberattacken auf ein und dieselbe chinesische Hackergruppe zurückverfolgen können. 115 dieser Angriffe hätten sich gegen amerikanische Firmen gerichtet. Auf der Grundlage von digitalen Fußabdrücken wie z.B. Internetprovideradressen kommt Mandiant zum Schluss, dass neunzig Prozent der Hackerangriffe von dem gleichen Stadtteil von Schanghai ausgingen. Darauf stellt sie fest, dass die Einheit 61398 der Volksbefreiungsarmee (PLA) in diesem Stadtteil stationiert ist. Darauf zieht Mandiant völlig willkürlich die Schlussfolgerung, dass die Cyberangriffe aus dem PLA-Gebäude kommen.

Die Times gibt in ihrem Artikel zu: “Die Firma war nicht in der Lage, die Hacker in dem zwölfstöckigen Gebäude der [PLA] zu verorten“. Die Zeitung berichtet dann weiter: „Mandiant entdeckte auch ein internes Memo von China-Telecom, in dem es um die Entscheidung der Firma ging, den Stab der Einheit 61398 an das Hochgeschwindigkeitsglasfasernetz anzuschließen.“ Man muss wohl annehmen, dass die Mandiant-Leute dieses Memo „entdeckten“, indem sie selbst in chinesische Computer einbrachen.

Chinesische Regierungsvertreter haben jede Beteiligung von Regierungsstellen oder des Militärs an Hackerangriffen in Abrede gestellt und weisen den Mandiant-Bericht, der ohne jede Beweiskraft ist, zurück. Das chinesische Verteidigungsministerium gab am Mittwoch eine Erklärung heraus, in der es darauf hinwies, dass ISP-Adressen kein verlässlicher Hinweis auf den Ursprung von Hackerangriffen sind, weil Hacker IP-Adressen zu kapern pflegen. Ein Sprecher des Außenministeriums wies darauf hin, dass China beständig von Hackern angegriffen werde, von denen die meisten in den USA sitzen.

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Uncategorized | 1 Comment »