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Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 15. Februar 2013

Währungs-Abwertung bedeutet Gold-Aufwertung

Posted by krisenfrei - 15/02/2013

von Manfred Gburek

Wahrscheinlich sind Sie gerade am meisten daran interessiert, zu erfahren, warum der Goldpreis in den vergangenen Tagen und besonders am Freitag so stark gefallen ist. Also will ich Ihnen die Antwort nicht schuldig bleiben. Wie immer in solchen Fällen gibt es zwar auch hier die klassischen Auslöser des Preisrückgangs, die eher auf die Charttechnik – wachsendes Momentum (Beschleunigung), Durchbrechen von Widerstandslinien – als auf fundamentale Faktoren zurückzuführen sind. Aber die wahren Ursachen liegen woanders.

Zunächst gibt Folgendes zu denken: Die auf einen fallenden Goldpreis spekulierenden Investoren haben ihre Attacken geschickt in die Zeit zwischen der Veröffentlichung der ohne allzu große Überraschungen ausgefallenen Nachfragestatistik durch die Lobbyorganisation World Gold Council und das Ende des chinesischen Neujahrsfestes gelegt. Das heißt, sie haben das Nachfragevakuum genutzt, das durch die Feiern in China entstanden ist – ganz schön clever. Den Rest haben verängstigte Anleger besorgt. Die neue Woche, wenn die Chinesen wieder an ihre Arbeitsplätze und damit auch an die Börse zurückkehren, wird Aufschluss darüber geben, ob sie das niedrigere Goldpreisniveau bereits für verstärkte Käufe nutzen oder abwarten werden. Einiges spricht dafür, dass sie mit Käufen beginnen werden.

Der Subkontinent Indien, der mit China um den ersten Platz unter den Goldkäufern wetteifert, hatte vor Jahresfrist einen kräftigen Einbruch der Goldimporte erlebt, der im Wesentlichen auf die starke Erhöhung der Einfuhrzölle, auf die Schwäche der Währung Rupie und auf zusätzliche Steuern zurückzuführen war. Jetzt ist eine weitere Erhöhung der Einfuhrzölle im Gespräch. Viele Inder hatten in deren Erwartung schon während des vierten Quartals 2012 kräftig beim Gold zugegriffen. Daraus schließen manche Beobachter der Goldszene, das erste Quartal 2013 werde mau ausfallen.

Eine nicht zu unterschätzende Ursache der vorübergehenden Goldpreisschwäche besteht in den jüngsten Veröffentlichungen der amerikanischen Finanzaufsicht SEC. Darin ist zu lesen, dass der legendäre Investor George Soros sich im vierten Quartal 2012 von über der Hälfte seines im SPDR Gold Trust angelegten Vermögens getrennt hat. Außerdem haben der SEC zufolge weitere Fondsmanager verschiedene mit Gold unterlegte Finanzprodukte verkauft. Das ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass diese Fondsmanager vor allem unter den im Dow Jones-Börsenbarometer enthaltenen Aktien größere Chancen entdeckt zu haben glauben. Ihnen haben sich Spekulanten mit Gold-Puts angeschlossen, also mit Verkaufsoptionen – quasi Wetten – auf einen fallenden Goldpreis.

Die Ursachenforschung führt uns also auch zu den Großanlegern, die fest an die Wiederbelebung der US-Wirtschaft glauben. Sie haben mit einigem Erfolg das Gerücht in die Welt gesetzt, der nächste Konjunkturaufschwung stehe vor der Tür und werde Ben Bernanke, den Chef der US-Notenbank Fed, von der Fortsetzung des Quantitative Easing (Geldschöpfung) abhalten. Das werde viel Geld aus dem Gold, das bisher von der Geldschöpfung profitiert habe, in Aktien lenken.

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Wo bleibt die Inflation?

Posted by krisenfrei - 15/02/2013

FED-Kritiker: Ludwig von Mises

von Julian Schmierer

Wenn man die immense Geldmengenausweitung der FED und der EZB sieht, dann stellt sich unweigerlich die Frage, wo denn die große Inflation bleibt. Sind die Inflationsängste gar vollkommen unbegründet und liegen die „Austrians“ vollkommen daneben? Die Angst vor Inflation, vor allem in den USA, ist nicht unbegründet und ich versuche hier ein paar Gründe zu nennen.

Zunächst einmal hat die Berechnung der Preisinflation in Deutschland durch einen Warenkorbindex und in Amerika durch den CPI (Consumer Price Index) herzlich wenig mit wirklichen Preisanstiegen bei alltäglichen Produkten zu tun. Die Regierungen der Welt sind Meister im Manipulieren von Statistiken, so werden im Warenkorb Produkte des alltäglichen Lebens untergewichtet und Produkte, welche einen hohen Preisverfall haben, wie etwa Computer, übergewichtet, um die Preisinflationsrate niedrig zu halten.

Nun lassen wir dieses Problem jedoch bei Seite und gehen auf die Tatsache ein, dass Preisinflation durch vorangegangene Kreditexpansion ausgelöst wird. Dieser Gedanke ist sogar weitgehend anerkannt, Ausnahmen bilden die merkantilistische oder keynesianisches Ideologie. Warum führen die massiven Geldausweitungen der Zentralbanken nicht zu viel höheren Preisen? Die Austrians wie Ludwig von Mises, Benjamin Anderson und F.A. Hayek sahen, dass die Rohstoffpreise in den 1920er Jahren stabil blieben, doch andere Preise in der Produktionsstruktur wiesen auf ein Problem der Zentralbankpolitik der FED hin. Besonders Mises wies darauf hin, dass die „Stabile Dollar“-Politik der FED noch schwere Folgen haben werde. Mises erkannte, dass die Preise in den 20ern gefallen wären, hätte es keine lockere Geldpolitik der FED gegeben.

Schaut man sich die offensichtlichsten Preise wichtiger Güter an, die im Mainstream nicht bzw. kaum berücksichtigt werden, so erkennt man eine Preisinflation dieser Güter. Eines dieser Güter ist Erdöl. Erdöl soll, wenn es nach Mainstream-Ökonomen wie Ben Bernanke geht, zusammen mit Nahrungsmittelpreisen komplett aus der Inflationsberechnung ausgeschlossen werden, weil diese Preise nichts mit der Geldpolitik der FED zu tun hätten. Die Austrians sind natürlich der Meinung, dass in einem freien Markt ohne Zentralbank der Preis für Öl stabil bleiben würde und dass in unserer jetzigen Ökonomie Öl ein Indikator für die Richtigkeit der Vorhersagen der Austrian Business Cycle Theory ist.

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