krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 7. Februar 2013

Jörg-Uwe Hahn (FDP) sagt, was er denkt !

Posted by krisenfrei - 07/02/2013

Der hessische Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) sieht sich mit seiner rassistischen Äußerung zum Vizekanzler und seinem Parteikollegen Rösler missverstanden. Hier seine missverstandene Äußerung in einem Interview in der Frankfurter Neue Presse“: 

„Frankfurter Neue Presse“: Ist die Debatte um Rösler also beendet?

 Hahn: Ja. Wir werden sicherlich noch eine kleine Personaldebatte bekommen über die Frage der Besetzung des FDP-Präsidiums auf Bundesebene auf dem Sonderparteitag Anfang März. Also, ob Herr Niebel und Herr Kubicki etwa nochmal eine Rolle spielen. Bei Philipp Rösler würde ich allerdings gerne wissen, ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren.

 Das ist kein Tritt ins Fettnäpfchen. Wer so etwas sagt, meint es auch so. Ein klarer „Freud’scher Versprecher“ (spricht versehentlich aus was man wirklich denkt, aber nicht zu sagen wagt).

So sind sie, die Berufslügner. Da kommt ihnen etwas über die Lippen, womit sie sich schon länger beschäftigt haben und in ihrem Gehirn abgespeichert wurde. Hagelt es für solche Äußerungen Kritik, soll alles selbstverständlich missverstanden worden sein. Er wollte ja nur eine gesellschaftliche Debatte anstoßen. Ja klar Herr Hahn, solche Debatten brauchen wir unbedingt. Wahrscheinlich werden Sie demnächst nach Brüssel entsorgt. Dort werden Sie bestimmt noch gebraucht

Und dann noch ein Kommentar dazu im SPON:

borzensen heute, 17:19 Uhr

„Jetzt wird natürlich wieder die Nazikeule ausgepackt. Dabei hat der Mann, trotz ungeschickter Formulierung, doch völlig Recht. Ich stamme aus einer sehr ländlichen und erzkonservativen Region Bayerns. Was hier an latentem Rassismus herrscht und welche unschmeichelhaften Spitznamen des Herren Röslers ich schon gehört habe geht auf keine Kuhhaut.“

Sehr geehrte(r) Frau/Herr borzensen,

wer einen so oberpeinlichen Kommentar abgibt, kann nur aus einer erzkonservativen Region stammen. Auf solche Wähler baut die CSU/CDU/FDP.

Dazu kann ich nur sagen: Leider nichts dazu gelernt!

Posted in Politik | Verschlagwortet mit: , , | Leave a Comment »

Bildungsministerin ohne Titel?

Posted by krisenfrei - 07/02/2013

von Gert Flegelskamp

Schade, die öffentliche Diskussion über „Sexismus“ hat nur eine gute Woche gedauert, ist aber nun fast vorbei. Dabei habe ich mich so prächtig über die vorgebrachten Argumente amüsiert. Ehrlich, Mädels, Euch fehlt das Stehvermögen. Jahrtausende währende Unterdrückung durch diese haarigen Biester und nun, in Zeiten da ihr die Macht übernehmt, reicht es gerade mal für eine Woche Presserummel?

Aber genau genommen diente diese ganze Kampagne ohnehin nur dem Ziel, Männlein und Weiblein gegeneinander aufzuhetzen. Das Prinzip kannten schon die alten Römer: „Divide et impera“, teile und herrsche. In Wahljahren ist das besonders wichtig, denn Chaos und Unfrieden in der Masse erleichtert den Herrschenden das Leben und herrschen ungemein.

Doch hin und wieder kommen auch den Herrschenden so kleine Stolpersteine in den Weg. Einer dieser Stolpersteine heißt Annette Schavan. Wer freundlich ist, meint, sie habe gemogelt oder auch „ein wenig geschummelt“, als sie ihre Doktorarbeit schrieb. Ich mag das nicht so lapidar abtun und sage deshalb ein wenig unfreundlicher, sie hat betrogen. Dass sie mit ihrer Promotion ihr Studium abgeschlossen hat, statt mit einem Examen, macht die Sache noch ein wenig skurriler. Hatte sie Angst, ein Examen nicht zu schaffen oder hatte sie es so eilig, an die Futtertröge der Nation, in die Politik, zu kommen? Wie auch immer, ohne Titel hat sie lediglich Abitur, mehr nicht.

Von der politischen Konkurrenz kommen nun natürlich die Rücktrittsforderungen, aber ob Schavan noch bis September im Amt bleibt, ist mir gleichgültig. Ich habe das System Merkel/Westerwelle/Rösler bis jetzt ertragen und Schavan war ein Teil davon, da halte ich die letzten Monate auch noch durch.

Hält Merkel ihre „Vertraute“ im Amt, schadet sie damit der Partei bzw. den Parteien (CDU und CSU) noch mehr und das würde mir schon gefallen. Doch so, wie ich „Mutti Merkel“ kenne, wird sie ihrer „Vertrauten“ in einem Gespräch unter 4 Augen schon beibringen, dass diese „freiwillig“ zurück getreten wird, um die Partei und den Wahlkampf 2013 nicht zu belasten.

Unabhängig davon empfinde ich das Urteil der Uni Düsseldorf befreiend. Die Spielregeln einer Dissertation waren vor 30 Jahren nicht anders als heute, nicht aber die der Universitäten. Hatte vor 30 Jahren jemand die „nötigen Verbindungen“, konnte es schon mal sein, dass Prüfer und Doktorväter nicht ganz so genau hinsahen. Das ist aus meiner Sicht die wichtigste Erkenntnis, die auch Universitäten nun haben werden, dass opportunistisches Verhalten bei Prüfungen heutzutage aufgedeckt werden kann und damit auch auf die Universität zurückfällt. Das heißt, dass Studenten heute auch bei entsprechenden Verbindungen sich nicht mehr darauf verlassen können, dass man mit Plagiaten auch durchkommt.

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Uncategorized | 1 Comment »

Optimismus oder Euphorie ?

Posted by krisenfrei - 07/02/2013

Marktkommentar – Januar 2013

von Mack&Weise

Das Börsenjahr 2013 startete an den Aktienmärkten im Januar so, wie das alte endete: mit teils beachtlichen Gewinnen! Glaubt man den aktuellen Kommentaren der meisten Auguren, die angesichts der Nullzinspolitik und der unbegrenzten Liquiditätsschöpfung der Notenbanken jetzt die Alternativlosigkeit der Aktienanlage beschwören, so scheinen die Börsen 2013 auch wegen der offiziell für beendet erklärten Euro-Krise geradezu risikolose Gewinne zu garantieren. Mittlerweile ist dementsprechend der Optimismus nicht nur unter den institutionellen Investoren in Amerika extrem ausgeprägt (siehe Grafik), sondern auch Titelseiten – wie der DAX-10.000-Punkte-Aufmacher des Handelsblatts vom 18.01.2013 – signalisieren, dass der Optimismus inzwischen immer stärker Richtung Euphorie tendiert, was sich in früheren Börsenzyklen oft als Marktwendepunkt entpuppte. Natürlich kann niemand die Entwicklung in den nächsten Monaten oder Jahren vorhersehen, doch die enormen Risiken und Nebenwirkungen der aktuellen Krisenpolitik einfach auszublenden, könnte sich für die an die Allmacht der Notenbanken glaubende Masse von Anlagenotstandsinvestoren schnell als kostspieliger Irrtum erweisen. Schließlich wurde seit Krisenbeginn 2007 nicht ein einziges von den der Krise zugrunde liegenden Problemen gelöst, dafür aber das größte und zugleich folgenreichste geldpolitische Experiment in der Geschichte der Menschheit gestartet.

NAAIM Survey of Manager Index - Optimismus oder Euphorie?

 Allein die Tatsache, dass die Euro-Zone inzwischen wieder in die Rezession zurückgefallen ist, und auch die US-Wirtschaft im vierten Quartal 2012 leicht schrumpfte, signalisiert, dass die massiven geldpolitischen Interventionen der Notenbanken kaum noch positive realwirtschaftliche Effekte erzeugen. Und das alles in einem Umfeld, in dem die Industriestaaten trotz aller Sparrhetorik ihre Verschuldung im Eiltempo weiter aufblähen!

Posted in Uncategorized | 1 Comment »

Jetzt verlangen Tausende Spa­nier­In­nen Neuwahlen

Posted by krisenfrei - 07/02/2013

Das Land der Diebe und Betrügerinnen

Die jüngsten Bestechungsskandale haben Spanien eine weitere Krise beschert, die das bestehende Parteiensystem ruinieren könnte – was gar nicht so schlecht wäre.

Von Dorothea Wuhrer, Sevilla

«Das stimmt nicht. Nichts davon stimmt.» Seit gut einer Woche versucht Ministerpräsident Mariano Rajoy, die SpanierInnen von seiner Unschuld zu überzeugen. Dass ihm kaum jemand glauben will und es deshalb täglich im ganzen Land zu Kundgebungen kommt, hat ­einen einfachen Grund: Der aktuelle Skandal um die Schwarzgelder seiner rechtskonservativen Volkspartei PP ist nur einer von vielen Punkten auf einer langen Liste von Kor­rup­tions­fäl­len. Über 300 PolitikerInnen fast aller Parteien stehen derzeit wegen Amtsmissbrauch und Bestechlichkeit vor Gericht, und es kommen laufend neue Anklagen dazu.

Vor einer Woche veröffentlichte die Tageszeitung «El País» handgeschriebene Dokumente des langjährigen PP-Geschäftsführers Luis Bárcenas, denen zufolge die Führungsmitglieder der Partei, darunter auch Rajoy, zwischen 1990 und 2008 regelmässig Gel­der in Höhe von bis zu 15 000  Euro monatlich erhalten haben sollen. Diese Zuwendungen seien bis 2007 legal gewesen, solange sie dem Fiskus deklariert wurden, verteidigt sich inzwischen der in die Enge getriebene Ministerpräsident. Er will demnächst seine Steuererklärungen publizieren. Tatsächlich waren laut damaligem Parteienfinanzierungsgesetz Spenden von Privatpersonen bis zu einer Höhe von 60 000  Euro erlaubt. Aber nicht Überweisungen von Firmen, die mit der öffentlichen Hand Verträge abgeschlossen hatten. In Bárcenas’ Notizen tauchen vor allem Unternehmen der Bau- und Immobilienbranche auf, die in den Jahren des ungebremsten Booms von Entscheidungen der PP-Regionalregierungen profitierten und deren Beträge die 60 000 -Euro-Grenze erheblich überschritten.

Und so hält die Empörung an. Vor allem die verarmten Bevölkerungsschichten wollen nicht einsehen, dass bei ihnen über die Schmerzgrenze hinaus gespart wird, während die Verantwortlichen für die Krise jahrelang ihre Taschen füllten. Denn bekannt ist mittlerweile auch, dass Bárcenas 22,1 Millionen Euro auf ein Konto der Dresdner Bank in Genf geschafft hatte und eine Steueramnestie nutzte, um einen grossen Teil des Geldes legal nach Spanien zurückzuführen. Nun hat die Audiencia Nacional, der eigentlich auf Terrorismus spezialisierte Nationale Gerichtshof, ein Verfahren gegen ihn eröffnet. Ausserdem ermittelt die Staatsanwaltschaft seit Jahren gegen den PP-Politiker. Bárcenas ist offenbar auch in ­einen millionenschweren Korruptionsfall verwickelt: Über Jahre hinweg hatten sich spanische Unternehmen durch die Bestechung hochrangiger PP-PolitikerInnen in Madrid, ­Valencia und Galizien lukrative öffentliche Aufträge verschafft.

Dies ist zwar der bislang grösste aufgedeckte Korruptionsskandal, aber bei weitem nicht der einzige. Im März 2012 wurde beispielsweise der ehemalige Regierungschef der Balearen und PP-Politiker Jaume Matas zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt – wegen Amtsmiss­brauch, Bestechlichkeit, Veruntreuung öffentlicher Gelder, widerrechtlicher Aneignung, Urkundenfälschung, Vorteilsgewährung, Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Wahlbetrug. Diese Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit dem Bau der Radrennbahn Palma Arena in Palma de Mallorca, bei deren Finanzierung auch der Schwiegersohn von König Juan Carlos seine Finger im Spiel hatte. Iñaki Urdangarín, gegen den jetzt ebenfalls Anklage erhoben wurde, liess sich seine Vermittlungsdienste mit rund sechs Millionen Euro öffentlicher Gelder honorieren.

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Uncategorized | 4 Comments »