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Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 5. Februar 2013

Die Krise ist tot, es lebe die Krise!

Posted by krisenfrei - 05/02/2013

von Gerhard Spannbauer (krisenvorsorge)

EUHotel California?

Etwas mehr als eine Woche ist es her, da schaffte es der britische Premier, die EU-Granden völlig sprachlos zu machen. Er kündigte mit einem Paukenschlag einen Volksentscheid der Briten zur Mitgliedschaft in der EU an. Interessanterweise waren die EU-Oberhäuptlinge komplett auf Tauchstation gegangen. Weder Manuel Barroso noch Herman Van Rompuy gaben dazu eine Stellungnahme ab. Barroso bezeichnete in einer niederländischen Zeitung Camerons Rede als „gehaltvollen Beitrag“ und ließ seine Sprecherin im schönsten, inhaltslosen Politiker-Wischiwaschi verkünden, Großbritannien habe kein offizielles Austrittsersuchen aus der EU gestellt.

Herman Van Rompuy war gleich ganz in der Versenkung verschwunden und der Präsident des Europaparlamentes, Martin Schulz, kündigte lediglich an, man werde eine Werbekampagne für die EU in Großbritannien starten und Einfluß auf den Wahlkampf nehmen.

Es dauerte keine zwei Tage, da kam der erste „Ich auch!“-Kandidat. Der österreichische FPÖ-Chef Strache schreibt sich einen Volksentscheid der Österreicher über einen Austritt aus der EU auf die Fahnen.

Am Samstag zog dann die niederländische Regierung nach. Regierungschef Mark Rutte fordert ein Austrittrecht für EU-Mitgliedsstaaten. Schon beim Wirtschaftsforum in Davos verglich Rutte die EU mit dem „Hotel California“ in dem berühmten Song der Rockgruppe „The Eagles“. Hier heißt es im Refrain: „Welcome to the Hotel California … You can check out any time you like, but you can never leave!“ (Auschecken kannst du jederzeit, aber du kannst niemals wieder weg!)

Ruttes Vorstoß findet Beifall in den Niederlanden. Eine Unterschriftenaktion wurde bereits gestartet, um ein Referendum über einen Austritt zu erzwingen. Argument: Die Niederlande würden durch die Mitgliedschaft in der EU in einen zentralisierten europäischen Superstaat hineingezwungen, ohne die Regierung, Gesetze, Steuern und Politik dieses Superstaates überhaupt beeinflussen zu können.

Sogar Martin Schulz merkt etwas: “Wenn sich Menschen von einem Projekt, einer Idee abwenden, dann geht das irgendwann seinem Ende entgegen” resümiert er bitter und sieht die EU „tödlich bedroht“.

Supernovaan den Finanzmärkten?

Bill Gross, Chef von Pimco, dem größten Vermögensverwalter der Welt (1,9 Billionen Dollar Vermögenswerte), meldet sich wieder einmal zu Wort. Er sieht das Weltfinanzsystem am Ende angekommen. Es blähe sich gerade noch einmal im finalen Kollaps auf, um dann unterzugehen. Wie jedes Schneeballsystem, so funktioniere auch das kreditbasierte Finanzsystem nur eine bestimmte Zeit lang. Dadurch, dass die Zentralbanken schon seit einiger Zeit unbegrenzt Geld vermehren, werden „Investments“ nur noch zum Bedienen von Schulden und Zinsdiensten getätigt. Diese immensen Geldmassen kommen also gar nicht einem Wirtschaftswachstum zugute, sie halten nur noch den Zusammenbruch auf.

Gross empfiehlt daher folgerichtig, in Gold, Rohstoffe und andere Sachwerte zu investieren. Diese könnten nicht so schnell und uferlos produziert werden wie Geld und Kredite. Interessanterweise legt er seinen Investoren auch nahe, auf ihre Eigentumsrechte Acht zu geben. Die Regierungen werden in einem Crash alles konfiszieren, was sie zum Machterhalt einsetzen können.

Gross ist der Meinung, wir werden bald das Zusammenfallen der Supernova des unlimitierten Geldes sehen. Davor gibt es aber noch ein leuchtendes Aufbäumen und eine Explosion.

Dies könnte der rasante, aber irrationale Anstieg der Aktienkurse sein, den auch der Börsenguru Marc Faber besorgt kommentiert: „Entweder wird der Anleihenmarkt zusammenbrechen oder es entsteht eine Blase an den Aktienmärkten“. Die riesigen, globalen Geldströme flossen nämlich bis vor fünf Monaten noch in die Staatsanleihen, scheinen aber jetzt in großem Umfang von dort weg und in die Aktienmärkte zu wandern. Dort sind die Kurse unnatürlich hoch. Auch Gerald Celente spricht von einem Finanzkollaps in diesem Jahr, wie auch der berühmte schweizer Investor Egon von Greyerz.

Tatsächlich scheint es im Umfeld des weltweiten, riesigen Derivatehandels zu ersten Explosionen zu kommen. Plötzlich und zeitgleich melden große Bankhäuser Milliardenverluste aus dem Derivatehandel: die Deutsche Bank ist dabei ebenso betroffen wie die älteste Bank der Welt, die Banca Monte dei Paschi di Siena, aber auch die spanische Großbank Santander. Die so genannte „Derivatebombe“ hat mittlerweile eine Größe von 638 Billionen Dollar angenommen, das ist das Zehnfache des BIP aller Länder dieser Welt!

Der Handel mit diesen Finanzinstrumenten ist vollkommen unreguliert und offenbar aus dem Ruder gelaufen. Diese „Finanztermingeschäfte“, die eigentlich eine Art Wette auf zukünftige Preise und Kurse von Handelsgütern oder Vermögensgegenständen und Wertpapieren sind, waren in den letzten Jahren massiv angestiegen. Es sind Verträge, die bestimmte Entwicklungen zum Gegenstand haben und außerbörslich abgeschlossen werden. Eigentlich sollten diese Finanztermingeschäfte der Absicherung von Investoren vor Verlusten dienen. Sie sind aber zu gigantischen Wetten auf alles Mögliche verkommen: Firmeninsolvenzen, Rohstoff- und Lebensmittelpreise, Zinsentwicklung, Immobilienpreise, Wertpapierentwicklungen, Aktien, Staatsanleihen und Staatsbankrotte.

Das Problem ist, dass dabei große Banken, aber auch Investmentfonds und Pensionsfonds sehr viel Geld verlieren können, wenn sie mit den Derivatewetten aufs falsche Pferd gesetzt haben. Da die Weltwirtschaften unter der weltweiten Krise ächzen, produzieren sie nicht mehr genügend Wachstum und echte Rendite. Die Pensionsfonds der westlichen Industrieländer müssen aber Gewinne erwirtschaften, um die alternde Bevölkerung zu ernähren. Daher legen sie die angesparten Vermögen in Finanzprodukte mit solchen hohen Erträgen an, die die Banken anbieten. Die Banken haben aber ihrerseits auch keine Wahl. Wenn sie noch an große Anlagesummen kommen wollen, müssen sie auf riskante, aber gewinnträchtige Derivate ausweichen. Geht der Deal schief und ein Institut bricht unter den Verlusten zusammen, muss der Steuerzahler retten. Ansonsten lösen sich die Ruhestandsgelder, die in den Derivaten bei den Banken lagen, in Rauch auf.

Gerhard Spannbauer

 

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So geht die führende Wirtschaftspresse heute!

Posted by krisenfrei - 05/02/2013

Sondermeldung 05. 02. 2013: Dr. Norbert Leineweber,
Hausse nach den jüngsten Arbeitsmarktdaten in den USA. Wir dokumentieren investigativ.
Oder: So geht die führende Wirtschaftspresse heute!

Da haben sich das WSJ und Bloomberg mal wieder übertrumpft, wie die amerikanische Wirtschaft brummt!
Wenn man sich die Headline des Jobzuwachses anschaut, plus 157.000 Jobs, sieht es angeblich glänzend aus. Aber wie geht es der amerikanischen Industrie? Achtung: Mehr Jobs aber Null Wachstum!
Wie steht es um den so gennannten goods producing sector? Schließlich haben wir in Deutschland den Zuwachs im Maschinenbau, Fahrzeugbau usw.
Ganz einfach: Bei der gesamten Güterproduktion (Deutschland analog verarbeitendes Gewerbe = Produktion dauerhafter Gebrauchsgüter und Verbrauchsgüter) betrug der Anstieg sagenhafte 4.000 Jobs.
In Worten viertausend! Woah, die Industrie brummt! Bei einer Basis von 11,95 Mio. satte 4.000 zusätzlich! Das wäre sogar in Bayern weniger als ein Fliegenschiss. Achtung! Das ist die industrielle Mehrproduktion einer Weltmacht im internationalen Wettbewerb!
Bei der Rubrik Construktion sieht es schon besser aus, wenigstens plus 28.000.
Das ist aber auch kein Wunder bei der maroden Infrastruktur.

Der restliche Beschäftigungszuwachs hat sich bei privaten Verbrauch ergeben: Nämlich Einzelhandel, Freizeit und Healthcare.
Also es verkaufen sich mehr Amerikaner gegenseitig importierte chinesische Güter, weil die Inlandsproduktion ist ja nicht gestiegen (vgl. Nullwachstum im 4. Quartal / Tageskommentar vom 30.01. 2013). Dann kommen noch die Krankenschwestern dazu, die voll den leeren Sozialkassen zur Last fallen und der Rest sind Freizeitaktivitäten. Man kann es auch so sagen: Ein paar McDonalds mehr, ein paar Discounter mehr, ein weiterer Vergnügungspark und ein zusätzliches Krankenhaus. Das ist der amerikanische Boom, finanziert mit einem horrenden Budgetdefizit.

Normalerweise müsste jedem, der diese Zahlen liest, der Hamburger in einem Freizeitpark im Hals stecken bleiben, dann kommt er ins Krankenhaus, weil er blau angelaufen ist. Damit haben wir die gesamte amerikanische Wertschöpfungskette.
Und deswegen steigt auch der Dow, der nur Industriewerte umfasst, schließlich müssen 4.000 zusätzliche industrielle Arbeitsplätze auch ordentlich eingepreist werden.
Und um diesen sagenhaften Aufschwung am Laufen zu halten hat der Staat noch 100 Mrd. Schulden in einem Monat gemacht. Sonst wäre für den Freizeitpark, den Hamburger und die ärztliche Behandlung in diesem Monat nämlich kein Geld da gewesen. Eines wollen wir uns ersparen: 100 Mrd. Budgetdefizit auf den Wert der verkauften Hamburger herunterzubrechen.

In Amerika sind im vergangenen Jahr nur 750.000 neue Jobs im produzierenden Gewerbe entstanden. Das bei einem Budgetdefizit von 1,2 Billionen Dollar. Das zeigt: Der amerikanische Aufschwung ist eine Hausse wert!
Und das Ganze hat noch einen Vorteil: Die ökonomischen Modell- „verliebten“ haben ein weiteres schönes Beispiel wie die Preisbildung bei vollständiger Information funktioniert. You have to love Bloomberg and WSJ. Einen Grund Aktien zu kaufen gibt es immer! Schließlich werden die Analysten auch super bezahlt!

Noch ein bonmont: Der Yen hat 20% abgewertet. Fangfrage: Wie wirkt sich das auf die amerikanische Industrie aus? Sind die 4.000 Arbeitsplätze etwa in Gefahr?! Ach ja und noch was: Die 100 Mrd. Schulden bleiben dauerhaft bei der nächsten Generation hängen. Schon richtig blöde das mit der Wertschöpfungskette im Schuldenkarussel!

Quellen:

Zahlen des Arbeitsministeriums USA (englisch)

Manufacturing in U.S. Grew More Than Forecast in January (Bloomberg)

Larger Payroll Gains Signal U.S. Job Market Healing: Economy (Bloomberg)

U.S. stocks rally; Dow industrials top 14,000 (Marketwatch)

Quelle: fortunanetz

 

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Industriestaaten helfen Mali bei Entsorgung gefährlicher Bodenschätze

Posted by krisenfrei - 05/02/2013

Industriestaaten helfen Mali bei Entsorgung gefährlicher Bodenschätze

Achse des Boesen NATO Einkaufswagens Rohstoffe Mali

Timbuktu: Auf diese erlösende Nachricht dürfte die Regierung in Mali wohl schon seit geraume Zeit sehnlichst gewartet haben. Immerhin ist sie ja auch mit tatkräftiger Hilfe von außen in Amt und Würden gekommen. Wahlbetrug und -fälschung ist es immer nur dann, wenn es der demokratischen Welt nicht gefällt oder diese sich um ihre Pfründe betrogen sieht. Da ist es jetzt nur recht und billig diese Statthalter nun gegen alle widrigen Einflüsse aus dem Landesinneren zu schützen und auch die Ware Demokratie dort einmal richtig hochleben zu lassen. Wie immer geht es jetzt nur mehr um Freiheit, Demokratie und Menschenrechte.

Gut, den letzten Satz müssen wir sogar noch um einige positive Aspekte erweitern, denn wir sollten die Selbstlosigkeit der Industriestaaten bei ihrem militärischen Engagement in Mali einfach nicht unterschätzen. Um nun in der Welt nicht übergebührlich gefeiert werden zu müssen, sind offenbar einige Absprache mit der in Mali amtierenden Regierung nicht so wirklich an die Ohren der Weltöffentlichkeit gelangt. Macht es doch immer ein schlechtes Bild wenn man überall in der Welt zu viel hilft und dabei womöglich die eigene Bevölkerung vernachlässigt.

So haben wir in Erfahrung bringen müssen, dass eines der zentralen Anliegen der ausländischen Interventionsmächte die Entsorgung von gefährlichen Rohstoffen ist. Mithin Unmengen an Gefahrgüter die für die Bevölkerung dieses armen afrikanischen Staates eine große Bedrohung heraufbeschwören können. Ursächlich dies gilt es zu verhindern und in diesem Lichte muss man das humanitäre Eingreifen Frankreichs und der anderen Staaten dort verstehen und richtig bewerten.

Von welchen Gefahrgütern reden wir

Uran, Gold, Erdöl, Phosphate und sicherlich noch einiges mehr was sich dort unter dem Wüstenboden an Gefahrstoffen verbirgt. Gerade das Uran ist brandgefährlich und muss vor Terroristen in Sicherheit gebracht werden. Es könnte sonst auch so bösen Islamisten wie beispielsweise dem Iran in die Finger fallen, dies wäre eine absolute Katastrophe. Frankreich hat sich bereit erklärt dieses Material in seinen Atomkraftanlagen zu entsorgen.

Aus den Übermengen dieser Bestände in Mali ist man offensichtlich auch bereit friedenssichernde Atombomben bauen zu wollen. Schließlich ist Frankreich eine zertifizierte Atommacht, der man den Umbau solcher Bodenschätze zu Peace-Makern zutrauen muss. Auf lange Sicht werden sich an dieser humanitären Entsorgungsaktion bestimmt auch andere Nationen noch bereitwillig beteiligen, sofern die Wüste in Mali wieder soweit planiert ist, sodass man gefahrlos die zivilen Entsorgungsunternehmen dort walten lassen kann.

Aber auch so unselige Streitobjekte wie Gold oder Erdöl kann man dort nicht einfach belassen. Denn es ist amtsbekannt, wenn man solche Gefahrgüter dort unbeaufsichtigt lässt, dann führt dies nur zu unliebsamen Auseinandersetzungen innerhalb des Landes, zu tödlichen Machtspielchen und auch meist zur Unterdrückung der Bevölkerung durch irgendwelche selbsternannten Land- und Warlords. Dem kann man nur mit der Verbringung der genannten Materialien in zivilisierte Länder begegnen.

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