krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 4. Februar 2013

DIE SPANIEN RETTUNG – EL RESCATE A ESPAÑA

Posted by krisenfrei - 04/02/2013

Beim uhupardo habe ich unter „Hallo Deutsche, hört mal einen Moment zu, bitte!„, ein Video gefunden, dass unter die Haut geht und sich möglichst viele Europäer und besonders die Deutschen ansehen sollten. Ein excellenter Beitrag unserer Freunde aus Spanien über deren Probleme – und das für alle Deutschen verständlich.

Den Menschen, die dieses Video produziert haben, möchte ich meine große Anerkennung aussprechen. Sie haben das Euro-Problem sehr gut strukturiert und auf den Punkt gebracht. Für mich ist dieses Video ein absolutes „Must see“  … und so menschlich!

Liebe Spanier, gebt nicht auf! Kämpft um eure Rechte und um eure Freiheit. Die Deutschen werden ihr kommendes Elend verschlafen. Ich habe euch als fröhliches Volk kennengelernt und weiß auch, wenn ihr gereizt werdet, sehr wütend werden könnt. Was eure korrupten Berufslügner mit euch machen, ist selbst bei Betrachtung aus weiter Ferne, einfach nicht mehr hinzunehmen. Ich informiere mich regelmäßig über die Mißstände in Spanien. Der uhupardo ist diesbezüglich eine optimale Quelle.

Españoles, por favor, no renuncien nunca a la lucha contra el euro! Teneis mi apoyo totál.

Lesen Sie vorab den deutschen Text des Videos. Unter dem Text finden Sie das sehenswerte Video.

——————————————————————————————————————————–

Jetzt ist sie da, jetzt in diesem Moment, die Spanien Rettung
Die sogenannte Rettung, die das Volk nicht vor Armut und Arbeitslosigkeit schützen, sondern die Banken belohnen wird, die uns in diese Krise gestürzt haben.
Die deutschen Banken und Politiker, Eure Banken und Politiker manipulieren euch. Sie sagen dass der ehrliche und fleissige deutsche Arbeiter die Rechnung für die spanische Fiesta und Verschwendung bezahlt.
Und jetzt müssen wir für unsere Sünden büssen und müssen die strengste Enthaltsamkeit ertragen bis alles zurückgezahlt ist was wir Euch schulden.

Aber wir, die spanische Mittelklasse, haben nicht über unsere Verhältnisse gelebt. Es waren vielmehr unsere Banken, unsere Immobilienfirmen und unsere Politiker die uns über unsere Verhältnisse bestohlen haben.
Und die deutschen Banken und Politiker haben zu unserem Unglück ihr Scherflein beigetragen. Und obwohl wir diese Krise nicht verursacht haben ist sie doch da, hier und jetzt. Die privaten Schulden der Banken wurden in öffentliche Schulden umgewandelt. Die Bänker und Politiker haben die Gewinne privatisiert und die Verluste sozialisiert. Unsere Rechte, der öffentliche Dienst, ja, und die Demokratie selbst, sind in grosser Gefahr. Die deutsche Regierung, die Europäische Union, die Europäische Zentralbank und der Internationale Währungsfonds regieren in Spanien. Aber wir haben sie nicht gewählt!
Wir Völker müssen uns gegen die Versklavung der korrupten Institutionen und die Finanzspekulation wehren.
Lasst uns das Europa der Händler zur Geschichte machen. Lasst uns für ein Europa der Bürger kämpfen.

 

Und hier der Text für unsere spanischen Freunde.

Ya está aquí. Ya está sucediendo. El rescate a España.
El mal llamado rescate, que no salvará al pueblo del paro y la pobreza, sino que premiará a los bancos, a quienes nos metieron en esta crisis.
Los bancos y los políticos alemanes, vuestros bancos y políticos, os están manipulando. Os dicen que el honesto y sacrificado trabajador alemán está pagando la factura de la fiesta y el despilfarro español. Y que ahora debemos pagar por nuestros pecados, que debemos soportar una dura austeridad hasta devolver lo que os debemos.
Pero nosotros, las clases medias y trabajadoras en España, no hemos vivido por encima de nuestras posibilidades. Más bien nuestros bancos, nuestros promotores inmobiliarios y nuestros políticos nos robaron por encima de nuestras posibilidades. Y los bancos y políticos alemanes contribuyeron a nuestra desgracia.
Y pese a que no hemos provocado esta crisis, ya está aquí, ya está ocurriendo .Han convertido la deuda privada bancaria en deuda pública. Los banqueros y los políticos han privatizado los beneficios y socializado las pérdidas. Nuestros derechos, nuestros servicios públicos y la propia democracia están en grave peligro. El gobierno alemán, la UE, el BCE y el FMI gobiernan en España, pero nosotros no les hemos votado.
Los pueblos debemos unirnos contra quienes pretenden esclavizarnos a través instituciones corruptas y de la especulación financiera.
Hagamos historia la Europa de los Mercaderes. Luchemos juntos por la Europa de los Ciudadanos.

 

Posted in Banken, Betrugssystem, Euro, EZB, Politik, Proteste, Staatsverschuldung, Zukunft | Verschlagwortet mit: , , , , , , , | 6 Comments »

Die Lüge Europa

Posted by krisenfrei - 04/02/2013

Dietrich Hyprath schreibt aus Ibiza in einem Gastbeitrag über die Beweggründe und das zwangsläufige Scheitern eines von einer Obrigkeit dirigierten Europas.

” Der Niederländer Thierry Baudet stellte in der »Weltwoche« Nr. 50.12 die Frage: „Wann stirbt die EU?“ Er behauptet, dass „die Vereinigten Staaten von Europa“ niemals funktionieren werden: zu groß seien die Differenzen in Bezug auf die „kulturellen Verschiedenheiten, sozialökonomische Unterschiede, die historisch-strategischen Allianzen, Sprachen, und die Vorstellungen von einem guten Leben“. Genau das untersuchte der spanische Philosoph und Kenner der europäischen Kultur- und Geistesgeschichte Heleno Saña in seinem 1993 bei Rasch und Röhring erschienenen Buch „Die Lüge Europa“ im Detail.

Tiziano Vecellio ( aus Wikipedia) Der Raub der EUROPA

Tiziano Vecellio ( aus Wikipedia) Der Raub der EUROPA

Er geht aus von der „Pax americana“ mit dem Ziel der weltweiten Verbreitung des US-Wertesystems. Er nahm sich die deutsche Geschichte vor – Englands Abstieg – La Bella Italia – das stolze Spanien – Osteuropa – Mitteleuropa – die Balkanstaaten – das ewige Russland. Ende der Geschichte: „Schon Karl der Große versuchte auf der Grundlage des Christentums und des übernationalen Staatsideals Roms, aus Europa eine einheitliche Völkergemeinschaft zu machen; aber er und seine Nachfolger scheiterten am Unwillen der verschiedenen Völker, sich diesem Machtgebilde zu unterstellen.

Dasselbe wird mit der EG (heute EU, Anm. des Verfassers) früher oder später geschehen, schon deshalb, weil sie eine Neuauflage des römisch-karolingischen Modells darstellt.“
Dr. Thierry Baudet stellt die Frage: „Wenn Supranationalismus zwingend zu Föderalismus führt, ein föderales Europa aber nicht machbar, ja absurd ist, was bleibt übrig?“ Er empfiehlt allmählichen Rückbau – die Alternative wäre eine Explosion.

Ich empfehle den Rückbau nicht nur aus staatsmännischen Gründen, sondern wegen der Richtlinien für Lauch und Glühlampen. Als Steuerzahler bin ich nicht bereit, ein Heer von Bachelors zu bezahlen und ihnen einen feudalen Lebensabend zu sichern. Warum? Diese überflüssigen Arbeitsgruppen und Subkommissionen haben nicht weniger als 20.000 einzelne Richtlinien und Regulierungen ausgeheckt. Der Europäische Gerichtshof beschäftigte sich in mehr als 10.000 Urteilen damit, diese schwachsinnigen Regulierungen – via Richtlinien, Empfehlungen und Verordnungen in jeweils nationales Recht der Mitgliedsländer umzusetzen.

Der Kolumnist Thierry Baudet zählt auf: „die Handelsnormen für Drillbohrer, künstliche Gebisse, die Krümmung von Gurken oder den maximalen Lärm, den Rasenmäher verursachen dürfen, an die Länge von Kondomen, den Wechsel von Sommerzeit auf Winterzeit , die Richtlinien für Lauch und Glühlampen, die Sicherheitsvorschriften für Autos, die empfohlenen Leuchtwesten für Radfahrer, die Vorschriften für Bed-and-Breakfast-Angebote, die Spezifikationen für Wein und Käse, die Farbe der Autoscheinwerfer, die sozialen Standards für Fensterputzer und die vorgeschriebenen Warnungen für das Schwimmen in offenem Wasser.“

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Uncategorized | 1 Comment »

Spanien: Beginn eines großen Umzugs

Posted by krisenfrei - 04/02/2013

von Nikita Sorokin

Die Zahl der spanischen Immigranten in Deutschland ist allein in den ersten sechs Monaten von 2012 um 53 Prozent gewachsen, so die Berechnung der Experten des deutschen Statistischen Bundesamtes. Wegen rekordhoher Arbeitslosigkeit in Spanien übersiedelt ein Großteil der Mittelklasse und Jugend in andere EU-Mitgliedsstaaten.

Die restlichen reihen sich unter die Arbeitskräfte der Schattenwirtschaft ein und stoßen zu den protestierenden Bevölkerungsschichten.

Unter Experten überwiegt die Meinung, dass die jetzige Krise gerade die Mittelklasse am schwersten getroffen hat. Vor diesem Hintergrund ist das Beispiel von Spanien durchaus typisch. Laut statistischen Studien ist diese wohlsituierte Bevölkerungsschicht seit zwei Jahren rasch „abgenommen“. Rund 60 Prozent der spanischen Familien aus diesem Milieu leiden unter Arbeitslosigkeit und Geldmangel. Dabei hat sich vor 2008 gut die Hälfte der Spanier zur Mittelschicht gezählt. In der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs wurden diejenigen dieser sozialen Kategorie zugeordnet, deren monatliches Einkommen 1.500 Euro erreichte. Jedoch verdrängt die Erhöhung der Steuern und der Kreditrückzahlungen bei gleichzeitiger Minderung der Einkommen immer mehr Menschen aus der Mittelklasse. Und sicher wird die Situation durch den allgemeinen Abbau von Arbeitsplätzen im staatlichen wie im privaten Sektor noch schwieriger.

Laut dem spanischen nationalen statistischen Dienst INE hat die Arbeitslosenzahl 2012 den absoluten Rekordwert seit dem Bestehen des Landes von knapp sechs Millionen Staatsbürger erreicht. Im Dezember des vergangenen Jahres zählte Spanien ca. 1,8 Mio. vollarbeitslose Familien. Natürlich bildet diese Arbeitslosenrate, vor allem unter der Jugend, die Grundlage für potentiellen Protest, von dem die einen oder anderen politischen Kräfte profitieren können, sagte im Gespräch mit der STIMME RUSSLANDS Wladislaw Below, Leiter des Zentrums der Deutschlandforschung des Europainstituts der Russischen Akademie der Wissenschaften:

„Vorläufig sehe ich in Spanien keine solchen politischen Kräfte, und das eigentliche Protestpotenzial bleibt verborgen. Deshalb würde ich jetzt die Alarmstimmung nicht anheizen, in dem Sinne, dass die Jugend auf die Straße gehen wird. Vor allem, weil ein Teil der jungen Leute in anderen Ländern Beschäftigung findet, in erster Linie in Deutschland. Nach Schätzung der Volkswagen AG anhand der Ergebnisse des vergangenen Jahres 2012 hat der Anteil der Anträge von jungen Menschen aus Spanien und Portugal ein Rekordhoch erreicht. Insgesamt ist die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland unglaublich stark, der Markt ist dort liberalisiert, er ist offen für Arbeitskräfte aus anderen EU-Mitgliedsstaaten. Darum findet gerade der aktivste, zum Protest fähige Teil der Jugend in der Regel eine Beschäftigung innerhalb der Europäischen Union.“

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Spanien schlägt Rekorde, das bedeutet aber nicht, das Land befinde sich kurz vor einer sozialen Explosion, meint seinerseits Juri Worowez, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens Head Hunter. Im Interview für die STIMME RUSSLANDS bemerkte er:

„Es ist durchaus möglich, dass sich der Protest auf einfache Kundgebungen beschränkt, d. h. er muss nicht zu revolutionären Veränderungen führen. Dabei bekommen die Arbeitslosen in Spanien erstens Entgeltersatzleistungen, sind also nicht gezwungen, um ein Stück Brot zu betteln. Zweitens steht ihnen der riesengroße Arbeitsmarkt der Europäischen Union zur Verfügung, sie können in andere Länder wechseln, wo es Arbeit gibt, viele tun das auch. So glaube ich nicht, es wäre eine geradezu brisante Situation entstanden.“

Die relative soziale Ruhe im Lande haben die Experten als eines der wirtschaftlichen Paradoxe der spanischen Gesellschaft bezeichnet. Eine Erklärung dafür findet man in den überall eindringenden Aktivitäten der Schattenwirtschaft. Nach Schätzung des spanischen Steueramtes verschwinden von 23 bis 26 Prozent des nationalen BIP im Schatten. Dienstleistungen der Ärzte, Nachhilfelehrer, Vermittlungsagenten, Designer, Automechaniker und Angehörigen von Dutzenden anderer Berufe in unterschiedlichsten Teilen des privaten Sektors werden bar bezahlt und vor Besteuerung versteckt. Fingierte Rechnungen u. a. Griffe und Kniffe der doppelten Buchführung finden bei den Besitzern kleiner und mittlerer Unternehmen breite Anwendung.

Unter den zahlreichen offiziellen Arbeitslosen in Spanien ist die Praktik verbreitet, staatliche Beihilfen zu beantragen, wobei man ein regelmäßiges, aber verschleiertes Arbeitseinkommen hat. Auch ihre Arbeitgeber führen keine Sozialversicherungsbeiträge ab. Wie Friedrich Schneider, Ökonomieprofessor an der österreichischen Johannes Kepler Universität in seiner Studie behauptet, bilden die Grundlage der spanischen Schattenwirtschaft einfache Bürger, die massenweise Steuern hinterziehen. Ohne die Schattenwirtschaft wäre Spanien längst untergegangen, meint Prof. Schneider. Man kann sich denken, was jetzt im Lande passieren würde, wenn ein Viertel seiner erwerbsfähigen Bevölkerung tatsächlich keine Arbeit und kein Geld hätte. Die Schattengeschäfte sind nichts als ein Teil der Nationalwirtschaft, die den Leuten hilft, sich über Wasser zu halten, stellt Friedrich Schneider fest. Ganz seiner Meinung ist Riorita Kolossowa, Professorin an der Moskauer Lomonossow-Universität und Doktor der Wirtschaftswissenschaften habil. Sie gab dem Reporter unseres Radiosenders zu bedenken, dass etwa in Russland in der schwersten Zeit nach der Perestrojka die Schattenwirtschaft die Rolle eines gewissen Puffers gespielt hat. Für Spanien haben die Schattengeschäfte die gleiche Bedeutung, da sie den Leuten ein Überleben sichern und sie vor dem Fall in den sozialen Abgrund bewahren.

Quelle: Stimme Russlands

Posted in Uncategorized | 1 Comment »

Alles muss sich ändern – alles

Posted by krisenfrei - 04/02/2013

Dieses Satz des folgenden Aufsatzes möchte ich hervorheben: „Sie hier alle aufzuzählen, die Schlechtigkeiten, die uns für ein Leben in diesem Paradies disqualifizieren; besser nicht.“

Ja, es könnte so einfach sein. Es gibt wichtigere Dinge im Leben, als täglich vor der Glotze zu sitzen und sich die Verblödungs-Shows, sowie anderen Verblödungs-Müll anzusehen.

Nehmen Sie sich 2 Minuten Zeit für diesen schönen Aufsatz.

—————————————————————————–

Werden Sie das Gefühl nicht los, dass Ihnen seit kurzem etwas fehlt? Dann sind Sie nicht allein. Auch mir fehlt er, der Weltuntergang. All die Jahre vor dem 21. Dezember 2012 war er mir zu einem vertrauten Begleiter geworden. Wichtige Entscheidungen wurden vertagt und so manche Missstände wurden murrend hingenommen bis zu diesem einen Tag, der sicher kommen und an dem sich alles von selbst regeln würde. Selbst bürgerliche Tageszeitungen konnten sich seiner Faszination nicht entziehen. Der Maya-Kalender sollte es richten. Alles würde sich ändern, so die Prophezeiung, wenn erst der große kosmische Sturm und der mysteriöse Planet X an der Erde vorbei gezogen sind und wir, falls wir das alles gnädig überlebt hätten, geläutert aus diesem Weltenspektakel hervorgegangen wären. Nun, es ist nicht so, dass wir Erdenbewohner keinen Weltuntergang verdienten. Schließlich gäbe es genügend Gründe für den blauen Planeten uns loszuwerden. Sie hier alle aufzuzählen, die Schlechtigkeiten, die uns für ein Leben in diesem Paradies disqualifizieren;besser nicht.

Man sollte fast meinen, eine verschworene Bande hätte den Weltuntergang erfunden, um uns alle zu lähmen und im Warten abzulenken und um freie Bahn zu haben für ihre Schurkereien. Und jetzt, bleibt alles wie es ist? Wer rettet nun die Welt vor der Gier und Habsucht, da sie partout nicht untergehen will? So ganz ohne finales Datum vor Augen könnte es ja wieder Sinn machen darüber nachzudenken oder damit zu beginnen, zumindest für sich selbst und die Familie, etwas an der Unzufriedenheit und Disharmonie zu ändern. Nur womit anfangen?

Beispielsweise der Umstand, dass wir nicht gern allein sind. Wir sind eigentlich ein an Gemeinschaftsleben interessiertes Wesen. Wir wollen uns in größeren Zusammenhängen sehen, Arbeit und Leben nicht voneinander trennen, wenn es denn ginge. Warum scheuen wir noch die damit verbundene Auseinandersetzung und warten lieber ab? Vielleicht wollen wir das jetzt ändern und überhaupt, wie wird Mann/Frau Gemeinschaft?

Sicher, man kann nun losziehen und bestehende Gemeinschaften abklappern, sich anpassen und hoffen, aufgenommen zu werden. Oder aber man wird Teil des Gründungsmythos, indem man einer Gemeinschaft in der schwierigen Phase des Entstehens seine Kompetenz und Lebenszeit schenkt. Menschen, die gründen und führen und sich gleichzeitig dem Gemeinschaftswillen verpflichten, ohne sich unterzuordnen, werden gesucht. Sowieso gilt, wenn ein Gemeinschaftsprojekt einen guten Lauf haben soll, nur das Prinzip „ein Mensch, eine Stimme“, unabhängig vom Stand und dem eingebrachten Geld.  Als extremes Negativbeispiel muss ich hier den Tollense Lebenspark in Alt Rehse nennen. Obwohl dem Geschäftsführer Christoph Wallner die Staatsanwaltschaft mittlerweile wegen Insolvenzverschleppung auf den Fersen ist, halten er und sein Bruder weiter an ihrem Machtanspruch fest. Viele gute Leute haben den Platz längst wieder verlassen.

Wie sich also organisieren, um die Zeitenwende in der Gemeinschaft bewusst zu gestalten? Verantwortung auf möglichst viele Schultern verteilt dürfte länger tragen. Da bietet sich die Genossenschaft als Instrument erster Wahl an. Ob Banken (GLS), Verlage (TAZ) oder Energieversorgung (GREENPEACE ENERGY). Selbst ein so großer Konzern wie der Schweizer Lebensmitteleinzelhändler MIGROS ist genossenschaftlich organisiert und damit erfolgreich. MIGROS hat zwei Millionen Mitglieder und alle reden mit. Es ist der tägliche Wahnsinn, hier Entscheidungen herbeizuführen. Aber es funktioniert.

In einer neuen Serie werden wir Genossenschaften vorstellen, die bereits bestehen oder die sich im Gründungsprozess befinden. Hier geht es zum Artikel der „Gotischer Saal Genossenschaft„, von Michael Kubitscheck und Sabine Schilling.

Quelle: sein

 

Posted in Uncategorized | Leave a Comment »

Das US-Militär schwärmt über ganz Afrika aus

Posted by krisenfrei - 04/02/2013

Von Glen Ford

Mit der Entsendung der 2. Brigade wird ganz Afrika zur Bühne für US-Militäreinsätze.

Anfang dieses Jahres habt die USA mit der Besetzung des ganzen afrikanischen Kontinents begonnen. Diese Entwicklung sollte niemand überraschen, denn die Army Times  berichtete bereits im Juni 2012, daß 2013 eine US-Brigade mit mindestens 3.000 Soldaten dauerhaft in Afrika präsent sein werde. Am Weihnachtsabend gab das Pentagon bekannt, daß 3.500 Soldaten der in Fort Riley in Kansas stationierten 2. Brigade der 1. Infanteriedivision nach Afrika entsandt würden: Angeblich, um die Bedrohung Malis durch Al-Qaida abzuwenden; da die nördlichen Gebiete des Staates Mali von Islamisten beherrscht würden. Diese 2. Brigade soll aber eigentlich die Truppen von insgesamt 35 afrikanischen Staaten trainieren, von denen die meisten bisher keine Probleme mit Al-Qaida hatten. Die USA will zweifellos militärisch in den Konflikt in Mali eingreifen, mit der Entsendung der 2. Brigade wird aber noch eine ganz andere Absicht verfolgt: Ganz Afrika soll zur Bühne für US-Militäreinsätze gemacht werden. Die Situation in Mali ist ein willkommener Anlaß für die schon lange geplante Verstärkung der US-Militärpräsenz in Afrika. Das Pentagon verfolgt das Ziel, die Truppenkommandeure afrikanischer Staaten durch eine umherziehende Brigade der US-Army auf die in Zukunft zu erwartende größere US-Militärpräsenz vorzubereiten.

Das ist eine ganz andere Art der Invasioneher eine Infiltration 
Die Strategie des Pentagons besteht darin, die Beziehungen zu den Streitkräften afrikanischer  Staaten auszubauen, die das in Stuttgart beheimatete AFRICOM, das U.S. Africa Command seit seiner Errichtung im letzten Amtsjahr von Präsident George W. Bush geknüpft hat. Mit seinen Infiltrationsbemühungen hatte das AFRICOM einen phänomenaler Erfolg. Militärisch gesehen ist die Afrikanische Union, die AU, zu einem Anhängsel des Pentagons geworden. Die bisher größte Operation der AU in Somalia wird von der USA finanziert, mit US-Waffen durchgeführt und vom US-Militär und der CIA geleitet. Die 17.000 afrikanischen Soldaten der sogenannten Friedenstruppe in Somalia sind eigentlich sehr schlecht bezahlte US-Söldner. Die in Somalia eingesetzten Äthiopier und Kenianer handeln im Auftrag der USA. Die U.S. Special Forces, die sich in der Demokratischen Republik Kongo, in Uganda, im Südsudan und in der Zentralafrikanischen Republik herumtreiben: angeblich auf der Suche nach dem flüchtigen Warlord Joseph Kony, errichten in Wirklichkeit im Zentrum des Kontinents ein Infrastruktur-Netz für das US-Militär. Uganda und Ruanda im Osten des mineralreichen Kongo-Beckens sichern den Konzernen der USA und Europas den Zugriff auf dessen Bodenschätze – auf Kosten von 6 Millionen Kongolesen. Ihre Militärs stehen auf der Lohnliste des Pentagons. Die 16 Staaten der Wirtschaftsgemeinschaft in Nordwestafrika warten darauf, daß die Vereinten Nationen – sprich die USA und Frankreich – die islamistischen Kräfte aus Mali vertreiben. Militärisch sind die westafrikanischen Staaten völlig abhängig. Was aber noch wichtiger ist, nach der Beseitigung Muammar Gaddafis in Libyen fehlt ihnen auch der politische Wille, sich aus dieser Abhängigkeit zu befreien. Die Soldaten der 2. Brigade der 1. Infanteriedivision, die sich als US-Expeditionskorps einschleichen, werden sich bald als Gäste und nicht als Eindringlinge auf Militärbasen in ganz Afrika eingenistet haben. Diese Gäste werden [zunächst] für ihre Unterbringung bezahlen und US-Waffen für die Armeen afrikanischer Staaten beschaffen, die aber sicher nicht zur Verteidigung der nationalen Unabhängigkeit und Selbstbestimmung dieser Staaten eingesetzt werden.

Drei Generationen nach dem Beginn der Entkolonialisierung werden afrikanische Soldaten wieder unter dem Kommando von Ausländern stehen.  [1]

Wie den Deutschen WirtschaftsNachrichten vom 21. Januar zu entnehmen war, sind die Amerikaner schon seit 2009 in Mali aktiv. Der offizielle Grund wird mit dem Schutz der Botschaft angegeben. Klammheimlich jedoch hat die USA schon seit längerem verschiedene Operationen in Mali gestartet. Die Eskalation durch Frankreich spielt ihnen nun in die Karten. Die US-Truppen hatten demnach das Land nach der Anfang 2012 offiziell beendeten militärischen Zusammenarbeit mit Mali nicht verlassen, sondern haben ununterbrochen geheim im Land operiert. Einem Bericht der Washington Post vom 9. Juli 2012 zufolge ist die USA schon seit Jahren in Mali präsent. Im April 2012 war ein Geländewagen von einer Brücke ins Wasser des Niger gestürzt, in dem die Leichen dreier US-Soldaten gefunden wurden; dies einen Monat nachdem die USA ihre Militärbeziehungen zu Mali offiziell beendet hatte. Die Soldaten gehörten einer geheimen Spezialtruppe der US-Armee an. Das Afrikakommando des US-Militärs sagte, die drei Soldaten gehörten zu der kleinen Zahl von Soldaten, die der malischen Regierung geholfen hatten, bevor diese im März 2012 von einem Militärführer gestürzt wurde, der in den USA ausgebildet worden war. Die US-Soldaten seien dann jedoch im Land geblieben, um die US-Botschaft zu schützen. Die Regierung von Präsident Barack Obama hat zwar den Einsatz in Mali nicht bestätigt, gibt aber zu, weltweit Spezialoperationen zur Bekämpfung des Terrorismus durchzuführen. Bereits 2009 gab es im Pentagon Geheimpläne zu einem militärischen Engagement in Mali. Soldaten von US-Spezialeinheiten sollten in die malische Armee eingebunden werden. Der US-Botschafter, so zitiert ihn die Washington Post, verhinderte jedoch die offizielle Umsetzung dieser Pläne, weil sie bei den afrikanischen Nachbarn zu Empörung führen könnten. Sie geht jedoch davon aus, dass es bereits seit einiger Zeit unabgesprochene Aktivitäten der US-Militärs gibt. Zum Teil arbeiten die US-Truppen auch offen, etwa bei der Ausbildung einheimischer Truppen.  [2]

Den Rest des Beitrags lesen »

Posted in Militär, Politik, US-Kriege | Verschlagwortet mit: , , | Leave a Comment »