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Archive for 15. November 2012

„Krieg gegen den Terror“ erzeugt mehr Terroristen

Posted by krisenfrei - 15/11/2012

Warum die US-Staatsbürger die selbst-unterhaltenden Kriege ihres Landes beenden müssen

von Peter Dale Scott
Mit Hilfe von historischen Beispielen prangert Peter Dale Scott die Widersprüche und die perversen Auswirkungen des ’Krieges gegen den Terror’ an. Dieser fügt der Unsicherheit Instabilität hinzu und erhöht die Anzahl der Terroristen, die er vorgibt zu bekämpfen.

Die dringendste politische Herausforderung der Welt ist heute zu verhindern, dass die sogenannte „Pax Americana“ allmählich zu einem wichtigen globalen Konflikt degeneriert, wie es im neunzehnten Jahrhundert während der so genannten „Pax Britannica“ der Fall war. Ich verwende das Adjektiv „sogenannt“, weil jede dieser „Pax“ in einem späteren Stadium immer weniger friedlich und geordnet wurde und zunehmend sich auf die Auferlegung einer konkurrierenden, kriegstreiberischen und in der Essenz ungleichen Macht konzentrierte.

Es mag vermessen klingen, die Verhinderung dieses Krieges als ein erreichbares Ziel zu betrachten. Dennoch sind Maßnahmen, um dies zu erreichen, bei weitem nicht unmöglich hier in die Vereinigten Staaten. Dazu brauchen wir keine neue, radikale und nie da gewesene Politik, sondern eine realistische und kritische Neubewertung der zwei vor kurzem eingeführten Richtlinien – die diskreditiert wurden und sich als kontraproduktiv erwiesen -. Man sollte sich nach und nach davon lösen.

Ich nehme vor allem Bezug auf den von den Vereinigten Staaten geführten sogenannten „Krieg gegen den Terror“. In diesem Land wird die in- und ausländische Politik zunehmend durch einen Krieg gegen den Terrorismus verändert, die kontraproduktiv ist, da sie nämlich die Anzahl der Autoren und Opfer von Terroranschlägen erhöht. Sie ist auch zutiefst unehrlich, da wir wissen, dass die Politik von Washington tatsächlich dazu beiträgt, die Dschihadisten zu finanzieren und zu bewaffnen, die normalerweise Feinde sein sollen.

Vor allem ist der „Krieg gegen den Terror“ selbst-unterhaltend, weil er mehr Terroristen erzeugt, als er eliminiert, wie viele Experten schon warnten. Und er wurde untrennbar mit dem „Krieg gegen Drogen“ verwickelt, dem vorigen, auch selbst-unterhaltenden und für die USA aussichtlosen Krieg.

Tatsächlich sind diese zwei selbst-unterhaltenden Kriege heute nur mehr ein einziger. Durch die Einführung des „War on Drugs“ haben die Vereinigten Staaten einen Parallel-Staat voll Terror in Kolumbien organisiert (AUC genannt, für „Autodefensa Unida de Colombia“ [Selbstverteidigungskräfte von Kolumbien]), sowie eine noch blutigere Schreckens-Herrschaft in Mexiko (mit 50.000 Tötungen in diesen letzten sechs Jahren). [1] Mit dem Beginn eines „Krieg gegen den Terror“ im Jahr 2001 in Afghanistan, haben die Vereinigten Staaten erreicht, die Produktion von Opium in diesem Land zu verdoppeln, das die Quelle von 90 % des weltweiten Heroins und des größten Gesamtanteils von Haschisch geworden ist. [2]

Die US-Staatsbürger sollten sich bewusst werden, dass die Drogenproduktion systematisch dort steigt, wo ihr Land militärisch interveniert – in Südostasien in den 1950er und 1960er Jahren, in Kolumbien und dann in Afghanistan -. (Der Opium-Anbau erhöhte sich auch im Irak nach der Invasion des Landes durch die US-Armee im Jahr 2003 [3] Und das Gegenteil gilt auch: die Drogen Produktion sinkt dort, wo die USA ihre militärischen Interventionen beenden, insbesondere in Asien seit den 1970er Jahren. [4]

Die zwei selbst-unterhaltenden Kriege der Vereinigten Staaten sind für private Interessen lukrativ, welche lobben, damit sie weiterandauern. [5] ] Zur gleichen Zeit tragen sie beide dazu bei, die Unsicherheit und Instabilität in Amerika und in der Welt zu verstärken.

Somit degeneriert die Neue Weltordnung der Vereinigten Staaten in einer paradoxen Dialektik mehr und mehr in eine Neue Weltunordnung le Nouvel Ordre Mondial des États-Unis dégénère progressivement vers un Nouveau Désordre Mondial. Darüber hinaus wird der nationale Sicherheitsstaat, obwohl scheinbar unbesiegbar, von Problemen, von Armut, Ungleichheit der Einkommen und Drogen befallen und wird allmählich ein durch institutionelle Blockaden gelähmter Staat der nationalen Unsicherheit.

Mit der Analogie der britischen Fehler vom Ende des neunzehnten Jahrhunderts ist das Ziel dieser Arbeit, die Förderung einer schrittweisen Rückkehr zu einer stabileren und gerechteren Weltordnung durch eine Reihe konkreter Maßnahmen, wovon manche in Etappen umgesetzt werden würden. Indem ich als Beispiel den Rückgang von Großbritannien verwende, hoffe ich nachzuweisen, dass die Lösung nicht von dem aktuellen, auf politischen Parteien zentrierten System, sondern nur von ihm nicht-zugehörigen Menschen kommen kann.

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Der Zins und seine Funktion im freien Markt

Posted by krisenfrei - 15/11/2012

von Felix Hau

Geld unterliegt, wie alle anderen knappen* Güter auch, dem Wechselspiel von Angebot und Nachfrage. Wer ein Unternehmen auf- oder ausbauen will, benötigt jetzt Geld, mit dem er diverse Anschaffungen tätigt, Personal bezahlt oder sonstige Maßnahmen finanziert, die dazu führen sollen, dass die Unternehmung in Zukunft Gewinn erwirtschaftet. Seine Nachfrage nach Geld ist also hoch.

Wo bekommt jemand, der erhöhte Nachfrage nach Geld hat, dieses Geld her? Von anderen Menschen, deren Nachfrage nach Geld aktuell niedrig ist und die deshalb dazu neigen, dasjenige Geld, das sie nicht für den regelmäßig nötigen Konsum brauchen, zu sparen. Diese Sparer fungieren auf dem Markt als Anbieter von Geld – eben jenem Geld, das sie derzeit selbst nicht benötigen und also erübrigen können.

Die meisten Anbieter von Geld sind bereit ihr Geld unter zwei Bedingungen zu verleihen:

1. möchten sie sich ihren aktuellen Konsumverzicht vergüten lassen (auch, um in der Zukunft mehr Geld für dann in ihren Augen vielleicht sinnvolleren Konsum zu Verfügung zu haben),

2. wollen sie vorab für das Risiko entschädigt werden, das durch das Verleihen ihres Geldes an andere grundsätzlich gegeben ist – und zwar umso höher, je größer das Risiko ist.

Das Resultat dieser beiden Verleihbedingungen ist der Marktpreis des Geldes, der Zins.

Welche Höhe hat dieser Zins, wie bestimmt sich der „Preis des Geldes“? Ganz genau so, wie alle anderen Marktpreise auch: durch das Wechselspiel von Angebot und Nachfrage. Ist das Angebot an Geld hoch und die Nachfrage nach Geld niedrig, wird der Zins in Richtung Null tendieren. Ist umgekehrt das Angebot an Geld niedrig und die Nachfrage hoch, steigt entsprechend auch der zu zahlende bzw. zu erzielende Zins, unter Umständen ganz immens.

Das Wichtige an der Höhe des Zinssatzes ist aber seine Signalwirkung, die weit über die unmittelbaren Belange des Einzelnen – ob des Anbieters oder des Nachfragers – hinausgeht und wesentliche Folgen für die gesamte Wirtschaft hat.

Denn: Niedrige Zinsen (=hohes Angebot an Spargeld) signalisieren dem Markt und vor allem den Unternehmern darin folgendes: „Wir, die Konsumenten, sind satt; wir wollen zurzeit weniger konsumieren, weil wir von demjenigen, was es gibt, genügend haben. Also, liebe Unternehmer: Macht was Neues, Besseres, Anderes!“ – Da trifft es sich blendend, dass Geld für Investitionen eben aufgrund des hohen Angebotes an Spargeld gerade billig zu haben ist: genau der richtige Zeitpunkt für Investitionen, Innovationen, Neugründungen.

Ist der Zins hingegen hoch (=niedriges Angebot an Spargeld), ist das Signal das gegenteilige: „Liebe Unternehmer, haltet die Füße still, wir sind noch lange nicht damit fertig, die Dinge zu konsumieren, die ihr dem Markt aktuell zu Verfügung stellt; die finden wir total geil und wir wollen mehr vom selben.“ – Da dieser Konsumentenwille sich gleichzeitig im hohen Zins ausdrückt, werden Unternehmer zögern, gerade jetzt zu investieren. Und sie tun gut daran.

Nota bene: Diese Zusammenhänge gelten für einen freien Geldmarkt, in dem es keine staatlichen Eingriffe in den Marktzins (und auch keine in die Geldmenge)  gibt. Gleichzeitig zeigt das Dargestellte, warum diese staatlichen Eingriffe in die Preisbildung gerade beim Zins im Grunde die fatalsten und schädlichsten Eingriffe in Preisbildungen sind, die der Staat vornimmt: der komplette wirtschaftliche Organismus wird dadurch gestört, weil die Signale nicht mehr funktionieren. Boom-and-bust-Zyklen sind die Folge ebenso wie sie in technologischem Stillstand, Unter- oder völliger Überversorgung (kurz: systematische Fehlallokation von Ressourcen), vermehrten Unternehmespleiten usw. bestehen können.

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*Knappheit im ökonomischen Sinn meint nicht (nur) die Endlichkeit eines Gutes, sondern in erster Linie den Umstand, dass ein und dasselbe Gut von mehreren Menschen zur selben Zeit nachgefragt wird.
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Felix Jan Hau, * 24.6.1970, Neigungsstudien der Psychologie, Philosophie, Pädagogik, Ethnologie und Vergleichenden Religionswissenschaften. Ehemaliger Kurierfahrer, Kunstvereins-Kassierer, Waschmittelpacker und ewiger Lebenskünstler. Seit 1998 freier Mitarbeiter des Info3 Verlages in Frankfurt/Main. Diverse weitere selbstständige Tätigkeiten. Lebt mit seinem Lebensgefährten in Rinteln an der Weser.

Quelle: freitum

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„Abhauen nützt nichts“

Posted by krisenfrei - 15/11/2012

Eine Textanalyse Trittin-Gabriel´scher Steueromina

Von Leonhard Knoll am 15. November 2012

In der Welt am Sonntag vom 14.10.2012 wurde auf S. 39 unter der Überschrift „Abhauen nützt nichts“ ein ganzseitiges Interview mit Jürgen Trittin, Fraktionschef von Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag abgedruckt. Darin ist zur von seiner Partei geplanten Vermögensabgabe derart Bemerkenswertes zu erfahren, dass eine genauere Textanalyse sich geradezu aufdrängt. Die relevanten Passagen seien zur besseren Verständlichkeit an dieser Stelle nochmals abgedruckt (Fragen der WamS wie im Original fett gedruckt):

„… Erklären Sie mir doch mal warum jemand mit einer Million Euro an persönlichem Privatvermögen nicht über zehn Jahre pro Jahr 15.000 Euro erwirtschaften kann. Wer das nicht hinkriegt, muss ziemlich schlecht wirtschaften.

Wenn ich als Unternehmer meine gesamten Gewinne reinvestiert habe, muss ich die Maschinen abbauen und Jobs streichen, um ihre Steuer zu bezahlen.

Sie reden von einem Menschen, der sein Unternehmen als Personen- und nicht als Kapitalgesellschaft führt. Dafür haben wir Freibeträge von fünf Millionen Euro pro Person vorgesehen. Die durchschnittlichen Eigenkapitalausstattung deutscher Mittelständler liegt heute bei gut zwölf Prozent. Das heißt, ein typischer alleiniger Gesellschaftrer wäre steuerpflichtig ab einem Betriebsvermögen von 40 Millionen Euro. Warum sollte man mit diesen 40 Millionen nicht 1,5 Prozent von 5 Millionen erwirtschaften können? Und für diejenigen, die das tatsächlich nicht können, haben wir sogar noch eine Obergrenze bei der Besteuerung geplant. Das heißt also, der Mittelstand hat gar nichts zu befürchten. Wir wollen keine Substanzbesteuerung.

Wie viele Unternehmer werden unter Rot-Grün Deutschland verlassen?

Die werden alle hierbleiben. Wir werden den Stichtag für die Steuer nämlich rückwirkend festlegen. Es nützt dann nichts, abzuhauen.“

Nun ist es nichts Neues, dass Politikeraussagen bei sachkundigen Lesern oft den Eindruck von unfreiwilligem Kabarett erwecken. Neu ist indessen die Dichte der Details, mit der sich Herr Trittin in diesen wenigen Passagen als wahrer Meister der Kunst erweist, jenen Eindruck zu erwecken. Das Knäuel des finanzwirtschaftlich-fiskalischen Unsinns ist derart dicht verwoben, dass man sehr sorgfältig vorgehen muss, um keinen Aspekt zu übersehen. Um entsprechende Lücken nicht durch allzu subtile Gliederungsschemata herauszufordern, richtet sich der folgende Kommentar einfach an der Chronologie der Trittin´schen Äußerungen aus:

  1. Zum „ziemlich schlechten Wirtschaften“

Noch das Mildeste, was zu den initialen Renditezielen grüner Provenienz gesagt werden kann, ist der geringe Bezug zur Realität. Wenn Herr Trittin einmal die täglich erscheinende Renditeaufstellung der Deutschen Finanzagentur für Bundeswertpapiere etwas eingehender betrachten würde, wüsste er, dass die zehnjährige Bundesanleihe seit Monaten mit der so überlegen ins Spiel gebrachten Marke von 1,5% Rendite kämpft – wohlgemerkt vor Steuern. Zieht man die von Rot-Grün wohl noch erhöhte Abgeltungsteuer samt Solidaritätszuschlag ab, bleibt nur wenig oberhalb von 1% und damit nicht genug, um auch nur die geplante Vermögensabgabe begleichen zu können. Dass bei Inflationsraten von 2% und mehr bereits vor allen Steuern nicht einmal eine reale Kapitalerhaltung möglich ist, geschweige denn eine auch nur marginale Konsummöglichkeit besteht, wenn man sein Geld der Bundesrepublik Deutschland anvertraut, ist Herrn Trittin ebenso wie manch Anderes wohl entgangen. Dass damit eine Substanzbesteuerung stattfindet, wohl ebenso, aber dazu kommen wir später noch genauer.

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Die stille Enteignung der Bürger durch unser Geldsystem

Posted by krisenfrei - 15/11/2012

Vortrag von Oliver Janich (Partei der Vernunft).

 

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