krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for 2. November 2012

Warum Silberaktien glänzen werden

Posted by krisenfrei - 02/11/2012

von Manfred Gburek

 Üblicherweise beginnen Empfehlungen zur Geldanlage mit dem Abwägen von Pro und Kontra, bis schließlich das Fazit folgt. Dagegen mache ich es gern immer dann umgekehrt, wenn das Fazit sich geradezu aufdrängt. So wie aktuell im Fall der Silberaktien: Wer spekulativ einsteigen möchte, sollte sie jetzt kaufen oder nachkaufen. Welche? Die mit den besten Kennzahlen, hier acht an der Zahl in der Reihenfolge der Börsenwerte, auch Marktkapitalisierung genannt:

Fresnillo, Silver Wheaton, First Majestic, Silvercorp, Sabina Gold & Silver, Great Panther Silver, Silvercrest Mines, Soltoro. Zugegeben, ich orientiere mich diesbezüglich auch an den Internetseiten silberjunge.de, silverinstitute.com, mcewencapital.com und natürlich an denen der Silberminen. Silberjunge alias Thorsten Schulte bewertet die acht mit „übergewichten“. Vier davon haben in diesem Jahr mit relativer Stärke geglänzt: Fresnillo, Silver Wheaton, First Majestic und Silvercrest Mines. Das heißt, sie haben die anderen bei der Kursentwicklung weit hinter sich gelassen. Das ist zunächst ein gutes Zeichen, schließt aber nicht aus, dass die anderen vier in den kommenden Monaten kräftiger aufholen können. Im Zweifel sollten alle acht gekauft werden, am besten limitiert, bei Aufträgen an einer deutschen Börse (vornehmlich Frankfurt) auf jeden Fall.

Nun fragen Sie sich bestimmt, warum Silberaktien zurzeit wieder kaufenswert sind. Der einfache Grund: Der Aufwärtszyklus von Silber (aber auch von Gold) nimmt nach 14 Monaten der sogenannten Konsolidierung erneut Fahrt auf. In solchen Phasen ist das Gewinnpotenzial der Silberaktien zunächst größer als das des Edelmetalls selbst, sieht man von Silber-Termingeschäften und -Hebelprodukten ab. Die Aktien eignen sich also für spekulative Anleger, die mit ihnen mehr Gewinn herausholen wollen als mit dem Edelmetall, ohne Kopf und Kragen zu riskieren, was an Terminmärkten und mit Hebelprodukten die Regel ist.

Wo stehen wir beim Silber- und Goldzyklus im langjährigen Vergleich? Zeitlich betrachtet, haben wir die Hälfte des Aufwärtstrends mit größter Wahrscheinlichkeit hinter uns. Was die Preise betrifft, bin ich mir da nicht so sicher. Das heißt, im Zuge des nächsten großen Preisschubs nach oben kann es für beide Edelmetalle prozentual ähnliche Gewinne geben wie in der Dekade von 2001 bis 2011, als – jeweils in US-Dollar gerechnet – der Silberpreis in der Spitze um 1091 Prozent und der Goldpreis um 657 Prozent stieg.

Bevor Sie mich als realitätsfernen Träumer abstempeln, folgt hier eine dreifache Erklärung:

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Japan geht gerade unter

Posted by krisenfrei - 02/11/2012

von Peter Ziemann

Neben Deutschland gehört auch Japan zu den beiden westlichen Nationen, welche die geringste Geburtenquote vorzuweisen haben. Beide Länder vergreisen und bekommen zunehmend mit der Finanzierung der üppigen Rentensysteme Probleme – dabei sind die geburtenstarken Jahrgänge noch gar nicht im Pensions-Alter, sondern zahlen in vielfach noch gut bezahlten Industriejobs den Höchstbeitrag zur Rentenversicherung.

Japan hat ein Problem mit seinem Außenhandel. Das Land, das im Jahr 2010 noch den zweigrößten Export-Überschuss nach China zu verzeichnen hatte, gerät immer mehr in den Strudel des Defizitlandes.

Als ich in den Jahren von 1982 bis 1986 Informatik in Berlin studiert habe, war die ganze wissenschaftliche Fakultät in heller Angst vor der bevorstehenden Übermacht der Japaner auf dem Hochtechnologie-Sektor. Man wollte die Computer-Systeme der Vierten Generation entwickeln, um damit die Vereinigten Staaten von Amerika als Technologie-Weltmacht ablösen zu können.

Zu der Zeit waren die japanischen Banken auch die größten auf der Welt, und der Grundbesitz um den Kaiserpalast hatte einen höheren Wert als der Immobilien-Besitz ganzer US-Bundesstaaten. Man investierte in japanische Aktien, denn die kannten nur einen Weg – nach oben nämlich.

Am Ende halfen auch die massiv staatlich geförderten Technologie-Projekte nicht, die Dominanz der USA im IT-Sektor brechen zu können. Die Immobilien-Blase platzte – und anstatt sie durch massive Konkurse im Bankensektor zu beseitigen, hat man sich genauso wie heute durchwursteln wollen. Das heißt die Assets wurden nicht auf ihren wirklichen Wert abgeschrieben, und so wurden aus den mächtigen japanischen Banken plötzlich Zombie-Institute, die eigentlich schon tot waren – aber künstlich durch Bilanz-Tricks über Wasser gehalten wurden.

Japan hat sich seit dieser Zeit nicht mehr richtig erholen können. Immer noch liegen massive Leichen im Keller der dortigen Banken – die sehr sparsamen Japaner haben de facto einen Großteil ihrer Ersparnisse verloren. Gesagt hat ihnen das allerdings niemand. Wie in jedem solcher Schneeball-Systeme kommt die Überraschung unerwartet – dafür um so heftiger.

Deshalb war es kein Wunder, dass die Welt nun spätestens seit der sich im Jahr 2007/08 verschärfenden Finanz-Krise auf ähnliche Art und Weise wie in Japan vorging – man hat das System nicht durch massive Konkurse auf den Nullpunkt zurücksetzen wollen. Und erneut hat man mit Gelddrucken und Kreieren von einem Zombie-Bankensystem das Problem wie in Japan verschleiern wollen.

Anscheinend war Japan hier nur das Truppen-Übungsgelände der Finanz-Akrobaten von der Ostküste und der City of London. Man dachte, sich wie Japan durch die Probleme über mehrere Jahre hindurchmogeln zu können. Und interessanterweise hat es ja auch bis zum heutigen Tag funktioniert. Ohne dass das Grundproblem wie damals in Japan beseitigt wurde.

Deshalb wird es auch mit der EU, den USA und den anderen westlichen Staaten nicht mehr aufwärts gehen. Das war nämlich die zweite Lektion aus Japan.

Jetzt geht aber auch die Grundlage der japanischen Industrie zugrunde. Die japanischen Elektronik-Konzerne, die die Unterhaltungsbrache in Europa in einem jahrelangen Kampf zugrunde gerichtet haben, gehen jetzt selbst über den Jordan.

Zuerst beginnt es mit massiven Verlusten (milliardenschwer) – aber es gibt schon einen Kandidaten, der um sein Überleben zu kämpfen scheint.

Ich wette – die nächste hochgehypte Industriebranche Japans, die entzaubert werden wird, heißt Autoindustrie. Wer spricht heute noch über die Weltmacht Toyota, die sich anschickte, nicht nur der größte Autokonzern der Welt zu werden, sondern davorstand, den Volkswagen-Konzern übernehmen zu können.

Das Problematische an Japan ist, dass es das gleiche Geschäftsmodell wie Deutschland über Jahrzehnte erfolgreich praktiziert hat. Das heißt die Abwärtsentwicklung, die sich in den letzten Jahren in Japan in Gang gesetzt hat, wird wohl auch irgendwann Deutschland treffen.

Quelle: bullionaer

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In der Tat. Japan hat mittlerweile eine Verschuldung zum BIP von über 200 Prozent. Im Prinzip ist Japan noch pleiter als Griechenland (170 Prozent zum BIP), das ohnehin nur noch mit deutschen Steuergeldern am EU-Tropf gehalten wird. Die von den Mainstream-Medien beeinflussenden Deutschen haben leider immer noch großes Vertrauen in ihre Führerin Merkel, die  mit ihrem Euro Projekt (koste es, was es wolle) auf Kosten der Bürger die Banken, insbesondere Goldman Sachs, bereichert.

In Japan ist für die Heuschrecken nichts mehr zu holen. Europa ist das Ziel, da gibt es noch einiges abzugrasen.

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Niemand hat die Absicht …

Posted by krisenfrei - 02/11/2012

Marktkommentar – Oktober 2012

von Mack&Weise

Während die Ankündigungen der Gelddrucker-Troika (Fed, EZB und Bank of Japan), nun „all-in“ gehen zu wollen, den Aktienmärkten im September trotz bereits verstärkt aufkeimender Konjunktursorgen nochmals sprichwörtlich Flügel verleihen konnten, hielten sich die liquiditätsfokussierten „Anlagenotstands-Investoren“ im Oktober mit weiteren kurstreibenden Aktienkäufen erst einmal zurück. Schließlich werden sich die vielfach sehr ambitionierten Unternehmensbewertungen eben nicht auf Dauer ohne fundamentale Untermauerung durch Wachstumsaussichten, Gewinne und Dividenden halten lassen, zumal sich über Europa hinaus in nahezu sämtlichen Regionen die Konjunkturdaten zusehends weiter deutlich abschwächen.

Auch beim vermeintlichen Weltkonjunktur-Retter China verlangsamte sich das offiziell vermeldete Wirtschaftswachstum im 3. Quartal 2012 auf „nur“ noch 7,4 %, während Japans Notenbank sogar feststellen musste, dass sich das Land angesichts eines Exportrückgangs im September auf Jahressicht nach China um 14,1 %, nach Italien um 31,0 % oder nach Deutschland um 12,9 % nicht mehr in einer Erholung, sondern in einer – Achtung neuer Euphemismus – „pausierenden“ Entwicklung befinde.

Aber auch die in den USA angelaufene Berichtssaison der Unternehmen brachte erhebliche Enttäuschungen und kann relativ zu den Erwartungen sogar als die schlechteste Bilanzsaison der vergangenen Jahre angesehen werden. Zwar wurden die zuvor reduzierten Gewinnerwartungen noch dank eingeleiteter Kostensenkungsprogramme vielfach übertroffen, doch konnten nur noch rund zwei Fünftel der bis dato veröffentlicht habenden S&P 500-Firmen die – zuvor ebenfalls auch reduzierten – durchschnittlichen Umsatzprognosen überbieten. Branchenübergreifend verspüren jenseits des Atlantiks bedeutende Weltkonzerne wie FedEx, Caterpillar, DuPont, Alcoa, Google, Intel und selbst Apple inzwischen jenen heftigen Gegenwind, der auch in den Bilanzen einer Daimler, Scania, Burberry oder Danone in Europa tiefe Spuren hinterließ.

Angesichts der aktuellen Entwicklungen steigt nun aber die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die nach den Verschuldungs-Boom-Jahren fällige Rezession, die lediglich mit dem am PC „produzierten“ Geld der Notenbanken um jetzt fast vier Jahre hinausgeschoben wurde, bereits in naher Zukunft eintreten könnte. Mittelfristig dürfte die Weltwirtschaft dann aber auch noch zusätzlich mit den unvermeidlichen Nebenwirkungen der lockeren Geldpolitik der Notenbanker konfrontiert werden, was der Dauerkrise eine neue Dramatik verleihen wird.

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