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Archive for 20. Juni 2012

Umfassende weltweite Krise – September/Oktober 2012

Posted by krisenfrei - 20/06/2012

GEAB N°66 ist angekommen! Alarmstufe Rot / Umfassende weltweite Krise – September/Oktober 2012: Wenn die sieben Trompeten vor Jericho die Welt von Gestern einstürzen lassen

– Pressemitteilung des GEAB vom 20. Juni 2012 (GEAB N°66) –

Die Entwicklung der weltweiten Ereignisse spielt sich entsprechend der Vorhersagen, die LEAP/E2020 in den vergangenen Monaten erarbeitet hat, ab. Euroland erwacht seit der Wahl Francois Hollandes an die Spitze Frankreichs (1) endlich aus seiner politischen Lähmung und beendet seine Politik des Durchwurstelns, während die Griechen soeben eindeutig ihren Willen erklärt haben, ihre Probleme als Mitglied Eurolands (2) lösen zu wollen und somit alle „Prognosen“ der angelsächsischen Medien und der Euroskeptiker widerlegt haben. Ab sofort kann Euroland (um genauer zu sein – die EU minus Großbritannien) sich fortentwickeln und in den Jahren 2012 bis 2016 ein wahres Projekt politischer Integration, wirtschaftlicher Effizienz und Demokratisierung verfolgen, wie dies LEAP/E2020 in der 62. Ausgabe des GEAB vom Februar 2012 vorhergesagt hatte. Diese ist sicherlich eine gute Nachricht, aber für die nächste Zeit wird diese „Zweite Renaissance“ des europäischen Integrationsprojekts (3) weltweit die einzig gute Nachricht bleiben.

Alle anderen großen Linien der weltweiten Situation laufen auf eine Verschlechterung der Lage, ja gar Katastrophen zu. Allmählich fangen die großen Medien an, über eine Situation zu berichten, die wir schon vor langer Zeit für den Sommer 2012 vorhergesehen hatten. In der einen oder anderen Weise, häufiger im Innenteil als auf den Titelblättern (die seit Monaten ausschließlich über Griechenland und den Euro berichten), finden sich in den großen Zeitungen nunmehr die folgenden 13 Themen:

1. Weltweite Rezession (weit und breit springt Wachstumsmotor zu an/Ende des Mythos vom „amerikanischen Aufschwung“) (4)
2. Wachsende Zahlungsschwierigkeiten des gesamten Banken – und Finanzsystems der westlichen Staaten; inzwischen wird dieses Problem von zumindest einem Teil der Medien, Politiker und der Öffentlichkeit erkannt
3.Zunehmendes Misstrauen gegen die wichtigsten Bilanzwerte der großen internationalen Banken wie Staatsanleihen, Immobilien und CDS
4. Massiver Rückgang des Welthandels (5)
5. Internationale Spannungen (insbesondere im Mittleren Osten) verschärfen sich bis zum konkreten Risiko eines Regionalkriegs
6. Dauerhafte Pattsituation bei den Vereinten Nationen
7. Rapider Zusammenbruch des gesamten westlichen Systems der kapitalfinanzierten Rente (6)
8. Wachsende politische Spannungen innerhalb der globalen Supermächten (USA, China, Russland), die nach außen immer so „monolitisch“ erschienen
9. Keine Aussicht auf erneute „Wunderlösungen“ wie 2008/2009, da den großen Zentralbanken des Westen (FED, Bank of England, Bank of Japan) die Kontrolle über ihre Geldpolitik entgleitet und die Staaten überschuldet sind
10. Rasch abnehmendes Vertrauen in all die Staaten, die selbst und ihre Bevölkerung hoch verschuldet sind
11. Unmöglichkeit, den Anstieg der Massen- und Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern oder zu verlangsamen
12. Scheitern der Politik der kreditfinanzierten Konjunkturprogramme wie auch der Austeritätspolitik
13. Quasi durchgehende Ineffizienz der verschiedenen internationalen Organisationen, ob alt oder neu, G20, G8, Rio+20, WHO etc. bezüglich aller wichtigen Themen. Angesichts des Fehlens jeglichen Konsens gelingt es noch nicht einmal mehr, sich auf eine weltweite Tagesordnung zu einigen (7), sei es zu Wirtschaft, Finanzmärkten, Umwelt, Konfliktlösung, Armutsbekämpfung usw.

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Uhupardo Interviewt krisenfrei

Posted by krisenfrei - 20/06/2012

Interview mit krisenfrei: “Je früher der Crash desto besser!”

In diesem Interview äussert sich Dieter Sordon zur aktuellen Lage. Der Mann, der sich seit Jahrzehnten intensiv mit den Finanzmärkten beschäftigt und auch durch seine viel frequentierten Seiten krisenfrei.de und krisenfrei.wordpress.com immer auf dem neuesten Stand der Dinge ist, schwimmt bewusst gegen den Strom, will sich von keiner Seite vereinahmen lassen.

Es ist eine wahrhaftige „Wall of text“ geworden, die unsere Leser hoffentlich trotzdem so interessant finden wie wir selbst.

uhupardo:
Dieter, Sie machen mit ihrer täglich aktualisierten Link-Liste krisenfrei.de und Ihrem Blog krisenfrei.wordpress.com einen hervorragenden Job, der mit Sicherheit viel Zeit kostet. Viele der Uhupardo-Leser werden das wissen. Heute haben Sie sich freundlicherweise für ein Interview zur Verfügung gestellt. Die wirtschaftliche Situation ist komplett verfahren, der Euro droht in die Luft zu fliegen, die schlechten Nachrichten geben sich die Klinke in die Hand. Jeder kennt die Lage mehr oder weniger gut, deswegen müssen wir jetzt nicht anfangen aufzuarbeiten, was falsch gelaufen ist und wer Schuld hat an dem Schlamassel. Deswegen lautet die direkte Frage: Was jetzt? Wo liegen die Lösungen? Was müsste ab heute geschehen?

krisenfrei:
Ich nehme an, Sie wollen eine ehrliche Antwort von mir und kein Drumherumgerede. In den nächsten Wochen soll der ESM und Fiskalpakt für die Euro-Zone verabschiedet werden. Dieses Monster darf unter gar keinen Umständen kommen, weil 1.) die EU-Staaten damit ihre finanzpolitische Souveränität verlieren und 2.) die gigantische Schuldenmacherei erst so richtig beginnt.

Der Euro ist definitiv nicht mehr zu retten. Er war von Anfang eine Fehlkonstruktion. Alles was hochdotierte Ökonomen in den Mainstream-Medien, ob Geuro-, Süd- oder Nordeuro, von sich geben, ist Unsinn und nichts anderes als Schönfärberei. Unsere Volkszertreter, bis auf ganz wenige, haben keine Ahnung oder haben irgendwelche merkwürdigen Drogen eingeworfen, die ihr Gehirn komplett vernebeln.

Was ab heute geschehen müsste? Nicht Griechenland oder sonstige hochverschuldete Euro-Länder müssten zur alten Währung zurückkehren, sondern Deutschland. Je länger der Euro aufrecht erhalten wird, desto gewaltiger der Aufprall gegen die Wand. Natürlich würde die D-Mark sofort 30 – 40 Prozent aufwerten. Eine Gegenfrage: Was meinen Sie, was dann mit dem US-Dollar passieren würde? Würde das den Amerikanern gefallen?

Das häufig genannte Argument bei einer Rückkehr zur D-Mark, das die Politiker uns einreden, sei ein Anstieg der Arbeitslosigkeit, ist pure Angstmacherei. Dieses Problem hatte Deutschland zu Zeiten der D-Mark häufiger. Man darf dabei nicht vergessen, dass eine starke D-Mark die Einfuhren entsprechend verbilligt. Dieser Vorteil wird aber gerne verschwiegen.

uhupardo:
Deutschland tritt aus und sagt “So, wir sind weg, nun macht mal ohne uns weiter”? Damit ist dann alles geregelt? Und was glauben Sie, passiert zuerst: Der Euro-Austritt Deutschlands oder dass der Papst sein Doppelbett bei Ikea kauft? Spielen wir jetzt Science-Fiktion-Wunschkonzert?

krisenfrei:
Nein, natürlich hätte der Euro ohne Deutschland keine Überlebenschance. Er hat sie aber auch nicht mit Deutschland. Bisher war Deutschland der Zahlmeister der EU. Das kann sowohl für Deutschland und für die anderen EU-Länder auf Dauer nicht von Vorteil sein. Deutschland hat weit mehr Schulden, inklusive Garantien für EFSF, ESM … usw. als offiziell angegeben. In meinem letzten Artikel, „Europa scheitert am Euro“, finden Sie auf Seite 9 eine entsprechende Auflistung hierzu.

Nicht nur Deutschland sollte den Euro verlassen, sondern alle Euro-Länder. Jedes dieser Länder sollte zu seiner alten Währung zurückkehren. Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Ein Land muss halt den Anfang machen.
Schauen Sie sich doch nur Spanien an. Rajoy wollte niemals unter den Rettungsschirm. Jetzt hat auch Spanien die Troika im Nacken. Soll das so weitergehen?

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Regionalwährungen

Posted by krisenfrei - 20/06/2012

Von Michael Winkler

Vielleicht haben sie sogar schon damit bezahlt: Chiemgauer, Regios, Engel… Dieses regional gültige Geld gibt es mittlerweile in zahlreichen Versionen. Dahinter steht keine Notenbank, und es ist auch kein gesetzliches Zahlungsmittel. Es ist aber durchaus legal, und ja, es ist richtiges Geld, denn es erfüllt die Funktion als Tauschmittel. Regionalgeld könnte beispielsweise der Bioladen Hungerhaken herausgeben, das die Eltern von Schulkindern erwerben, damit ihre Sprößlinge nicht bei der Bäckerei Zuckersüß oder der Metzgerei Wohlbeleibt ihr Pausenbrot einkaufen. Natürlich sind selbst die Kinder von Frau Müslizwang intelligent genug, um ihre Hungerhaken bei ihren Mitschülern gegen richtiges Geld einzutauschen, um hin und wieder bei Zuckersüß & Wohlbeleibt schmackhaftes Essen zu konsumieren.

Im Folgenden geht es nicht um die nur in einem einzigen Geschäft gültigen Hungerhaken. Es geht auch nicht um ein Regionalgeld, das gerade in zwei Geschäften und einem Gasthaus in Mittelmietraching-City angenommen wird. Die Region sei ungefähr ein Landkreis bis hin zum Regierungsbezirk, also zwischen 100.000 und einer Million Einwohner, mit mindestens 200 Akzeptanzstellen. Damit sind wir auf ein wirklich wichtiges Wort gestoßen: Akzeptanz. Wenn ich Ihnen als Geschäftsinhaber gesetzliche Zahlungsmittel auf den Tresen lege, also derzeit Euros, dann MÜSSEN Sie diese als Bezahlung akzeptieren. Sie müssen, denn in jedem Schein, in jeder Münze steckt ein Polizeiknüppel, der Sie zur Annahme verpflichtet. Dieser Knüppel fehlt beim Regionalgeld, das wird nur dann zum Zahlungsmittel, wenn Sie dieses Geld AKZEPTIEREN. Sie erklären sich freiwillig bereit, dieses Geld zahlungshalber anzunehmen.

Regional bedeutet, daß nach einer halben Stunde Fahrtzeit keine Akzeptanzstellen mehr auftauchen. In Nordoosterstedt werden Sie keinen finden, der Ihre Chiemgauer annimmt, schließlich müßte der Akzeptierende 800 Kilometer fahren, um dieses Geld wieder auszugeben. Wobei das natürlich freiwillig ist, denn wenn die Inhaberin des örtlichen Batik-Ladens regelmäßig ihre Verwandten in Südbayern besucht, darf sie gerne ein Schild ins Schaufenster stellen, daß sie Chiemgauer akzeptiert.

Welchen Sinn hat das Regionalgeld?

Hier müssen wir zwischen normalen Zeiten und Notzeiten unterscheiden. In normalen Zeiten gibt es überall genug Zentralbankgeld, das Regionalgeld ist ein zusätzliches Zahlungsmittel. Die Idee dahinter ist, daß das Geld in der Region bleibt, weil es nur in der Region ausgegeben werden kann. Zentralbankgeld hingegen fließt aus der Region wieder ab. In Notzeiten hingegen ist das Zentralbankgeld knapp, deshalb geben regionale Institutionen wie Stadtverwaltungen ihr eigenes Geld heraus. Als 1923 die Gelddruckereien kaum mehr mit der Produktion noch höherer Scheine nachkamen, gaben viele Städte ihr eigenes, inflationsstabiles Notgeld heraus, um selbst zahlungsfähig zu bleiben.

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