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Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Archive for Mai 2012

Polemik oder Hetze

Posted by krisenfrei - 31/05/2012

Gert Flegelskamp

Euer Kredit für unsere Leut‘ lautet ein Beitrag eines Herrn Schömer im Feuilleton der FAZ. Wie kann man nur so viel Polemik in so wenigen Zeilen unterbringen. Dafür meine Anerkennung. Aber ein paar zusätzliche Fragen wirft dieser Artikel doch auf.

Seit wann werden wir von Parteien regiert? Der Begriff für unsere Regierungsformen der Demokratie ist doch längst hinfällig, sofern er jemals eine Berechtigung hatte. Wir leben in einer Lobbykratie, ob in Deutschland oder in der EU und werden von der Lobby regiert. Politiker sind nur ausführende Organe.

Ein Blick in die Vergangenheit offenbart, dass das Wertschöpfungsprinzip, in welchem die Finanzmärkte, die Produktionsstätten, Arbeitnehmer und Rentner integriert waren, bestens funktioniert hat. Mit einer Ausnahme. Das exponentielle Wachstum der Vermögen hat dazu geführt, dass Wachstum im produktiven Bereich keine Wertschöpfung mehr zuließ und sich den Spielcasinos mit Namen Börse zugewendet hat. Die Technisierung in der Produktion hat den produktiven Aufwand erheblich reduziert, aber Arbeitnehmer von der damit zusätzlichen Wertschöpfung abgekoppelt. Das hat die Arbeitslosigkeit explodieren lassen.

Jetzt hat es Verluste in den weltweiten Casinos gegeben. Dafür macht der Autor nicht die Spieler verantwortlich, sondern die Wähler, die, egal wen sie wählen, keine Ahnung haben, welche Lobbys damit die eigentliche Regierungsarbeit übernehmen und deshalb sollen auch die Wähler die Verantwortung für die Verluste übernehmen. Nicht zu vergessen, der Autor hat ja auch noch eine zweite verantwortliche Gruppe ausgemacht, die Rentner. Dabei wirft er alle Bezieher von Ruhestandsbezügen in einen Topf. Unangebracht, denn Rentner der gesetzlichen Rentenversicherung haben ein Arbeitsleben lang in ihre Ruhestandsbezüge investiert, anders als Beamte und Abgeordnete. Doch ihre Anlagen wurden mit jeder Rentenreform der letzten Jahrzehnte gekürzt und nun sind sie Schuld am Untergang des Euros oder gar Europas? Die EU ist eine Wirtschaftsvereinigung mit viel zu vielen Auswirkungen auf das Leben der Bürger in den Ländern der EU, aber ganz sicher kein zukunftsträchtiger Zusammenschluss der europäischen Staaten. Es ist ein Märchenschloss, von außen prächtig anzusehen, doch von innen kalt und leer.

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Bilderbergertreffen von 31.05.2012 – 03.06.2012 in den USA

Posted by krisenfrei - 30/05/2012

von Heiko Schrang

„Diejenigen, die zu klug sind, sich in der Politik zu engagieren, werden dadurch bestraft, dass sie durch Leute regiert werden, die dümmer sind als sie selbst.“ (Platon)

Der von den Bilderbergern produzierte mystische Nebel lichtet sich, entgegen der allgemeinen Meinung und Erwartung findet das diesjährige Bilderberger Treffen doch nicht in Israel statt, sondern in Chantilly in der Nähe von Washington D.C. im Hotel Marriot. Bereits 2008 beherbergte das Hotel die heimlichen Strippenzieher sowie die eingeladenen Gäste der Bilderberger-Gruppe. Dank dieses Umstands ist das Hotel vollständig ausgebucht.

Wie auch in den vergangenen Jahren wird das G-8 Treffen, was dieses Jahr am 20.05.2012 im Camp David (USA) stattfand, durch das Scheinwerferlicht der Boulevardpresse, als Ereignis mit größter Bedeutung für die Weltpolitik in Szene gesetzt. Anders verhält es sich dabei beim nun 59. jährlichen Bilderberger Treffen, was still und heimlich stattfindet, wo im Gegensatz zum G 8 Treffen ca. 150 Personen, darunter Regierungschefs, die Hochfinanz Westeuropas, der USA und Kanadas und führende Industrielle, Wissenschaftler und sogar die Köpfe der führenden Medienkonzerne der Welt teilnehmen.

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Bankenkrise in Spanien: Werden jetzt die Bürger geschröpft ?

Posted by krisenfrei - 30/05/2012

Bei der Parlamentswahl in Spanien im November 2011 hatte die konservative Partei (PP) das beste Ergebnis ihrer Geschichte erzielt. Spitzenkandidat Mariano Rajoy schwörte die Spanier auf harte Zeiten ein. Sind die harten Zeiten jetzt gekommen?
Ministerpräsident Rajoy will angeblich, um die spanischen Banken zu retten, die Bürger zur Kasse bitten. Teilenteignung heißt das Zauberwort. Die Bürger sollen für die Zockerei der Banken bluten. Die Spanier werden begeistert sein. Laut einem Report aus dem Jahr 2010 liegt das Privatvermögen der Spanier bei etwa
1,77 Billionen Euro. Eine beachtliche Summe. Da ist schon einiges zu holen.
Bevor Banken pleite gehen, werden zuerst die Bürger geschröpft – das war schon immer so. Mehr zur prekären Lage in Spanien lesen Sie hier:

Demnächst auch in Ihrem Kino: Spanien befindet sich in einer einem Krieg vergleichbaren Notlage …

Niki Vogt

… Völker, hört die Signale! Teilenteignung der spanischen Bürger?

Einsehr erhellendes Fundstück im Netz, das man unbedingt gelesen haben muß. Die Spanier sind mit ihrer Bitte um direkte Hilfe bei der EZB übel abgeblitzt:

„Die Lage in Spanien spitzt sich zu: Die Europäische Zentralbank hat Pläne der Spanier zur indirekten Rettung der angeschlagenen Bankia brüsk zurückgewiesen. Der Gouverneur der Zentralbank steht vor dem Rücktritt. Die EU gerät unter Druck. Ein Bailout wird immer wahrscheinlicher.“
(aus den Deutschen Wirtschaftsnachrichten)

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China: Run auf den US-Dollar ?

Posted by krisenfrei - 30/05/2012

Nicht Griechenland, sondern China: PBC wirft U.S. Treasuries ab, um heimischen Run auf US-Dollar zu kompensieren

Mai 30, 2012

 Neueste Daten der People´s Bank of China geben Aufschluss über eine Entwicklung, die für China mehr als beängstigend ist. Demnach wachsen die in US-Dollar gehaltenen Konten von chinesischen Bürgern mit der schnellsten Geschwindigkeit in den letzten fünf Jahren. Hierin dürfte einer der Hauptgründe für den seit Wochen stark ansteigenden Greenback liegen, der in China stark gesucht ist, weil das auf Exportüberschüssen aufgebaute Wirtschaftsmodell des Landes einem Ende entgegen zu blicken scheint. Das Smart Money verabschiedet sich jetzt und hunderte Milliarden von US-Dollars könnten ins Ausland flüchten.

In China findet ein Run auf den US-Dollar statt, das Smart Money scheint sich vom chinesischen Wachstumsmodell zu verabschieden

Dass das auf der Erwirtschaftung von Exportüberschüssen basierende Wirtschaftsmodell Chinas vor dem Aus stehen könnte, zeigten in den letzten Tagen auch verschiedene Meldungen über westliche Unternehmen, die ihre Produktion in China einstellen wollen. Wenn man den Medienberichten Glauben schenken kann, sind es nicht weniger als 20% aller in China operierenden West-Firmen, die das Land zukünftig verlassen wollen. In diesem Zusammenhang wurden vor allem verschärfte bürokratische Auflagen durch die chinesischen Behörden genannt, die die Rentabilität der Produktion in China deutlich schmälerten. Doch diese Entwicklung führt anscheinend zu einem ganz anderen Problem, das viele Ökonomen momentan noch gar nicht auf der Rechnung zu haben scheinen, weil sie sich zu sehr auf die Situation in Griechenland und Europa konzentrieren. Neueste Daten der People´s Bank of China (PBC), der Zentralbank des Landes, zeigen nämlich, dass in China ein Run auf den US-Dollar im Gange ist, der sehr wahrscheinlich darauf basiert, dass ehemals in Fremdwährungen aufgenommene Kredite nun zurückgezahlt werden müssen. Es ist verrückt, denn China ist einerseits der größte Halter von US-Schatzanleihen weltweit, erfährt andererseits im eigenen Land jedoch gerade eine Dollar-Liquiditätsklemme. Die Zahlen der PBC zeigen, dass in US-Dollar denominierte Konten und Einlagen in China mit der schnellsten Geschwindigkeit in den vergangenen fünf Jahren gewachsen sind. In ausländischen Währungen denominierte Konten erfuhren in den letzten vier Monaten einen Zuwachs von fast $90 Milliarden auf ein Gesamtvolumen von $365 Milliarden. Die Situation ist momentan derart heiß, dass die PBC nun US-Dollars aus ihren eigenen Beständen an den heimischen Märkten verkaufen muss, um die enorme Nachfrage zu decken. Wir zitieren an dieser Stelle die Aussage des Händlers Li Wei aus einem Bericht von Bloomberg:

“Demand for dollars is rising and the central bank even has to sell dollars in the market to meet such demand,” said Li Wei, an economist at Standard Chartered in Shanghai. “People’s interest in holding yuan assets will decline further because the worst of the economic slowdown is not over.”

Die Bemerkung, dass der ökonomische Abschwung in China ganz sicher noch nicht vorbei ist, nährt die aktuelle Entwicklung. Denn wie gesagt – es scheint jetzt weltweit einzutreten, worauf wir seit mehr als zwei Jahren hingewiesen hatten: der Zahltag für in US-Dollar aufgenommene Kredite scheint da zu sein! Wer sich dessen nicht sicher ist, braucht sich nur den rasanten Anstieg des US-Dollar-Index in den vergangenen Wochen anzuschauen. Um sich die benötigten US-Dollars zu beschaffen, verkauft die PBC ganz offensichtlich einen Teil ihrer gehaltenen US-Schatzanleihen. Beobachter sind der Ansicht, dass das Smart Money sich aus China zurückzieht, weil die Befürchtungen vor einem stärker als bislang prognostizierten Wirtschaftsabschwung und einem Platzen der Immobilienblase beständig wachsen. Gefährlich ist, dass nur 1% aller chinesischen Haushalte über rund zwei Drittel aller in ausländischen Währungen – vornehmlich US-Dollars – gehaltenen Einlagen verfügen. Wenn dieses Smart Money abgezogen wird, wonach es derzeit aussieht, könnten in den nächsten Monaten mehr als 1 Billion US-Dollar aus China ins Ausland abfließen. Hallo, guten Morgen! Wenn man einem vor Kurzem publizierten Bericht in China Daily Glauben schenken kann, dann orientieren sich 10% der reichsten chinesischen Haushalte an den Aktionen, die ihnen durch die Superreichen – somit das Smart Money – vorgelebt werden. Nicht auszudenken, wie viel heimisches Kapital auf verschlungenen Wegen seinen Weg ins Ausland finden könnte und wie sich die Nachfrage nach dem Greenback dadurch potenzieren würde!

Quelle: wirtschaftsfacts

 

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Prof. W. Hankel über den Untergang des Euros

Posted by krisenfrei - 29/05/2012

Wilhelm Hankel spricht über die Zukunft, den Zerfall und die Unmöglichkeit des Euros in Berlin 2011 vor 800 Zuschauern im Hörsaal.
Er ist der Meinung, dass von den 16 Euro-Ländern 12 kurz vor dem Staatsbankrott stehen. Dem kann ich nur zustimmen. Auch der Wirtschaftspublizist Dr. Walter Wittmann sagt in einem Interview: „Wir werden eine Orgie von Staatsbankrotten sehen“. Er sagt auch: „Der Dollar ist eine Schrottwährung“, womit er vollkommen Recht hat. Mehr hierzu in diesem Artikel.

Hier nun Prof. W. Hankel zum Untergang des Euros

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Der ESM hat nichts mit dem Euro und der EU zu tun ?

Posted by krisenfrei - 29/05/2012

Die Bundesregierung: ESM und daher Euro haben nichts mit der EU zu tun!?!?

Der ESM ist ein verbrecherischer Vertrag. Zu ihm braucht man Nichts mehr zu sagen. Aber die Information, die uns heute erreichte (Dank an das Bündnis Bürgerwille), ist schon bemerkenswert, denn sie offenbart die völlige Verlogenheit der politischen und juristischen Führung der Bundesrepublik. Aus einer offiziellen Stellungnahme der Bundesregierung zum ESM (Text):

“Die Bundesregierung teilt diese Ansicht (dass der Bundesrat am Gesetzgebungsverfahren zum ESM beteiligt werden muss, ADD) nicht. Beim ESM handelt es sich nicht um ein EU-Vorhaben gemäß Artikel 23 GG, sondern um einen völkerrechtlichen Vertrag, der bewusst außerhalb der EU konzipiert wurde. Für eine Anwendung des Artikel 23 GG besteht schon deswegen keine Grundlage. Abgesehen davon werden mit dem ESM-Vertrag weder Hoheitsrechte auf die EU übertragen noch erfolgt eine sonstige „Veränderung der textlichen Grundlagen des europäischen Primärrechts“ (Text von Art. 23, Grundgesetz, ganz unten am Ende des Texts)

Man muss sich die Bedeutung dieses Absatzes so richtig klar machen.

Die Bundesregierung erklärt offiziell gegenüber dem Bundesrat, dass der ESM nichts mit der EU zu tun hat: “Beim ESM handelt es sich … um einen völkerrechtlichen Vertrag, der bewusst außerhalb der EU konzipiert wurde.”

Wohlbemerkt, der Euro und die Eurozone wurden im Rahmen der EU-Verträge geschaffen und bestehen im Rahmen der EU.

Der ESM hat den Zweck, den Euro und damit die Eurozone zu retten. Dies ist der einhellige Konsens von allem, was seitens der Regierung, des Bundestages und des Bundesverfassungsgerichts bisher der Öffentlichkeit erzählt wurde: “Scheitert der Euro, scheitert Europa” – von wem war das noch mal? Der Chefin der Bundesregierung etwa?

Nun erklärt die Bundesregierung, der ESM habe nichts mit der EU zu tun. Also darf er auch nichts mit dem Euro zu tun haben.

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Andreas Popp zum Geldsystem …

Posted by krisenfrei - 28/05/2012

An alle Hochschuldozenten der Fakultäten BWL, VWL, Politik … etc.
Laden Sie doch mal Herrn Popp zu einigen Vorträgen, Vorlesungen ein.
Vielleicht könnten Sie und ihre Studenten noch etwas hinzulernen.
Könnte bestimmt nicht schaden.
Hier nur ein seiner vielen Vorträge zu unserem Geld- und Politsystem:

 


 

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Griechenland: Die Hütte brennt

Posted by krisenfrei - 28/05/2012

Fiskus in Griechenland steht vor der Insolvenz

Dem Fiskus in Griechenland droht Ende Juni 2012 die Zahlungsunfähigkeit, womit Gehälter, Renten und Zahlungen an Versicherungen ernsthafter denn je gefährdet sind.

Laut Funktionären der staatlichen Buchhaltungszentrale (GLK) rückt ein nationaler Zahlungsstopp und sogar auch die Bezahlung von Gehältern und Renten mit Schuldverschreibungen näher denn je: Unter den derzeitigen Umständen wird der Fiskus am 28 Juni 2012 “die Rollläden herunterlassen”. Die letzten Schätzungen des Finanzministeriums sind ein Albtraum, da sogar auch in dem Fall, dass notfalls 3 Mrd. Euro der Finanzstabilisierungsfaszilität angegriffen werden, die Kassen unmittelbar nach den Parlamentswahlen am 17 Juni 2012 “austrocknen” werden.

Falls und sofern die nächste Regierung rechtzeitig gebildet wird, übernimmt sie die Wirtschaft am Rand des Bankrotts, da ohne neue Auszahlungen seitens der Troika die Kassen leer sein und die Zahlungen der Gehälter, Renten und Beihilfen buchstäblich “in der Luft” hängen werden. In der staatlichen Buchhaltungszentrale werden rund um die Uhr titanische Bemühungen unternommen, damit in einem Umfeld ungeheurer Unsicherheiten die kostbare Liquidität so lange wie möglich gewährleitstet bleibt.

Leere Kassen und politische Ungewissheit

Niemand ist sicher, dass unmittelbar nach den Wahlen am 17 Juni eine Regierung gebildet wird, noch dass die wie auch immer geartete Regierung in der Lage sein wird, mit den Europäern über die Auszahlung einer neuen Tranche aus dem Rettungspaket zu verhandeln. Selbst wenn extreme Komplikationen vermieden werden, ist die Zeit, welche die neue Regierung zur Verfügung haben wird, um die Kontrolle seitens der Troika abzuschließen, neuen Maßnahmen zuzustimmen und das “grüne Licht” für die Auszahlung der neuen Rate zu erhalten, praktisch nicht vorhanden.

Wie Funktionäre der staatlichen Buchhaltungszentrale (GLK) charakteristisch äußern, hängt zum ersten Mal alles an einem seidenen Faden, wobei die Entwicklungen auf politischem Niveau einen nationalen Zahlungsstopp und sogar auch die Bezahlung von Gehältern und Renten mit Schuldverschreibungen möglicher als je machen. Dies bedeutet, dass Bedienstete und Rentner des öffentlichen Sektors im Extremfall kein Geld auf ihrem Konto finden, sondern … ein “Versprechen” erhalten werden, irgendwann bezahlt zu werden, wenn der Fiskus über ausreichende Liquidität verfügen wird.

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Das Dritte Ermächtigungsgesetz

Posted by krisenfrei - 28/05/2012

Aushebelung der nationalen Volkssouveränität

Das Dritte Ermächtigungsgesetz

Von Erwin Grandinger, Politikanalyst, Berlin

Angesichts der sich in den Euro-Ländern weiter verschärfenden Überschuldungs-Krise haben die EU-Staats- und Regierungschefs die Ergänzung bzw. Ablösung (dazu ist die endgültige Entscheidung noch nicht gefallen) des bisherigen EFSF-Rettungsschirms durch einen neuen ESM-Rettungsschirm beschlossen, welcher den EU-Gremien nahezu unumschränkte Kompetenzen einräumt. Der Politik- und Finanzanalyst Erwin Grandinger, der das neue Konstrukt durchschaut, hat dieses im Magazin «Smart Investor» wie folgt vorgestellt:

Mit der Verabschiedung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) sollen in Deutschland zum dritten Mal innerhalb von 700 Jahren elementare Entscheidungsbefugnisse des Parlaments ohne Volksabstimmung abgegeben werden.

«Geräuschloser» Untergang

Wenn wir vom «Ermächtigungsgesetz» reden, meinen wir grundsätzlich immer das «politische» Ermächtigungsgesetz vom März 1933, das den Nationalsozialisten die formal-juristische Grundlage lieferte, die totale Kontrolle über Deutschland auf allen Ebenen auszuüben. Das Ermächtigungsgesetz wurde daher zum Schlüsselgesetz der Errichtung der NS-Diktatur. Ein Blick in die Finanzgeschichte zeigt aber, dass es in Deutschland regelmässig «finanzpolitische» Ermächtigungsgesetze gab, die den Weg in den fiskalischen, monetären und politischen Untergang ebneten. Während Kriege (etwa 1939 bis 1945) und Umbrüche (beispielsweise 1989 bis 1990) mit lautem Getöse einhergehen, vollziehen sich finanzgeschichtliche Prozesse ob ihrer Komplexität äusserst geräuschlos, sind aber in ihrer Wirkung nicht minder zerstörerisch – bis hin zum Untergang des Staates.

Die DDR etwa zerfiel, weil sie sich bereits eine Dekade im fiskalischen Niedergang befand. Es war eine lange und lautlose Agonie. Erst als die Mangelwirtschaft einen Höhepunkt erreichte und die politische Kontrolle der Gesellschaft dem System entglitt, waren die Menschen bereit, auf die Strassen zu gehen und zu demonstrieren. Dann war die Krise sichtbar, der Staat bereits fiskalisch untergegangen, während er völkerrechtlich noch existierte. Der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) wird Deutschland zum dritten Mal an einen solchen Scheidepunkt bringen.

Loslösung vom Gold – der erste Streich

Im August 1914, also zu Beginn des Ersten Weltkrieges, wurde das erste moderne finanzpolitische Ermächtigungsgesetz Deutschlands verabschiedet. Damals erhielt das Deutsche Reich direkten Zugang zum Notenbankkredit, und die Absicherung des Papiergeldes durch Gold wurde durch die Abgeordneten des Reichstages gesetzlich verboten. Die dadurch verbundene Geldschöpfung führte jedoch erst ab 1921 zur galoppierenden Hyperinflation.

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Das FED und Inflation

Posted by krisenfrei - 27/05/2012

Mit Gewalt und Tricks um die Kaufkraft gebracht

von Dominik Hennig

Im etablierten Blätterwald mehren sich die Anzeichen für geistige Umbrüche. Erst feiert die Wirtschaftswoche den unbeugsamen Visionär Ludwig von Mises ab, dann fragt das Handelsblatt vehement nach, warum die Bundesbank die deutschen Goldreserven nicht einer nach den Regeln ordnungsgemäßer Buchführung erforderlichen Inventur unterzieht und dann entdeckt plötzlich die bis dato verläßlich staatstragende NZZ den Zusammenhang von Papiergeld-System und sich anbahnender chronischer Inflation. Sind das schon die ersten Regenpfeifer, die einen Klimawechsel andeuten? Schön jedenfalls, wenn im Leib- und Magenblatt gußeiserner freisinniger Korporatisten auf einmal sogar Murray Rothbard zitiert und dabei gleich noch das Wesen des Inflationsbetruges erklärt wird:
„Die Bürger wurden also schon in früheren Jahrhunderten mittels Gewalt und Tricks der jeweiligen Herrscher um die Kaufkraft ihres Geldes gebracht. Aus Sicht von Reinhart und Rogoff sind «die modernen Notenpressen lediglich eine technisch fortschrittlichere und effizientere Methode zur Erreichung desselben Ziels» – der Umgehung von Schuldenrückzahlungen. Wie ihre Statistiken zeigen, ist die Inflation im 20. Jahrhundert tatsächlich sehr stark angestiegen. In vielen Industrieländern galt das Phänomen Inflation in den vergangenen Jahrzehnten als besiegt, angesichts der immensen Verschuldung zahlreicher Staaten könnte sich dies nun allerdings wieder ändern.

Murray Rothbard, US-amerikanischer Ökonom und Vordenker der Libertarian Party, sah die Wurzel des Papiergeld-Übels im Federal Reserve System, das 1913 durch die Unterzeichnung der Federal Reserve Act unter dem US-Präsidenten Woodrow Wilson geschaffen wurde. Die amerikanische Wirtschaft leide unter chronischer Inflation, die von der Fed geschaffen werde, schrieb Rothbard. Es sei die Aufgabe der Fed, private Geschäftsbanken bei der Inflationierung zu unterstützen, ihnen Reserven zukommen zu lassen und sie, wenn nötig, zu retten. So hat der Dollar seit der Gründung der Fed im Jahr 1913 ungefähr 95% seines Werts verloren. Im Jahrhundert davor war die Kaufkraft des Dollars hingegen weitgehend stabil geblieben.

Die Verwendung von durch nichts gedecktem Papiergeld sorgt aus Sicht mancher Ökonomen nicht nur für Inflation, sondern auch für eine Aufblähung des Finanzsektors sowie für rasante Auf- und Abschwungs-Zyklen. Historisch gesehen haben Staaten besonders von Inflation Gebrauch gemacht, wenn sie in den Krieg gezogen sind. Dies zeigte sich in den USA etwa im Vietnamkrieg. Im Jahr 1971 erklärte Präsident Richard Nixon, dass der Dollar nicht mehr länger in Gold konvertierbar sei, und brachte so das Bretton-Woods-System und den Goldstandard zu Fall. Da Gold als «Anker» für das Geld fehlte, hätten die Zentralbanker in der Folge stärker darauf achten müssen, eine übermässige Geldmengenausweitung zu verhindern. Wie die derzeitige Entwicklung zeigt, hat dies nicht funktioniert.“
Wer sich etwas eingehender mit den tieferliegenden Ursachen und Zusammenhängen des uns als „Euro-Krise“ entgegentretenden Desasters des geldsozialistischen Papiergeldystems beschäftigen möchte, sei besonders auf drei Publikationen von mir besonders geschätzter Austrians hingewiesen, die hierbei wertvolle Einsichten vermitteln: „Die Tragödie des EURO“ von Philipp Bagus, „Die Euro-Misere“ von Michael von Prollius und „Der Fluch des Papiergeldes“ von Thorsten Polleit, der im oben zitierten NZZ-Artikel ebenfalls ausführlich zu Wort kommt.

Quelle: freitum

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