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Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Der Traum vom «Friedenswerk Europäische Union» dürfte bald in Trümmern liegen

Posted by krisenfrei - 20/02/2012

Euro-Katastrophe: Deutschlands Zwiespalt

 Von Ulrich Schlüer, Chefredaktor «Schweizerzeit»

Die Wirtschaft von Export-Weltmeister Deutschland stürmt von Rekord zu Rekord. 2012 überstieg der jährliche Gesamtexport Deutschlands erstmals die magische Grenze von 1 Billion Euro.

Wer häufig nach Deutschland reist, wundert sich freilich: Im deutschen Alltag ist nichts von Wirtschaftsblüte zu verspüren. Eher das Gegenteil: Deutschlands Autobahnen, einst europaweit als die solidesten Verkehrsverbindungen gepriesen, scheinen insgesamt einem zwar langsamen, doch stetigen Zerfall ausgesetzt zu sein. Der Unterhalt kann nur noch lückenhaft geleistet werden. Deutschlands Bahnlinien sind – von wenigen Hochleistungsstrecken für Expresszüge abgesehen – in zusehens maroder Verfassung. Auch in den Städten scheinen die Strassen zunehmend ungenügend unterhalten.

Keine Erfolgserlebnisse
Warum wird vom Exporterfolg, der Deutschland gewiss Milliarden an Steuereinnahmen in die Kasse schwemmt, nichts sichtbar? Welche Gründe hat der sich in Deutschland sichtlich verstärkende Unmut der Bevölkerung über die Entwicklung des Landes?

Zunächst: Der Exporterfolg Deutschlands ist zumindest in Europa ein zwiespältiger Erfolg. Die Volkswirtschaften einer laufend wachsenden Zahl von EU-Ländern können in Deutschland nur noch einkaufen, wenn ihnen Deutschland – via Brüssel – auch die Milliarden liefert, mit denen sie ihre Einkäufe überhaupt erst bezahlen können. Die Fehlkonstruktion Euro zwingt mehr und mehr Länder an den fast nur noch von Deutschland gespiesenen Tropf Brüssels.

Deutschland bezahlt seine Exporte selbst
Deutschlands Exporterfolg beruht darauf, dass die Einheitswährung Euro für die Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft eigentlich zu tief ist. Mit dem Durchschnittskurs des heutigen Euro subventionieren die unter dem für sie zu teuren Euro zunehmend ächzenden andern Euro-Länder faktisch Deutschlands Export. Die «Subventionen» können die zunehmend in der Überschuldung versinkenden Euro-Länder allerdings aus eigener Kraft immer weniger erbringen. Also muss ihnen Deutschland aus den Gewinnen seines Exporterfolgs via Brüssel laufend die Mittel zuschiessen, damit die verarmenden EU-Länder die ihnen im Übermass gelieferten deutschen Produkte überhaupt noch bezahlen können.

Ein Teufelskreis wird Tatsache: Das infolge der sich zunehmend erhöhenden Löcherstopf-Zahlungen an marode Euro-Länder seinerseits überforderte Deutschland muss – wenigstens für die Zuschauer-Galerie – die im Schuldensumpf offensichtlich ertrinkenden Euro-Südstaaten von Woche zu Woche herrischer zu «Finanzdisziplin» anhalten. Gleichzeitig ist Deutschland, um mit seinen Exporten den notwendigen Ertrag für die hektische Stopfung aller Schuldenlöcher in Europa erwirtschaften zu können, immer stärker auf den Ausgaben-Schlendrian der Überschuldeten angewiesen.

Die Leidtragenden
Das sind Zusammenhänge, welche die Regierungen der EU-Länder – in demonstrativer Hektik von Krisengipfel zu Krisengipfel rennend – ihren Völkern tunlichst verschweigen, weil andernfalls die Opfer dieses unsinnigen Überschuldungs-Karussells die Gründe ihrer sich laufend verschlechternden Lage eher erkennen – und darauf auch reagieren würden.

Man heuchelt zu Brüssel «Griechenland-Rettung» vor. Dabei geht es bei den geforderten – faktisch allein Deutschland aufgehalsten – Rettungspaketen in dreistelliger Milliarden-Höhe doch nicht um Griechenland. Es geht um die Rettung jener Banken, die – meist auf Geheiss ihrer Regierungen – für Abermilliarden marode Staatspapiere der faktischen Bankrotteure halten müssen. Würde Griechenland aus dem Euro ausscheiden und zwecks wirtschaftlicher Gesundung zu einer – stark abzuwertenden – Drachme zurückkehren, könnten Dutzende vor allem französischer, deutscher und englischer Banken wohl nur durch Verstaatlichung (damit auch Verstaatlichung ihrer Überschuldung) vor dem Ruin gerettet werden.

Tatsächlich wird Griechenland an eine Währung gefesselt, der seine Wirtschaft nie und nimmer gewachsen ist. Griechenlands Wirtschaft vermag jährlich nur gerade rund 800 Patente für neuentwickelte Produkte oder Fertigungsprozesse anzumelden. Die Schweiz – im Vergleich dazu – meldet jährlich durchschnittlich 25‘000 Patente an. Mit dem für Griechenland zu teuren Euro wird auch Griechenlands Tourismus ins Abseits gedrängt. Solange Griechenland – das gilt auch für Portugal, für Spanien, für Italien, für Frankreich – an den Euro gefesselt bleibt, ist es zur Verarmung verdammt. Ein bitteres, für Millionen unerträgliches Schicksal.

Der Friedens-Traum endet in Trümmern
Dies um so mehr, als die Griechen ständig von Deutschlands Wirtschaftserfolgen hören – möglich werdend durch eine Einheitswährung, die für Deutschland zu billig, für Griechenland viel zu teuer ist. Dass aus diesem Missverhältnis Neid, Frust, Aberwillen, Zorn gegen Deutschland entsteht und sich entlädt, ist unabwendbar. Indem der Süden Europas von der EU in die Armut abgedrängt wird, Deutschland, um alles bezahlen zu können, aber von Wirtschaftserfolg zu Wirtschaftserfolg eilen muss, entstehen gefährliche Spannungen, die sich in offenen Unruhen entladen werden. Der Traum vom «Friedenswerk Europäische Union» dürfte bald in Trümmern liegen.

Auch Deutschland ist überlastet
Auch Deutschland wird mit all seinen Steuerzahlern zunehmend überfordert – trotz seiner Exporterfolge. Muss es doch die ganze, durch den marktuntauglichen Euro verschuldete Katastrophe zunehmend allein am Leben erhalten. Nach kaufmännischen, ehrlichen Ansätzen gerechnet, ist die Europäische Zentralbank (EZB) längst all ihres Eigenkapitals beraubt, faktisch also pleite. Die Flutung der europäischen Banken durch die EZB mit sage und schreibe 480 Milliarden Euro kurz vor Weihnachten (damit diese Banken wieder Staatspapiere maroder Euro-Länder kaufen) erfolgte faktisch aus dem Nichts, allein per Notenpresse. Das höhlt den Euro zwangsläufig aus – vor allem auf Kosten Deutschlands.

Deutschlands Bürger müssen die daraus resultierende Zerrüttung ihrer Währung – unausweichliche Folge der uferlosen Geldproduktion per Notenpresse – einfach hinnehmen. Wer sein ehrlich Erspartes dieser unausweichlichen, von verantwortungslosen Regierungen verfügten Geldentwertung entziehen will, wird als Steuerflüchtling öffentlich kriminalisiert, an den Pranger gestellt, wirtschaftlich gnadenlos vernichtet.

Katastrophe
Solange die EU am Euro festhalten will, bleibt der Weg in die Katastrophe vorgespurt. Den Südländern blüht diese Katastrophe in Form der ihnen verschriebenen Verarmung. Den Nordländern durch die von den Regierungen verfügte Zerrüttung ihrer Währung und damit ihrer persönlichen Ersparnisse – sie werden faktisch ihres Eigentums beraubt.

Die Schweiz kann sich dieser absehbaren Katastrophe dann entziehen, wenn sie ihre Währung, den Franken, weiterhin an echte Werte bindet – nicht an zerfallende Fremdwährungen, vielmehr an wertbeständiges Gold. Bindet sie sich an den Euro, wird auch die Schweiz in die Katastrophe gerissen.

Ulrich Schlüer

Quelle: http://www.schweizerzeit.ch/cms/index.php?page=/News/EuroKatastrophe-496

6 Antworten to “Der Traum vom «Friedenswerk Europäische Union» dürfte bald in Trümmern liegen”

  1. antizensur said

    Offener Brief an die Politik – Euro-Rettungsschirm nun auf 800 Mrd. Euro aufgespannt: Fortsetzung folgt ohnehin

    Meine Damen und Herren aus der Politik. Da Ihnen offenbar nichts weiter einfällt, außer Krisengipfel, Rettungsschirme, Brandmauern und sonstiger unglaubwürdiger Euro Rettungskäse, sollten Sie dem Steuermichel doch einfach erklären, dass Sie mit Ihrem Latein am Ende sind, geschlossen zurücktreten und sich aus der Politik verabschieden. Alles andere wäre dem deutschen Volke und auch den anderen europäischen Völkern nicht mehr zumutbar. Überlassen Sie das Feld der Finanzen lieber Leuten wie Prof.Schachtschneider, Prof.Hankel, Prof.Henkel, Prof.Sinn, Andreas Popp, Mr.Dax Dirk Müller oder sonstigen Menschen mit Sachverstand. Selbst Max Mustermann oder Lieschen Müller wären für Ihre Pattexsessel besser geeignet. Jeder halbwegs gescheite Mensch der sich mit dem zinseszinsbasierten Falschgeldsystem auskennt und die Expotialtaste seines Taschenrechners bedienen kann, weiß das uns in absehbarer Zeit das ganze FIATmoneysystem um die Ohren fliegt. Mit jedem weiteren Tag wird alles nur noch schlimmer. Streiks und Gewaltausbrüche sind in den südlichen europäischen Ländern bereits an der Tagesordnung. Es wird in absehbarer Zeit leider auch bei uns knallen. Spätestens dann wenn Sie den Sparerschafen beibringen müssen, dass seine sauer erarbeiteten Flocken flöten gegangen sind. Wenn das deutsche Schlafschaf erst mal munter wird, kann es durchaus ungemütlich werden. Was wollen Sie dann machen? Alle Leute auf der Straße erschießen lassen? Wer garantiert Ihnen denn, dass deutsche Polizisten und Soldaten Sie wirklich auf Dauer beschützen? Wollen Sie im Krisenfall alle flüchten? Wohin denn, wenn in der gesamten westlichen Welt das absolute Chaos ausbricht?

    Es bleibt Ihnen aber noch die Möglichkeit, den Euro für gescheitert zu erklären und sämtliche Schulden an den Banken für Null und Nichtig zu erklären. Das ist nämlich durchaus möglich. Danach wird das Geld nur noch staatlich gedruckt und nicht mehr privat wie bei der amerikanischen FED oder teilprivat wie bei der europäischen EZB.

    Meine Damen und Herren Politiker: Zeigen Sie mal endlich Mut und treten Sie den Zockerbanken in den Hintern. Das Märchen der Rettungsschirme nach dem Motto “Alles wird gut” oder es sind “nur Bürgschaften” nimmt Ihnen ohnehin keiner mehr ab. Bald ist Zahltag.

    Denken Sie auch mal an die Zukunft der europäischen Staaten. Die Zukunft sind unsere Kinder. Viele Politiker haben leider keine Kinder. Vielleicht ist das ja ausschlaggebend für den Wahn an einer gescheiterten Währung festzuhalten. “Nach mir die Sintflut” ist leider bei vielen kinderlosen Paaren fest im Gehirn verankert.

    Übrigens: Ein Geldsystem kann nur überleben, wenn es das Vertrauen in der Bevölkerung hat. Das Vertrauen schwindet aber zur Zeit. Ein bargeldloses Geldsystem was einigen Herrschaften offenbar vorschwebt wird nicht funktionieren und führt geradewegs in die Sklaverei. Folge eines solchen bargeldlosen Systems: Es wird wieder getauscht. Und zwar an der Staatskasse vorbei. In Griechenland macht man bereits Gebrauch davon.

    PS: Die s.g. Euro Brandmauern sind nicht aus Beton, sondern aus Papier. Und bekanntlich brennt Papier lichterloh.

    Nachtrag: Der kürzliche Spruch von der Euro Gallionsfigur Theo Waigel “Der Euro hält noch mindestens 400 Jahre” hat mich köstlich amüsiert. Solange gab es noch nie eine Währung. Der Dollar wird aber sein 100 jähriges Bestehen auch nicht mehr sehen. Zumindest nicht mehr in der Form als “Federal Reserve Note”. Staatlich ist an dieser Note bis auf ein kurzes Gastspiel unter John F. Kennedy im Jahre 1963 nämlich nichts.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jörg Malinowski

    http://antizensur.wordpress.com/2012/03/30/offener-brief-an-die-politik-euro-rettungsschirm-nun-auf-800-mrd-euro-aufgespannt-fortsetzung-folgt-ohnehin/

  2. An einer Kriegsneurose leidend und nach dem 2. Weltkrieg voller Scham haben wir uns nach einer neuen Identität gesehnt. Wir wollten mehr Europäer sein als wir Deutsche sein wollten.

    Politik: Nicht das Erreichte zählt – sondern das Erzählte reicht.

    Das Jahr 2004 wo alles Ungemach begann:
    Rot-Grün (SPD und B90 Grüne) lässt unter Schröder und Fischer Hedge-Fonds und Derivate zu. Die absurden Renditeziele der Finanzwirtschaft werden zur allgemeinen Richtschnur.

    Es folgen 2005 CDU/CSU/Union und SPD:
    Im CDU-SPD Koalitionsvertrag wird die Förderung des Kreditverkaufs festgeschrieben. Zudem will man nur eine „Finanzaufsicht mit Augenmaß“.

    Nun sehen wir tagtäglich was die Politik der „Volksparteien“ hier angerichtet hat.

    Horst Köhler, damals Finanzstaatssekretär, April 1992
    „Es wird nicht so sein, dass der Süden bei den sogenannten reichen Ländern abkassiert. Dann nämlich würde Europa auseinanderfallen. Es gibt eine ’no bail out rule‘. Das heißt, wenn sich ein Land durch eigenes Verhalten hohe Defizite zulegt, dann ist weder die Gemeinschaft noch ein Mitgliedstaat verpflichtet, diesem Land zu helfen.“

    Hermann Otto Solms, FDP-Finanzexperte, Oktober 1995
    „Die neue Währung wird nur dann stabil sein, wenn die klar definierten Stabilitätsmerkmale auf Dauer gelten. Eine funktionstüchtige Währungsunion benötigt eine regelmäßig und verpflichtend abgestimmte Finanzpolitik.“

    Hans Tietmeyer, früherer Bundesbankchef, Dezember 2006
    „Die EZB würde problematisch handeln, wenn sie auf die Interessen einzelner Länder einginge. Das wäre, wie wenn die Bundesbank früher auf die Situation einzelner Bundesländer geschaut hätte.“

    Jean-Claude Trichet, ehemaliger EZB-Präsident, Januar 2010
    „Keine Regierung und kein Staat könnten eine spezielle Behandlung erwarten. Die Notenbank wird ihre Prinzipien nicht ändern, nur weil die Staatsanleihen eines Mitgliedslandes die entsprechenden Kriterien nicht mehr erfüllen.“

    • krisenfrei said

      Hallo King Balance,

      vielen Dank für deinen Kommentar und die Zitate.
      Trichet bekam für seine vielen Lügen sogar den Aachener Karlspreis.
      https://krisenfrei.wordpress.com/2011/06/19/ezb-%E2%80%93-europaische-zocker-bank/
      Leider schläft das Volk immer noch und träumt von besseren Zeiten.

      • Leider schläft das Volk immer noch und träumt von besseren Zeiten.

        Carl Friedrich von Weizsäcker
        .
        Das deutsche Volk bewertete er wenig schmeichelhaft wie folgt:
        .
        Absolut Obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage!

    • dieter said

      Fallersleben sagt: Das oben geschriebene entspricht auch meiner Meinung. Abweichend ist meine Sicht im Punkt: „Wir wollten nach dem Kriege nicht mehr deutsch sein“ Richtig ist wir wurden und werden mit System unserem nationalen Gefühl und Ehre beraubt durch Umerziehung. Deutschland darf es nicht mehr geben und die BRD muss schnell in Europa auf-/untergehen. Jeder unserer führenden Politiker und Wirschaftslenker arbeiten an diesem Projekt, warum auch immer, fleißig mit so scheint es.

  3. […] Ulrich Schlüer Quelle: Krisenfrei […]

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