krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

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Papiergeld ist periodisch zum Crashen verdammt (X)

Posted by krisenfrei - 03/01/2012

Briefe eines Bankdirektors an seinen Sohn

ZEHNTER BRIEF

Berlin, 26. Januar 1921

So alt wie das Geld, lieber James, so alt ist auch die Klage der Menschen, es gebe „zu wenig Geld“. Das ist ein Missverständnis, von dem ich nicht zu hoffen wage, dass es jemals ganz aus der Welt verschwinden wird. Es werden wohl immer nur ganz Vereinzelte sein, die erkennen, dass „zu wenig Geld“ ein Widersinn ist. Geld ist der Maßstab, nach dem sich die vorhandenen Güter auf die Bevölkerung verteilen, und man kann die einzelnen Güter-Portionen nur vergrößern, indem man die Gütermenge erhöht, nicht aber, indem man den Maßstab verlängert. Wer darüber klagt, dass er zu wenig Geld hat, klagt in Wirklichkeit nur darüber, dass er nicht genug Waren oder Leistungen hat absetzen und sich daher nur eine kleine Portion der vorhandenen Gütermenge hat beschaffen können.

Das kann eine Frage der persönlichen Unfähigkeit oder eine Frage der sozialen Ungerechtigkeit sein, niemals aber eine Frage der Geldmenge. Da die große Masse das aber nicht einsieht, so fordert sie vom Staat, dass er mehr Geldzeichen herstelle, und der Staat erkennt diese Forderung als grundsätzlich berechtigt an, indem er Notenbanken errichtet, die „nach Bedarf“ Geldzeichen ausgeben sollen. Dabei setzt er der Schöpfertätigkeit der Banken freilich gewisse Grenzen. Wenn aber schon seine Anerkennung des öffentlichen Geldverlangens uns ein wehmütiges Lächeln abnötigt, weil sie auf einem Irrtum beruht, so wirken die „Grenzen“ , die er dem Verlangen setzt, vollends humoristisch. Denn der Staat pfropft hiermit seinem ersten Irrtum einen zweiten auf.

Wie die beiden Irrtümer entstanden sind, ist durchsichtig genug. Der Staat hat sich im Laufe der Jahrhunderte, durch Schaden gewitzigt, zu der Erkenntnis durchgerungen, dass nicht jedes Geld den in ihm dargestellten Güteranspruch wirklich voll gewährleistet, also „wertbeständig“ ist. Er hat vielmehr erkannt, dass nur solch Geld, das entweder selbst aus Edelmetall (Gold) besteht, oder jederzeit in dieses Edelmetall umgetauscht werden kann, die Eigenschaft der Wertbeständigkeit hat. Dabei ist ihm jedoch der Grund dieser Tatsache verborgen geblieben. Er sieht darin nur den Ausfluss einer menschlichen Laune eines Vorurteils. Er führt die Wertbeständigkeit des Goldgeldes oder Gold gedeckten Geldes darauf zurück, dass die Menschen nun einmal nur ein Geld, für das sie jederzeit den vollen Gegenwert in dem edlen Weltmetall erhalten können, für wert echt halten. Wenn das auch nur eine Marotte sei, die wohl aus der traditionellen Überschätzung der Edelmetalle herrühre, so müsseman ihr doch Rechnung tragen und möglichst nur solch Geld ausgeben, das auf Wunsch seines Inhabers jederzeit in Metall umgetauscht werden könne.

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