krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Am Ende stehen Staatsbankrott und Währungsreform

Posted by krisenfrei - 04/08/2011

Vorab ein Zitat des Ökonomen Stefan Homburg: „Inzwischen ist auch vielen Politikern klar, dass der eingeschlagene Weg letztlich in Staatsbankrott und Währungsreform endet. Dieser Prozess ist schon jetzt unumkehrbar, doch will das niemand laut sagen und als derjenige ins Geschichtsbuch eingehen, der den Knall ausgelöst hat. Daher überlässt man den Offenbarungseid späteren Bundesregierungen und wirft einstweilen gutes Geld schlechtem hinterher. Irgendwann, das ist sicher, wird das System durch politische und ökonomische Faktoren gesprengt. Und leider besteht die große Gefahr, dass dann nicht nur der Euro zerbricht, sondern die EU insgesamt.“

Genau so ist es. Jeder Politiker denkt nur an seine Diäten, Pensionen … etc. und: Nach mir die Sintflut! Dieses Dreckspack, welches regelmäßig gegen Gesetze verstößt, gehört hinter Schloss und Riegel.

Grundgesetz, Artikel 20:

(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.

(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Das Deutsche Volk hat das Recht gegen diese Gesetzesbrecher Widerstand zu leisten – doch es sitzt lieber vor der Glotze, aus der fast ausschließlich Lügen und Verblödungsmüll kommen. Besser das Volk verblöden als bilden! Das ist so gewollt.

Zurück zum Ökonomen Stefan Homburg, der meint:

Der Euro wird zusammenbrechen

Denn so läuft es immer, wenn Staaten sich hoch verschulden und Notenbanken ihnen Kredite geben, warnt der Wissenschaftler angesichts der Griechenland-Krise

von Stefan Homburg

Der Euro hat keine Zukunft. Diese Feststellung mag provokant klingen. Sie drängt sich aber auf, wenn man in die Geschichte zurückblickt.

Im Jahre 1914 war Deutschland stolz auf seine durch Gold gedeckte Mark. Diese Währung bestand seit 1876 und hatte sich jahrzehntelang als stabil erwiesen. Durch die Kriegsgesetze von 1914 erhielt das Reich allerdings Zugang zum Notenbankkredit, und das markierte den Anfang vom Untergang der Mark, die zuletzt in Scheinen von je 100 Billionen gedruckt wurde.

1924 unternahm Deutschland durch Einführung der Reichsmark einen neuen Anlauf, zu einer stabilen Währung zu kommen. Auf Grund der frischen Erfahrungen mit der -Hyperinflation garantierte das Bankgesetz die Unabhängigkeit der Reichsbank. Seit 1933 wurde diese Unabhängigkeit indes schrittweise ausgehöhlt, und nach 1939 unterlag die Reichsbank den Weisungen des «Führers und Reichskanzlers», der seine Befugnis zur sogenannten geräuschlosen Kriegs-finanzierung nutzte. Am Ende des trickreichen Hütchenspiels, in dem unter anderem die berüchtigten «Mefowechsel» (nach der Metallurgischen Forschungsgesellschaft mbH benannte Wechsel, mit denen Rüstungsausgaben bezahlt wurden) eine Rolle spielten, stand die Währungsreform von 1948. Mit ihr wurden private Ersparnisse auf ein Zehntel oder weniger gemindert. Private Schulden blieben übrigens in voller Höhe bestehen.

Vergleicht man die Gegenwart mit 1914 und 1933, also den Jahren, in denen die Währungsstabilität durch falsche Weichenstellungen gefährdet wurde, fällt das Ergebnis niederschmetternd aus: Die Europäische Zentralbank hat in grossem Umfang Anleihen insolventer Staaten aufgekauft, also Notenbankkredit gegeben, sie hat darüber hinaus Schrottanleihen als Sicherheit akzeptiert und mit «Target2» ein gigantisches Schattenkreditsystem errichtet.

Während die Nationalsozialisten immerhin noch das Gesetz änderten, als sie die Unabhängigkeit der Notenbank beseitigten, beobachten wir derzeit Tag für Tag unglaubliche Rechtsbrüche: Die Europäische Notenbank kauft Staatsanleihen, obwohl der Lissabonner Vertrag ihr das verbietet; die Mitgliedstaaten ignorieren vertragliche Schuldengrenzen, und zusammen mit den Mitgliedstaaten verstösst die Kommission gegen das ausdrückliche Verbot, insolventen Staaten beizustehen.

In einem aktuellen Buch beschreiben die Wissenschaftler Carmen Reinhart und Kenneth Rogoff Hunderte Staatspleiten und Währungsreformen. Deren Verlauf verläuft stets schleichend, weil die Regierungen es immer wieder schaffen, beim Bürger die Illusion der Währungsstabilität aufrechtzuerhalten. Daher der ironische Titel des Buches: «Dieses Mal ist alles anders».

Tatsächlich aber wird es dieses Mal genau so sein, wie es immer war, wenn Stabilitätsregeln beiseite geschoben wurden, Staaten sich exzessiv verschuldeten und willfährige Notenbanken Staatskredit gaben: Am Ende stehen Staatsbankrott und Währungsreform. Deutschland, das mit Beistandszahlungen geradezu um sich wirft, befindet sich keineswegs aussen vor, sondern mittendrin.

Vermutlich werden schon die nächste Rezession oder die nächste Hochzinsphase das ganze Euro-Kartenhaus zum Einsturz bringen und als vorerst letzten «solidarischen Akt» eine europaweite Währungsreform erfordern.

Volkswirtschaftlich wäre ein Austritt Deutschlands aus der Eurozone zweifellos die beste Lösung. Technisch und ökonomisch ist ein Ausstieg aus dem Euro nicht schwieriger als der Einstieg, der vor einigen Jahren problemlos verlief. Aber was bedeutet das Gemeinwohl im Vergleich zum Wohlergehen der Banken, die durch Erwerb problematischer Staatsanleihen hohe Risikoprämien ohne Risiko einstreichen? Es besteht die Gefahr einer schleichenden Veränderung unseres politischen Systems, wobei im Vordergrund einige gewählte Akteure das Stück «Demokratie» spielen, während die Finanzindustrie im Hintergrund die Fäden zieht. Realistisch gedacht wird die Politik am Euro festhalten, solange es irgend geht.

Der Zusammenbruch des Euro wird nur als eine von vielen Währungsreformen in die Geschichte eingehen, und unsere Nachfahren werden sich fragen, wie wir so dumm sein konnten.

Jeder politisch Interessierte sollte seinen Abgeordneten fragen, wie dieser beim nächsten Rechtsbruch abzustimmen gedenkt.

Quelle: Hamburger Abendblatt vom 22.6.2011 

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5 Antworten to “Am Ende stehen Staatsbankrott und Währungsreform”

  1. Besser das Volk verblöden als bilden! Das ist so gewollt………….

    Hallo,
    der Mensch unterscheidet sich vom Tier das er nicht von seinen Trieben gesteuert wird sondern selbstständig handeln kann.
    Der Mensch „lässt“ sich verblöden! Niemand wird gezwungen am Fernseher zu sitzen, Kredite auf zu nehmen etc.

    Jeder Mensch kann sein Schicksal selbst in die Hand nehmen.
    Die Politiker sind ein Spiegelbild der Gesellschaft. Korrupte Politiker auf der einen Seite, undisziplinierte, nur nach dem Konsum orientierte Menschen, Geiz, Gier.

    Jetzt hat sich eine Gruppe von Menschen gesagt. Sie geht es nicht weiter. Dieser Planet wird durch solche Menschen auf Dauer zerstört werden. Wenn die Gier zügellos wird dann wird der Mensch zum Tier.

    Darum will man die Menschen fördern welche sich um das Wohl all jener Menschen bemühen die mit der Natur weiterhin verbunden sind und diese nicht missbrauchen.

    Um das zu schaffen sind extreme Veränderungen notwendig.
    Diesen Prozeß erleben wir in den nächsten Monaten. Dazu gehört auch das CHAOS welches gerade erst angefangen hat. Das CHAOS ist ein Reinigungsprozeß.

    Danach kann erst der Aufbau für eine bessere Zukunft beginnen.

    Für die Elite dieser Welt sind die Menschen der USA „ausgebrannt“. Darum investiert die Elite nicht mehr in den USA sondern Asien.

    Von der Lebenqualität rede ich erst garnicht!
    Hier in Kambodscha kann ich mir mit relativ wenig Geld ein Haus leisten, Fahrer, Dienstmädchen und Nanny.
    Überall wird man empfangen wie ein König.

    Die meisten Menschen in Deutschland werden ihr Vermögen sehr bald verlieren wenn sie das falsche machen.
    Das betrifft auch Immobilien in Deutschland.

    Ein Staat wird niemals pleite gehen solange sich bei den Bewohnern dieses Staates noch etwas holen läßt.

    Wer jetzt nicht sofort reagiert ist selbst schuld!!!

    Freundliche Grüße
    David aus Phnom Penh
    rausausdeutschland(ad)gmail.com

  2. Matthias Osterland said

    Es ist nicht korrekt, daß 1948 Schulden in voller Höhe bestehen blieben.
    Löhne, Gehälter, Mieten und Renten (Verbindlichkeiten aus wiederkehrenden Leistungen) wurden 1 : 1 umgestellt.
    Für umlaufendes Bargeld, die Bankkonten und das sonstige Guthaben galt der Grundsatz der Umstellung von 10 zu 1, also auf 10 Prozent des Reichsmarkbetrags. Jedoch wurden zunächst nur 5 Prozent freigegeben („Freikonto“) und die restlichen 5 Prozent blockiert („Festkonto). Das Vierte Gesetz zur Neuordnung des Geldwesens strich dann sieben von zehn DM der Festkonten, gab zwei DM frei und gestattete für die verbleibende eine DM zunächst die Anlage in bestimmten Wertpapieren. Daraus ergab sich für Konten eine Umstellung von 100 zu 6,5; die Umstellung 10 zu 1 galt für sonstige Forderungen und für Wertpapiere.

  3. dieblaueneu said

    Das Deutsche Volk hat das Recht gegen diese Gesetzesbrecher Widerstand zu leisten –“““ doch es sitzt lieber vor der Glotze, aus der fast ausschließlich Lügen und Verblödungsmüll kommen. Besser das Volk verblöden als bilden! Das ist so gewollt.““

    ———————–
    Na,mal los, fang an, Buttermann!

  4. In jedem Satz ein Denkfehler, aber Hauptsache, es steht im „Hamburger Abendblatt“ und stammt von einem „etablierten Ökonomen“, der sich vordergründig als „alternativ“ verkauft, was für „krisenfrei“ offenbar schon ausreicht, das Gesülze ebenfalls zu veröffentlichen.

    Ist nicht schlimm, machen (fast) alle anderen auch, denn schließlich haben wir ja eine als „Meinungsfreiheit“ getarnte Denkfehlerfreiheit im einstigen Land der Dichter und Denker, und je mehr Denkfehler ein Text enthält, desto eher wird er von einem religiösen Publikum in einer Zinsgeld-Ökonomie (zivilisatorisches Mittelalter) angenommen, damit das Publikum in religiöser Verblendung verbleiben darf.

    • rotzfrech said

      Wehmeier:
      „In jedem Satz ein Denkfehler …“

      Homburg:
      „Daher überlässt man den Offenbarungseid späteren Bundesregierungen und wirft einstweilen gutes Geld schlechtem hinterher.
      Im Jahre 1914 war Deutschland stolz auf seine durch Gold gedeckte Mark. Diese Währung bestand seit 1876 und hatte sich jahrzehntelang als stabil erwiesen. Durch die Kriegsgesetze von 1914 erhielt das Reich allerdings Zugang zum Notenbankkredit, und das markierte den Anfang vom Untergang der Mark, die zuletzt in Scheinen von je 100 Billionen gedruckt wurde.
      Tatsächlich aber wird es dieses Mal genau so sein, wie es immer war, wenn Stabilitätsregeln beiseite geschoben wurden, Staaten sich exzessiv verschuldeten und willfährige Notenbanken Staatskredit gaben: Am Ende stehen Staatsbankrott und Währungsreform. Deutschland, das mit Beistandszahlungen geradezu um sich wirft, befindet sich keineswegs aussen vor, sondern mittendrin.
      Volkswirtschaftlich wäre ein Austritt Deutschlands aus der Eurozone zweifellos die beste Lösung. Technisch und ökonomisch ist ein Ausstieg aus dem Euro nicht schwieriger als der Einstieg, der vor einigen Jahren problemlos verlief.“

      Herr Wehmeier, wo liegen in diesen Sätzen die Denkfehler?
      Klären Sie mich bitte mal auf.

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