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Der große Anleihencrash des zweiten Halbjahrs 2010 …

Posted by krisenfrei - 03/12/2010

… ist bereits in vollem Gange.
GEAB hat schon im Sommer darauf hingewiesen.

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« Anleihen der US-Städte, – Gemeinden und -Kreise» : Der große Anleihencrash des zweiten Halbjahrs 2010

– Auszug Empfehlungen GEAB N°46 (18. Juni 2010) –

Da die US-Städte, – Gemeinden und –Bezirke am Rande der Zahlungsunfähigkeit stehen, steht der Markt für ihre Anleihen, die sogenannten Munis, die dazu dienen, lokale Infrastrukturen der öffentlichen Daseinsvorsorge wie Schulen, Krankenhäuser, Nahverkehr, Kanalisation etc. zu finanzieren, unmittelbar vor der Implosion.

Dabei gibt es viele Parallelen zu der Subprime-Krise. Die Informationen über die finanzielle Lage der US-Städte, – Gemeinden und –Kreise sind alles andere als lückenlos. Dennoch haben die Rating-Agenturen ihren Anleihen in der ihnen eigenen willkürlichen Art die höchsten Noten gegeben. Wer sie besitzt, muss sich auf schlechte Überraschungen gefasst machen. Denn die Krise treibt viele Gebietskörperschaften, die aus politischen oder tatsächlichen Gründen ihre Einnahmenseite (Steuern und Abgaben) nicht verbessern können, in den Ruin. Vor dem Hintergrund des Auslaufens des Konjunkturprogramms der Bundesregierung (1) und des Programms Build America Bonds, mit dem die Bundesregierung die Städte und Gemeinden bei der Ausgabe von Anleihen finanziell unterstützte, des sich ankündigenden Negativwachstums der US-Wirtschaft (was zu Steuerausfällen führt), des weltweiten Trends zu Sparprogrammen für die öffentlichen Hand und die Angst der Finanzmärkte vor zu hohen öffentlichen Schulden, lässt sich für den Markt der „munis“ nur das Schlimmste vorhersagen.

Wir sagen schon jetzt voraus, dass sehr bald die Unternehmen, die sich auf die Versicherung der Forderungsausfälle von Anleihen spezialisiert haben, wie z.B. Ambac, in die Schlagzeilen der Finanzpresse geraten werden. Schon im November 2007 waren wir von den internationalen Medien die ersten, die (in der 19. Ausgabe des GEAB ) vorhersagten, dass das Geschäftsmodell von Ambac, MBIA und anderen Kreditversicherern, die auch Subprime-Kredite und ihre Verbriefungen garantierten, vor seinem Ende stünde (2). Angesichts der Bedeutung der Munis ist davon auszugehen, dass eine Muni-Krise genauso verheerende Wirkung entfalten wird wie die subprime-Krise, und zwar nicht nur in den USA, sondern ebenfalls wieder weltweit. Auch wenn sich im wesentlichen die Strukturen und Methoden an den Finanzmärkten nicht geändert haben, so hat die Krise die Versicherer wengistens dazu gebracht, ihre Risiko-Exposition zu reduzieren.

Waren in den letzten fünfzehn Jahren noch 60% der Munis versichert, so ist dieser Anteil inzwischen auf 8,5% zurück gegangen. Dies dürfte zwar eine gute Nachricht für die Aktionäre der Kreditversicherer sein, aber wirft ein beängstigendes Bild auf die Risikoanfälligkeit der Munis (3). Wir können daher wirklich nur dringend dazu raten, den Markt für Anleihen der Städte, Gemeinden und Kreise zu meiden. Wir gehen davon aus, dass es in den USA erneut zu einer verheerenden Finanzexplosion kommen wird. Ein großer Teil der Banken und Pensionsfonds in den USA wird daran zu Grunde gehen.

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