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Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Mit ‘Silber’ getaggte Artikel

Glücksspiel mit Facebook, Hoffnung für Aktien, Rally bei Edelmetallen

Geschrieben von krisenfrei - 19/05/2012

Manfred Gburek, 18. Mai 2012

Besondere Ereignisse erfordern entsprechende Kommentare aus der Anlegerperspektive. Deshalb heute ganz kurz, bevor ich mich Facebook, der Bewältigung der Euro-Krise, den Aktien und den wieder erstarkenden Edelmetallen zuwende, nur so viel: Der aktuelle G8-Gipfel markiert zum Teil schon die Wende von der Krise zu besseren Wachstumsaussichten, die „Blockupy“-Bewegung in Frankfurt, die ich von meinem Büro aus gewissermaßen hautnah miterleben kann, beschleunigt diese Wende eher noch (zu den Gründen komme ich in einer späteren Ausgabe), und was die Geldanlage angeht, winken jetzt mehr Chancen als Risiken.

Anleger im Facebook-Fieber, anders lässt sich der Rummel um den Börsengang des größten sogenannten sozialen Netzwerks – in Wahrheit eine gigantische Datenbank – kaum beschreiben. Die entscheidende Frage ist zunächst weniger, ob der Ausgabekurs von 38 Dollar angemessen war oder welcher sonstige Kurs als einigermaßen vernünftig gelten kann, sondern: Wann und in welchem Ausmaß wird es Facebook gelingen, die Zahl der weltweit auf eine Milliarde zusteuernden Nutzer nicht nur ein wenig (wie zurzeit), sondern voluminös und damit entscheidend in klingende Münze umzusetzen? Bis dahin ist alles möglich, auch das Gegenteil von allem, wie einst die Börsenlegende André Kostolany bei solchen Gelegenheiten zu formulieren pflegte. Das heißt, der Kauf und Verkauf von Facebook-Aktien – und erst recht von Facebook-Optionsscheinen an der Stuttgarter Börse – bleibt bis auf Weiteres ein Glücksspiel.

Kommt es 2012 zu einer Neuauflage des Krisenjahres 2008? Nein, denn die Europäische Zentralbank wird rigoros eingreifen und dabei vom Internationalen Währungsfonds kräftig unterstützt, von den Regierungen der Euroländer sowieso. Wie wird sich das Ganze abspielen? Das ist zwar noch nicht hundertprozentig klar, aber die Pflöcke sind eingeschlagen: im Zweifel alle Macht an EZB-Präsident Draghi & Co. Ihm liegen, so ist zu hören, zwei knallharte Lösungsvorschläge zur Abstimmung vor. Einen wird er wählen, voraussichtlich den, der neben dem Stabilitätspakt auch einen Wachstumspakt enthält.

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Das neue Inflationssignal

Geschrieben von krisenfrei - 11/05/2012

Manfred Gburek, 11. Mai 2012

Die „Bild“-Schlagzeile auf Seite 1 am Freitag war unmissverständlich: „Inflations-Alarm“. Was es damit auf sich hatte, war für die FAZ am selben Tag einen Leitkommentar ebenfalls auf Seite 1 wert. Hier eine Kostprobe: „Mit extrem lockerer Geldpolitik und vielen Notfallhilfen kauft die EZB Wackelbanken und Schuldenländern Zeit, allerdings auf Kosten ihrer Glaubwürdigkeit und unter Gefährdung ihres eigentlichen Auftrags, die Preisstabilität zu wahren.“ Dazu das Fazit, zur Finanzierung brauche Euroland „den Markt, der solide Staatsfinanzen und strukturelle Reformen verlangt. Wenn Euroland dazu nicht bereit ist, wird der Euro auch als Weichwährung keinen Bestand haben.“

Halten wir also fest: Die EZB macht sich unglaubwürdig, riskiert, dass die Preise steigen, und Euroland könnte eines Tages die Gemeinschaftswährung aufgeben. In so einem Umfeld und mit solchen Aussichten sind solide Staatsfinanzen und strukturelle Reformen bestenfalls ein frommer Wunsch. Und ganz nebenbei: Was ist Euroland? Die Brüsseler Bürokratie? Um Gottes willen. Die EZB? Im Prinzip ja, aber ohne politisches Mandat und damit machtlos. Oder etwa 17 Länder auf der verzweifelten Suche nach einem Konsens, den es wegen weit auseinandergehender Interessen jedoch nicht geben kann? Diese Interpretation kommt der Wahrheit am nächsten.

Daraus folgt: Euro hin, Euro her, jedes der 17 Länder wird weiter sein eigenes Süppchen kochen. Das erleben wir gerade wieder in Griechenland, Fortsetzung folgt. Das erleben wir auch in Spanien, wo der Staat das ehemals aus Sparkassen zusammengewürfelte Institut namens Bankia zu retten versucht, während immer größere Teile der Bevölkerung der Regierung in Madrid mit Protestmärschen die Hölle heiß machen. Da geht es nicht mehr um langfristig angelegte Reformen oder um den Euro, um solide Staatsfinanzen schon gar nicht, sondern in Anbetracht der extrem hohen Arbeitslosigkeit ums nackte Überleben.

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Amerika ist die größte Schuldennation der Weltgeschichte …

Geschrieben von krisenfrei - 06/05/2012

… sagt Jim Rogers.

Diese Aussage ist der Kern seines Interviews mit Inside Wall Street.
Allerdings hofft er noch auf eine große Korrektur bei Gold um nachzukaufen.
Was er sich unter einer größeren Korrektur bei Gold vorstellt, sagt er nicht.

Wie könnte eine größere Korrektur bei Gold aussehen?

Unter 1.500 USD?
Unter 1.100 Euro?

Mag sein, aber allein die Tatsache, dass die Schulden zunehmen, wie Rogers selbst sagt, dürfte den Goldpreis noch in ungeahnte Höhen treiben. Der Silberpreis, zumal Silber ein Industrierohstoff ist, wird sich m.E. in Zukunft besser entwickeln als der Goldpreis.

Prognosen gebe ich nur ungern ab, aber auf Sicht von 3-5 Jahren würde ich eine Verdoppelung des Gold- und eine Verdreifachung des Silberpreises nicht ausschließen. Soll man deshalb unbedingt auf eine Korrektur warten? Ich weiß es nicht. Sollten wir allerdings in eine verschärfte Deflation schlittern, die durchaus eintreten kann, gäbe es sicherlich noch gute Kaufkurse bei Gold und Silber. Wer aber weiß das schon?

Auf eines jedoch sollte man vorbereitet sein: Auf einen nicht unerheblichen Schuldenschnitt oder einer Währungsreform! Der Bürger wird in jedem Fall immer der Verlierer sein!

Börsenlegende Jim Rogers schwört im DAF-Interview mit NY-Korrespondent Manuel Koch weiterhin auf Gold: “Der Preis ist elf Jahre am Stück gestiegen und das ist sehr ungewöhnlich für eine Anlage. Gold erlebt zurzeit eine Korrektur, aber es würde mich nicht wundern, wenn Gold bald nicht mehr runtergehen würde. Ich verkaufe mein Gold nicht und falls der Goldpreis fallen sollte, plane ich mehr zu kaufen. Verkaufen Sie Ihr Gold nicht!”


 

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Die Plünderung der Völker Europas

Geschrieben von krisenfrei - 05/05/2012

Von Gert Flegelskamp

Der Bundestag! Einst stand als Inschrift auf diesem Gebäude: DEM DEUTSCHEN VOLKE. Allerdings gehe ich davon aus, dass die ursprüngliche Inschrift noch nie der Wirklichkeit entsprach, denn dort wurde zu keiner Zeit FÜR das deutsche Volk agiert, nicht während der Monarchie unter Kaiser Wilhelm (Reichstag), noch in der Weimarer Republik. In der Nazizeit wurde es nicht genutzt, weil jemand oder eine Gruppe es abgefackelt hatte (Reichstagbrand). Als politisch genutzter Bau (Bundestag) wurde das Gebäude trotz Restaurierung in den 60er Jahren erst nach der Wiedervereinigung wieder genutzt, weil zuvor der Bundestag in Bonn ansässig war. Tatsächlich fand in den 90er Jahren ein erneuter Umbau statt, so dass der Bundestag das Gebäude erst 1999 wieder als Sitz des Bundestages nutzen konnte. Der Umbau in den 90er Jahren hätte genutzt werden können, eine wahrhafte Inschrift (DEM INTERNATIONALEN FINANZKAPITAL) anbringen zu lassen. Aber Bundestag und Wahrhaftigkeit sind aus meiner Sicht ohnehin nicht miteinander vereinbare Begriffe. Deshalb steht dort auch heute noch immer DEM DEUTSCHEN VOLKE, obwohl die von mir eingefügte Inschrift wesentlich wahrhaftiger wäre.

Ich habe über Geld und über das Finanzsystem schon einige Beiträge verfasst, so einen Abriss über die Geschichte des Geldes unter dem Titel Geld ist Plunder oder den nicht von mir verfassten Artikel über Fabian, mit welchem das Zinssystem und seine Auswirkungen beschrieben werden. Aber vermutlich trifft das nicht so ganz den Nerv des Einzelnen, weil der eigentliche Hintergrund nicht deutlich genug wird. Das will ich nun versuchen und am Schluss natürlich wieder auf die mit dem ESM verbundenen Gefahren hinweisen.

Zunächst noch einmal die zwei Grundbegriffe: Geld und Kapitalismus. Geld war und ist lediglich ein Tauschmittel und als solches nur ein Versprechen an den, der dieses Mittel gegen Waren eintauscht, dass er/sie für diesen Schein oder diese Münzen bei Bedarf einen dem aufgedruckten Wert entsprechenden Gegenwert bekommt. Bevor der Geldschein erfunden wurde, hatten Münzen, zumeist aus Edelmetallen wie Gold und Silber geprägt, den gleichen Zweck, nur mit dem Unterscheid, dass Gold und Silber oder auch Kupfer schon immer in sich einen Wert darstellten.

Zu allen Zeiten gab es Betrüger, die Geld fälschten, indem sie es äußerlich dem mit dem Geld zusammenhängenden Versprechen anpassten, aber minderwertige Materialien nutzten. Die größten Betrüger waren aber die Herrscher, die mit einer Änderung der Legierung den Anteil der Edelmetalle verringerten, was außerhalb des eigenen Herrschaftsgebietes natürlich gravierende Folgen hatte, weil dort nicht der eingestanzte Wert gewertet wurde, sondern lediglich der Gehalt an Edelmetallen, wie Gold und Silber.

Heute wird das Geld in den Staaten als Währung bezeichnet. Aber was unterscheidet den Währungsverlust durch Inflation und Geldabwertung von der Minimierung des Anteils an Edelmetallen früherer Zeiten?

Mit der Gründung der Bundesrepublik war eine Bedingung der Amerikaner verbunden, den amerikanischen Kapitalismus zu übernehmen. Doch was ist Kapitalismus wirklich? Ich kann natürlich nur meine eigene Sicht wiedergeben. Kapitalismus hat 3 Basis-Komponenten.

  • Schulden
  • Guthaben
  • Zinsen

Wer von der Hand in den Mund lebt, hat kein Geld, das er anlegen könnte. Man muss also mehr haben, als man benötigt. Hat man es, kann man es investieren, also anlegen. Für diese Anlage erwartet man einen Gewinn.

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Die Frankreich-Wahl und das Gold

Geschrieben von krisenfrei - 05/05/2012

Manfred Gburek, 4. Mai 2012

Die Präsidentschaftswahl in Frankreich wird durch die Medien dramatisiert, als gelte es, halb Europa gleichermaßen vor dem Einfluss von Kommunisten und Rechtspopulisten zu bewahren. Dabei liegt die Wahrheit in der Mitte – allerdings weniger in der politischen als in der allzu menschlichen Mitte: Frankreich wählt im Zweifel mit dem Bauch und für den Bauch, also immer die Partei mit dem Kandidaten, der es besonders gut versteht, erstens Emotionen zu wecken und zweitens einen höheren Lebensstandard zu versprechen. Das hat zunächst wenig mit den Fakten zu tun, die sind jedoch letzten Endes entscheidend. Grund genug, sie kurz Revue passieren zu lassen; denn erst aus ihnen ergeben sich Rückschlüsse auf den Euroraum, speziell auf Deutschland und damit auf Sie als Steuerzahler und Anleger.

Die Staatsschulden Frankreichs sind von 2008 bis 2011 von 68,2 auf 85,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gestiegen. Das mag im Vergleich zu Deutschland gerade noch angehen, aber die Dynamik der französischen Neuverschuldung von zuletzt plus 5,2 Prozent jährlich lässt nichts Gutes ahnen. Legt man das Wirtschaftswachstum über einen doppelt so langen Zeitraum als Vergleichsmaßstab zugrunde, wird das Einknicken Frankreichs besonders deutlich: seit 2005 nur plus 0,8 Prozent jährlich verglichen mit plus 1,5 Prozent für Deutschland. Und ganz schlimm steht es um die Arbeitslosenquote, eine besonders sensible Kennzahl, weil sie etwas über die schwelenden sozialen Konflikte aussagt: in Frankreich während des Zeitraums von 2005 bis 2011 Anstieg von 9,2 auf 9,7 Prozent, in Deutschland dagegen Rückgang von 11,2 auf etwas unter 6 Prozent.

Damit genug der Fakten. Das Schlimme daran ist ja weniger, dass es den Franzosen im Durchschnitt schlechter geht als den Deutschen, sondern dass Politiker, führende Manager und zum Teil sogar Ratingagenturen uns lange Zeit glauben machen wollten, Frankreich und Deutschland stünden in puncto Wirtschaftskraft auf einer Stufe. Bester Beleg dafür war das „Merkozy“-Getue, das besonders den Italienern auf die Nerven ging, weil sie den Franzosen in mancherlei Hinsicht sogar ökonomisch überlegen sind, sei es bei der Arbeitslosenquote, sei es beim Budgetdefizit.

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“Die Euro-Rettungsschirme werden von der Bevölkerung akzeptiert“

Geschrieben von krisenfrei - 04/05/2012

Das sagte der von den Volksverdummungs-Parteien installierte Bundespräsident Joachim Gauck!
Von ihm können wir sicherlich noch einiges erwarten. Wer jedoch glaubt, das Joachim Gauck ein Bundespräsident ist, der sich für die Interessen der Bürger einsetzt, obliegt einem Irrtum.

Von der Vermögensverwaltung Mack & Weise hier der lesenswerte

Marktkommentar – April 2012

“Bei öffentlichen Finanzen heißt Sparen ja schon, dass ich Geld, das ich nicht habe, nicht ausgebe.“ Ungewohnt klar übersetzte Rainer Brüderle jüngst den Begriff des Sparens aus dem Neusprech der Politik ins Deutsche, und belegt damit einmal mehr, das Sparen im politischen und Sparen im ursprünglichen Sinne (Bilden von Rücklagen aus Konsumverzicht) nichts außer derselben Schreibweise gemein haben.

Dennoch werden die Hunderte von Milliarden, die Deutschland zur „Rettung“ des Euros „alternativlos“ auf den Tisch legt, mit der Illusion gerechtfertigt, dass sich die potenziellen Pleiteländer erfolgreich aus der Krise heraus sparen könnten!

„Völlig unerwartet“ flammte aber bereits Anfang April zur Überraschung aller europäischen „Konsolidierungs-Talibane“ (Finanzstaatssekretär Steffen, 26.04.2012) und „Dicke Bertha“-Jünger die schon vergessen geglaubte Staatsschuldenkrise im rezessionsgeschüttelten Spanien erneut auf, und das sicher nicht nur, weil der spanische Wirtschaftsprofessor Rubio-Ramirez die „größte Anstrengung zur Haushaltskonsolidierung unserer Demokratie“ (Regierungschef Rajoy) angesichts weiter steigender Ausgabenplanungen (+2 %, im Vergleich zu 2011) als eine „Fata Morgana“ bezeichnete. Keine „Fata Morgana“, sondern äußerst real dagegen ist der wirtschaftliche Niedergang des Landes, wo die nackten Zahlen (z. B. +91,8 Mrd. Euro Aufschuldung in 2011, -0,3 % reale BIP-Schrumpfung zum Vorquartal, 24,4 % Arbeitslosenquote, 143,8 Mrd. Euro Kreditvolumen im Zahlungsrückstand) alle Aussagen der Politik als die mittlerweile üblichen Durchhalteparolen entlarven.

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Interview mit Oliver Janich (Bundesvorstand der „Partei der Vernunft“)

Geschrieben von krisenfrei - 27/04/2012

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Sehr geehrter Herr Janich, Sie sind bekannt als Buchautor und Journalist. Zudem gehören Sie auch zu den Gründern der „Partei der Vernunft“ (PdV) und sind Bundesvorstand dieser Partei.
Was hat Sie zur Gründung der PdV bewegt?

Oliver Janich
Die Gründung geht auf eine kleine Kolumne in Focus Money zurück. Ich hatte mich über die gerade geplante CO2-Steuer aufgeregt und versprach eine Partei der Vernunft zu gründen, wenn mir genügend Leute schreiben. Und es kamen mehr positive Zuschriften als je zuvor. Da ich pflege meine Versprechen zu halten, habe ich mit mir vorher völlig unbekannten Mitstreitern die Partei gegründet.

krisenfrei.de
Die PdV wurde jetzt erstmals für die Landtagswahl am 13. Mai in NRW zugelassen und steht auf Platz 17 der Landesliste. Parteien, die auf dem Wahlzettel ganz unten stehen, werden von den Wählern in der Regel kaum beachtet.
Hat die noch wenig bekannte PdV überhaupt eine Chance in den NRW-Landtag einzuziehen?

Oliver Janich
Das hängt von zwei Dingen ab: Spenden und die Berichterstattung in den Medien. Mit Geld können wir uns Präsenz in den Medien erkaufen, aber wir sind mit der Resonanz durch die Medien bisher auch sehr zufrieden.

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Kommen wir mal zum Grundsatzprogramm der PdV. Darin steht u.a., dass die PdV keine Steuern auf Bundes- und Landesebene erheben will, sondern nur den Kommunen obliegen.
Wie kann man sich das vorstellen, wenn z.B. neue Verkehrswege über die Ländergrenzen hinaus gebaut werden sollen?

Oliver Janich
Ganz einfach: Solche Dinge bespricht und beschließt man auf dem Städte- und Gemeindetag. Man wird sich dann die Kosten anteilig aufteilen. Möglicherweise dauert das etwas länger, aber wenn ich mir die heutigen Planfeststellungsverfahren so anschaue, kann es kaum länger dauern. Möglicherweise geht es sogar schneller, weil durch mehr Bürgerbeteiligung viele Einsprüche wegfallen würden. Die Mineralölsteuer beträgt ja bereits heute das doppelte der Ausgaben für Straßenbau. Da diese Steuer noch relativ fair ist, weil sie den mehr belastet der auch mehr fährt, wäre das aber sicher nicht das Dringlichste was wir ändern würden, außer die Steuer zu reduzieren. Wenn also am Schluss als einzige Bundesbehörde – neben innere und äußere Sicherheit – eine übrig bleibt, die überregionale Straßen plant, soll es uns recht sein. Aber das Problem stellt sich ohnehin nicht. Deutschland ist zugebaut und in einigen Bundesländern führen Brücken sogar ins Nichts.

krisenfrei.de
Ein weiterer Punkt im Grundsatzprogramm der PdV ist die „Direkte Demokratie durch Volksentscheide“. Von einer echten Demokratie in diesem Sinne sind die jetzigen Parteien im Bundestag weit entfernt.
Wie konkret stellen Sie sich Volksentscheide vor? Müsste da über jedes neu zu verabschiedende Gesetz, das bundesweit gilt, das Volk befragt werden?

Oliver Janich
Nein, ein ganz wichtiger Aspekt unseres Programmes ist die direkte Demokratie vor Ort. Dort wo die Probleme anfallen, sollen sie auch gelöst werden. Bundesweite Entscheide kann es nur über Bundesangelegenheiten geben. Das wird in erster Linie die Außenpolitik betreffen. Beispielsweise könnte es jetzt sinnvoll sein, über den Lissabonvertrag abzustimmen. Wenn wir unser Programm aber erst einmal durchgesetzt haben, ist auch das unnötig. Denn dann kann kein Vertrag der Welt festlegen, dass in Brüssel oder anderswo Entscheidungen für die Gemeinden getroffen werden. Jede Gemeinde hat dann das Recht über seine Angelegenheiten selbst abzustimmen. Bewährte Gesetze wie das BGB wird man einfach übernehmen. Ein Lissabon- oder ESM-Vertrag wäre automatisch ungültig.
Dazu sollte man vielleicht wissen, dass völkerrechtlich gesehen jede Region das Recht zur Sezession hat. Das ist ein wirksamer Schutz gegen eine sich immer weiter ausbreitende Staatskrake. Genau deshalb wollen Staatsjünger auf Biegen und Brechen  einen Superstaat EU installieren, aktuell mittels des vollkommen undemokratischen ESM mit diktatorischen Vollmachten. Dann könnte niemand mehr den immer höheren Steuern und Abgaben entkommen. Aber der Plan wird scheitern, es ist nur die Frage, wann und wie. Wir hoffen, dass durch das völlig abgehobene Gebahren der Politikerkaste keine rechten Parteien hochkommen, sondern liberale wie wir, die den Bürgern wieder das Heft des Handelns in die eigenen Hände legen.

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Führt das nicht zurück zur Kleinstaaterei?

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Geld, Geld und nochmals Geld

Geschrieben von krisenfrei - 06/04/2012

Manfred Gburek, 6. April 2012

Am vergangenen Dienstag und Mittwoch spielte sich an den Edelmetall-, Devisen- und Wertpapiermärkten etwas Seltsames ab, das einer näheren Analyse bedarf: Die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der US-Notenbank Fed vom 13. März, also gut und gern drei Wochen alt, ließ die Edelmetallpreise, den Euro, die Aktien- und Anleihenkurse wie vom Blitz getroffen für zwei Tage sinken. Der Heraeus-Konzern kommentierte daraufhin unter Anspielung auf den Fed-Chef: „Gänseblümchen zupfen mit Ben Bernanke“.

Die mit dieser Metapher zum Ausdruck gebrachte Ironie ist berechtigt. Aber warum haben die Märkte derart heftig auf Gänseblümchen-Ben reagiert? Die Begründung dafür ist so treffend wie trivial: Im veröffentlichten Protokoll hieß es, die Fed werde erst dann mehr Geld in die Märkte pumpen, wenn das US-Wirtschaftswachstum nachlässt und die Inflationsrate nachhaltig unter 2 Prozent bleibt. Also scheinbar ein Plädoyer gegen eine weitere Geldschwemme, auf das die Anleger sauer reagierten.

Dass sie besonders heftig reagierten, lässt sich indes erst damit erklären, dass Bernanke noch eine Woche zuvor mit dem Kaputtreden der US-Konjunktur Hoffnungen auf mehr Geld geweckt hatte. Ganz nach dem Motto des Gänseblümchen-Zupfens: Die Konjunktur liebt mich, sie liebt mich nicht usw. Ein taktisches Manöver? Ein Trick? Eine willkommene Gelegenheit, um den Goldpreis und den Euro gleichzeitig zu drücken und noch mehr Dollars zu drucken, ohne die US-Währung zu beschädigen? Oder einfach nur ein Signal an die Märkte: Seht her, die Fed ist so einflussreich, dass sie euch jederzeit auf dem falschen Fuß erwischen kann? Klare Antwort: von allem etwas.

Damit soll jedoch nicht gesagt sein, dass der Dollar quasi auf Knopfdruck aufgewertet werden kann. Vielmehr geht es den Amerikanern und speziell der Fed darum, den Dollar als Weltwährung Nummer eins um jeden Preis zu verteidigen, und da können Sticheleien gegen Gold und Euro, sozusagen die natürlichen Feinde der US-Währung, von Zeit zu Zeit ganz nützlich sein.

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Alarmierende Reichtumsentwicklung

Geschrieben von krisenfrei - 28/03/2012

Beitrag von Andreas Bangemann, vom 28. März, 2012

Steven Rattner kommentiert in der New York Times eine aktuelle Studie der Ökonomen Thomas Piketty und Emmanuel Saez, wonach die aktuelle Entwicklung von Reichtum in den USA alarmierend sei.
Demnach landet der Zuwachs der Einkommen 2010 in Höhe von 288 Milliarden US-Dollar zu 93% bei den 1% Topverdienern des Landes. Selbst innerhalb dieser 1% Topverdiener gibt es eklatante Unterschiede, denn die obersten 0,1 vereinen alleine 37% dieses Zuwachses auf sich. Die danach folgenden 0,9% erzielen 56% des Zuwachses und die 99% am unteren Ende die verbleibenden 7%.
In dem Kommentar geht Rattner leider nur in Bezug auf die Steuersätze auf die unterschiedlichen Quellen der Einkommenszunahme ein, denn es darf davon ausgegangen werden, dass im Bereich der oberen 1% der Zuwachs hauptsächlich auf Einkommen aus Geldvermögen zurückzuführen ist. Rattner vermatscht die Einkommen aus Leistung mit jenen aus Vermögen und kann deshalb auch nur zu dem Schluss kommen, dass eine Erhöhung der Steuern für Superreiche die Lösung sein könnte, die dieser Entwicklung Einhalt gebieten würde.

Doch wenn selbst Superreiche wie Warren Buffet derlei Forderungen an die Politik stellen (ebenfalls in der New York Times), dann sollte doch Skepsis und Nachdenken angesagt sein.
Geldvermögenseinkommen können nur über Zinsen und Zinseszinsen erzielt werden. Zinsen stecken in allen Preisen und allen Steuern und werden somit von allen Konsumenten, Arbeitern und Angestellten gleich welchen Einkommens bezahlt. Wächst das Einkommen der Reichsten übermäßig, geht das über den Zinsmechanismus auf Kosten der weniger Reichen und Armen. Letzteren wird von ihrer Leistung mehr genommen, als in der Zeit davor. Das auf Zins und Zinseszins beruhende Geldsystem verleibt sich die Leistung der Ärmeren zugunsten der Reicheren in einem Maß ein, das zwangsläufig zu einer immer schneller werdenden Verschiebung von den Ergebnissen der Leistung hinzu zu den Reichen führt.
Weder Reich noch Arm kann sich gegen diesen Automatismus wehren.

Die Reaktion, die auch der Kommentator Steven Rattner vorschlägt, nämlich den Reichen über Steuern mehr wegzunehmen ist bestenfalls eine Abschwächung des trotzdem weiter laufenden Verteilungsprozesses, aber keine Lösung auf dem Weg in eine gerechtere Gesellschaft.
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Jetzt spricht wieder viel für Gold und Silber

Geschrieben von krisenfrei - 23/03/2012

Manfred Gburek, 23. März 2012

Bei Gold und Silber tut sich was. Ihre Preise haben eine wahre Hängepartie hinter sich. Oder bezogen auf die Gemütsverfassung der Anleger, die in beiden Edelmetallen und in den Aktien der Branche engagiert sind: Ihre Nerven wurden arg strapaziert. Das kann zwar noch ein Weilchen so weiter gehen, aber eher im positiven Sinn, denn der größte Teil der Hängepartie und der Strapazen ist vorbei.

Was jetzt noch kommt, ist eine der Varianten, die ich Ihnen hier vor sechs Wochen beschrieben habe: Wenn man die Preiskurven glättet, entweder eine charttechnische Untertasse oder das Ende des seit dem vergangenen September anhaltenden leichten Abwärtskanals beim Gold bzw. des schon seit Anfang Mai anhaltenden deutlicheren Abwärtskanals beim Silber. Die bisherigen Erfahrungen mit der Charttechnik belegen, dass in beiden Fällen ein starker Preisausbruch nach oben folgt.

Einzig in welche Bereiche er vorstößt, lässt sich schwer abschätzen, weil dann ein größerer Wechsel der Teilnehmer an den Edelmetallmärkten zu erwarten ist, der für so manche Überraschung sorgen kann. Das heißt, Minenkonzerne, Zentralbanken, Fonds, die Schmuckindustrie, Altgoldverkäufer, private Anleger und einige weitere Gruppen sortieren sich auf der Angebots- wie auch auf der Nachfrageseite neu. Indikatoren dazu gibt es reichlich. Um nur zwei zu nennen: Spekulative Anleger haben zuletzt in größerem Umfang dem führenden börsengehandelten Goldfonds SPDR Gold Trust den Rücken zugekehrt, während Daueranleger weitgehend engagiert geblieben sind; das ist erfahrungsgemäß eine günstige Konstellation. Und die Großbank UBS hat ihre Goldpreisprognose massiv nach unten gesetzt, was – nach den bisherigen Erfahrungen mit den Vorhersagen dieser Bank zu urteilen – ebenfalls als positives Zeichen zu interpretieren ist.

Gehen wir den Dingen weiter auf den Grund. Aus den Charts von Gold und Silber ergibt sich, dass die 200-Tage-Linie zuletzt die Preiskurve von unten nach oben geschnitten hat. Das ist entsprechend den gängigen Chartregeln ein Verkaufssignal. Doch keine Regel ohne Ausnahme: Im Herbst 2008 war dasselbe Phänomen zu beobachten. Wer damals zum ungünstigsten Zeitpunkt aus Gold und Silber ausgestiegen wäre, hätte anschließend auf maximal über 150 Prozent Gewinn beim Gold und sogar auf maximal über 430 Prozent Gewinn beim Silber verzichten müssen. Den Rest des Beitrags lesen »

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