krisenfrei

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Mit ‘Schulden’ getaggte Artikel

Bankrun in der Euro-Zone ?

Geschrieben von krisenfrei - 21/05/2012

NZZ am Sonntag: «Gefahr von Bankenstürmen wächst»

Urs P. Gasche / 20. Mai. 2012 – «Rettet die Bankkonten» titelte die Zeitung in grossen Lettern. Das ist ein Alarmzeichen. Denn die Devise lautet auf «Schönreden».

Die Politik sei gefordert, möglichen Stürmen auf Bankkonten «entschlossen dagegen zu halten», fordert die NZZ am Sonntag. Aus Griechenland wurde bereits viel Kapital abgezogen. In Spanien werden die Banken nervös. Banken in andern Ländern können folgen.

Die NZZ am Sonntag zitiert den Chef der US-Anlagegesellschaft Pimco in Deutschland. Pimco verwaltet über eine Billion Franken Vermögen. Andrew Bosomworth lässt keinen Zweifel: «Ein Run auf eine Bank kann innerhalb von Tagen auch eine gesunde Bank ruinieren.» Warum? Weil der grösste Teil der Bankeinlagen weder durch reale Werte noch durch kurzfristige Guthaben der Banken gedeckt ist.

Beruhigen, Herunterspielen, Optimismus vortäuschen

Aus diesem Grund reden so wenige Politiker und auch so wenig Zeitungen Klartext. Denn die extrem aufgeblähte Kreditblase beruht auf dem psychologischen Faktor des Vertrauens. Es kann deshalb nichts Schlimmeres passieren, als dass beunruhigte Anleger und Sparer ihre Aktien, Obligationen und andern Wertpapiere verkaufen oder sogar ihr Geld von der Bank abheben.

Schon im ersten oder zweiten Wirtschafts-Semester lernen die Studenten die alte Regel der Geldwirtschaft «You can talk yourself into a crisis». Aus diesem Grund kennen die Europäische Zentralbank, Regierungen, Politiker und Banker nur eine Sprachregelung: Beruhigen, Herunterspielen, Optimismus vortäuschen.

Alarmzeichen ernst nehmen

Sobald sogar Banker und Politiker – öffentlich – auch nur andeuten, dass es schief gehen kann, gilt es, diese Alarmzeichen entsprechend ernst zu nehmen. Beruhigungspillen wie «erfolgreich bestandene Stresstests» flössen schon längst kein Vertrauen mehr ein. Noch im Juli 2011 hatte die spanische Grossbank Bankia einen Stresstest der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde bestanden. Kein Jahr später hat Spaniens Regierung die in Not geratene Bank verstaatlicht.

Banken und Versicherungen stossen ab

Während Banken und Politiker verhindern möchten, dass KMUs und Private grössere Guthaben von Banken abziehen, machen es Grossbanken und Versicherungskonzerne vor, wie man die Zeit nutzt, um sich von Risikoanlagen zu trennen. Nach Angaben von Reuters hielten Banken und private Gläubiger im Jahr 2011 noch 64 Prozent aller griechischen Schuldpapiere in ihren Portefeuilles. Davon haben sie bis heute fast die Hälfte abgestossen und sie stossen weiter ab.

Und wer ist so dumm und kauft viele Staatsobligationen von Griechenland, Spanien oder Italien auf? Unter anderem die Europäische Zentralbank EZB. Wenn es schief geht, haften die Steuerzahler der Euro-Länder.

Die EZB gibt über ihre Käufe wohlweislich nur grobe Zahlen heraus. Doch Pimco-Chef Bosomworth geht jedenfalls davon aus, «dass die EZB wieder verstärkt Staatsanleihen aufkauft».

Regierungen sollen Haftung verkünden

Um einem möglichen Sturm auf Bankguthaben entgegen zu wirken, schlägt der Pimco-Chef vor, dass die Regierungen eine «Garantie der Bankeinlagen» beschliessen: «Wenn Angela Merkel und François Hollande gemeinsam erklären würden, dass die Euro-Zone für alle Bankeinlagen gemeinsam haftet, wäre die Gefahr von Bank-Runs eliminiert.»

Die Frage bleibt offen, ob es bei einem Versprechen bleiben könnte, oder ob es eine gesetzliche Garantie braucht.

In der Schweiz sind pro Bank 100’000 Franken Privateinlagen vom Staat garantiert, jedoch nur bis zu einer Gesamtsumme von 6 Milliarden Franken. Bei Banken-Pleiten ist dieser Betrag schnell aufgebraucht.

Quelle: infosperber

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Die Griechen und Spanier haben Angst, dass sich demnächst ihre Ersparnisse in Luft auflösen könnten. Diese Angst ist durchaus berechtigt, denn der (T)Euro wurde schon lange vor der Einführung (2002) geplant, um Europa zu versklaven und zu verarmen. Griechenland ist bereits versklavt und verarmt. In Spanien sieht es nicht viel besser aus. In Portugal ebenso. Mit dem Euro kommt Griechenland niemals wieder auf die Beine. Das Land und sein Tafelsilber ist bereits verkauft – an skrupellose Gierhälse (s. Artikel, Seite 13).

Sollten die Menschen in der gesamten Euro-Zone Angst um ihr Erspartes bekommen und ihre Konten leeren, könnte bereits in wenigen Tagen das europäische Bankensystem zusammenbrechen. So schnell kann Mr. Draghi und seine Räuberbande von der EZB gar keine Euronoten drucken.

Schauen Sie mal auf Ihre Geldscheine. Finden Sie noch welche mit dem Buchstaben Y (Griechenland)? Aus meinem Geldautomaten erhalte ich schon seit einiger Zeit keine Euroscheine mit dem Buchstaben Y mehr. Werden diese Scheine bereits aussortiert?

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Zehn Vorschläge zur Lösung der Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa

Geschrieben von krisenfrei - 20/05/2012

Prof. Dr. Margrit Kennedy

Geld für verschiedene Zwecke

Money makes the world go ’round – eine wichtiger Teil unseres Seins in der Welt wird vom Geld bestimmt. Und in diesem Teil, der auf alle Bereiche unseres Lebens einwirkt, steckt ein grundsätzlicher Fehler. Wenn dieser Fehler bleibt, wird er alle anderen Leistungen der menschlichen Kultur und des technischen und wirtschaftlichen Fortschritts zerstören. Margrit Kennedy gehört zu den bekanntesten Verfechterinnen der Notwendigkeit eines anderen Geldsystems. Sie hat die Erkenntnisse von Grundlagenforschern wie Silvio Gesell und Helmut Creutz einer breiten Masse zugänglich gemacht. In ihrem Beitrag für Connection weist sie insbesondere auf die Notwendigkeit hin, dass die Erforscher einer neuen Geldordnung das nicht weiterhin ehrenamtlich tun können, und sie macht konkrete Vorschläge zur Veränderung. Hoffentlich wird ein Großteil davon bald Eingang finden in die politischen Programme wählbarer Parteien. Einer der Eckpunkte ihres Programms ist die Einführung von Komplementärwährungen: Wir brauchen den Euro nicht aufzugeben, wir können ihn ergänzen – wir müssen es wohl auch

Man stelle sich einmal vor, sämtliche Forschungseinrichtungen für Physik, Chemie, Biologie, Elektrotechnik oder Wasserwirtschaft in Deutschland wären seit zehn Jahren nur noch ehrenamtlich besetzt und von privaten Gruppen finanziert. Wäre das nicht eine Katastrophe für die Unabhängigkeit und Urteilsfähigkeit der Wissenschaftler, ihrer Forschungseinrichtungen und die Freiheit in dem, was sie publizieren dürfen? Völlig richtig. Und doch geschieht genau das seit zehn Jahren auf dem Gebiet des Geldes.

Ehrenamtliche Pioniere

Seit 2002 die erste Regionalwährung in Bremen startete sind alle diese Experimente – nunmehr über 70 Initiativen bundesweit – fast ausschließlich durch die Leistung Einzelner und kleiner Gruppen entstanden, und fast alle wurden ehrenamtlich getragen. Wenn Geld aber das Fundament unserer Wirtschaft ist und komplementäre Währungen hier als Forschungslaboratorien dienen, dann ist es eine Unterlassungssünde der Politiker diese Laboratorien zu ignorieren. Gleichzeitig ist dies eine phantastische Leistung von wenigen weitsichtigen Menschen, die damit zeigen, wie neue Geldentwürfe verschiedenen sozialen, kulturellen und ökologischen Zielen besser dienen können als das heutige Geldsystem.

Statt diese Experimente auf ihre Praxistauglichkeit in einem größeren Umfang hin zu überprüfen, sie wissenschaftlich zu begleiten, genauestens zu untersuchen und daraus Schlüsse zu ziehen, hören die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft immer noch nur auf diejenigen, welche die aktuelle Krise unseres Wirtschafts- und Währungssystems weder vorausgesehen noch mit akzeptablen Vorschlägen gelöst haben. Im Gegenteil. Und mit Ausnahme von einer kleinen Elite von Bank(st)ern, die enorm profitieren, kostet uns diese Krise von Tag zu Tag mehr.

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Ohne Umverteilung wird ganz Europa brennen

Geschrieben von krisenfrei - 20/05/2012

Kurt Marti / 17. Mai. 2012 – Die Bevölkerung von Nordrhein-Westfalen hat begriffen, dass ein Grund für die Schuldenkrise der einseitig verteilte Reichtum ist.

Es hat alles nichts genützt. Drei Tage vor den Wahlen in Nordrhein-Westfalen schlug das «ZDF heute journal» zur besten Sendezeit kräftig die Werbetrommel für den Sparkurs der CDU. Schon der Titel des ZDF-Beitrages liess keinen Zweifel offen: «Schuldenkrise wird zur Zeitbombe». Die Moderation des Beitrages überschlug sich im Krisen-Vokabular: «Schuldenberg von 232 Milliarden Euro», «Lauter kleine Griechenlands», «Teufelskreis» und «Szenen wie aus einem Wirtschafts-Thriller».

 

Die Staatschulden sind die verweigerten Steuern der Reichen

Das Krisenszenario wurde dramaturgisch untermalt vom Gejammer des Schuldenmanagers und des Stadtkämmerers von Essen. In einem weiteren Beitrag der Sendung «ZDF Zoom» ging es im selben Ton weiter. Der neoliberale «Bund der Steuerzahler» verkündete das Evangelium des Sparens. Gegenrede gab es keine. Zwei Tage nach den beiden ZDF-Sendungen übernahm «10 vor 10» des Schweizer Fernsehens den CDU-Werbe-Spot unter dem Titel: «Griechische Verhältnisse in Deutschland». Am Schluss platzierte der sorgenvolle SF-Kommentator gar einen versteckten Wahlaufruf für die CDU: «Man macht weiter in der Schuldenwirtschaft, so lange es noch geht. Wenn nicht die Wahl am Wochenende etwas daran ändert».

Die Wahlen in Nordrhein-Westfalen wurden hochstilisiert zu einem Votum für mehr oder weniger Schulden, für die SPD oder für die CDU. Die Wählerschaft liess sich vom Schuldenberg des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und der Gemeinden in der Höhe von 232 Milliarden aber nicht beeindrucken. Denn vielen ist mittlerweile klargeworden: Die Schulden des Landes Nordrhein-Westfalen und auch von ganz Deutschland sind nichts anderes als die verweigerten Steuern der Reichen.

2 100 Milliarden Schulden und 7 500 Milliarden Nettoprivatvermögen

Jahrelang sorgte die Schuldenuhr des «Bundes der Steuerzahler» in Deutschland für Schlagzeilen. Letztes Jahr setzte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Gewerkschaft Verdi mit der Reichtumsuhr einen Kontrapunkt. Die gesamte Schuld der Bundesrepublik Deutschland liegt laut Eurostat bei rund 2 100 Milliarden Euro (siehe Link unten). Dieser Schuld steht ein Nettoprivatvermögen der Deutschen von 7 500 Milliarden gegenüber (siehe aktuelle Reichtumsuhr unten).

Allein das reichste Zehntel verfügt über 4700 Milliarden und könnte die Gesamtverschuldung Deutschlands locker zweimal begleichen. Beim Nettoprivatvermögen handelt es sich um das Vermögen aller Privatpersonen ab 17 Jahren, abzüglich der Verbindlichkeiten. Das Nettoprivatvermögen und seine Verteilung wurde vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung ermittelt (siehe Erläuterungen zur Reichtumsuhr unten).

Wenn man das Nettoprivatvermögen der 10 Prozent reichsten Deutschen auf die Bevölkerung von Nordrhein-Westfalen umrechnet, ergibt das 1 000 Milliarden, also mehr als das Vierfache der Verschuldung in der Höhe von 232 Milliarden. Alle diese Zahlen zeigen eines ganz klar auf: Finanzielle Mittel sind genügend vorhanden, es fehlt allein die gerechte Verteilung.

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GEAB N°65: Banken-Börsen-Renten-Schulden

Geschrieben von krisenfrei - 19/05/2012

GEAB N°65 ist angekommen! Umfassende weltweite Krise / 2. Halbjahr 2012 – Vier Faktoren voller Sprengkraft treffen zusammen : Banken-Börsen-Renten-Schulden

Euroland macht sich, insbesondere dank der Wahl des neuen Präsidenten Frankreichs Francois Hollande, die LEAP/E2020 schon seit vielen Monaten vorhersagte, daran, sich bis Ende 2012 ein mittel – und langfristiges politisches, wirtschaftliches und soziales Gemeinschaftsprojekt zu geben. Währenddessen bleiben die Operateure an den internationalen Finanzmärkten Gefangene ihrer Reflexe, mit denen sie nur auf die kurzfristigen Aspekte wie die Kapriolen der griechischen Politik, die Zweifel am Entstehen einer Eurolandgovernance und auf die Staatsschuldenrisiken reagieren.Zur selben Zeit verflüchtigt sich in den USA die Illusion vom Aufschwung (1), verstärken sich erneut die Sorgen über die Solidität des amerikanischen Finanzsektors (die Verluste von JPMorgan haben dies eindrücklich vor Augen geführt) und den Grad der öffentlichen Verschuldung. Angesichts dieser Problemanhäufung fürchten immer mehr Banker und Unternehmer, dass dem Land äußerst schwere Zeiten bevorstehen (2).

In Großbritannien sieht es nicht besser aus: Das Land steckt wieder in einer Rezession, die Eindämmung der öffentlichen Defizite ist gescheitert und die Menschen beginnen, gegen die Sparpolitik aufzubegehren – obwohl ihnen das Schlimmste erst noch bevorsteht (3).

In Japan geht angesichts einer stagnierenden Wirtschaft und nachlassender Exporten vor dem Hintergrund der weltweiten Rezession (4) wieder das Gespenst einer Überschuldung des Landes um.

Angesichts dieser allgemeinen Lage geht LEAP/E2020 davon aus, dass im 2. Halbjahr 2012 mit großer Wahrscheinlichkeit vier Faktoren zusammentreffen, die für die Volkswirtschaften der westlichen Staaten viel Sprengkraft enthalten: Banken, Börsen, Renten und Schulden.

Für Banker, Investoren, Spekulanten, Unternehmer und Politiker wie auch für die große Masse der Menschen bringt dies bedeutende Risiken für ihre Finanzen wie auch ihre Fähigkeit, für zukünftige Herausforderungen gewappnet zu bleiben, mit sich.

In dieser 65. Ausgabe des GEAB stellen wir unsere Antizipationen zu diesen vier Faktoren voller Sprengkraft für das 2. Halbjahr 2012 vor; auch bringen wir Ratschläge, wie ihre negativen Folgen minimiert werden können. Weiterhin präsentieren wir unsere neue Antizipation zu den Folgen der umfassenden weltweiten Krise auf die internationale und europäische Sprachenlandschaft bis 2030, um somit Eltern und Kindern wie auch Bildungseinrichtungen zu ermöglichen, schon heute bei der Fremdsprachenwahl die richtige Entscheidung zu treffen.

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Wir sitzen in der Falle

Geschrieben von krisenfrei - 19/05/2012

Euro, Dollar und Gold im Wechselspiel der Geopolitik (Erster Teil)
Wir sitzen in der Falle

Von Dr. Bruno Bandulet, Bad Kissingen D

Den hier abgedruckten Vortrag hielt der deutsche Währungsexperte Bruno Bandulet am 4. Februar 2012 auf dem Kongress des Kopp-Verlags. Die «Schweizerzeit» publiziert das Referat in zwei Teilen. Im ersten Teil wird zunächst der Fehlentscheid der Schaffung des Euro kommentiert. Danach werden Verschwörungstheorien rund um die amerikanische Bank «Goldman Sachs» sowie die Rolle Deutschlands als Zahlmeister der EU beleuchtet.

Die amerikanische Historikerin Barbara Tuchman hat ein Buch geschrieben, das berühmt wurde. Es trägt den Titel: «Die Torheit der Regierenden». Sie unterscheidet vier Arten von Missregierungen: Zwangsherrschaft, Selbstüberhebung (als Beispiele nennt sie Deutschland und Japan im Zweiten Weltkrieg), Unfähigkeit und Dekadenz (wie im Alten Rom) und als vierte Variante der Missregierung: Torheit und Starrsinn.

Torheit der Regierenden
Letzteres definiert sie als «politisches Handeln, das den Eigeninteressen des jeweiligen Staates und seiner Bürger zuwiderläuft».

Genau dies traf zu auf die Euro-Politik der Regierung Kohl/Waigel/Genscher. Der Regierung Merkel sind mildernde Umstände zuzubilligen. Angela Merkel muss eine Suppe auslöffeln, die sie sich nicht selbst eingebrockt hat. Sie ist konfrontiert mit den Konsequenzen der grössten Fehlentscheidung der deutschen Politik seit 1945: dem Beschluss vom Dezember 1991, die Deutsche Bundesbank zu entmachten, die D-Mark abzuschaffen und eine europäische Einheitswährung einzuführen, die damals noch ECU heissen sollte.

Es wird oft behauptet, die Maastrichter Beschlüsse vom Dezember 1991 und das Ende der Deutschen Mark seien der Preis für die Wiedervereinigung gewesen. Das ist so nicht richtig, auch wenn ein Zusammenhang mit der Wiedervereinigung bestand. Richtig ist, dass der französische Präsident François Mitterrand anfangs versucht hatte, die Wiedervereinigung zu verhindern. Als dies misslang, verlangte er von Helmut Kohl die Zustimmung zur Einheitswährung als Preis für sein Plazet zur Wiedervereinigung. Richtig ist aber auch, dass die Franzosen schon vor dem Fall der Berliner Mauer die D-Mark beseitigen wollten, weil ihnen die finanzielle Macht der Deutschen Bundesbank und das sogenannte deutsche Zinsdiktat missfielen.

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Glücksspiel mit Facebook, Hoffnung für Aktien, Rally bei Edelmetallen

Geschrieben von krisenfrei - 19/05/2012

Manfred Gburek, 18. Mai 2012

Besondere Ereignisse erfordern entsprechende Kommentare aus der Anlegerperspektive. Deshalb heute ganz kurz, bevor ich mich Facebook, der Bewältigung der Euro-Krise, den Aktien und den wieder erstarkenden Edelmetallen zuwende, nur so viel: Der aktuelle G8-Gipfel markiert zum Teil schon die Wende von der Krise zu besseren Wachstumsaussichten, die „Blockupy“-Bewegung in Frankfurt, die ich von meinem Büro aus gewissermaßen hautnah miterleben kann, beschleunigt diese Wende eher noch (zu den Gründen komme ich in einer späteren Ausgabe), und was die Geldanlage angeht, winken jetzt mehr Chancen als Risiken.

Anleger im Facebook-Fieber, anders lässt sich der Rummel um den Börsengang des größten sogenannten sozialen Netzwerks – in Wahrheit eine gigantische Datenbank – kaum beschreiben. Die entscheidende Frage ist zunächst weniger, ob der Ausgabekurs von 38 Dollar angemessen war oder welcher sonstige Kurs als einigermaßen vernünftig gelten kann, sondern: Wann und in welchem Ausmaß wird es Facebook gelingen, die Zahl der weltweit auf eine Milliarde zusteuernden Nutzer nicht nur ein wenig (wie zurzeit), sondern voluminös und damit entscheidend in klingende Münze umzusetzen? Bis dahin ist alles möglich, auch das Gegenteil von allem, wie einst die Börsenlegende André Kostolany bei solchen Gelegenheiten zu formulieren pflegte. Das heißt, der Kauf und Verkauf von Facebook-Aktien – und erst recht von Facebook-Optionsscheinen an der Stuttgarter Börse – bleibt bis auf Weiteres ein Glücksspiel.

Kommt es 2012 zu einer Neuauflage des Krisenjahres 2008? Nein, denn die Europäische Zentralbank wird rigoros eingreifen und dabei vom Internationalen Währungsfonds kräftig unterstützt, von den Regierungen der Euroländer sowieso. Wie wird sich das Ganze abspielen? Das ist zwar noch nicht hundertprozentig klar, aber die Pflöcke sind eingeschlagen: im Zweifel alle Macht an EZB-Präsident Draghi & Co. Ihm liegen, so ist zu hören, zwei knallharte Lösungsvorschläge zur Abstimmung vor. Einen wird er wählen, voraussichtlich den, der neben dem Stabilitätspakt auch einen Wachstumspakt enthält.

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Schulden, Schulden, Schulden …

Geschrieben von krisenfrei - 17/05/2012

Die Stadt Essen leiht sich täglich bis zu 800 Millionen Euro bei Banken. Sie ist nur eine von zahlreichen verschuldeten Kommunen in NRW. Bei einer Pleite müsste das Land einspringen.

Waren die 26 Trillionen Dollar als “Rettungsschirm” eigentlich genug, um das herrschende Wirtschaftssystem zu “retten” ? Erfahren Sie die schockierende Antwort im 2. Auszug aus D. Wilcock’s Artikel “Defeating the Greatest Cover-Up of All Time”, zu lesen auf www.divinecosmos.com

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Merkel, Hollande, Griechenland

Geschrieben von krisenfrei - 17/05/2012

Gert Flegelskamp

Am 15.05. konnte man in einigen Pressorganen lesen, dass der WWF eine Studie veröffentlicht hat, nach der die Menschen, wenn sie sich nicht am Riemen reißen, 2030 schon 2 Planeten brauchen, um ihren Ressourcenhunger zu stillen. 2050 sollen es dem Bericht nach bereits 3 Planeten sein.

Sicher, das mag übertrieben sein, doch vielleicht auch nicht und wir alle sollten uns klar machen, dass wir eben nur diesen einen Planeten haben. Und es sind die als reich bezeichneten, also westlichen Länder, die in dieser Studie über die Ressourcenverschwendung an oberster Stelle stehen.

Einen Tag später wird dann über den “Antrittsbesuch” von Hollande bei Merkel spekuliert, dass sich wohl die beiden über eine “Wachstumsstrategie” im Fiskalpakt unterhalten würden und dort zumindest zu einer Annäherung kommen müssten, bei der beide ihr Gesicht wahren können.

Nun, meine Meinung zu dem Thema setze ich als bekannt voraus. Der Fiskalpakt ist die letzte Übertragung staatlicher Hoheitsrechte an die EU und damit die letzte Stufe, bevor man die vereinigten Staaten von Europa ausrufen kann. Die Überschuldung der Europäischen Staaten ist die logische Folge des kapitalistischen Wirtschaftssystems, das auf leistungslose Einkommen durch Zinseinnahmen aufbaut, damit ein exponentielles Anwachsen der Vermögen bewirkt, in dessen Folge immer größere Geldmengen nach Anlagemöglichkeiten mit möglichst hoher Verzinsung suchen und letztendlich nur noch die Staaten in der Lage sind, Investitionsmöglichkeiten anzubieten. Das wiederum bedingt, dass alle Staaten, die einen ein wenig schneller als andere nach mathematischen Regeln als überschuldet gelten müssen, weil sie die erforderlichen Zinsen nicht mehr zahlen können. Damit diesen Staaten geholfen werden kann, soll der ESM gegründet werden und damit der wiederum unangreifbar wird, soll er zu einem supranationalen Gebilde mit eigener Gesetzgebung, absoluter Immunität und einer im Text versteckten Befehlsautorität über Staaten ausgestattet werden, die sich in seine Fänge begeben. Was das heißt, kann man am großen Vorbild “IWF” sehen, der seit nunmehr 60 Jahren auf die gleiche Weise die Entwicklungsländer ausblutet, indem er für die Bewilligung von “Hilfe” neben den Zinsen Forderungen stellt, die nur den ehemaligen Kolonialmächten zugutekommen, Landverkauf zu Spottpreisen, Zerschlagung jeglicher kleinbäuerlichen Kulturen zugunsten in westlicher Hand befindlicher Monokulturen, ausschließlich für den Export bestimmt, Zwang, soziale Standards bis auf nahe Null herunterzuschrauben, kurz, Voraussetzungen zu schaffen, dass eine Land, einmal in den Fängen dieses parasitären Systems, sich nie mehr erholen kann. Es ist die Fortsetzung des Kolonialismus, denn auch früher waren es Unternehmen, die Länder kolonisierten und damals noch offen dafür das Militär der Kolonialherren nutzten. Heute machen sie das versteckt und sie haben sich nun Europa als Ziel auserkoren.

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Es reicht! Wer hat es nicht, …

Geschrieben von krisenfrei - 16/05/2012

… die Nase voll von der Bevormundung durch die EU?

Dabei geht es nicht um Europa an sich, sondern um die Machenschaften, Gesetze …, die uns die Eurokratten aus Brüssel auferlegen.
Im folgenden Interview nehmen zwei Mitglieder der “Partei der Vernunft” Stellung dazu.

 

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Deutschland ewiger Zahlmeister ?

Geschrieben von krisenfrei - 16/05/2012

Ist der Euro für Deutschland noch schlimmer als Versailles?

“Die im gestrigen Bericht erwähnten, von dem US-Ökonomen Paul Krugman zur Rettung des Euros von Deutschland eingeforderten Transferzahlungen werden nun langsam von Finanz-Experten in ihrer Höhe eingeschätzt.

Bislang teilten mit mir nur wenige Kommentatoren die Einschätzung, dass die Einführung des Euros für Deutschland eine Fortsetzung des Diktats von Versailles mit anderen Mitteln sei – ein Versailles 2.0.

Nun kommt der Chefstratege  Jamil Baz des britischen Vermögensverwalters GLG Partners zu einer ähnlichen Einschätzung. Unter der Überschrift Höhere Zahlungen als nach Versailles gab Jamil Baz die folgende Prognose ab: Sollten die Krisenländer in der Währungszone bleiben, müsste allein Deutschland rund acht Prozent seines Brutto-Inlandsproduktes jährlich in die Peripherie überweisen. “Nur zur Erinnerung: Nach dem Versailler Vertrag, der zur Hitler-Diktatur führte, waren es 3,5 Prozent.” Letztlich empfahl Baz, eine Deflation in Kauf zu nehmen und die Volkswirtschaften aufzuräumen.

Versuchen wir diese Zahlen einmal in den Kontext der Zeit zwischen dem Ende des Ersten Weltkrieges im Jahre 1918 und der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler im Jahr 1933 zu setzten.

Im ursprünglichen Versailler Diktat vom Juni 1919 wurden Deutschland bis zum Jahr 1921 Reparations-Lasten von 20 Milliarden Goldmark – das entspricht 7.000 Tonnen Gold aufgelastet. Im Januar 1921 wurde die Gesamtsumme der Reparationen auf 269 Milliarden Goldmark – das entspricht nun in etwa 100.000 Tonnen Gold – festgelegt. Man muss berücksichtigen, dass diese 100.000 Tonnen Gold mehr als die Hälfte des bis zum heutigen Tage geförderten Golds entsprechen.

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