Besondere Ereignisse erfordern entsprechende Kommentare aus der Anlegerperspektive. Deshalb heute ganz kurz, bevor ich mich Facebook, der Bewältigung der Euro-Krise, den Aktien und den wieder erstarkenden Edelmetallen zuwende, nur so viel: Der aktuelle G8-Gipfel markiert zum Teil schon die Wende von der Krise zu besseren Wachstumsaussichten, die „Blockupy“-Bewegung in Frankfurt, die ich von meinem Büro aus gewissermaßen hautnah miterleben kann, beschleunigt diese Wende eher noch (zu den Gründen komme ich in einer späteren Ausgabe), und was die Geldanlage angeht, winken jetzt mehr Chancen als Risiken.
Anleger im Facebook-Fieber, anders lässt sich der Rummel um den Börsengang des größten sogenannten sozialen Netzwerks – in Wahrheit eine gigantische Datenbank – kaum beschreiben. Die entscheidende Frage ist zunächst weniger, ob der Ausgabekurs von 38 Dollar angemessen war oder welcher sonstige Kurs als einigermaßen vernünftig gelten kann, sondern: Wann und in welchem Ausmaß wird es Facebook gelingen, die Zahl der weltweit auf eine Milliarde zusteuernden Nutzer nicht nur ein wenig (wie zurzeit), sondern voluminös und damit entscheidend in klingende Münze umzusetzen? Bis dahin ist alles möglich, auch das Gegenteil von allem, wie einst die Börsenlegende André Kostolany bei solchen Gelegenheiten zu formulieren pflegte. Das heißt, der Kauf und Verkauf von Facebook-Aktien – und erst recht von Facebook-Optionsscheinen an der Stuttgarter Börse – bleibt bis auf Weiteres ein Glücksspiel.
Kommt es 2012 zu einer Neuauflage des Krisenjahres 2008? Nein, denn die Europäische Zentralbank wird rigoros eingreifen und dabei vom Internationalen Währungsfonds kräftig unterstützt, von den Regierungen der Euroländer sowieso. Wie wird sich das Ganze abspielen? Das ist zwar noch nicht hundertprozentig klar, aber die Pflöcke sind eingeschlagen: im Zweifel alle Macht an EZB-Präsident Draghi & Co. Ihm liegen, so ist zu hören, zwei knallharte Lösungsvorschläge zur Abstimmung vor. Einen wird er wählen, voraussichtlich den, der neben dem Stabilitätspakt auch einen Wachstumspakt enthält.
Ist der Euro für Deutschland noch schlimmer als Versailles?
“Die im gestrigen Bericht erwähnten, von dem US-Ökonomen Paul Krugman zur Rettung des Euros von Deutschland eingeforderten Transferzahlungen werden nun langsam von Finanz-Experten in ihrer Höhe eingeschätzt.
Bislang teilten mit mir nur wenige Kommentatoren die Einschätzung, dass die Einführung des Euros für Deutschland eine Fortsetzung des Diktats von Versailles mit anderen Mitteln sei – ein Versailles 2.0.
Nun kommt der Chefstratege Jamil Baz des britischen Vermögensverwalters GLG Partners zu einer ähnlichen Einschätzung. Unter der Überschrift Höhere Zahlungen als nach Versailles gab Jamil Baz die folgende Prognose ab: Sollten die Krisenländer in der Währungszone bleiben, müsste allein Deutschland rund acht Prozent seines Brutto-Inlandsproduktes jährlich in die Peripherie überweisen. “Nur zur Erinnerung: Nach dem Versailler Vertrag, der zur Hitler-Diktatur führte, waren es 3,5 Prozent.” Letztlich empfahl Baz, eine Deflation in Kauf zu nehmen und die Volkswirtschaften aufzuräumen.
Versuchen wir diese Zahlen einmal in den Kontext der Zeit zwischen dem Ende des Ersten Weltkrieges im Jahre 1918 und der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler im Jahr 1933 zu setzten.
Im ursprünglichen Versailler Diktat vom Juni 1919 wurden Deutschland bis zum Jahr 1921 Reparations-Lasten von 20 Milliarden Goldmark – das entspricht 7.000 Tonnen Gold aufgelastet. Im Januar 1921 wurde die Gesamtsumme der Reparationen auf 269 Milliarden Goldmark – das entspricht nun in etwa 100.000 Tonnen Gold – festgelegt. Man muss berücksichtigen, dass diese 100.000 Tonnen Gold mehr als die Hälfte des bis zum heutigen Tage geförderten Golds entsprechen.
Urs P. Gasche / 13. Mai. 2012 – Es ist eine Frage der Zeit, bis die Finanzblase platzt. Es drohen planlose Umschuldungen von Staaten oder eine Hyperinflation.
Noch suhlen wir uns in falscher Sicherheit. In bequemen Polstersesseln vor dem Fernseher nehmen wir von den Verwerfungen in den europäischen Ferienländern Kenntnis: Regierungen stürzen; Löhne sinken um zwanzig bis fünfzig Prozent; Renten werden gekürzt; die Preise von Lebensmitteln steigen; Regierungen stürzen; soziale Unrast macht sich breit; ein Grossteil der Jugend ist arbeitslos. «Eine Generation ohne Zukunft gefährdet Europas Stabilität», titelte die NZZ.
Wir blättern weiter zum Sport oder zur Stil-Beilage.
Gefahren sind beängstigend real
Noch spüren die Schweizer in ihrem Alltag wenig vom Gewitter, das sich zusammen braut. Aus dem Nichts werden Hunderte von Milliarden Euros geschaffen, um bei Sparern und Gläubigern die Illusion zu wecken, Banken und Versicherungen blieben liquid und könnten unsere Guthaben und Renten auch in Zukunft jederzeit auszahlen. Doch «bereits heute», räumte Walter Kielholz, Präsident des Versicherungskonzern SwissRe und Verwaltungsrat der Credit-Suisse ein, «zahlen die Sparer die Zechen für die politisch gewollte Überflutung der Märkte mit Liquidität.»
Wer soll noch glauben, dass das Finanz-Kartenhaus stabil bleibt, wenn ausgerechnet Länder wie Spanien und Italien für den Billionen-Euro-Rettungsfonds selber eine Garantie übernommen haben? Fast verzweifelt greift Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds IWF, zur Sprache der Militärs, um Zweifler mit der «erhöhten Feuerkraft» des IWF zu beruhigen.
Jeden Metzger würde man Konkurs gehen lassen
Einem überschuldeten Metzger würde niemand ständig noch mehr Geld leihen, damit er wenigstens die Zinsen seiner bisherigen Schulden begleichen kann, in der Hoffnung, der abgemagerte Metzger könne eines Tages zu einer Grossmetzgerei wachsen und dann den ganzen aufgehäuften Schuldenberg samt Zinsen zurückzahlen. Man würde den Metzger in Konkurs gehen lassen, auf Kosten seiner Gläubiger, die dem Metzger unvorsichtigerweise oder mit falschen Gewinnhoffnungen Geld geliehen hatten.
Im Fall Griechenland rechnet niemand damit, dass dieses Land seine Schulden je zurückzahlen kann. Trotzdem übergoss man das Land mit Milliarden, damit Banken und Versicherungen als Gläubiger fein raus sind.
Die „Bild“-Schlagzeile auf Seite 1 am Freitag war unmissverständlich: „Inflations-Alarm“. Was es damit auf sich hatte, war für die FAZ am selben Tag einen Leitkommentar ebenfalls auf Seite 1 wert. Hier eine Kostprobe: „Mit extrem lockerer Geldpolitik und vielen Notfallhilfen kauft die EZB Wackelbanken und Schuldenländern Zeit, allerdings auf Kosten ihrer Glaubwürdigkeit und unter Gefährdung ihres eigentlichen Auftrags, die Preisstabilität zu wahren.“ Dazu das Fazit, zur Finanzierung brauche Euroland „den Markt, der solide Staatsfinanzen und strukturelle Reformen verlangt. Wenn Euroland dazu nicht bereit ist, wird der Euro auch als Weichwährung keinen Bestand haben.“
Halten wir also fest: Die EZB macht sich unglaubwürdig, riskiert, dass die Preise steigen, und Euroland könnte eines Tages die Gemeinschaftswährung aufgeben. In so einem Umfeld und mit solchen Aussichten sind solide Staatsfinanzen und strukturelle Reformen bestenfalls ein frommer Wunsch. Und ganz nebenbei: Was ist Euroland? Die Brüsseler Bürokratie? Um Gottes willen. Die EZB? Im Prinzip ja, aber ohne politisches Mandat und damit machtlos. Oder etwa 17 Länder auf der verzweifelten Suche nach einem Konsens, den es wegen weit auseinandergehender Interessen jedoch nicht geben kann? Diese Interpretation kommt der Wahrheit am nächsten.
Daraus folgt: Euro hin, Euro her, jedes der 17 Länder wird weiter sein eigenes Süppchen kochen. Das erleben wir gerade wieder in Griechenland, Fortsetzung folgt. Das erleben wir auch in Spanien, wo der Staat das ehemals aus Sparkassen zusammengewürfelte Institut namens Bankia zu retten versucht, während immer größere Teile der Bevölkerung der Regierung in Madrid mit Protestmärschen die Hölle heiß machen. Da geht es nicht mehr um langfristig angelegte Reformen oder um den Euro, um solide Staatsfinanzen schon gar nicht, sondern in Anbetracht der extrem hohen Arbeitslosigkeit ums nackte Überleben.
Rüstet sich dieUS-Homeland Security gegen Volksaufstand in den USA?
Von Niki Vogt
“Der amerikanische Radiosender “TruNews Radio” sendete dieser Tage ein Radio Interview mit Rick Wiles und einem privaten Ermittler namens Douglas Hagmann. Der erzählte in dem Interview, er wisse aus absolut zuverlässiger Quelle “ganz oben”, daß das US DEpartment of Homeland Security (DHS) sich auf einen massiven Bürgerkrieg vorbereitet. Wörtlich sagte Hagmann “Folks, we’re getting ready for one massive economic collapse” (Leute wir steuern auf einen massiven wirtschaftlichen Zusammenbruch zu!)
“Wir haben Probleme … die Bundesregierung bereitet sich auf einen Volksaufstand vor. Immer, wenn ihr von Truppenbewegungen hört, immer, wenn ihr davon hört, daß militärische Ausrüstung verlegt wird, wenn die Polizei militarisiert wird, Munition gekauft wird, all solche Sachen … sie (die DHS) bereitet sich auf einen schweren Volksaufstand vor.” setzte Hagmann hinzu.
In der Tat hat die US Homeland Security neulich 450 Millionen Schuss Hohlspitzmunition geordert. Diese ist ausdrücklich für den Inlandsgebrauch gedacht. Nach den internationalen Vorschriften der Haager Landkriegsordnung ist die Verwendung von derartig üblen Deformationsgeschossen in Kriegen wegen der extremen Verletzungsfolgen weltweit verboten. Aber gegen die eigenen Landsleute, Männer, Frauen und Kinder ist das ja kein Problem.
Diese Aussage ist der Kern seines Interviews mit Inside Wall Street.
Allerdings hofft er noch auf eine große Korrektur bei Gold um nachzukaufen.
Was er sich unter einer größeren Korrektur bei Gold vorstellt, sagt er nicht.
Wie könnte eine größere Korrektur bei Gold aussehen?
Unter 1.500 USD?
Unter 1.100 Euro?
Mag sein, aber allein die Tatsache, dass die Schulden zunehmen, wie Rogers selbst sagt, dürfte den Goldpreis noch in ungeahnte Höhen treiben. Der Silberpreis, zumal Silber ein Industrierohstoff ist, wird sich m.E. in Zukunft besser entwickeln als der Goldpreis.
Prognosen gebe ich nur ungern ab, aber auf Sicht von 3-5 Jahren würde ich eine Verdoppelung des Gold- und eine Verdreifachung des Silberpreises nicht ausschließen. Soll man deshalb unbedingt auf eine Korrektur warten? Ich weiß es nicht. Sollten wir allerdings in eine verschärfte Deflation schlittern, die durchaus eintreten kann, gäbe es sicherlich noch gute Kaufkurse bei Gold und Silber. Wer aber weiß das schon?
Auf eines jedoch sollte man vorbereitet sein: Auf einen nicht unerheblichen Schuldenschnitt oder einer Währungsreform! Der Bürger wird in jedem Fall immer der Verlierer sein!
Börsenlegende Jim Rogers schwört im DAF-Interview mit NY-Korrespondent Manuel Koch weiterhin auf Gold: “Der Preis ist elf Jahre am Stück gestiegen und das ist sehr ungewöhnlich für eine Anlage. Gold erlebt zurzeit eine Korrektur, aber es würde mich nicht wundern, wenn Gold bald nicht mehr runtergehen würde. Ich verkaufe mein Gold nicht und falls der Goldpreis fallen sollte, plane ich mehr zu kaufen. Verkaufen Sie Ihr Gold nicht!”
Der Bundestag! Einst stand als Inschrift auf diesem Gebäude: DEM DEUTSCHEN VOLKE. Allerdings gehe ich davon aus, dass die ursprüngliche Inschrift noch nie der Wirklichkeit entsprach, denn dort wurde zu keiner Zeit FÜR das deutsche Volk agiert, nicht während der Monarchie unter Kaiser Wilhelm (Reichstag), noch in der Weimarer Republik. In der Nazizeit wurde es nicht genutzt, weil jemand oder eine Gruppe es abgefackelt hatte (Reichstagbrand). Als politisch genutzter Bau (Bundestag) wurde das Gebäude trotz Restaurierung in den 60er Jahren erst nach der Wiedervereinigung wieder genutzt, weil zuvor der Bundestag in Bonn ansässig war. Tatsächlich fand in den 90er Jahren ein erneuter Umbau statt, so dass der Bundestag das Gebäude erst 1999 wieder als Sitz des Bundestages nutzen konnte. Der Umbau in den 90er Jahren hätte genutzt werden können, eine wahrhafte Inschrift (DEM INTERNATIONALEN FINANZKAPITAL) anbringen zu lassen. Aber Bundestag und Wahrhaftigkeit sind aus meiner Sicht ohnehin nicht miteinander vereinbare Begriffe. Deshalb steht dort auch heute noch immer DEM DEUTSCHEN VOLKE, obwohl die von mir eingefügte Inschrift wesentlich wahrhaftiger wäre.
Ich habe über Geld und über das Finanzsystem schon einige Beiträge verfasst, so einen Abriss über die Geschichte des Geldes unter dem Titel Geld ist Plunder oder den nicht von mir verfassten Artikel über Fabian, mit welchem das Zinssystem und seine Auswirkungen beschrieben werden. Aber vermutlich trifft das nicht so ganz den Nerv des Einzelnen, weil der eigentliche Hintergrund nicht deutlich genug wird. Das will ich nun versuchen und am Schluss natürlich wieder auf die mit dem ESM verbundenen Gefahren hinweisen.
Zunächst noch einmal die zwei Grundbegriffe: Geld und Kapitalismus. Geld war und ist lediglich ein Tauschmittel und als solches nur ein Versprechen an den, der dieses Mittel gegen Waren eintauscht, dass er/sie für diesen Schein oder diese Münzen bei Bedarf einen dem aufgedruckten Wert entsprechenden Gegenwert bekommt. Bevor der Geldschein erfunden wurde, hatten Münzen, zumeist aus Edelmetallen wie Gold und Silber geprägt, den gleichen Zweck, nur mit dem Unterscheid, dass Gold und Silber oder auch Kupfer schon immer in sich einen Wert darstellten.
Zu allen Zeiten gab es Betrüger, die Geld fälschten, indem sie es äußerlich dem mit dem Geld zusammenhängenden Versprechen anpassten, aber minderwertige Materialien nutzten. Die größten Betrüger waren aber die Herrscher, die mit einer Änderung der Legierung den Anteil der Edelmetalle verringerten, was außerhalb des eigenen Herrschaftsgebietes natürlich gravierende Folgen hatte, weil dort nicht der eingestanzte Wert gewertet wurde, sondern lediglich der Gehalt an Edelmetallen, wie Gold und Silber.
Heute wird das Geld in den Staaten als Währung bezeichnet. Aber was unterscheidet den Währungsverlust durch Inflation und Geldabwertung von der Minimierung des Anteils an Edelmetallen früherer Zeiten?
Mit der Gründung der Bundesrepublik war eine Bedingung der Amerikaner verbunden, den amerikanischen Kapitalismus zu übernehmen. Doch was ist Kapitalismus wirklich? Ich kann natürlich nur meine eigene Sicht wiedergeben. Kapitalismus hat 3 Basis-Komponenten.
Schulden
Guthaben
Zinsen
Wer von der Hand in den Mund lebt, hat kein Geld, das er anlegen könnte. Man muss also mehr haben, als man benötigt. Hat man es, kann man es investieren, also anlegen. Für diese Anlage erwartet man einen Gewinn.
Die Präsidentschaftswahl in Frankreich wird durch die Medien dramatisiert, als gelte es, halb Europa gleichermaßen vor dem Einfluss von Kommunisten und Rechtspopulisten zu bewahren. Dabei liegt die Wahrheit in der Mitte – allerdings weniger in der politischen als in der allzu menschlichen Mitte: Frankreich wählt im Zweifel mit dem Bauch und für den Bauch, also immer die Partei mit dem Kandidaten, der es besonders gut versteht, erstens Emotionen zu wecken und zweitens einen höheren Lebensstandard zu versprechen. Das hat zunächst wenig mit den Fakten zu tun, die sind jedoch letzten Endes entscheidend. Grund genug, sie kurz Revue passieren zu lassen; denn erst aus ihnen ergeben sich Rückschlüsse auf den Euroraum, speziell auf Deutschland und damit auf Sie als Steuerzahler und Anleger.
Die Staatsschulden Frankreichs sind von 2008 bis 2011 von 68,2 auf 85,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gestiegen. Das mag im Vergleich zu Deutschland gerade noch angehen, aber die Dynamik der französischen Neuverschuldung von zuletzt plus 5,2 Prozent jährlich lässt nichts Gutes ahnen. Legt man das Wirtschaftswachstum über einen doppelt so langen Zeitraum als Vergleichsmaßstab zugrunde, wird das Einknicken Frankreichs besonders deutlich: seit 2005 nur plus 0,8 Prozent jährlich verglichen mit plus 1,5 Prozent für Deutschland. Und ganz schlimm steht es um die Arbeitslosenquote, eine besonders sensible Kennzahl, weil sie etwas über die schwelenden sozialen Konflikte aussagt: in Frankreich während des Zeitraums von 2005 bis 2011 Anstieg von 9,2 auf 9,7 Prozent, in Deutschland dagegen Rückgang von 11,2 auf etwas unter 6 Prozent.
Damit genug der Fakten. Das Schlimme daran ist ja weniger, dass es den Franzosen im Durchschnitt schlechter geht als den Deutschen, sondern dass Politiker, führende Manager und zum Teil sogar Ratingagenturen uns lange Zeit glauben machen wollten, Frankreich und Deutschland stünden in puncto Wirtschaftskraft auf einer Stufe. Bester Beleg dafür war das „Merkozy“-Getue, das besonders den Italienern auf die Nerven ging, weil sie den Franzosen in mancherlei Hinsicht sogar ökonomisch überlegen sind, sei es bei der Arbeitslosenquote, sei es beim Budgetdefizit.
Das sagte der von den Volksverdummungs-Parteien installierte Bundespräsident Joachim Gauck!
Von ihm können wir sicherlich noch einiges erwarten. Wer jedoch glaubt, das Joachim Gauck ein Bundespräsident ist, der sich für die Interessen der Bürger einsetzt, obliegt einem Irrtum.
Von der Vermögensverwaltung Mack & Weise hier der lesenswerte
Marktkommentar – April 2012
“Bei öffentlichen Finanzen heißt Sparen ja schon, dass ich Geld, das ich nicht habe, nicht ausgebe.“ Ungewohnt klar übersetzte Rainer Brüderle jüngst den Begriff des Sparens aus dem Neusprech der Politik ins Deutsche, und belegt damit einmal mehr, das Sparen im politischen und Sparen im ursprünglichen Sinne (Bilden von Rücklagen aus Konsumverzicht) nichts außer derselben Schreibweise gemein haben.
Dennoch werden die Hunderte von Milliarden, die Deutschland zur „Rettung“ des Euros „alternativlos“ auf den Tisch legt, mit der Illusion gerechtfertigt, dass sich die potenziellen Pleiteländer erfolgreich aus der Krise heraus sparen könnten!
„Völlig unerwartet“ flammte aber bereits Anfang April zur Überraschung aller europäischen „Konsolidierungs-Talibane“ (Finanzstaatssekretär Steffen, 26.04.2012) und „Dicke Bertha“-Jünger die schon vergessen geglaubte Staatsschuldenkrise im rezessionsgeschüttelten Spanien erneut auf, und das sicher nicht nur, weil der spanische Wirtschaftsprofessor Rubio-Ramirez die „größte Anstrengung zur Haushaltskonsolidierung unserer Demokratie“ (Regierungschef Rajoy) angesichts weiter steigender Ausgabenplanungen (+2 %, im Vergleich zu 2011) als eine „Fata Morgana“ bezeichnete. Keine „Fata Morgana“, sondern äußerst real dagegen ist der wirtschaftliche Niedergang des Landes, wo die nackten Zahlen (z. B. +91,8 Mrd. Euro Aufschuldung in 2011, -0,3 % reale BIP-Schrumpfung zum Vorquartal, 24,4 % Arbeitslosenquote, 143,8 Mrd. Euro Kreditvolumen im Zahlungsrückstand) alle Aussagen der Politik als die mittlerweile üblichen Durchhalteparolen entlarven.
Von Thomas Jacob, Präsident Verein Goldfranken, Zürich
Am 22. Mai erhält die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) die Chance, einen Entscheid von historischer Tragweite zu fällen. Auf Basis der Parlamentarischen Initiative 11.407 «Schaffung eines Goldfrankens» soll in der Schweiz eine neue, zusätzliche Währung in Form von Goldmünzen geschaffen werden.
Eine solche «Goldmünzwährung» wird, neben vielen weiteren Vorteilen, einen Beitrag leisten zur Minderung des Problems, welches im Sorgenbarometer der Schweizer seit Jahren unter den «Top 3» figuriert – die Altersvorsorge.
Die grossen Probleme für Versicherungsgesellschaften und Pensionskassen stehen erst bevor. Solange die Zinsen am Sinken gewesen sind, hat sich wenigstens der Wert der bestehenden Obligationen erhöht. Damit ist nun endgültig Schluss. Die Zinsen liegen nahezu bei null Prozent und es gibt gute Gründe dafür, dass sie langfristig dort verharren werden. Und selbst wenn die Zinsen steigen, verlieren alle bestehenden Obligationen an Wert und zwar je mehr, desto länger ihre Restlaufzeit ist.
Der Aktienmarkt dagegen fokussiert sich auf die zukünftigen Gewinne der Unternehmen. Nüchtern betrachtet sind die Aussichten weltweit auch diesbezüglich düster. Zu guter Letzt beschert der starke Franken Währungsverluste auf allen ausländischen Wertschriften.
Einmaligkeit des Goldes Eine elegante Lösung für mehr finanzielle Sicherheit wäre die Investition in Gold, denn Gold ist und bleibt die beste Absicherung. Diese Behauptung bedarf einer kurzen Erklärung:
Gold nimmt unter allen Rohstoffen eine einmalige Stellung ein. Über Jahrtausende hat sich Gold in Münzenform als bestes, von den meisten Menschen und Völkern akzeptiertes Tauschmittel erwiesen. Bis 1914 war Gold das Geld der ganzen Welt und Währungen wie «Franken», «Pfund», «D-Mark» oder «Dollar» nichts anderes als Synonyme für eine bestimmte Menge Gold.