In meinem Beitrag “Plünderung der Europäischen Völker” habe ich die Plünderung auf Europa beschränkt, obwohl diese Beschränkung so nicht stimmt. Alle Völker werden geplündert und dahinter stecken stets die in der Presse immer wieder genannten “Märkte”, wobei die Presse merkliche Zurückhaltung übt, den Lesern diese “Märkte” näher zu bringen, also zu beschreiben, wer denn diese “Märkte” nun wirklich sind.
Ein Leser hat mir nun ein PDF-File eines Prof. Dr. Dr. Berger zugestellt, der sich mit den Hintergründen der Finanzkrise auseinandersetzt. Zuerst glaubte ich, diese Aussagen seien eine der Verschwörungstheorien, die man am besten gleich wieder vergisst, weil dort unhaltbare Behauptungen aufgestellt werden. Doch ein wenig Recherche hat dann gezeigt, dass die Aussagen stimmen, die er macht, soweit sie für mich nachprüfbar sind. Die Aussagen in diesem PDF-File sind auch als Video auf YouTube eingestellt. Da die City of London in seinem Bericht eine dominante Rolle spielt, habe ich das Video unter diesem Text verlinkt.
Aus diesen Aussagen bekommt man mal einen vagen Durchblick, wer oder was sich hinter diesen “imaginären Märkten” verbirgt. Ein Bericht im Handelsblatt von 2010 mit dem Titel: “Wo die Reichen ihr Geld parken” vermittelt einen kleinen Eindruck, um welche Summen es sich handelt, die in die Steueroasen dieser Welt verschoben werden. Aus dem Beispiel Schweiz wissen wir, dass die dort eingelagerten Vermögen zu einem viel zu großen Teil aus am Fiskus vorbei lavierten Geldern stammen. Das diese Gelder oft auch verbrecherischen Aktivitäten stammen und mittels der in den Steueroasen agierenden Banken zu ganz anderen Konditionen gewaschen werden, als das zu Zeiten al Capones noch üblich war, verdanken wir, oder besser die Mafia, die Triaden und wie diese Organisationen noch so alle heißen, der technischen Entwicklung.
In einem gut einstündigen Beitrag anlässlich eines Kongresse mit der Fragestellung, ob bzw. wie Geld Sinn macht, gibt Prof. Berger noch einige weitere Informationen, die Antworten auf die Frage geben, wie es eigentlich zu der heutigen Situation kommen konnte. In diesem Berger-Vortrag zeigt er auch 3 Videos, deren Einspielung allerdings aus rechtlichen Gründen nur im Wortlaut, nicht aber als Film übernommen wurde. Auf YouTube sind diese Videos aber zu sehen:
Ich finde, man sollte sie sich ansehen, weil die ersten beiden dieser Videos einen kleinen Einblick geben, was vor der Finanzkrise eigentlich passiert ist, warum es zu der Krise kam und wie sich Banken dank gesetzlicher Änderungen im Bilanzrecht schönrechnen können.
In meinem letzten Artikel habe ich auf die Machenschaften des FED, und wie sie die Welt umspannt, hingewiesen. Das FED ist eine Privatbank zu deren Besitzern u.a. auch die US-Bank “Goldman Sachs” gehört. Ehemalige Mitarbeiter von Goldman Sachs haben bereits großen Einfluss in Europa, z.B. bei der EZB (Mario Draghi, Chef der EZB). Das FED-Kartell ist so mächtig, dass es das weltweite Finanzsystem komplett beherrscht. Vor 50 Jahren wollte J.F. Kennedy weg vom FED-Geld zum staatlichen Geld. Diesen Schritt überlebte er nicht!
Der US-Kongressabgeordnete Ron Paul will schon seit Jahren das FED abschaffen. Mit dieser Forderung wird er auch in diesem Jahr nicht zum US-Präsidenten gewählt. Dies wird das FED verhindern – koste es, was es wolle. In den USA kann nur jemand US-Präsident werden, der der Wall Street wohlgesonnen ist, wie z.B. Barack Obama.
Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger erklärt im folgenden Video, warum die City of London der mächtigste Staat der Erde ist.
Am vergangenen Dienstag und Mittwoch spielte sich an den Edelmetall-, Devisen- und Wertpapiermärkten etwas Seltsames ab, das einer näheren Analyse bedarf: Die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der US-Notenbank Fed vom 13. März, also gut und gern drei Wochen alt, ließ die Edelmetallpreise, den Euro, die Aktien- und Anleihenkurse wie vom Blitz getroffen für zwei Tage sinken. Der Heraeus-Konzern kommentierte daraufhin unter Anspielung auf den Fed-Chef: „Gänseblümchen zupfen mit Ben Bernanke“.
Die mit dieser Metapher zum Ausdruck gebrachte Ironie ist berechtigt. Aber warum haben die Märkte derart heftig auf Gänseblümchen-Ben reagiert? Die Begründung dafür ist so treffend wie trivial: Im veröffentlichten Protokoll hieß es, die Fed werde erst dann mehr Geld in die Märkte pumpen, wenn das US-Wirtschaftswachstum nachlässt und die Inflationsrate nachhaltig unter 2 Prozent bleibt. Also scheinbar ein Plädoyer gegen eine weitere Geldschwemme, auf das die Anleger sauer reagierten.
Dass sie besonders heftig reagierten, lässt sich indes erst damit erklären, dass Bernanke noch eine Woche zuvor mit dem Kaputtreden der US-Konjunktur Hoffnungen auf mehr Geld geweckt hatte. Ganz nach dem Motto des Gänseblümchen-Zupfens: Die Konjunktur liebt mich, sie liebt mich nicht usw. Ein taktisches Manöver? Ein Trick? Eine willkommene Gelegenheit, um den Goldpreis und den Euro gleichzeitig zu drücken und noch mehr Dollars zu drucken, ohne die US-Währung zu beschädigen? Oder einfach nur ein Signal an die Märkte: Seht her, die Fed ist so einflussreich, dass sie euch jederzeit auf dem falschen Fuß erwischen kann? Klare Antwort: von allem etwas.
Damit soll jedoch nicht gesagt sein, dass der Dollar quasi auf Knopfdruck aufgewertet werden kann. Vielmehr geht es den Amerikanern und speziell der Fed darum, den Dollar als Weltwährung Nummer eins um jeden Preis zu verteidigen, und da können Sticheleien gegen Gold und Euro, sozusagen die natürlichen Feinde der US-Währung, von Zeit zu Zeit ganz nützlich sein.
Bei Gold und Silber tut sich was. Ihre Preise haben eine wahre Hängepartie hinter sich. Oder bezogen auf die Gemütsverfassung der Anleger, die in beiden Edelmetallen und in den Aktien der Branche engagiert sind: Ihre Nerven wurden arg strapaziert. Das kann zwar noch ein Weilchen so weiter gehen, aber eher im positiven Sinn, denn der größte Teil der Hängepartie und der Strapazen ist vorbei.
Was jetzt noch kommt, ist eine der Varianten, die ich Ihnen hier vor sechs Wochen beschrieben habe: Wenn man die Preiskurven glättet, entweder eine charttechnische Untertasse oder das Ende des seit dem vergangenen September anhaltenden leichten Abwärtskanals beim Gold bzw. des schon seit Anfang Mai anhaltenden deutlicheren Abwärtskanals beim Silber. Die bisherigen Erfahrungen mit der Charttechnik belegen, dass in beiden Fällen ein starker Preisausbruch nach oben folgt.
Einzig in welche Bereiche er vorstößt, lässt sich schwer abschätzen, weil dann ein größerer Wechsel der Teilnehmer an den Edelmetallmärkten zu erwarten ist, der für so manche Überraschung sorgen kann. Das heißt, Minenkonzerne, Zentralbanken, Fonds, die Schmuckindustrie, Altgoldverkäufer, private Anleger und einige weitere Gruppen sortieren sich auf der Angebots- wie auch auf der Nachfrageseite neu. Indikatoren dazu gibt es reichlich. Um nur zwei zu nennen: Spekulative Anleger haben zuletzt in größerem Umfang dem führenden börsengehandelten Goldfonds SPDR Gold Trust den Rücken zugekehrt, während Daueranleger weitgehend engagiert geblieben sind; das ist erfahrungsgemäß eine günstige Konstellation. Und die Großbank UBS hat ihre Goldpreisprognose massiv nach unten gesetzt, was – nach den bisherigen Erfahrungen mit den Vorhersagen dieser Bank zu urteilen – ebenfalls als positives Zeichen zu interpretieren ist.
Gehen wir den Dingen weiter auf den Grund. Aus den Charts von Gold und Silber ergibt sich, dass die 200-Tage-Linie zuletzt die Preiskurve von unten nach oben geschnitten hat. Das ist entsprechend den gängigen Chartregeln ein Verkaufssignal. Doch keine Regel ohne Ausnahme: Im Herbst 2008 war dasselbe Phänomen zu beobachten. Wer damals zum ungünstigsten Zeitpunkt aus Gold und Silber ausgestiegen wäre, hätte anschließend auf maximal über 150 Prozent Gewinn beim Gold und sogar auf maximal über 430 Prozent Gewinn beim Silber verzichten müssen. Den Rest des Beitrags lesen »
Ich habe schon viele Vorträge von Herrn Prof. Dr. Wilhelm Hankel gesehen und auch viele Interviews mit ihm gelesen, aber was er in dem einstündigen Video (s.u.) sagt, ist kaum noch zu toppen.
Jeder Ökonom oder Politiker, der diesem dreckigen und korrupten Finanzsystem dient, sollte sich seine Worte hinter die Ohren schreiben und entsprechend danach handeln. Ob sie es auch tatsächlich tun, wage ich aber zu bezweifeln, denn Marionetten sind und bleiben nun einmal Marionetten. Sie interessieren sich nur für Macht und Gier und haben darüberhinaus nichts anderes im Sinn, als ihre Wähler und das Volk zu belügen.
Das schlimme daran ist leider, dass das Volk auch noch glaubt, was diese Lügenbarone ihnen tagtäglich an Lügen unterjubeln. Die TV- und Printmedien tragen ihren Teil auch noch dazu bei. Zu der Lüge der Arbeitslosenstatistik hier nur ein Beispiel:
Ich jedenfalls war sehr beeindruckt von Prof. Dr. Hankels Worten. Wer sich aber lieber Talk-Shows (z.B. Anne Will, Maybrit Illner, Beckmann, Jauch … usw. und sonstige Jauche) reinziehen will, sollte besser auf das Video verzichten. Vielleicht aber verzichtet der eine oder andere Talk-Show-Fetischist auf eine Ausstrahlung und sieht sich stattdessen dieses Video an. Möglicherweise könnten die Worte von Prof. Dr. Hankel bei dem einen oder anderen einige Gehirnzellen in Bewegung kommen und zum Denken anregen. Ein Versuch wäre es allemal wert.
BILDung führt häufig auch zur VerBLÖDung!
Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, dass die Thesen von Prof. Dr. Hankel so gut wie überhaupt nicht in den System-Medien zu finden sind? Auf die Frage; “Während eines Vortrages im Sommer 2011 in Wien sagten Sie: „Meine Damen und Herren, ich bin sehr bewegt, ein so volles Haus finde ich nicht in Deutschland …“
Warum nicht? Sind Sie als deutscher Wirtschaftswissenschaftler und Euro-Kritiker bei Veranstaltungen zu wirtschaftslichen Fragen in Deutschland nicht willkommen?,
antwortete Prof. Dr. Hankel in dem Interview:
“Kritiker sind keine Demagogen. Man liebt sie nicht, obwohl sie das Beste wollen: Schaden von anderen Menschen abwehren. Deswegen bewegt es mich, wenn das honoriert wird.”
Hier nun das besagte Video mit Herrn Prof. Dr. Hankel:
Karl Polanyi hat in seinem Werk „The Great Transformation“ das Wesen der Globalisierung auf der Basis eines Goldstandards trefflich beschrieben. Er skizzierte das politisch-wirtschaftliche System der globalisierten Ökonomie des 19. Jahrhunderts mittels 4 Säulen:
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Das System des Kräftegleichgewichtes der Großmächte Europas
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Der internationale Goldstandard
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Der sich selbst regulierende Markt
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Der liberale Staat
Dabei war die Grundlage aller dieser Säulen der Goldstandard. Der Goldstandard wurde eingeführt, um einen internationalen Handel ohne Weltleitwährung zu ermöglichen. Dies wiederum war nötig, da es keine Großmacht jener Zeit gab, die die ökonomische Stärke und militärische Macht besaß, eine Leitwährung als Standard gegenüber allen anderen Großmächten durchzusetzen.
Der wesentliche Mangel dieser Lösung bestand darin, dass „… eine Expansion von Produktion und Handel, die nicht mit der Zunahme der Geldmenge einhergeht, das Preisniveau senkt, also … jene Art von verheerender Deflation herbeiführen,…“ (Polanyi, The Great Transformation, Frankfurt, Suhrkamp 1997, S. 261), die man auch heute noch so sehr fürchtet.
Im Gefolge einer globalisierten Weltwirtschaft auf Basis des Goldstandards wurde zwar eine internationale Arbeitsteilung etabliert, wie wir sie heute ebenfalls kennen, doch jedes globale Wachstum hatte den Preisverfall von inländisch hergestellten Waren zur Folge, da diese einerseits preislich mit der Konkurrenz aus den anderen Regionen nicht mithalten konnten, und zugleich ein Mittel fehlte, den Preisverfall abzumildern.
Hier eine Kurzfassung (Ausschnitte) meines neuen Artikels “Das FED-Ungeheuer umspannt die Welt“. Die Versklavung der Menschheit schreitet voran – nicht nur durch das FED. Winston Churchill sagte dazu: „Derjenige muss in der Tat blind sein, der nicht sehen kann, dass hier auf Erden ein großes Vorhaben, ein großer Plan ausgeführt wird, an dessen Verwirklichung wir als treue Knechte mitwirken dürfen.“ Wecken Sie Ihre Bekannten, Freunde … auf!
Wie alles begann
Im Jahr 1907 sagte Jacob Schiff vor der Handelskammer von New York folgendes: “Wenn wir keine Zentralbank mit einer ausreichenden Kontrolle über die Kreditbeschaffung bekommen, dann wird dieses Land die schärfste und tiefgreifendste Geldpanik seiner Geschichte erleben.“ Erstaunlicherweise kam es kurze Zeit später zu einer Währungskrise, wodurch viele Kleinanleger in den Ruin getrieben wurden. Zufall, oder ein geplantes Spiel der Großbanken?
Die Krise zeigte Wirkung, und was folgte, war die bekannte “Aldrich-Gesetzesvorlage”.
Die Aldrich-Gesetzesvorlage
Senator Nelson Aldrich (Republikaner) war zwar derjenige, der vom Senat für die Kommission beauftragt wurde, aber er selbst hatte so gut wie gar nichts dazu beigetragen, zumal er seinerzeit auf einer längeren Europareise war und nach seiner Rückkehr unter einer Krankheit litt. Jedenfalls war er maßgeblich an der Neustrukturierung des amerikanischen Finanzsystems beteiligt, obwohl er ursprünglich Änderungen ablehnte.
Die eigentlichen Verfasser der Gesetzesvorlage zum Jekyll-Islands-Plan jedoch waren Paul Warburg, Frank Vanderlip (Präsident der National City Bank, Rockefeller) und Benjamin Strong (Präsident von Morgans Bankers Trust Co). Diese Banken, wie konnte es auch anders sein, wurden von den Rothschilds finanziert.
Senator Nelson Aldrich war lediglich derjenige, der seinen Namen dafür hergab. Aldrich war ein Regierungsagent von JP Morgan, der sicherlich nicht aufgrund seiner Reputation zum Leiter der Währungskommission ernannt wurde. Er war vielmehr ein Gehilfe für die Verwirklichung der FED-Krake. In diesem Zusammenhang ist vielleicht noch erwähnenswert, dass seine Tochter Abby mit John D. Rockefeller jr. verheiratet war. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
Wie das Ungeheuer ins Leben gerufen wurde
Die Bankster mussten sich eine neue Strategie überlegen, wie sie ihren teuflischen Jekyll-Island-Plan in ein Gesetz gießen konnten. Hierfür war die Annahme des Plans durch den Kongress und den Senat notwendig, der dann dem Präsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt werden konnte. Allerdings machte der damalige republikanische US-Präsident William Howard Taft (03/2009 – 03/1913) deutlich, dass er den Aldrich-Plan nicht zustimmen würde, da dieser Plan der Regierung zu wenig Kontrolle einräumen würde. Taft war sowohl bei den Wählern als auch bei den Parteimitgliedern beliebt, jedoch war seine Weigerung, den Plan zu unterschreiben, das Ende seiner politischen Karriere.
Gold, Geldflut und Antworten auf wichtige Anlegerfragen
Haben Sie sich in letzter Zeit nicht auch schon häufiger gefragt, warum die Edelmetallpreise wieder gestiegen sind, der Euro dem Dollar davonzieht, die deutschen Aktienkurse mit Unterbrechungen 7000 Dax-Punkte anpeilen und die amerikanischen gerade 13.000 Dow Jones-Punkte übersprungen haben, warum Banken mit Zinsen für Tagesgeld zwischen 2 und 3 Prozent wie wild um Kunden kämpfen und reiche Anleger nicht minder wild deutsche Wohnimmobilien kaufen? Die Antworten auf diese Fragen könnten zwar locker ein ganzes Buch füllen, aber zufriedenstellend wären sie dann immer noch nicht.
Deshalb folgt hier, ausgehend von der Perspektive der Geldanlage, ein anderer gedanklicher Ansatz: Nicht die Frage nach dem Warum führt zu abschließenden Antworten, sondern die nach dem Was und Wie: Was ist zum Beispiel Gold und wie verhält sich sein Preis, dto. Silber, Platin und Palladium? Was sind Euro und Dollar wirklich wert und wie misst man ihren Wert? Was steckt hinter Aktien und wie entstehen ihre Kurse? Was bleibt von den Tagesgeldzinsen unter dem Strich übrig und wie verhält sich Tagesgeld zu anderen Zinsanlagen, beispielsweise Anleihen, aber auch Aktien mit hoher Dividendenrendite? Was bedeutet ein Haus oder eine Wohnung und wie bewertet man sie?
Anleger sind gut beraten, möglichst viele von diesen Fragen für sich zu beantworten. Gehen wir zunächst vom Gold aus. Es bringt ebenso wie die anderen Edelmetalle keine Zinsen. Legt man jedoch die vergangenen elf Jahre zugrunde, war seine jährliche Wertsteigerung in Euro wie auch in Dollar prozentual zweistellig, und das sogar steuerfrei, unter dem Strich also weit über die Verzinsung von Tagesgeld, Bundesanleihen oder US-Treasuries hinaus. Dagegen waren Edelmetalle von 1980 bis 2001 eine miserable Anlage.
Die Zinslosigkeit von Gold, Silber & Co. hatte sich also 21 Jahre lang erst negativ ausgewirkt, während sie nach 2001 offensichtlich keine Rolle mehr spielte. Dafür rückten andere Merkmale in den Vordergrund. Nehmen wir wieder Gold als Beispiel: Zunächst lockte sein im historischen Vergleich niedriger Preis Anleger an und zog die Preise der anderen Edelmetalle mit nach oben. Gleichzeitig entdeckten Zentralbanken es nach langer Zeit wieder als Währungsreserve, indem sie – ausgehend vom Washington Agreement im Herbst 1999, das später verlängert wurde – ihre Goldverkäufe einschränkten. Danach trieben Anleger aus aller Welt, von Goldfonds bis zu neureichen Chinesen, die Edelmetallpreise in die Höhe. Motiv beim Gold: Sicherheit, Schutz vor Inflation und anderen Katastrophen.
Was die Signale aus Davos und von der Fed bedeuten
Gold und Silber entwickeln sich prächtig. Die grundsätzlichen Argumente dafür habe ich hier schon mehrfach genannt. Grund genug, auch den aktuellen Hintergrund auszuleuchten. Da gibt es nämlich viel zu sehen. Etwa aus Anlass des diesjährigen Weltwirtschaftsforums in Davos, aber auch weit darüber hinaus.
Davos, das ist längst nicht mehr nur ein Schweizer Promi-Skiort, sondern gleichzeitig der Sitz von einer Art Weltregierung. Jedenfalls immer Ende Januar, und das schon seit vielen Jahren. Zu dieser Regierung gehören neben Spitzenpolitikern natürlich auch Zentralbanker und Topmanager aus Konzernen. Alle zusammen gefallen sich darin, dass Medien aus aller Welt die – manchmal sachlichen, überwiegend aber von eigenen Interessen und einem Schuss Eitelkeit getriebenen – Kommentare der Versammelten nach draußen kommunizieren.
Konzentrieren wir uns hier auf die sachlichen, wobei der größte Teil solche Informationen betrifft, die aus Gesprächen hinter verschlossenen Türen nach draußen gedrungen sind, betonen meine Informanten unisono. Da ist zunächst der erbitterte Streit um die Verteilung der finanziellen Lasten von Griechenland, Portugal, Spanien, Italien usw. zwischen öffentlichen und privaten Gläubigern. Er wird weiter anhalten und immer wieder zu hektischen Reaktionen an den Finanz-, Edelmetall- und Rohstoffmärkten führen.
In welchem Ausmaß, haben wir ja in den vergangenen Wochen erlebt – mit der Pointe, dass ausgerechnet die Entscheidung der US-Notenbank Fed für eine noch lockerere Geldpolitik eine besonders große Hektik ausgelöst hat. Aktionäre, Edelmetallbesitzer und Rohstoffhändler haben es ihr mit kräftigen Preissprüngen nach oben gedankt. Damit ist einmal mehr bestätigt, dass vor allem Gold und Silber favorisiert bleiben, zumal ihre Preise besonders überzeugend auf die Fed-Entscheidung reagiert haben.
Aktuelle Thesen zu Anleihen, Aktien, Gold und Silber
Allmählich müsste sich ja herumgesprochen haben, dass Ratingagenturen mit den Euro-Ländern ein durchsichtiges Spielchen treiben. Wie jetzt Standard & Poor’s mit der Ankündigung, die Bonität Frankreichs und anderer Länder des Euro-Raums herabzustufen. Da haben sich Italien und Spanien gerade über Anleihen zu unerwartet günstigen Konditionen frisches Geld besorgt, und schon geraten die Franzosen ins Visier.
Die Nachfrage der Investoren nach den Staatsanleihen der Italiener und Spanier war so groß, dass es beiden Euro-Ländern möglich gewesen wäre, noch mehr Geld zu bekommen. Der Erfolg ihrer Auktion bestätigt den Optimismus im Hinblick auf die Euro-Rettung, den ich hier seit einigen Wochen verbreite, zuletzt mit der Bemerkung, Zentralbanker und Politiker würden sich zu einer gemeinsamen Problemlösung durchwursteln. So weit die gute Nachricht, der Attacke gegen Frankreich zum Trotz.
Bei aller aktuellen Euphorie ist allerdings festzuhalten, dass 1. Anleihen Schuldverschreibungen sind, die in diesem Fall den Schuldenstand beider Länder weiter nach oben treiben, 2. hier wie eine schmerzstillende Spritze nur vorübergehend wirken, während der dauerhafte Heilungsprozess noch aussteht, und 3. die laufenden Zinsen und die späteren Tilgungen der Anleihen irgendwie aufgebracht werden müssen.
Letzteres – ganz abgesehen vom schon bestehenden Schuldendienst – allein mit Steuererhöhungen in Italien und Spanien zu schaffen, ist illusorisch. Denn im Zweifel wird sich die Bevölkerung beider Länder das nicht gefallen lassen und, wie bereits geschehen, demonstrierend durch die Straßen ziehen. Diesbezüglich drängt sich ein Vergleich mit Griechenland auf, wo die Demonstrationen bisher am heftigsten waren: Für Griechenland muss Deutschland keinen großen Scheck zücken, weil das Euro-Schicksal nicht von diesem Land abhängt. Wohl dagegen für Italien und Spanien, falls die Steuer- und sonstigen Reformen in diesen beiden Ländern nicht den erhofften schnellen Erfolg bringen. Denn einen Abschied Italiens oder Spaniens vom Euro würde die Gemeinschaftswährung nicht verkraften.