krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

amazon? Nein Danke!

Posted by krisenfrei - 14/02/2013

6,5 Milliarden Euro hat der Internetgigant amazon 2012 in Deutschland umgesetzt, mehr als je zuvor. Die Arbeit machen aber nur wenige Festangestellte. Den Hauptteil erledigen Leiharbeiter und Saisonkräfte.

10.000 Arbeitskräfte zusätzlich brauchte der Internethändler bundesweit vor Weihnachten. Alle hofften auf die Jobmaschine amazon. Doch nur wenige haben das Glück, übernommen zu werden.

Die ARD-Reporteri Diana Löbl und Peter Omneken haben sich rund um den Konstanzer Ableger von amazon umgesehen. Dort arbeiten 3.300 Menschen, 3.100 von ihnen befristet. Der Vorarbeiter erzählt, dass die Belegschaft sich nicht traut, etwas zu sagen, nicht einmal unter Kollegen. Und dass jeder hoffe, dass der Vertrag so weiterlaufe. Das ist aber nicht einmal bei jedem Fünften der Fall.

Auch der Umgang mit den Leiharbeitern steht in der Kritik. Mit versteckter Kamera drehen die Reporter in einer Unterkunft. In kleinen Hütten sind die Arbeiter untergebracht. Angst haben viele vor dem Sicherheitsdienst, von dem sie sich ständig kontrolliert fühlen. Während der Dreharbeiten werden die Reporter bedrängt, schließlich sogar hinausgeworfen.

Amazon macht von Jahr zu Jahr mehr Gewinn – offenbar auch auf Kosten der Beschäftigten.

 

Gestern Abend strahlte die ARD eine Doku aus. Hier ein kurzer Bericht dazu im SPIEGEL:

ARD-Dokumentation: Wie Amazon Leiharbeiter kaserniert

Wer für Sklavenarbeit ist, soll nur weiterhin dort einkaufen.
Und natürlich auch die Blockparteien wieder wählen, die solche Missstände erst ermöglicht haben.

 

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5 Antworten to “amazon? Nein Danke!”

  1. Rolf Eberlein said

    Ich werde ab sofort keine Ware mehr bei Amazon kaufen. Dieses Unternehmen ist
    moralisch total verkommen und das gilt für viele amerikanische Unternehmen.(z.B.OPEL)u.s.w…..

  2. Uhupardo said

    Man beachte die hübsche Grafik unter dem Artikel:
    http://uhupardo.wordpress.com/2013/02/14/moderne-sklaverei-diesmal-amazon/

  3. Tom said

    Ich erinnere nur an die Mitarbeiter in den deutschen Wachschutzfirmen, welche nur durch 12 Stundendienste mit den Gehalt über die Runden kommen. Auch das Reinigungspersonal ist nicht besser gestellt. Und dabei geht es auch um Deutsche die hier ihre Familie ernähren müssen. Bei Amazon sind es Aushilfen auf Zeit die extra her kommen und damit auch den Niedriglohnsektor anheizen. Warum wird jetzt so ein Aufstand gemacht, sie hätten auch in ihrer Heimat bleiben können. Wer würde bei diesen Angebot von personal aus kaufmännischer Sicht nicht genauso handel?

    Nicht nur das Linksdenken bei diesen Beiträgen an den Tag legen. Deutschlands Arbeitskultur ist schon seit Jahren der Moral gewichen. Ich denke nur an die Bedingungen bei den Lidllieferanten, an die Schleckermitarbeiter und die Überwachungen bei anderen Discountern.

  4. freeliner said

    …und wer macht das Unternehmen immer reicher?…Kaufhaus Internet und seine Nutzer….

  5. lorinata said

    Reblogged this on Wissenschaft3000 ~ science3000.

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