krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Die Gruppe der „Euroretter“

Posted by krisenfrei - 26/09/2012

von fortunato

Zitat zum Thema:

“Man stärkt die Schwachen nicht, in dem man die Starken schwächt.” Abraham Lincoln

Information wird in Deutschland leider nur sehr einseitig in Presse und Fernsehen angeboten. Aber dennoch gibt es lichte Momente, in denen mit etwas Kombinationsgabe einzelne Informationen heraus kommen, die weitestgehend Tabu sind. Bei unseren Überlegungen, ob der Euro noch zu retten ist, konnte der aufmerksame Leser erkennen, dass es so etwas wie eine informelle Gruppe der „Euroretter“ gibt, die in der EU über alle Grenzen hinweg zusammen arbeitet. Diese scheinen gut organisiert zu sein, und vor allem: Sie haben einen vollumfänglichen Machtanspruch. Dies ist eine Fraktion der besonderen Art.

Angela Merkel und Wolfgang Schäuble gehören dazu, ebenso Jürgen Trittin, Sigmar Gabriel, Laszlo Andor, Barroso, Jean-Claude Juncker, die Ministerpräsidenten Mario Monti und Mariano Rajoy, Mario Draghi und Helmut Schmidt, sowie im Hintergrund viele andere, hier nicht genannte Personen. Als exemplarisches Beispiel für Personen im Hintergrund sei hier Günter Verheugen  genannt, auf den wir noch zu sprechen kommen werden.

Welchen gemeinsamen Nenner haben alle diese Personen unterschiedlichster Parteien und Länder, der erst auf den zweiten Blick offensichtlich ist?

Aus der Sicht der Volkswirtschaftslehre haben wir in den letzten Tagen wesentliche Argumente der Euro – Retter zerpflückt. Zu jedem genannten Argument dieses Personenkreises gibt es mindestens ein valides Gegenargument, das diese Thesen wissenschaftlich falsifiziert.

Die Behauptung der Euro – Retter, „Deutschland sei Schuld an der Euro – Misere“ basiert generell auf der Annahme, dass Deutschland mit Hilfe seiner Stärke die anderen Euro – Länder kaputt konkurriert habe. Dem gegenüber steht das Argument, dass wirtschaftliches Wachstum eines Landes nicht generell eine Schädigung anderer Länder zur Folge haben muss. Das Beispiel der Tigerstaaten wurde genannt.

Ich persönlich würde noch weiter gehen: Das Wachstum des einen Landes ist sehr oft der Nutzen  eines anderen Landes. So wächst der chinesische Markt und dabei besteht ein hoher Bedarf an Gütern aus dem Ausland, den das Land nicht selbst  decken kann.

„Importiert werden nach China meist elektronische und chemische Erzeugnisse, Maschinen, allerlei Rohstoffe, welche im Land selbst kaum vorhanden sind, Brennstoffe und Öle sowie Produkte aus dem elektrotechnischen Bereich.“ schreibt dieser Blogger zu Recht.

Es kommt zu einer normalen Arbeitsteilung bei der beide gewinnen. Hingegen haben manche Länder in Südamerika oder Afrika nur eine begrenzte ökonomische Entwicklung. Dort haben die Menschen einfach kein Geld und damit haben andere Volkswirtschaften von diesem unentwickelten Land keinen Nutzen, denn wem verkauft man schon eine Ware, die er nicht bezahlen kann? Wir wissen nun aber: Für die Euroretter gilt diese Regel nicht, Deutschland hat lediglich die anderen Euro – Länder abgehängt . Dr. Leineweber hat den Gehalt des Argumentes klargestellt.

Wie man am Beispiel von Laszlo Andor sieht, ist deren Hauptargument, dass Deutschland schwächer werden müsse, um sich so den schwächeren Staaten anzugleichen. Dies ist deshalb so, weil ja Deutschland die übrigen Staaten kaputt konkurriert. Dass diese Länder umgekehrt weder entsprechende Produkte für den Weltmarkt anbieten können noch ihre gesamtwirtschaftliche Produktivität erhöhen konnten (oder wollten) ist ihm kein Gedanke wert.

Im aktuellen Konzert stimmt er auch mit Draghi überein, fröhlich schwache Anleihen von Euro – Staaten aufzukaufen. Mit Sicherheit ist dies aber in dem von ihm vorgetragenen Denkmodell nur möglich wenn am Ende einer zahlt, der auch kann. Und so passt es ja auch in die Gesamtchoreographie von Schäuble, Merkel und Draghi perfekt hinein.

Letztlich ist der verbindende Glaube der Euro – Retter unisono: Deutschland ist schuld! Hierzu möchten wir ein  älteres Video präsentieren, welches schon im Jahr 2010 die Runde machte, aber bis heute nichts an Aktualität verloren hat… zur Gedächtnis – Auffrischung, wo die Euroretter – Gruppe in Wahrheit steht!

Günter Verheugen führte dies in einer Talkshow in 2010 aus: Deutschland ist Schuld!

Jawoll wir sind Schuld (vor allem “WIR”), und das ist ja wohl auch bekannt! Mittels Schuldgefühlen und moralischem Zeigefinger sollen die Deutschen zahlungswillig gemacht werden.

Zu dieser Strategie gibt es ja auch prominente Beispiele in der Geschichte: Die SERBEN verübten 1914 das Attentat von Sarajewo. Die ÖSTERREICHER drohten daraufhin SERBIEN, weil es Verbindungen zwischen den Attentätern und serbischen Kreisen sah. Als Reaktion auf diese Drohungen unterstützten die RUSSEN die SERBEN. Daraufhin machten ÖSTERREICHER, SERBEN und RUSSEN militärisch mobil. Deutschland hatte Bündnisverpflichtungen mit Österreich und so begann der Erste Weltkrieg. Im Vertrag von Versailles steht aber, die Deutschen seien ALLEIN Schuld! Interessanterweise kam dieses Argument ja auf, weil es insbesondere um Reparationszahlungen ging. Und wir waren nun so schuldig, dass wir dafür bis 2010 bezahlten! Es bezahlten auch die, die damals noch nicht geboren waren! Das war Schuldkult 1.0 und nun haben wir eine ähnliche Situation. Wieder sind die Deutschen schuld und zwar ALLEINE, wie uns Verheugen versichert.

Wichtig an dieser Information ist: Das europäische Ausland, sowie ein sehr großer Teil der Politiker aus CDUCSUFDPSPDGRÜNE vertreten diese Meinung in Wahrheit ebenfalls, und zwar immer dann, wenn Sie Eurobonds, ESM – Hebelung, Senkung der eigenen Produktivität etc. das Wort reden. Sie sagen zwar nicht: Deutschland ist Schuld. Aber denken tun sie es schon, wenn sie mit solchen Ideen kommen. Dieser Gedanke hat außerhalb Deutschlands eine lange Tradition und stellt deren „Letztbegründungsstrategie“ für ihre Taten dar. Quarto Reich lässt grüßen!

In Wahrheit steht die Deutsche Bevölkerung einem weit verzweigten Machtkartell gegenüber, das aus in- und ausländischen Politikern besteht, deren gemeinsames Hauptbestreben es (aus welchen Gründen auch immer) ist, der deutschen Volkswirtschaft mit pseudo – ökonomisch begründeten Strategien zu schaden. Ein Teil dieser Gruppe besteht sicher aus Personen, welche ihre Sinekuren – Häuser erhalten wollen, insbesondere betrachte man die Gehälter von Kommissaren und Europaparlamentariern. Das sind zwar alles Menschen, deren Arbeit wenn überhaupt, nur in fragwürdigen Ergebnissen sichtbar ist, aber verdienen tun sie prächtig dabei. Daran anhängig sind weite persönliche und berufliche Netzwerke. Auffällig ist auch, dass die Regierungschefs einzelner Länder, insbesondere der Südländer, gerne und oft mit Forderungen an die „Gemeinschaft“ herantreten, die als Kredite getarnt sind, aber de facto Geschenke sein sollen. In diesen unheiligen Allianzen verbandelt, agiert die Gruppe der „Euro-Retter“.

Zwar konnte das ESM – Urteil eine Erleichterung schaffen, aber es steht dennoch zu befürchten, dass die Gruppe der „Euroretter“ keine Ruhe geben wird. Dazu ist ihr Machtkartell auch viel zu stark, als dass sie sich womöglich von einem Bundesverfassungsgericht letztendlich in die Schranken weisen lassen.

Noch ganz im Bann eines möglicherweise negativen Urteils des Bundesverfassungsgerichts haben Barroso und Juncker den von Merkel unterstützten Vorschlag eingebracht, ein Parlament der Euro – Staaten zu begründen, mit dem Ziel zur Not die Haushaltshoheit der Staaten auf dieses Parlament zu übertragen. Zu einem solchen Vorschlag kann es nur kommen, wenn man selbst weiß, dass der ESM außerhalb der Verfassung stehen könnte und es ratsam ist, eine irgendwie demokratisch legitimierte Basis für solch eine Institution nachzuliefern. Ob das Volk das will , Kompetenzen abzugeben… es wird nicht danach gefragt

Nach dem Urteil des BVerfG versank diese Idee schnell in der Versenkung. Gehört haben wir bisher nichts mehr davon.

Dennoch ist keine Ruhe in Sicht! Nun steht im britischen  Telegraph etwas zu lesen, was wiederum in keiner deutschen Zeitung kommt. Wieder einmal: Der Mantel des Schweigens, wenn kritische Stimmen aufkommen! So berichtet der Telegraph von einem Interview mit Vaclav Klaus, der als Tschechischer Präsident schon mehrfach kritische Kommentare zur Integration Europas verlauten ließ.

Klaus führt in diesem Interview aus: … „Last week, Germany, France and nine other of Europe’s largest countries called for an end to national vetoes over defence policy as Guido Westerwelle, the German foreign minister, urged the creation of a directly elected EU president ‘who personally appoints the members of his European government’.“

Im Klartext bedeutet diese Meldung nichts anderes als eine einheitliche Verteidigungspolitik unter der Führung eines „Gauck 2.0“, der gewählt wurde und anschließend Europa nicht nur nach außen, sondern auch nach Innen verteidigt.

Interessant an diesem Plan ist folgendes:
Nachdem das BVerfG Urteil den ESM unter Auflagen für Verfassungskonform erklärt hat, braucht es zwar kein Parlament der Euro – Länder mehr, um Hoheitsrechte auf die EU zu übertragen. Nun wird aber die Karte gespielt, mittels eines Europäischen Präsidenten (welche Rolle hat dann das Parlament in Straßburg?) eine militärische Nebenmacht zu etablieren, welche die Wahrheit „Deutschland ist schuld“ notfalls mit Waffengewalt verteidigt und entsprechende Maßnahmen auch durchsetzt. Als schönen Nebeneffekt dieser Strategien sehen wir weitere Sinekuren – Häuser kommen. So jedenfalls zitiert Vaclav Klaus Guido Westerwelle, der in seinen Äußerungen davon träumt, dass am Ende des vorgeschlagenen Prozesses eine europäische Armee steht. Diese wird weitaus mehr Mitglieder und Macht haben als Eurogendfor.

Wir geben zu bedenken, dass eine europäische Armee die Grenzen Europas gegen so gefährliche Länder wie Weißrussland, Ukraine, Türkei und eventuell Marokko oder Tunesien verteidigen muss, die (Vorsicht Ironie!) allesamt mit Heißhunger auf europäisches Gebiet vor unseren Toren lagern! Alles Weitere können sie sich denken, wenn es um eine europäische Armee geht. Hierzu ein Tipp: Glauben sie ernsthaft, eine solche Armee könnte sich eines Zugriffs durch die USA oder Russlands erwehren? Wozu also diese Armee?

Es ist mitnichten so, dass den „Eurorettern“ die Mittel ausgehen, nur weil ein BVerfG Auflagen für den ESM Vertrag erteilt. Aber auf diese Möglichkeit haben wir ja schon früher hingewiesen.

Die Schweizer können froh sein, dass ihre Berge sie vor derartigen Torheiten schützen!

meint
fortunato

Quelle: fortunanetz

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3 Antworten to “Die Gruppe der „Euroretter“”

  1. A. Brexler said

    Wenn der Autor berücksichtigen würde, dass vor und hinter Bindestrichen – im Gegensatz zu Gedankenstrichen! – keine Leerzeichen stehen dürfen, dann würde dies die Qualität seines Beitrags steigern.

    • krisenfrei said

      Um dir nicht zu Nahe zu treten, aber diesen Kommentar halte ich für unangebracht.
      Nichts für Ungut, aber den Inhalt schmälert dies in keinster Weise.

      • uhupardo said

        “Unangebracht” ist unverschämt charmant ausgedrückt für diese pure Spezies der Erbsenzähler, Kümmelspalter, Beckmesser, Piddelskrämer, Tüpflischeißer und Gscheidhaferl.

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