krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Die Weltwirtschaft wird von einem Schwarzen Loch geschluckt …

Geschrieben von krisenfrei - 18/09/2012

GEAB N°67 is angekommen! Okt. 2012 – Die Weltwirtschaft wird von einem Schwarzen Loch geschluckt und die internationalen Spannungen erreichen einen Höhepunkt: Die 7 Schlüsselfaktoren eines Doppelschocks, wie wir ihn noch nie erleben mussten

- Pressemitteilung des GEAB vom 18. September 2012 (GEAB N°67) -

Wie LEAP/E2020 seit Ende 2011 vorhersagt, bringt das Sommerende 2012 einen Neuanfang für Euroland, und zwar dank einer positiven Dynamik, die sich aufgrund von zwei dauerhaften Phänomenen entwickelt hat: Zum einen sind allmählich die neuen Instrumente, um deren Schaffung 18 Monate lang verbittert gerungen wurde, einsatzfähig; zum anderen haben die politischen Veränderungen der letzten sechs Monate bewirkt, dass endlich wieder mögliche Fortschritte bei der Integration Eurolands in das Zentrum der europäischen Beratungen geraten sind. Die Entwicklung des Euro in den letzten Wochen bietet eine perfekte Illustration dieses Phänomens (1). Dennoch sollten wir uns keinen Illusionen hingeben: Europa wird in den nächsten sechs bis zwölf Monaten in einer Rezession verharren. Allerdings ist die einzige gute Nachricht, die wir in der 66. Ausgabe des GEAB vom Juni 2012 verkünden konnten, alles andere als ein Wunder.Es ist lediglich die Folge der Tatsache, dass der miserable Zustand der Weltwirtschaft so weit fortgeschritten ist, dass es in Zukunft nicht mehr möglich sein wird, die “Eurokrise oder Griechenlandkrise” vorzuschieben, um vom entscheidenden Problemfall für die Weltwirtschaft abzulenken. Je gezielter Euroland seinen Weg zu weiterer Integration geht, um so deutlicher wird werden, dass sich hinter der prächtigen Fassade der amerikanischen, chinesischen, japanischen, brasilianischen usw. Volkswirtschaften das nackte Elend einer globalen Rezession bzw. Depression versteckt. Die Menschen werden plötzlich den Wald erkennen, den sie vor lauter Bäumen bisher nicht zu sehen vermochten, nämlich dass alle großen Volkswirtschaften weltweit gleichzeitig in Rezession oder Stagnation rutschen und damit die Welt wirtschaftlich, sozial und finanziell in ein Schwarzes Loch gesogen wird.Gleichzeitig setzte im Sommer 2012 eine wesentliche Beschleunigung der Auflösung der Welt- und öffentlichen Ordnung ein, ausgelöst durch den Bürgerkrieg in Syrien, der mit jedem Tag für den Nahen- und Mittleren Osten und die Welt (2) gefährlichere Dimensionen annimmt, und geschürt von den vor der Explosion stehenden Spannungen zwischen Israel und dem Iran; das alles vor dem Hintergrund einer schwächelnden USA, deren Macht und Einfluss weltweit, vom Gelben Meer über Lateinamerika bis in die gesamte islamische Welt von lokalen und regionalen Mächten auf den Prüfstand gestellt wird. Die internationalen Spannungen stehen vor der Explosion, wie man auch daran ablesen kann, dass weltweit die Waffenverkäufe wieder nach oben geschnellt sind, wobei die USA 85% der Nachfrage abdecken (3).

Aus diesen Gründen halten wir unsere Warnstufe Rot vom Juni 2012 in vollem Umfang aufrecht und gehen davon aus, dass bis Ende Oktober 2012 die Weltwirtschaft vor dem Hintergrund der vor der Explosion stehenden internationalen Spannungen in ein Schwarzes Loch gesaugt werden wird. Mit anderen Worten wird nach unserer Auffassung in den kommenden Wochen die Welt in einen Sturm der Krisen und Konflikte in einem bisher nicht bekannten Ausmaß geraten.
Wir präsentieren also in dieser 67. Ausgabe des GEAB die Liste der sieben Schlüsselfaktoren dieses Doppelschocks, für den es in der jüngeren Geschichte nichts Vergleichbares gibt.Im Übrigen enthält diese 67. Ausgabe des GEAB eine Antizipation zu den Auswirkungen, die die umfassende weltweite Krise gepaart mit den rasanten Zuwächsen des e-Handels auf den Einzelhandel in Europa zeitigen werden, dem nach unseren Berechnungen der Verlust von 2,5 Millionen Arbeitsplätze droht.

In dieser Ausgabe bringen wir auch den ersten Teil einer Trilogie der Antizipationen über die Gefahr von sozialen Unruhen in Europa, den USA (68. Ausgabe) und China (69. Ausgabe). Wir haben uns entschlossen, mit Europa zu beginnen, wo nach der Auffassung unserer Forscher die Zeichen auf Aufruhr und Krawalle stehen, wobei natürlich die Lage von Land zu Land unterschiedlich sein wird.

Weiterhin finden Sie in dieser Ausgabe des GEAB die beiden GEAB- Indizes, also den GEAB-$-Index und den ganz neuen GEAB-€-Index. In Zukunft werden wir diese drei Mal pro Jahr veröffentlichen.

Und natürlich finden Sie wie immer den GlobalEurometer, mit dem die Erwartungen der Europäer an die Zukunft in gewissen Schlüsselbereichen abgefragt wird.

In unseren Empfehlungen beschäftigen wir uns in diesem Monat mit Devisen (Dollar, Euro, Yen, Yuan), Gold, Energie und Grundnahrungsmittel, den Aktienmärkten und Lebensversicherungen.

Zuletzt finden Sie zu Ihrer Information das Programm des 3. Euro-BRICS- Seminars, das diesmal von LEAP gemeinsam mit MGIMO in Cannes am 27. und 28. September 2012 veranstaltet wird; und das Sonderangebot für unsere Abonnenten für eine Teilnahme an einer Fortbildungsreihe per Internet in Politischer Antizipation, die von unserem Partner FEFAP angeboten wird.

Am Schnittpunkt der sieben Schlüsselfaktoren des Doppelschocks der kommenden Wochen finden wir die USA und ihr schmerzhaftes Erwachen aus der kollektiven Betäubung.

Denn um nichts anderes handelt es sich. Wie wir schon viele Male im GEAB schrieben, weigern sich die USA seit Beginn der Krise verbissen, der Wirklichkeit (4) ins Auge zu sehen, ziehen den Einsatz immer wilderer Geldpolitikinstrumente vor, stürzen sich in militärische Abenteuer, und das alles in der vagen Hoffnung, die Folgen der Krise neutralisieren zu können. Doch dies alles erweist sich nun zum Sommerende 2012 als wirkungslos; doch tausende Milliarden Dollar wurden dafür in ein Fass ohne Boden geworfen.Der beste Beweis dafür ist die Entscheidung der Fed vom 13. September 2012, ihr Twist- Programm des Aufkaufs von US- Staatsanleihen fortzuführen und darüber hinaus ein zeitlich und mengenmäßig unbegrenztes Programm des Aufkaufs von Hypothekenschulden (40 Milliarden USD/Monat) aufzulegen, mit dem der US- Immobilienmarkt wieder zum Leben erweckt und damit der Arbeitsmarkt und der Privatverbrauch gestärkt werden sollen. Der Fed ist bewusst, dass diese Entscheidung international auf Widerstand stoßen und üble Folgen zeitigen wird. Schon seit Monaten wollte die Fed ein QE3 (5). auflegen und wagte es nicht. Aber in der Hoffnung, einen sozialen und wirtschaftlichen Zusammenbruch und einen Absturz der Aktienkurse an Wall Street vor den Novemberwahlen 2012 (6) zu vermeiden und dabei auch ihre eigene Vertrauenswürdigkeit zu retten, die von Seiten der Republikaner massiv unter Beschuss genommen wird, hat sie sich zu – wenn auch nicht einem “Quantitative Easing , so doch zu – einem “Psychological Easing” entschlossen.Die Fed wird immer mehr zu einem Schlüsselakteur auf dem amerikanischen Immobilienmarkt und erweist sich damit weiterhin als unfähig, den Unterschied zwischen Liquiditätsengpässen und Zahlungsunfähigkeit zu erkennen. Die US- Haushalte haben kein Geld mehr, mit dem sie Häuser kaufen oder bauen lassen könnten (7). Daran lässt sich auch mit niedrigsten Zinsen nichts ändern. Allein Wall Street wird dank der Fed- Aktivitäten eine Zeit lang noch auf neuen Rekordwerten surfen können, bis eines schönen Morgens, wenn den Menschen bewusst wird, dass die Realwirtschaft in einer Depression steckt, alles zusammenbricht.

Denn alle Indikatoren stehen bereits auf Rot: Der Arbeitsmarkt ist weiterhin kraftlos, wenn es neue Arbeitsplätze gibt, sind sie deutlich schlechter entlohnt als die, die wegfielen (8), im ganzen Land explodiert die Armut (9) … und immer mehr amerikanische Unternehmen, die international aufgestellt sind (10), geben für das zweite Halbjahr 2012 und das erste Halbjahr 2013 Gewinnwarnungen heraus; ihre Gewinnerwartungen bewegen sich derzeit auf den Niveaus von 2008/2009, also dem Höhepunkt der durch die Finanzkrise ausgelösten Rezession (11).

Entwicklung der Zahl der US- Haushalte, die Lebensmittelkarten (food stamps) erhalten (blaue Linie) und ihr Gegenwert pro Haushalt (rote Linie) (2009-2012) – Quelle : Zerohedge, 08/2012
Die gegenwärtige und auch zukünftige Ohnmacht des amerikanischen politischen Systems (12) gegenüber den amerikanischen Defiziten (13), gepaart mit der “Sequestration (14)” des Bundeshaushalts (15), deren Auswirkungen in der gesamten amerikanischen Wirtschaft bereits spürbar sind (wie wir es schon im Frühjahr 2012 vorhergesagt hatten) (16), wird dazu führen, dass die nächsten Wochen eine Folge von schlechten Wirtschaftsnachrichten bringen werden (17); und das alles vor dem Hintergrund internationaler Herausforderungen, denen die USA immer weniger gewachsen sind. Denn auch in der Rubrik “einzige globale Supermacht” wachen die USA nun schmerzhaft aus ihren Illusionen auf.Es hat gerade einmal ein Jahr gedauert, bis die gesamten absurden Folgen des westlichen Angriffs auf Libyen 2011 zu Tage treten: Der US- Botschafter in Libyen wird ermordet, in der gesamten islamischen Welt bricht Aufruhr gegen die US- Präsenz aus… Wie man und wer da noch glauben kann, die USA hätten “mit Erfolg” den arabischen Frühling begleitet, bleibt schleierhaft. Die intensive Unterstützung Russlands und Chinas für Assad gegen die Versuche des Westens und der Golfmonarchien (18), ihn zu stürzen, hat nicht nur die Dynamik der konstruktiven Zusammenarbeit im VN- Sicherheitsrat ruiniert, sondern sich zu einer Erprobung der US- Macht im Nahen und Mittleren Osten ausgewachsen. Und inzwischen testet ganz Ost – und Südost- Asien (Japan, Taiwan, Philippinen, Südkorea usw.) mittels der Konflikte um zahlreiche Inseln die Fähigkeit der USA in Konkurrenz mit China (19) eine asiatische Macht zu bleiben.Sie werden recht schnell zu einer Einschätzung gelangen, über wie viel Macht die USA noch in der Region verfügen. Bis Anfang 2013 werden sie auf Grundlagen ihrer neuen Erkenntnisse die Bündnisse in der Region, die eine Folge des 2. Weltkriegs waren, neu ordnen. Sogar der (gemäß der Monroe- Doktrin) “Hinterhof” der USA, also Latein- Amerika, hat sich daran gemacht, gemeinsam die viele Jahrzehnte alten außenpolitischen Positionen der USA in der Region aufzurollen: Ausschluss Kubas aus den Foren der transamerikanischen Zusammenarbeit und vor allen Dingen der Kampf gegen den Drogenanbau und – Handel, der seit mehr als vierzig Jahren das Einfallstor für die US- Einmischung in die innersüdamerikanischen Angelegenheiten bildet (20).

Und dann müssen wir auch noch Europa erwähnen, denn die beschleunigte Integration Eurolands ist de facto eine Befreiung des europäischen Kontinents vom amerikanischen Einfluss. Ab 2013 wird auf jeden Fall der IWF (und damit Washington) nicht mehr zur Hilfe gerufen werden, um inner-euroländische Probleme zu lösen, wie das heute noch mit Griechenland der Fall ist. Selbst im Bereich der Verteidigung zeigt die überraschende Ankündigung einer möglichen Fusion von BAE Systems und EADS, wobei EADS der mit Abstand größere Partner wäre (21), dass nun die Zeit zu Ende geht, wo die europäische Verteidigung immer transatlantisch sein musste und Großbritannien der privilegierte Partner der USA in Europa. Heute jedoch geht es für BAE Systems um ihr Überleben (22)

Entwicklung der Divesifizierung der Handelsbeziehungen in Latein-Amerika – Die EU stieg 2012 zum wichtigsten Handelspartner des Mercosur auf – Quelle : Monde Diplomatique, 07/2012
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Noten:(1) Vgl. die vorhergehenden Ausgaben des GEAB.(2) Quelle : Yahoo/Reuters, 15/09/2012

(3) Insbesondere in der Region des Persischen Golfs. Quelle : New York Times, 26/08/2012

(4) Quellen : New York Times;, 14/08/2012 ; Financial Sense, 24/08/2012

(5) Quellen : CNBC, 14/09/2012 ; Market Watch, 29/08/2012

(6) Sie hat also beschlossen, Barack Obama zu unterstützen, der ihr viel freundlicher gesinnt ist als die neue Welle der republikanischen Politiker. Das ist nicht verwunderlich, denn Mitt Romney hat schon jetzt erklärt, er werde das Mandat von Ben Bernanke im Falle seienr Wahl nicht verlängern. Quelle : Market Watch, 23/08/2012

(7) Quelle : USAToday, 14/09/2012

(8) Quellen : USAToday, 21/08/2012 ; al-Jazeera, 20/08/2012 ; New York Times, 31/08/2012

(9) Quellen : USAToday, 23/08/2012 ; Bloomberg, 10/09/2012 ; Bloomberg, 05/09/2012

(10) Und sie sind nicht die Einzigen. Selbst bei der Luxusindustrie, von europäisch dominiert, bricht allmählich die Panik aus. Quelle : Yahoo/Reuters, 14/09/2012

(11) Quelle : Money News, 10/09/2012

(12) Quelle : Der Spiegel, 17/08/2012 ; USAToday, 20/08/2012

(13) Das Haushaltsdefizit ist auf dem Weg zu neuen Rekorden. Quelle: ZeroHedge, 10/09/2012

(14) Automatische Kürzungen im Militär – und Sozialhaushalt

(15) Eine Einigung scheint nicht im Bereich des Möglichen, weder zu den automatischen Kürzungen noch zum Ende der Steuererleichterungen. Quelle : CNBC, 11/09/2012

(16) Quelle : Reuters, 07/09/2012

(17) Also ein wachsender Verlust an internationaler wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit, was doch aber eine der Prioritäten des Präsidenten Obamas war. Und natürlich die weiteren Herabstufungen der Bonitätsnoten für US- Schulden; aber das weiß doch eigentlich jeder, mit Ausnahme der Blinden, die weiterhin US- Schatzbriefe anhäufen. Quellen: Les Affaires, 11/09/2012 ; Market Watch, 14/09/2012 ; Market Watch, 14/09/2012

(18) Die USA hängen immer verstärkter vom saudischen Öl ab. Quelle : New York Times, 16/08/2012

(19) Quellen : Der Spiegel, 14/09/2012

(20) Quelle : CIP Americas Program, 14/08/2012

(21) Dass niemand hier einem Irrtum aufsitzt: Für BAE Systems geht es dabei ums Überleben, nicht für EADS. Wie wir in der 66. Ausgabe des GEAB schrieben, zählt BAE Systems zu den Unternehmen, die massiv unter den Haushaltskürzungen für das Pentagon zu leiden haben werden; nicht nur, weil die amerikanischen Rüstungsaufträge 20% seines Umsatzes ausmachen, sondern auch, weil es als nichtamerikanisches Unternehmen von seinen amerikanischen Konkurrenten in den kommenden mageren Zeiten komplett aus dem amerikanischen Markt gedrängt werden wird. Die “special relationship” zwischen USA und Großbritannien ist sicherlich etwas, über das David Cameron und George Osborne abends über einem Bier phantasieren können. Aber von amerikanischer Seite hat sie jede konkrete Bedeutung verloren. Der andere große Kunde von BAE Systems ist natürlich die britische Regierung, die gerade ihre Militärausgaben massiv zusammengestrichen hat. Ohne die Fusion wird BAE Systems gerade noch ein oder zwei Jahre überleben. Seine einzige Option ist also Europa, bzw., präziser, mit EADS Euroland.

(22) Quelle : The Telegraph, 14/09/2012

Quelle: leap2020

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