Die Weltwirtschaft wird von einem Schwarzen Loch geschluckt …
Geschrieben von krisenfrei - 18/09/2012
GEAB N°67 is angekommen! Okt. 2012 – Die Weltwirtschaft wird von einem Schwarzen Loch geschluckt und die internationalen Spannungen erreichen einen Höhepunkt: Die 7 Schlüsselfaktoren eines Doppelschocks, wie wir ihn noch nie erleben mussten
- Pressemitteilung des GEAB vom 18. September 2012 (GEAB N°67) -

In dieser Ausgabe bringen wir auch den ersten Teil einer Trilogie der Antizipationen über die Gefahr von sozialen Unruhen in Europa, den USA (68. Ausgabe) und China (69. Ausgabe). Wir haben uns entschlossen, mit Europa zu beginnen, wo nach der Auffassung unserer Forscher die Zeichen auf Aufruhr und Krawalle stehen, wobei natürlich die Lage von Land zu Land unterschiedlich sein wird.
Weiterhin finden Sie in dieser Ausgabe des GEAB die beiden GEAB- Indizes, also den GEAB-$-Index und den ganz neuen GEAB-€-Index. In Zukunft werden wir diese drei Mal pro Jahr veröffentlichen.
Und natürlich finden Sie wie immer den GlobalEurometer, mit dem die Erwartungen der Europäer an die Zukunft in gewissen Schlüsselbereichen abgefragt wird.
In unseren Empfehlungen beschäftigen wir uns in diesem Monat mit Devisen (Dollar, Euro, Yen, Yuan), Gold, Energie und Grundnahrungsmittel, den Aktienmärkten und Lebensversicherungen.
Zuletzt finden Sie zu Ihrer Information das Programm des 3. Euro-BRICS- Seminars, das diesmal von LEAP gemeinsam mit MGIMO in Cannes am 27. und 28. September 2012 veranstaltet wird; und das Sonderangebot für unsere Abonnenten für eine Teilnahme an einer Fortbildungsreihe per Internet in Politischer Antizipation, die von unserem Partner FEFAP angeboten wird.
Am Schnittpunkt der sieben Schlüsselfaktoren des Doppelschocks der kommenden Wochen finden wir die USA und ihr schmerzhaftes Erwachen aus der kollektiven Betäubung.
Denn alle Indikatoren stehen bereits auf Rot: Der Arbeitsmarkt ist weiterhin kraftlos, wenn es neue Arbeitsplätze gibt, sind sie deutlich schlechter entlohnt als die, die wegfielen (8), im ganzen Land explodiert die Armut (9) … und immer mehr amerikanische Unternehmen, die international aufgestellt sind (10), geben für das zweite Halbjahr 2012 und das erste Halbjahr 2013 Gewinnwarnungen heraus; ihre Gewinnerwartungen bewegen sich derzeit auf den Niveaus von 2008/2009, also dem Höhepunkt der durch die Finanzkrise ausgelösten Rezession (11).

Und dann müssen wir auch noch Europa erwähnen, denn die beschleunigte Integration Eurolands ist de facto eine Befreiung des europäischen Kontinents vom amerikanischen Einfluss. Ab 2013 wird auf jeden Fall der IWF (und damit Washington) nicht mehr zur Hilfe gerufen werden, um inner-euroländische Probleme zu lösen, wie das heute noch mit Griechenland der Fall ist. Selbst im Bereich der Verteidigung zeigt die überraschende Ankündigung einer möglichen Fusion von BAE Systems und EADS, wobei EADS der mit Abstand größere Partner wäre (21), dass nun die Zeit zu Ende geht, wo die europäische Verteidigung immer transatlantisch sein musste und Großbritannien der privilegierte Partner der USA in Europa. Heute jedoch geht es für BAE Systems um ihr Überleben (22)

Noten:(1) Vgl. die vorhergehenden Ausgaben des GEAB.(2) Quelle : Yahoo/Reuters, 15/09/2012
(3) Insbesondere in der Region des Persischen Golfs. Quelle : New York Times, 26/08/2012
(4) Quellen : New York Times;, 14/08/2012 ; Financial Sense, 24/08/2012
(5) Quellen : CNBC, 14/09/2012 ; Market Watch, 29/08/2012
(6) Sie hat also beschlossen, Barack Obama zu unterstützen, der ihr viel freundlicher gesinnt ist als die neue Welle der republikanischen Politiker. Das ist nicht verwunderlich, denn Mitt Romney hat schon jetzt erklärt, er werde das Mandat von Ben Bernanke im Falle seienr Wahl nicht verlängern. Quelle : Market Watch, 23/08/2012
(7) Quelle : USAToday, 14/09/2012
(8) Quellen : USAToday, 21/08/2012 ; al-Jazeera, 20/08/2012 ; New York Times, 31/08/2012
(9) Quellen : USAToday, 23/08/2012 ; Bloomberg, 10/09/2012 ; Bloomberg, 05/09/2012
(10) Und sie sind nicht die Einzigen. Selbst bei der Luxusindustrie, von europäisch dominiert, bricht allmählich die Panik aus. Quelle : Yahoo/Reuters, 14/09/2012
(11) Quelle : Money News, 10/09/2012
(12) Quelle : Der Spiegel, 17/08/2012 ; USAToday, 20/08/2012
(13) Das Haushaltsdefizit ist auf dem Weg zu neuen Rekorden. Quelle: ZeroHedge, 10/09/2012
(14) Automatische Kürzungen im Militär – und Sozialhaushalt
(15) Eine Einigung scheint nicht im Bereich des Möglichen, weder zu den automatischen Kürzungen noch zum Ende der Steuererleichterungen. Quelle : CNBC, 11/09/2012
(16) Quelle : Reuters, 07/09/2012
(17) Also ein wachsender Verlust an internationaler wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit, was doch aber eine der Prioritäten des Präsidenten Obamas war. Und natürlich die weiteren Herabstufungen der Bonitätsnoten für US- Schulden; aber das weiß doch eigentlich jeder, mit Ausnahme der Blinden, die weiterhin US- Schatzbriefe anhäufen. Quellen: Les Affaires, 11/09/2012 ; Market Watch, 14/09/2012 ; Market Watch, 14/09/2012
(18) Die USA hängen immer verstärkter vom saudischen Öl ab. Quelle : New York Times, 16/08/2012
(19) Quellen : Der Spiegel, 14/09/2012
(20) Quelle : CIP Americas Program, 14/08/2012
(21) Dass niemand hier einem Irrtum aufsitzt: Für BAE Systems geht es dabei ums Überleben, nicht für EADS. Wie wir in der 66. Ausgabe des GEAB schrieben, zählt BAE Systems zu den Unternehmen, die massiv unter den Haushaltskürzungen für das Pentagon zu leiden haben werden; nicht nur, weil die amerikanischen Rüstungsaufträge 20% seines Umsatzes ausmachen, sondern auch, weil es als nichtamerikanisches Unternehmen von seinen amerikanischen Konkurrenten in den kommenden mageren Zeiten komplett aus dem amerikanischen Markt gedrängt werden wird. Die “special relationship” zwischen USA und Großbritannien ist sicherlich etwas, über das David Cameron und George Osborne abends über einem Bier phantasieren können. Aber von amerikanischer Seite hat sie jede konkrete Bedeutung verloren. Der andere große Kunde von BAE Systems ist natürlich die britische Regierung, die gerade ihre Militärausgaben massiv zusammengestrichen hat. Ohne die Fusion wird BAE Systems gerade noch ein oder zwei Jahre überleben. Seine einzige Option ist also Europa, bzw., präziser, mit EADS Euroland.
(22) Quelle : The Telegraph, 14/09/2012