krisenfrei

Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Vom mündigen Bürger zum Freien Wähler

Posted by krisenfrei - 27/08/2012

Vom mündigen Bürger zum Freien Wähler.

In unserem Newsletter vom März 2012 wiesen wir eindrücklich darauf hin, dass die erste Insolvenz des griechischen Staates, die zu diesem Zeitpunkt als abgewickelt galt, nur ein Zwischenschritt sein konnte und NICHT die volle Wahrheit darstellt, wie zum damaligen Zeitpunkt durch die Mainstream Medien behauptet. Damals schrieben wir:

„Griechenland wurde gerettet! Wirklich? Der ominöse Schuldenschnitt des griechischen Staates, verhandelt zwischen der EU und der griechischen Regierung hat stattgefunden, der angeblich nun dazu führt, dass Griechenland eine „Chance“ hätte seinen Haushalt zu sanieren und weiterhin ein fröhliches Mitglied des Euroraums zu bleiben.

Nur leider spricht die Realität eine andere Sprache.

Fakt 1: Griechenlands Gesamtverschuldung liegt wohl bei ca. 1 Billion Euro. Der Schuldenschnitt bezieht sich aber auf derzeit gerade einmal 100 Mrd. Euro Staatsschulden. Es ist zu vermuten, dass demnächst weitere Schnittchen, oder auch größere Schnitten unterwegs sein werden. Siehe Artikel in der Telebörse zu der Möglichkeit eines unkontrollierten Staatsbankrotts:

Fakt 2: Durch die beschlossenen Kürzungspakete tritt nun der von uns immer wieder befürchtete Effekt ein, den auch Deutschland unter Reichskanzler Brüning mit seiner Kürzungspolitik erreichte. Vergleichbar mit der brüning’schen Politik kürzt Griechenland bei Löhnen, Gehältern, Zahlungen an Beamte, sowie bei den Renten und der sozialen Unterstützung durch den griechischen Staat. Hierzu findet sich viel Information in einem Artikel der NZZ zu diesem Thema: …“

Was haben wir damals an wütenden Emails erhalten, wir wurden gescholten, unseriös zu berichten! Aus heutiger Sicht brauchen wir das nicht mehr kommentieren! Und das Fass ohne Boden ist heute so aktuell wie damals.


In der Zwischenzeit hat sich nichts gebessert. Erinnern Sie sich an die kürzlich ventilierte Debatte darüber, dass Griechenland mehr Geld braucht? Selbst Frau Kanzler murmelte etwas davon, man könne ja versprochene Geldbeträge vorziehen und auszahlen, wenn denn die Gesamtsumme natürlich gleich bliebe. Mit allen Tricks und Finten versucht die Politik den Eindruck zu vermeiden, dass noch mehr Geld an Griechenland fließen solle.

Nun hat Dr. Leineweber in seinem Tageskommentar darauf hingewiesen, das wohl geplante Zinsschwellen dem Fass den Boden ausschlagen sollen. Sobald das Zinsfass überläuft wird gnadenlos aufgekauft.

Was geschieht hier?

Täuschen, tricksen, hinhalten

Die fortgesetzten Maßnahmen des Staates haben nicht anders zum Inhalt als das unvermeidliche Ende immer weiter zum Zweck der Aufrechterhaltung des Status Quo und damit von Macht hinaus zu schieben..

Zuallererst, nachdem Lehman Brothers zusammen brach, folgte auch der Zusammenbruch des Interbankenmarktes. Eiligst entschuldete der Staat jene Institute, wie z. B. die IKB, die Sächsische Landesbank, etc. auf Steuerzahlers Kosten um sie dann ebenso eiligst an Großinvestoren zu verkaufen oder mit anderen Banken fusionieren zu lassen. Sehr große Institute, wie z. B. die HRE, wurden kurzerhand verstaatlicht. Damit die Miesen nicht in den Bilanzen erscheinen, gründete die BRD kurzerhand eine „Bad Bank“, die all die unverkäuflichen Papiere verschwanden. Steinbrück schwadronierte dann davon, dass jene ominösen Papiere ja doch etwas Wert wären und diese sicherlich in 20 Jahren(!) gut verkäuflich wären, wenn sich der Markt beruhigt hätte. Nun was die Eurokrise angeht, scheint man diesen “Weitblick” nicht zun haben

Eine Commerzbank, die ebenfalls in Wanken geriet, wurde ebenfalls kurzerhand Teilverstaatlicht, damit die Schieflage der Bank zu beschönigen. Und da man befürchtete, dass das Volk trotz dieses tollen, scheibchenweise abgewickelten Schuldenmanagements, womöglich die Bankeinlagen abzieht, gaben Merkel und Steinbrück ein Sparbuchversprechen ab, dessen rechtliche Relevanz im Krisenfall gleich NULL sein wird, da im Parlament kein Gesetz beschlossen wurde, auf das sich der geschädigte Bürger im Krisenfall hätte berufen können.

Doch damit nicht genug! Kaum hatte man die nationalen Bankinstitute einigermaßen stabilisiert, meldete sich Griechenland, das schwächste EU Land mit einer Überschuldung des Staates zu Wort. Klar war, dass neben Griechenland auch Portugal, Spanien, Italien und eventuell Irland ebenfalls im Feuer stehen. Aus diesem Grund gründete man einen europäischen Stabilisierungsfonds, den EFSF, der anfangs nur „haftete“, wie Schäuble dies so schön sagte. Er sollte eine glaubhaft hohe Summe Geldes garantieren, damit der Kapitalmarkt noch Staatsanleihen, der mittlerweile stark abgewerteten Länder kauft. Mittlerweile „haften wir nicht nur“, sondern zahlen per EFSF beispielsweise an das in Not geratene Spanien. Dass der EFSF nicht genügt, sieht man daran, dass nun der ESM her muss. Dieser ist aber in mehreren Ländern umstritten und liegt deshalb nicht nur in Deutschland vor Gericht und harrt dort seines Urteils. Fortunanetz berichtete darüber ( siehe…).

Und just zu dem Zeitpunkt, an dem der ESM möglicherweise scheitern könnte, kommt Super-Mario Draghi mit der Forderung heraus, dass die EZB doch einfach die Anleihen der in Not geratenen Staaten unbegrenzt aufkaufen solle. Nur Gott weiß, was dann später mit diesen Papieren passiert und wer dann am Ende auf offenen Forderungen sitzt! Zumindst ein erheblicher Teilausfall der Forderungen ist aus heutiger Sicht einzukalkulieren

Sehen Sie die Logik des Ganzen? Es geht darum, die aufgehäuften Schulden in ihrer Gänze zu verschleiern und statt dessen , diese in Häppchen umzuschulden, damit der normale Bürger möglichst nicht merkt, um welche Summen es sich wirklich handelt bei diesem Wahnsinns – Unternehmen. Dies nennt man täuschen, tricksen, hinhalten! Das ist die aktuelle Politik.

Die Kumpanei zwischen Politik und Bürger

Warum funktioniert eine solche Politik?

Die Antwort darauf ist leider beschämend. So wie die Politik ihre wahren Schandtaten und ihr gänzliches Versagen gerne durch eine Politik des Hinhaltens verschleiern möchte, so will der Bürger am liebsten sein sauer Erspartes bewahren. Leider sehen die Meisten nicht, dass es Alternativen gibt. Lieber hoffen sie, dass an ihnen der Kelch des Totalverlustes dessen, was sie mühsam im Laufe ihres Lebens aufgebaut haben, an ihnen vorüber geht. Ablenkung ist eine Möglichkeit: Möglichst wenig darüber nachdenken! Lieber geht man mit dem Geld, das man hat, einkaufen, vergnügt sich in seiner Freizeit damit und hofft durch ignorieren davon zu kommen. Manche denken, dass das alles nicht wahr sein kann, was man versteckt und in kleinen Teilen in den Zeitungen des Mainstreams liest oder bei Bloggern oder im Gespräch mit Freunden und Bekannten aufschnappt. Aber am stärksten ist doch der Wunsch, alles möge erhalten bleiben. Wir sitzen in unseren vier Wänden und schauen heimlich in unsere Sparbücher und Bankkonten und stellen erleichtert fest: Es ist alles noch da!

Und die Politik kommt den Bürgern mit ihrer Taktik des Täuschens, Tricksens und und Hinhaltens genau diesem Bedürfnis nach scheinbarer Sicherheit weit entgegen. Alles nicht so schlimm! Es sind doch immer nur kleine Summen! Angeleitet von der Tagesschau stecken wir den Kopf in den Sand. Der Bürger ist nicht mündig, wie das Prof. Sinn einfordert und wird damit zum Kumpanen dieser Politik. Der Bürger zwingt die Politik nicht einmal zur Aufklärung über die Summen, die im Raum stehen. Er verlässt sich auf das Sparbuchversprechen.

Eine mögliche Alternative.

Entspannt im Sessel in scheinbarer Sicherheit sitzend hofft man, möglichst bequem davon zu kommen. Über den Ernstfall denkt man lieber nicht nach. Dabei werden solche Meldungen wie die in der Welt, dass nämlich die Griechen mittlerweile in ihrer Not die Felder der Bauern plündern, weil der Staat total zahlungsunfähig ist, lieber ignoriert. Kann man sich gar nicht ausmalen, wie das sein könnte im eigenen Land!

Dabei gäbe es eine Alternative statt die Augen vor der Realität zu verschließen. Schauen Sie doch einmal auf Die Freien Wähler! Sie sind gegen den ESM und betrachten den Euro kritisch. Sie möchten auch die Alternativen dazu diskutieren. Schluss mit der alternativlosen Politik! Stellen sie sich vor, die mittlerweile 50 Prozent Nichtwähler gäben sich im September 2013 einen Ruck. Dann würden die Alternativlosen (CDU/CSU und die SPD) auf ihre wahre Größe, nämlich zusammen unter 50 Prozent Wählerschaft (bezogen auf die 100 Prozent Wahlberechtigten), zusammenschrumpfen. Im Bundestag gäbe es dann eine ernsthafte Diskussion darüber, welche Alternativen wir als Land hätten.

Unser Land braucht sie!

meint

fortunato 

Quelle: fortunanetz

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