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Wer Gold und Silber hat, hat immer Geld!

Steuersünder schämt euch!

Posted by krisenfrei - 23/07/2012

Gastbeitrag von Anonymos

Steuersünder schämt euch!

Die Jagd auf Steuersünder ist nicht nur juristisch geboten, sondern auch sozial gerecht – denn niemand kann besser mit Geld umgehen als der Staat.  Dieser braucht künftig jeden Euro, um die Rettungskassen zu füllen. – Das gläserne Konto und der totale Überwachungsstaat dienen ebenfalls der Gerechtigkeit – denn wer nichts zu verbergen hat, braucht nichts zu fürchten.

Einkommen ist die Provision des Staates zur Erarbeitung der Steuern

Dies ist selbstverständlich kein Aufruf zur Steuerhinterziehung! Es ist doch allgemein bekannt, wie wichtig Steuern sind und wie effektiv sie eingesetzt werden. Wie sollen Politiker sonst Wählerstimmen kaufen mit großzügigen Versprechungen? Außerdem braucht der Staat immer mehr Geld – allein schon um den Euro zu retten.  Auch die Bürokratie in Berlin und Brüssel verschlingt Milliarden.  Und wer gibt dafür nicht gern? Wer arbeitet nicht gern bis 70, um seinem französischen Kollegen die Rente mit 60 zu ermöglichen?

 Wer freut sich nicht darauf, endlich seine Steuererklärung auszufüllen, um vom leicht verdienten Geld den Großteil abzuliefern? Wer lässt sich nicht gern wegen besseren Klimas den letzten Groschen aus den Taschen ziehen? Wer entrichtet nicht mit Freude die Flugticketsteuer oder Gebühren für die Abstauberplakette? Wie uneinsichtig muss jemand sein, der sich dagegen wehrt?

FDP-Generalsekretär Patrick Döring hat Recht: Steuersünder sind miese Betrüger. Sie entziehen der Politik Geld, das besser für die Rettung spanischer Banken eingesetzt werden könnte. Steuersünder handeln zutiefst unehrenhaft und unsolidarisch gegenüber der Allgemeinheit – denn diese müssen dann entsprechend mehr zahlen.

 Außerdem verstoßen Steuersünder gegen Recht und Gesetz. Wirtschaftssubjekte sollten eigentlich gemerkt haben, dass nur der Staat geltende Vereinbarungen brechen kann – zur Not auch rückwirkend, wenn es dringend ist.

Steuern: Je höher, desto besser

Früher mussten die Untertanen den Zehnten abliefern. Das ging Jahrhunderte lang so. In der Neuzeit stellten Wirtschaftsexperten fest, dass der optimale Steuersatz bei 25% liegt.
Viel zu wenig! Ist denn ein besserer Verwalter des Bürgervermögens überhaupt vorstellbar als der Staat?

Wie sollen Politiker ordentlich steuern und umverteilen können? Wie sollen Banken gerettet und Boni gesichert werden? Wie kann man sonst Europa retten? Eigentlich sind Steuerhinterzieher Anti-Europäer!

 In Sachen Umverteilung und Bankenrettung sind Politiker bekanntlich sehr erfahren und gerecht. Ließe sich überhaupt ein besserer und gerechterer Umverteiler vorstellen als ein Politiker? Wohl kaum. Und weil es so gut funktioniert, kommen demnächst nicht nur weitere Steuererhöhungen auf uns zu, sondern auch noch getarnte Steuern wie Zwangsanleihe und Vermögensabgabe. Damit wird endlich auch der ganz normale Häuslebauer zur Kasse gebeten. Das ist Gerechtigkeit pur.

Und schließlich brauchen Volksvertreter bei jeder Wahl immer mehr Geld, um das Wahlvolk an die Urnen zu locken. Besonders Rot/Grün liegt da weit vorne, aber der Rest der BRD-Volkskammer ist auch nicht viel besser.

 Ausgeben, was auch reingkommt – das ist ungerecht. Dann lieber mehr Schulden machen oder oben nehmen und unten ein bisschen was geben. Wie soll denn sonst die Demokratie funktionieren? Die Wahlkorruption ganzer Bevölkerungsgruppen ist doch bisher nie kritisiert worden. Warum ein solches Erfolgsmodell freiwillig aufgeben?
Daß der Staat das von seinen Bürgen eingetriebene Geld sinnvoll einsetzt, dafür gibt zahlreiche Beispiele.

Steuergerechtigkeit: Damit Landwirtschaft wieder funktioniert

Denken wir zum Beispiel an die Agrarwirtschaft. Wie soll ein Bauer, der keine Kuh hat, überleben? Andererseits muss der Staat dem Landwirt Anreize schaffen, dass er sich keine Kuh kauft. Deshalb ist es doch mehr als logisch, dass der Bauer eine staatliche Prämie erhält, wenn er auf Milchvieh verzichtet. Ist dies nicht ein perfektes Beispiel von Steuergerechtigkeit?

Oder denken wir an die Tabakbauern in Baden-Württemberg. Was kann denn der Tabakzüchter dafür, dass die Nikotinpflanze in Deutschland so schlecht wächst? Auch hier ist Subvention dringend geboten. Außerdem stammt die Unterstützung aus demselben Topf, mit dem auch Antiraucherkampagnen finanziert werden. Es kann also niemand behaupten, dass Steuergeld sinnlos verschwendet wird.

Genau so wie bei den Imkern, die ein Anrecht auf eine Bestäubungsprämie für ihr Bienenvolk haben. Wie sollen denn die kleinen Honigsammler ihren Weg finden, wenn der Staat hier nicht unterstützend eingreift? Kaum vorstellbar, wie Bienen überhaupt über Jahrmillionen Nektar ohne staatliche Eingriffe saugen konnten.
Sehr sinnvoll angelegt ist deutsches Steuergeld auch in der EU, insbesondere im Agrarbereich. Griechische Pfirsichernten werden Jahr für Jahr ins Meer gekippt, weil sie unverkäuflich sind. Kann man jetzt vom griechischen Pfirsichzüchter verlangen, dass er was anderes anbaut? Das ginge nun wirklich zu weit. Deshalb ersetzt die EU dem griechischen Pfirsichzüchter den Verkaufspreis für die vernichtete Frucht.

Was im Agrarbereich so gut funktioniert, gilt natürlich auch für’s Klima. Hier gilt die Faustformel: Je höher die Abgaben, desto besser das Klima. Man kann nur den Hut ziehen, wie Politiker äußerst intelligent und effektiv in diesem Bereich neue Einnahme-Quellen erzeugen. Wenn’s um höhere Abgaben für besseres Klima geht, ist Politkern kein Bereich zu heiß. 

Überwachungsstaat: Das sind die Vorteile

Der Staat braucht jeden Euro, damit es allen besser geht. Und damit er den kompletten Überblick über die Kassenbestände seiner Untertanen hat, muss das Finanzamt per Knopfdruck Zugang zu allen Konten haben – weltweit. Nur so ist Gerechtigkeit machbar.

Außerdem: Wie soll der Staat Steuern und Abgaben erhöhen, ohne konkret zu wissen, was der Bürger auf der hohen Kante hat?
Deshalb ist es wichtig, dass alle Länder an einem Strang ziehen. Wenn ein Land den staatlichen Kontozugriff verweigert, dann sind auch illegale Methoden zulässig, um an Informationen heranzukommen. Wie soll denn der Staat sonst Auslandskontostände erfahren, wenn er diese nicht durch Lockprämien für Verbrecher und Datendiebe in Erfahrung bringt?

Höhere Steuern bedeutet immer auch größere Kontrolle. Der Überwachungsapparat des Staates wird drastisch ausgebaut. Dies hat ebenfalls einen äußerst positiven Effekt: Ein Überwachungsstaat schafft Arbeitsplätze.  Hartz IV Empfänger könnten zum Beispiel ihre steuerzahlenden Nachbarn ausspionieren, ob diese möglicherweise schwarz arbeiten. Nicht zuletzt könnte man auch den BND einer sinnvollen Aufgabe zuführen: die Bürgerkontrolle.

Wessen Auto nicht zum Einnahmenprofil passt, ist verdächtig. Steht das Kosumprofil des Steuersubjektes im Einklang mit seinen Einnahmen? Ein Knopfdruck liefert die Kontoumsätze: Pech gehabt. Da muss noch irgendwo eine andere Einnahmequelle sein…

Die Beweispflicht wird natürlich umgekehrt. Wo kämen wir da hin, wenn der Staat dem Steuersubjekt nachweist, dass er über seine Verhältnisse lebt? Seine Unschuld hat der Untertan gefälligst selbst zu beweisen, wenn er sich schon verdächtig verhält.

Höhere Steuern = Mehr Gerechtigkeit

Wieso also das Gejammere über zu hohe Steuern und mehr Abgaben? Soll doch der Bürger froh sein, dass er überhaupt noch was ausgezahlt kriegt. Und wenn nicht? Der Staat wird schon dafür sorgen, dass niemand verhungert. Die Politikdarsteller im Reichstag werden die Ausgebeuteten bestimmt nicht hängen lassen: Suppenküche gegen Wählerstimme – so lautet künftig der Urnen-Lockruf. Das Wenige, was dennoch übrig bleibt, sollen die Menschen gefälligst verbrauchen! Nicht umsonst trägt der moderne Homo Sapiens in unserem Finanzsystem die Bezeichnung “Verbraucher”. Wie soll die Wirtschaft funktionieren, wenn die Wirtschaftssubjekte nicht verbrauchen, nicht den Planeten ausplündern? Also: geht in die Verbraucherzentralen, werft euren alten Krempel weg und kauft was Neues. Nur so kann das Bruttoinlandsprodukt wieder steigen.

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2 Antworten to “Steuersünder schämt euch!”

  1. Das Brutto-Inlands-Produkt müsste ja überhaupt nicht von Jahr zu Jahr steigen- wenn es die Zinsen und das Zinses-Zins-System nicht gäbe .-
    Das müssen irgendwann auch die Öko-Grünen verstehen, dass eine ökologische Wirtschaft mit dem gegenwärtigen ZinsesZinsSystem ganz einfach unmöglich ist : es muss ja schon allein deshalb Wachstum geben, weil die Zinsen gezahlt werden müssen !

  2. LoroLoco said

    Endlich hat mir da jemand dieses System erklärt und ich kann mich so richtig schämen, indem ich jetzt weiß, was Sache ist. Heute morgen noch, nach dem Aufstehen, musste ich immer noch mit diesem vertrackten Gefühl herumlaufen, dass ich irgendetwas falsch mache, weil ich freiwillig auf Konsum und ein regelmäßiges Einkommen verzichte. Jetzt aber, nachdem mir endlich ein Licht aufgegangen ist, und ich meine Verantwortung gegenüber dem Staat einsehe, werde ich mich umgehend daran machen, auch meinen letzten Spargroschen an die Politiker zu verschenken, damit die weiterhin dafür sorgen, dass wir morgen noch kraftvoll zubeißen können … (äh, vohin eigentlich? In ihre korrupten Ärsche vielleicht?)

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